Unterstützen Sie Emerging Cooking Solutions beim Ausbau einer zirkulären Biomasse-Lieferkette in Sambia, mit welcher Holzreste aus Sägewerken für die Herstellung von Biomasse-Pellets für Kochlösungen genutzt werden.

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Video von April 2024. Für Untertitel betätigen Sie bitte im unteren rechten Bildschirmrand den Button CC. 

Dieses Video gibt einen Überblick über das Gesamtgeschäftsmodell von Emerging Cooking Solutions Ltd. Die aktuelle Investitionsmöglichkeit finanziert nur einen Teil dieses Geschäftsmodells. Weitere Informationen zum Umfang dieses Projekts finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Bezug zu den UN Entwicklungszielen (SDGs):

Gewinnen Sie einen Projektbesuch in Sambia!

Erleben Sie Emerging Cooking Solutions hautnah vor Ort! Mit etwas Glück gewinnen Sie einen exklusiven Projektbesuch in Sambia und erhalten spannende Einblicke in die Arbeit von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) – von der Pelletproduktion bis zu den Aktivitäten des Unternehmens vor Ort.

Der von ECS bereitgestellte Gewinn hat einen Wert von ca. 3.000 USD und umfasst Flüge, Unterkunft, lokale Transportmittel sowie ein sorgfältig zusammengestelltes Programm. Verpflegungskosten sowie Kosten für kulturelle Erlebnisse sind nicht enthalten.

So nehmen Sie teil: Mit einer Investition von mindestens 500 € in ein teilnahmeberechtigtes ECS-Projekt erhalten Sie ein Los für die Verlosung. Investieren Sie in mehrere teilnahmeberechtigte ECS-Projekte, erhalten Sie für jedes dieser Projekte jeweils ein weiteres Los. Der Teilnahmezeitraum läuft bis zum 31. Oktober 2026. Weitere Informationen finden Sie in den Teilnahmebedingungen.

Die Vermögensanlage im Überblick

Projektintention

Das sambische Unternehmen Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) ist Hersteller von Mikrovergasungsöfen und Biomasse-Pellets welche es an Haushalte, Restaurants und Unternehmen in Sambia vertreibt. Das Kochen mit Kochherden, die mit Biomasse-Pellets betrieben werden, stellt für die Menschen vor Ort eine Alternative zum Kochen mit Feuerholz und Holzkohle dar. Die Pellets werden aus Abfallbiomasse von z.B. Eukalyptusplantagen, hergestellt.
ECS wird das Darlehen nutzen, um diese Pellet-Lieferkette auszubauen. Die Mittel finanzieren einen Anhänger für den Transport von Schnittabfällen von kleinen Sägewerken zur Pelletfabrik in Ndola, wodurch das Unternehmen zusätzlich auch Holzabfälle beziehen und für die Pelletproduktion einsetzen kann. Das Darlehen deckt zudem laufende Geschäftskosten wie Gehälter ab.

Mögliche Soziale & Ökonomische Auswirkungen

Nach Angaben des Projektinhabers kann die Nutzung der Mikrovergasungsöfen betrieben mit Biomasse-Pellets den Verbrauch von Feuerholz und Holzkohle gegenüber herkömmlichen Kochmethoden reduzieren. Die Nutzung der Kochherde kann außerdem die Belastung der Innenraumluft durch Verbrennungsprodukte reduzieren. Ökonomisch stellen die Kochlösungen und Biomasse-Pellets eine Alternative zum Kochen mit Feuerholz und Holzkohle dar, was die Ausgaben der Haushalte für das Kochen reduzieren kann.

Nutzung von Holzresten für die Pelletproduktion

Durch das Crowdfunding-Projekt baut Emerging Cooking Solutions Ltd seine Biomasse-Pellet-Lieferkette aus und unterstützt damit die Nutzung von Holzresten für die Pelletproduktion. Die Pellets werden aus Sägeresten hergestellt, die beim Zersägen von Plantagenstämmen zu Brettern anfallen – insbesondere Schwarten, Besäumungsreste und Kappreste, die nach Angaben des Projektinhabers typischerweise rund 40 % des Stammvolumens ausmachen und andernfalls im Freien verbrannt oder auf dem Gelände des Sägewerks verrotten würden.

Early-Bird-Bonus

Alle Investoren, die bis einschließlich 24.09.2026 investieren, erhalten einen Early-Bird-Bonus von 0,5 % pro Jahr. Dadurch erhöht sich der Zinssatz von bis zu 8,05 % p. a. auf insgesamt bis zu 8,55 % p. a.

Der Projektinhaber

Emerging Cooking Solutions Ltd ist ein sambisches Unternehmen mit Sitz in der Haupstadt Lusaka. Die Firma wurde 2012 mit der Idee gegründet, Holzkohle durch Pellets aus Abfallbiomasse zum Kochen zu ersetzen. ECS ist ein Vertreiber und Hersteller von Kochlösungen für Haushalte, Restaurants und Unternehmen mit der Vision, Kochlösungen auf Basis von Biomasse-Pellets für sambischen Haushalte zugänglich zu machen, sowie dadurch den Einsatz von Feuerholz und Holzkohle zu reduzieren.
Das Unternehmen vertreibt Mikrovergasungsöfen der Marke Mimi Moto und ist gleichzeitig Hersteller und Vertreiber eigener Mikrovergasungsöfen und Biomasse-Pellets der Marke SupaMoto.

Maßnahmen zur Risikoreduzierung

Für die Crowdfunding-Kampagne auf bettervest wurde in Kenia eine Zweckgesellschaft mit dem Namen BETTERVEST INVESTMENT LTD gegründet, die als Darlehensnehmerin für dieses Projekt fungiert. Sie leitet das eingesammelte Kapital als besichertes Darlehen an den Projektträger in Sambia, Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS), weiter. Die Gesellschafter und Geschäftsführer der BETTERVEST INVESTMENT LTD sind unabhängig von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS).

Zusätzlich werden für das von der Zweckgesellschaft an den Projektträger weitergeleitete Darlehen folgende Maßnahmen zur Risikoreduzierung gestellt:

Liquiditätspuffer von 2,5 %:
Die BETTERVEST INVESTMENT LTD wird mit einem Liquiditätspuffer in Höhe von 2,5 % des eingeworbenen Emissionsvolumens ausgestattet (der ebenfalls über das Crowdfunding eingesammelt wird), um im Falle von Rückzahlungsproblemen des lokalen Projektträgers eingreifen oder rechtliche Schritte einleiten zu können.

Verpfändung von Vermögenswerten:
Als zusätzliche Maßnahme werden Maschinen und Anlagen des Projektinhabers, die sich in deren Fabrik in Sambia befinden, an die BETTERVEST INVESTMENT LTD . verpfändet. Diese Vermögenswerte werden ordnungsgemäß bei der sambischen Registrierungsbehörde PACRA (Patents and Companies Registration Agency) registriert und zu Gunsten der Investoren verpfändet.

Projektbeschreibung

Sambia ist ein Binnenland im Süden Afrikas, in dem viele Haushalte weiterhin feste Brennstoffe wie Feuerholz oder Holzkohle zum Kochen verwenden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass die Verbrennung fester Brennstoffe in offenen Feuerstellen oder ineffizienten Kochstellen zu Haushaltsluftverschmutzung führen kann. Diese Belastung wird mit gesundheitlichen Risiken wie Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Lungenkrebs in Verbindung gebracht.

Gleichzeitig ist der Zugang zu alternativen Kochtechnologien und Elektrizität in Sambia nicht flächendeckend gegeben. Emerging Cooking Solutions Ltd. (ECS) entwickelt und vertreibt daher biomassebetriebene Mikrogasöfen sowie die dazugehörigen Biomasse-Pellets als alternative Kochtechnologie.

Die von ECS angebotenen Kochherde sind über eine Internet-of-Things-(IoT)-Plattform vernetzt. Nach Angaben von ECS ermöglicht die Plattform die digitale Verwaltung der Geräte und erfasst bereits Millionen von Koch- und Ladevorgängen.

Die Biomasse-Pellets werden in der Produktionsstätte von ECS in Ndola, Sambia, aus Biomasse-Abfällen hergestellt. Dadurch werden vorhandene Biomasse-Ressourcen als Ausgangsmaterial für die Pelletproduktion genutzt.

Mit dem Darlehen möchte ECS seine Pellet-Lieferkette weiterentwickeln. Die Finanzierung umfasst unter anderem einen Anhänger für den Transport von Schnittabfällen kleiner Sägewerke zur Pelletfabrik in Ndola. Damit soll die Beschaffung  des benötigten Materials für die Pelletproduktion unterstützt werden. Darüber hinaus werden laufende Geschäftskosten, einschließlich Personalkosten, finanziert.

Das Geschäftsmodell von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) weist Bezüge zu mehreren Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) auf. Die nachfolgende Zuordnung beschreibt Themenbereiche, mit denen die Aktivitäten von ECS in Verbindung stehen.

ECS entwickelt und vertreibt biomassebetriebene Mikrogasöfen sowie die dazugehörigen Biomasse-Pellets als alternative Kochtechnologie. Die Bereitstellung alternativer Kochmöglichkeiten steht im Zusammenhang mit dem Ziel, den Zugang zu modernen Energielösungen für Haushalte zu erweitern (SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie).

Durch die Bereitstellung alternativer Kochlösungen, die die täglichen Brennstoffkosten um bis zu 50 % senken können,
kann ECS einkommensschwache Haushalte dabei unterstützen, ihre Lebenshaltungskosten zu reduzieren und ihre finanzielle Resilienz
zu stärken (SDG 1  Keine Armut). Da die Mehrheit der ECS-Kundinnen und -Kunden aus einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen stammt, kann dies zu einer messbaren Kostenreduktion und Armutsbekämpfung sowie zu einer erhöhten wirtschaftlicher Stabilität beitragen. (SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass die Nutzung fester Brennstoffe in ineffizienten Kochstellen zu Haushaltsluftverschmutzung führen kann und mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Die Bereitstellung alternativer Kochtechnologien steht daher im Zusammenhang mit dem Themenbereich der Reduzierung von Gesundheitsbelastungen durch Luftverschmutzung (SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen).

Die von ECS angebotenen Kochherde werden über eine Internet-of-Things-(IoT)-Plattform verwaltet. Diese ermöglicht nach Angaben des Unternehmens eine digitale Verwaltung der Geräte und erfasst Koch- und Ladevorgänge. Die Nutzung digitaler Technologien zur Verwaltung und Bereitstellung der Produkte steht im Zusammenhang mit Innovation und technologischer Entwicklung (SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur).

Die Biomasse-Pellets von ECS werden in der Produktionsstätte in Ndola, Sambia, aus Reststoffen der Holzverarbeitung hergestellt. Durch die Nutzung dieser Materialien als Ausgangsstoff für die Pelletproduktion werden vorhandene Biomasse-Reststoffe als Produktionsmaterial verwendet. Dies steht im Zusammenhang mit der effizienteren Nutzung von Ressourcen und der Vermeidung von Materialverlusten (SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion).

Darüber hinaus verfolgt ECS nach eigenen Angaben soziale Ziele innerhalb des Unternehmens. Das Unternehmen gibt an, den Anteil von Frauen im Unternehmen erhöhen zu wollen, gleiche Vergütung unabhängig vom Geschlecht sicherzustellen und Frauen auch in Positionen einzubinden, die traditionell häufiger von Männern besetzt werden. Dies steht im Zusammenhang mit der Förderung von Gleichstellung und der Teilhabe von Frauen (SDG 5 – Geschlechtergleichheit).

Mit seinen biomassebetriebenen Kochherden und den dazugehörigen Pellets bietet ECS eine alternative Kochtechnologie für Haushalte an, die bisher unter anderem Holzkohle oder Feuerholz zum Kochen nutzen. Die Nutzung alternativer Kochtechnologien kann dazu beitragen, die Lebensbedingungen in wachsenden Gemeinschaften zu verbessern und steht damit im Zusammenhang mit dem Themenbereich der Umweltqualität in Städten und stadtnahen Gebieten (SDG 11.6 – Verringerung der Umweltbelastung in Städten).

Die Bereitstellung alternativer Kochtechnologien weist einen Bezug zum Themenbereich Klimaschutz auf, da im Vergleich zur Nutzung fester Brennstoffe CO2-Emissionen reduziert werden können. (SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz).

Die Herstellung der Biomasse-Pellets aus Reststoffen der Holzverarbeitung steht außerdem im Zusammenhang mit einer effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen und weist einen Bezug zu nachhaltiger Bewirtschaftung von Landökosystemen auf (SDG 15 – Leben an Land).

Durch das Crowdfunding-Projekt stärkt Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) seine Lieferkette und trägt zu einer Kreislaufwirtschaft in Sambia bei. Die Pellets werden aus Sägeresten hergestellt, die beim Zersägen von Plantagenstämmen zu Brettern anfallen – insbesondere Schwarten, Besäumungsreste und Kappreste, die typischerweise rund 40 % des Stammvolumens ausmachen und andernfalls im Freien verbrannt oder auf dem Gelände des Sägewerks dem Verrotten überlassen würden. 

Durch das Sammeln dieses Materials und die Verarbeitung zu Pellets mittels Zerkleinerung, Mahlung und Pressung macht ECS aus einem Abfallstrom ohne bestehenden Markt einen nutzbaren, sauberen Kochbrennstoff – ganz ohne Klebstoffe oder Zusatzstoffe, nur Holz und Hitze. Da diese Pellets aus Holz hergestellt werden, das bereits für einen anderen Zweck geschnitten wurde, und in einem deutlich effizienteren Vergaser verbrannt werden, verdrängt ein 30-kg-Sack mehr als sein eigenes Gewicht an Holzkohle – und, rechnet man die Verluste bei der Verkohlung mit ein, ein Vielfaches davon an stehendem Wald. 

Von Sägewerksabfall zu sauberem Kochbrennstoff — ECS‘ Geschichte der Kreislaufwirtschaft 

„Unsere Pellets beginnen in Sambias angelegten Wäldern. ZAFFICO, das Forstplantagenunternehmen, bewirtschaftet große Eukalyptus- und Kiefernplantagen, die im Rotationsverfahren geerntet und wieder aufgeforstet werden – dies sind bewirtschaftete Plantagen, die für die Holzgewinnung angelegt wurden, kein natürlicher Wald. Ein Netzwerk kleiner Sägewerke kauft Stämme aus diesen Plantagen und schneidet sie zu Brettern für das Bau- und Möbelgewerbe. 

Beim Zersägen eines runden Stammes zu quadratischen Brettern bleibt viel übrig: Schwarten, Besäumungsreste, Kappreste und Sägeabfälle – typischerweise 40 % des Stammes nach Volumen. Für einen kleinen Sägewerksbetrieb hat dieses Material keinen Markt. Es stapelt sich auf dem Gelände, wird im Freien verbrannt oder verrottet. Es ist, im gewöhnlichen Sinne des Wortes, Abfall. Wir sammeln es ein. Unsere Teams arbeiten direkt mit den Sägewerken zusammen, laden die Sägereste auf einen großen Anhänger und transportieren sie zu unserer Pelletfabrik in Ndola, im sambischen Copperbelt. 

Der Sägewerksbetreiber bekommt ein aufgeräumtes Gelände und einen Absatzweg für ein Nebenprodukt, das er sonst nicht loswerden würde; wir bekommen unseren Rohstoff. In der Fabrik durchlaufen die Sägereste vier Schritte. Sie werden in einen Holzhacker gegeben, der die Stücke zu einheitlichen Hackschnitzeln zerkleinert. Die Hackschnitzel durchlaufen eine Hammermühle, die sie zu einer feinen, gleichmäßigen Partikelgröße mahlt. Dieses Material wird dann unter hohem Druck durch eine Matrize gepresst, wobei das im Holz enthaltene Lignin weich wird und die Partikel zu dichten, zylindrischen Pellets verbindet – kein Klebstoff, keine Zusatzstoffe, nichts als Holz und Hitze. 

Die Pellets werden anschließend gekühlt, gesiebt und abgepackt. Von dort gelangen sie zu den Haushalten. Unsere Kund*innen kochen auf dem SupaMoto-Ofen, einem sauber brennenden Vergaser, den wir den Haushalten leihen statt verkaufen, und sie kaufen Pellets sackweise nach Bedarf, bezahlt per Mobile Money. Für die meisten Familien entspricht das etwa der Hälfte der Kosten der zuvor gekauften Holzkohle – bei sauberer Verbrennung und einfacherer Handhabung. 

Was diese Geschichte zu mehr macht als nur ordentliches Recycling, zeigt sich am anderen Ende: Holzkohle wird in Sambia hergestellt, indem natürlicher Hartholzwald gefällt und langsam in Erdmeilern verbrannt wird – ein Prozess, der so verschwenderisch ist, dass für jedes Kilogramm Holzkohle, das in einer Küche ankommt, rund sechs Kilogramm stehendes Hartholz benötigt werden. Unsere Pellets hingegen werden aus Holz hergestellt, das bereits für einen anderen Zweck geschnitten wurde, und der Vergaser verbrennt sie deutlich effizienter als ein offenes Kohlebecken Holzkohle verbrennt. 

So verdrängt ein 30-kg-Sack Pellets mehr als sein eigenes Gewicht an Holzkohle – und rechnet man die Verluste bei der Verkohlung zurück, ein Vielfaches davon an stehendem Wald. Jeder verkaufte Sack bewirkt zwei Dinge gleichzeitig:

Er setzt einen Abfallstrom sinnvoll ein, und er lässt Hartholz stehen.“ 

— Mattias Ohlson, CEO von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS)

Die mit dem Nachrangdarlehen verbundenen Investmentrisiken werden in den Risikohinweisen ausführlich beschrieben. Mit Blick auf die Einschätzung und Eingrenzung der Risiken für die Anleger*innen weist der Emittent auf folgende Besonderheiten in der Ausgestaltung des Projekts hin:

a) Nutzung einer Zweckgesellschaft:

Für die Crowdfunding-Kampagne auf bettervest wurde in Kenia eine Zweckgesellschaft mit dem Namen BETTERVEST INVESTMENT LTD gegründet, die als Darlehensnehmerin für dieses Projekt fungiert. Sie leitet das eingesammelte Kapital als besichertes Darlehen an den Projektträger in Sambia, Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS), weiter. Die Gesellschafter und Geschäftsführer der BETTERVEST INVESTMENT LTD sind unabhängig von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS). Eine in Kenia ansässige Zweckgesellschaft (SPV) kann als Kreditnehmer für mehrere Projekte fungieren. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Verträge oder die Risikobewertung im Vergleich zu einer deutschen Zweckgesellschaft.

b) Liquiditätspuffer in Höhe von 2,5%

Darüber hinaus wird die BETTERVEST INVESTMENT LTD  mit einem Liquiditätspuffer von 2,5% des eingeworbenen Emissionsvolumens ausgestattet (der ebenfalls über das Crowdfunding eingesammelt wird), um bei etwaigen Rückzahlungsproblemen des lokalen Projektinhabers intervenieren oder sogar rechtliche Schritte einleiten zu können.

c) Verpfändung von Vermögenswerten:

Als zusätzliche Sicherheit werden Maschinen und Anlagen des Projektinhabers, die sich in deren Fabrik in Sambia befinden, an die BETTERVEST INVESTMENT LTD . verpfändet. Diese Vermögenswerte werden ordnungsgemäß bei der sambischen Registrierungsbehörde PACRA (Patents and Companies Registration Agency) registriert und zu Gunsten der Investoren verpfändet.

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Investitionsbedarf

Der Darlehensbetrag für das Projekt von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) beträgt 99.950,00 € (inklusive Gebühren). Die Mittel finanzieren einen Anhänger für den Transport von Sägeresten von kleinen Sägewerken zur Pelletfabrik in Ndola, wodurch das Unternehmen Holzabfälle beziehen kann. Das Darlehen deckt zudem laufende Geschäftskosten wie Gehälter ab.

Die Laufzeit des Darlehens beträgt 2 Jahre, mit einem jährlichen Zinssatz von bis zu 8,55 % (inkl. 0,5 % Early-Bird-Bonus bis 24.09.2026). Die Fundingsschwelle für dieses Projekt liegt bei 50.000 €. Wird das Finanzierungsziel nicht vollständig erreicht, aber mindestens die Finanzierungsschwelle erzielt, verwendet der Projektträger die Investitionsmittel dennoch, um Materialien zu beschaffen und in reduziertem Umfang in die genannten Investitionsgegenstände zu investieren.

Rückzahlung

Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt aus liquiden Mitteln, die ECS im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit als Einnahmen aus dem Verkauf von den Kochherden generiert.

„Seit 2012 sind wir von Emerging Cooking Solutions führend in der Entwicklung moderner Biomasse-Kochlösungen! Wir waren unter den ersten Anbietern, die das Kochen mit Pellets aus nachhaltiger Abfallbiomasse förderten, und haben intensiv daran gearbeitet, dass unsere Herde modernes Kochen ermöglichen und hohe Umweltstandards erfüllen.
Wir haben eine innovative Methode entwickelt, um diese Öfen auch für die arme Bevölkerung zugänglich zu machen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologie, einschließlich intelligenter Öfen, die an ein spezielles digitales Aufzeichnungssystem angeschlossen sind, machen wir einen echten Unterschied.
Mit unserer Arbeit tragen wir dazu bei, die Wälder zu schützen, die Gesundheit zu verbessern und die Wirtschaft einkommensschwacher Familien in Afrika anzukurbeln - ein Herd nach dem anderen.“
Marion Peterson
Mitgründerin & Chief Business Development Officer von Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS)

Der Darlehensnehmer und Länderprofil

BETTERVEST INVESTMENT LTD (haftungsbeschränkt) 

P.O BOX 2087  
SARIT CENTRE 
Nairobi Westland District
Kenya 

Emerging Cooking Solutions Ltd 
9160 Lunsemfwa road, Kalundu
10101 Lusaka
Sambia

Kontakt
http://www.supamoto.co.zm/
https://emerging.se/
+260 211 295 117 info@supamoto.co.zm

BETTERVEST INVESTMENT LTD: Emittent und Darlehensnehmer

Die Zweckgesellschaft (SPV) BETTERVEST INVESTMENT LTD hat ihren Sitz in Kenia und fungiert für dieses Projekt als Emittentin und Darlehensnehmerin. Ihre Aufgabe besteht darin, die von den Crowdinvestorinnen und -investoren eingesammelten Mittel als Projektdarlehen an den lokalen Projektträger, Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS), weiterzuleiten. Die Gesellschafter und Geschäftsführer der BETTERVEST INVESTMENT LTD sind unabhängig vom Projektträger.

Im Gegensatz zu einer deutschen Zweckgesellschaft kann die in Kenia ansässige SPV als Darlehensnehmerin für mehrere Projekte fungieren. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die vertragliche Struktur oder die Risikobewertung, die weiterhin mit der einer deutschen SPV vergleichbar ist.

Emerging Cooking Solutions Gruppe

Die Emerging Cooking Solutions Gruppe besteht aus vier Unternehmen, mit der Holdinggesellschaft in Schweden: Emerging Cooking Solutions Sweden AB (ECS Schweden) und Unternehmen in drei afrikanischen Ländern:

  • Sambia – Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) – Eigentum 100% ECS Schweden
  • Mosambik – Supamoto Limitada
  • Malawi- Supamoto Limited
 

Die Muttergesellschaft ECS Sweden hat in den letzten fünf Jahren mehrmals pro Jahr Kapitalzuführungen an Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) getätigt. 

Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) 

Emerging Cooking Solutions Ltd (ECS) ist ein sambisches Unternehmen mit Sitz in der Haupstadt Lusaka. Die Firma wurde 2012 mit der Idee gegründet, Holzkohle durch Pellets aus Abfallbiomasse zum Kochen zu ersetzen.  Die Gründer kamen damals auf Einladung der schwedischen Botschaft aus Europa nach Sambia, um ihre Idee vorzustellen. Inspiriert von den Menschen, den Möglichkeiten und dem Land, entschieden sie sich für Sambia, um ihr Unternehmen zu gründen.

ECS ist Vertreiber und Hersteller von energieeffizienten Kochlösungen für Haushalte, Restaurants und Institutionen mit der Vision, alternative Kochlösungen für alle sambischen Haushalte erschwinglich und zugänglich zu machen, sowie die Abholzung der Wälder zu reduzieren und die negativen Auswirkungen auf das Klima zu verringern.

Das Unternehmen vertreibt Mikrovergasungsöfen der Marke SupaMoto und ist gleichzeitig Hersteller und Vertreiber eigener Mikrovergasungsöfen des Typs SupaMoto Microgasifying biomass stove 4kW und Pellets der Marke SupaMoto-Pellets. Die Pellets werden aus Abfällen von Kiefern- und Eukalyptusplantagen in der ECS-Produktionsstätte in Ndola, Sambia, hergestellt. Das Unternehmen hat Pionierarbeit bei der Herstellung von Pellets in Sambia geleistet sowie bei der Erforschung lokaler Biomasse, die für die Herstellung von Pellets geeignet ist. Außerdem hat das Unternehmen in den letzten Jahren eine Internet of Things (IoT) Plattform entwickelt, die die Öfen mit dem Internet verbindet. Diese hat bereits 30 Millionen Koch- und Ladevorgänge erfasst und bietet die Möglichkeit, die Öfen aus der Distanz auszuschalten, falls keine Zahlung erfolgt.

Im Mai 2022 hat ECS das „Cooking Energy Service Subscription“-Modell auf den Markt gebracht. Es ist ein Abonnement-Modell welches den Verleih eines neuen oder gebrauchten Ofens durch ECS beinhaltet und zum Kauf von mindestens 1kg Biomasse-Pellets pro Tag verpflichtet. Die Pellets werden von ECS an die Nutzer*innen nach Hause geliefert. Dieses Modell ermöglicht den Nutzer*innen eine Kostenersparnis von 40-50% im Vergleich zu Holzkohle. Die Aufnahmekriterien für das Abonnement-Modell bestehen aus einem Screening und der Zahlung eines einmaligen Mitgliedsbeitrags von 9 USD.

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im August 2026 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATOR

BEWERTUNG SAMBIA

Euler Hermes Ranking

Euler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von sambischen Unternehmen mit „high risk“ bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit D3 gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map)

OECD Klassifizierung

Die OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Sambias auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit 7 (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2026).

Korruptionsindex (Transparency International)

Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) – 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt in Sambia bei 37 (Quelle: Transparency International 2025).

Commercial Bank Prime Lending Rate

Die Commercial Bank Prime Lending Rate zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Sambia lag die Commercial Bank Prime Lending Rate 2020 bei 9,5% (Quelle: World Bank Data). Die World Bank führt diesen Indikator für Sambia derzeit nur bis 2020.

Für einen aktuelleren Wert weisen wir auf die veröffentlichten Daten der Bank of Zambia hin. Diese weist eine Commercial Bank Lending Rate (average) aus, die 2024 bei 26,2 % lag (Quelle: Bank of Zambia). Aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Berechnungsmethoden sind die beiden Werte jedoch nicht unmittelbar miteinander vergleichbar.

Kreditwürdigkeit (Moody’s)

Moody’s hat die Kreditwürdigkeit von sambischen Staatsanleihen auf einer Skala von AAA bis D mit Caa2 bewertet und somit als spekulativ eingestuft (Quelle: Trading Economics)

Devisenmarkt (Bundesbank)

In den letzten fünf Jahren hat sich der Devisenkurs des Euro gegenüber dem sambischen Kwacha zunächst deutlich erhöht und ist anschließend wieder gesunken. Im Juli 2021 lag der Kurs bei 22,82 Kwacha je Euro, im Juli 2024 bei 28,37 Kwacha und momentan (Juli 2026) bei 21,54 Kwacha je Euro (Quelle: Bundesbank 2026)

Eckdaten

DarlehensnehmerBETTERVEST INVESTMENT LTD (haftungsbeschränkt)
AnlagetypNachrangdarlehen
DarlehensvolumenEUR 99.950,00
Laufzeit2 Jahre
Renditebis zu 8,05 % p.a. (bis zu 8,55% p.a. bei einer Investition innerhalb der ersten 4 Wochen)
Tilgung und Zinszahlungannuitätisch

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