Photovoltaikanlage und Tröpfchenbewässerung für Farm in Benin

Solar erreicht in
8% Rendite
8 Jahre Laufzeit
245,650€ benötigt
65.22t CO2 Einsparung
100% effizienter
245,650€ von 389 Investoren
Fundingschwelle:232000


Es handelt sich hier bereits um das zweite Projekt der EnergieKonzepte Schiffer GmbH auf der bettervest Plattform. Das erste Projekt, eine solare Tröpfchenbewässerung in Tansania (https://www.bettervest.com/projekt/energiekonzepte-schiffer-tansania), wurde im Herbst 2015 erfolgreich installiert und die erste Rückzahlung an die Crowd ist erfolgt. In diesem Projekt möchte das Unternehmen mit Hilfe von bettervests Investoren den ökologischen und ökonomischen Anbau von Feldfrüchten in Benin fördern und helfen, Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu sollen momentan brachliegende Ackerflächen mit einer ökologischen, zu 100% mit solarer Energie versorgten „Komplett-Farmlösung“ ausgestattet werden, um sie wieder effizient zu bewirtschaften. Diese Komplett-Farmlösung beinhaltet eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung aller Komponenten einen Energiespeicher, eine Tiefbrunnenpumpe, ein Bewässerungssystem mit Feuchtigkeitgeregelter automatischer Steuerung, zwei 40 Fuß Kühlcontainer sowie Sicherheits-beleuchtung und Stromversorgung der Anwohner.

Da auf der Farm polykarpe (mehrjährige) Pflanzen wie z.B. Mangos, Tomaten und Paprika gepflanzt werden sollen, ist eine durchgehende Ernte mit dem Konzept ganzjährig möglich. Dies erhöht den Ertrag um ca. den Faktor 4. Weiterhin sind die Verkaufspreise außerhalb der Regenzeit deutlich höher, als innerhalb der Regenzeit. D.h. der Preis ist teilweise mehr als doppelt so hoch. Die Produkte der Farm werden auf den umliegenden Märkten, bzw. in der naheliegenden Hauptstatt Cotonou verkauft. Durch die gleichmäßige Ernte ist es nun auch möglich, Arbeitnehmer ganzjährig einzustellen. Es werden etwa 12-14 Mitarbeiter für den Farmbetrieb benötigt. Später werden die Feldfrüchte weiter verarbeitet, so dass dann weitere 4-6 Mitarbeiter hinzukommen. 

Zur Bewässerung der Felder wird ein hocheffizientes Tröpfchen-Bewässerungssystem eingerichtet, welches im Vergleich zu Beregnungssystemen sehr viel weniger Wasser verbraucht und gleichzeitig die Verdunstungs- und Versickerungsverluste minimiert. Der Feuchtigkeitsgehalt des Bodens wird direkt an der Pflanzenwurzel gemessen und ermöglicht eine auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmte Regulierung der Wasserzufuhr. Das führt zur weiteren Einsparung von Wasser. Das Bewässerungssystem wird die Zeit, in der die Felder bestellt werden können, von vier auf zwölf Monate erhöhen. Dies ermöglicht eine durchgehende Beschäftigung von einheimischen Mitarbeitern und eine dauerhafte Wertschöpfung durch den Verkauf der Feldfrüchte. 

Der Betrieb der Tiefbrunnenpumpe benötigt einen Stromanschluss bzw. eine dezentrale Energielösung. Da kein Anschluss ans öffentliche Netz gegeben ist, würde die Pumpe auf herkömmliche Art mit zwei Dieselgeneratoren betrieben werden. Die Photovoltaikanlage gewährleistet an dieser Stelle möglichst geringe Betriebskosten sowie minimale Umweltauswirkungen, da Treibhausgase und Umweltverschmutzungen aus dem laufenden Betrieb der Generatoren vermieden werden. Die Photovoltaikanlage und der Energiespeicher in Verbindung mit der Tiefbrunnenpumpe gewährleisten überdies die durchgehende Versorgung der Menschen auf der Farm mit Trinkwasser und Strom. 

Die Vorteile dieses Projekts für die lokale Bevölkerung sind vielschichtig. Neben der Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätzen, der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Strom sowie dem Beitrag zur gesunden Ernährung der lokalen Bevölkerung steht besonders auch der Technologietransfer in Form der Förderung von ökologischen und ressourcenschonenden Anbaumaßnahmen für Lebensmittel im Vordergrund. 

Abschließend ist der nachhaltige und weitestgehend klimaneutrale Betrieb der gesamten Farm hervorzuheben. 

Das Projekt hat folgende Ziele: -

  • einen Beitrag zur gesunden Ernährung der lokalen Bevölkerung zu schaffen 
  • Schaffung von 12-14 (später 20) dauerhaften Arbeitsplätzen 
  • durchgehende Versorgung der Anlieger mit Trinkwasser und Strom 
  • Nachhaltiger und weitestgehend Klima - neutraler Betrieb der gesamten Farm 
  • Technologietransfer: Förderung des ökologischen und ressourcenschonenden Anbaus von Lebensmitteln 
  • ganzjährige Ernten und damit mehr Einnahmen für den Farmer zu ermöglichen 
Für Anschaffung und Installation der Komponenten wird eine Gesamtfundingsumme von 245.650 € benötigt. Der Projektinhaber EnergieKonzepte Schiffer GmbH beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 8 % über 8 Jahre an den Einnahmen. Der durch das Funding ermöglichte weitestgehend klimaneutrale Anbau wird voraussichtlich eine CO2-Ersparnis von 65,2 Tonnen gegenüber einem durch Dieselgeneratoren unterstützten Anbau mit sich bringen.

In dem hier vorliegenden Projekt wird die EnergieKonzepte Schiffer GmbH eine Komplett-Farmlösung implementieren. Dem landwirtschaftlichen Betrieb in Benin entstehen so Kosteneinsparungen durch das Substituieren von Diesel mit Hilfe der Photovoltaikanlage sowie Ertragssteigerungen durch die ganzjährig mögliche Bestellung der Felder. 

Die ganzjährige Bewässerung der Felder erlaubt den Einsatz von polykarpen (mehrjährigen) Pflanzen wie z.B. Passionsfrüchten (7-jährig), Tomaten und Paprika (6–9 Monate). So ermöglicht das Konzept eine durchgehende und ganzjährige Ernte, was den Ertrag erfahrungsgemäß um den Faktor 4 erhöht. 

Darüber hinaus können die landwirtschaftlichen Produkte auch außerhalb der Regenzeit angeboten werden, wodurch sich der erzielbare Preis zum Teil verdoppelt. Laut Berechnungen der EnergieKonzepte Schiffer GmbH (die genaue Berechnung findet sich im Energieberatergutachten im Anhang), ergibt sich nach Abzug aller relevanten Kosten ein durchschnittlicher Gewinn von 15.000 € pro Hektar und Jahr. Das Konzept sieht zukünftig die Bewirtschaftung von vier Hektar Feldfläche vor, woraus sich Ernteeinnahmen von 60.000 € jährlich ergeben würden. Der Energieberater hat mittels konservativer Berechnungen Ernte-Mehreinnahmen von 30.299 € errechnet. 

Durch die Neugestaltung der Farm mit einer Solarstromversorgung werden die Kosten für Dieselkraftstoff grundsätzlich vermieden. Der Energieberater hat, in Zusammenarbeit mit EnergieKonzepte Schiffer GmbH, unter Berücksichtigung der lokal verfügbaren Ressourcen und vorgesehener Technologien, mit Hilfe der Simulationssoftware HOMER ein modifiziertes Lastprofil erstellt. Hierbei wurden den Verbrauchern feste Einsatzzeiten zugewiesen, die der durch das System erzeugten Energie angepasst sind, ohne jedoch deren Nutzen (z.B. Kühlung) einzuschränken. Aufgrund des unterschiedlichen saisonalen Bewässerungsbedarfs (Regen-/Trockenzeit) wurden zudem saisonale Lastprofile erstellt.

Bei einer Laufzeit von insgesamt 24 Stunden an 320 Tagen im Jahr (da in der Regenzeit die Pumpe nicht täglich genutzt wird) würde laut Berechnungen des Energiegutachters der Dieselverbrauch bei ca. 78 Litern am Tag liegen. Die Kosten für einen Liter Diesel belaufen sich aktuell auf 1,01 € zuzüglich des Transportes für Diesel, welcher hier keine Berücksichtigung findet. Daraus ergibt sich eine Diesel-Einsparung von 25.142 € pro Jahr im ersten Jahr. In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird mit einer Energiepreissteigerung von 3,5% gerechnet, aber auch Kosten für Wartungs- und Verbrauchsmittel sowie Rückstellungen für einen möglichen neuen Wechselrichter im Jahr Fünf mit einbezogen. Auf der anderen Seite vermeidet der Farmer Wartungskosten für den Dieselgenerator von mindestens 1.500 €. Unter Berücksichtigung all dieser Punkte werden somit 25.688 € pro Jahr Diesel- und Wartungskosten eingespart. Die genaue Berechnung kann im Energieberaterbericht im Teil „Cashflow“ eingesehen werden. 

Eine Dieselgeneratoranlage würde somit nach Berechnungen des Energieberaters jährlich 65,2 t CO2 emittieren. Diese Emissionen können durch die Photovoltaikanlage inkl. Energiespeicher gänzlich vermieden werden. Außerdem soll die Anlage die Bewohner und Anwohner der Farm mit Strom und damit mit Licht versorgen.

Einsparungen und Einnahmen
Dieselkosteneinsparung im Mittel über Projektlaufzeit29.067,64 €
Einsparung Wartungskosten Dieselgenerator (theoretisch)1.500,00 €
Zusatzeinnahmen Farming30.299,00 €
Rückstellungen Wechselrichter (Minus 1,5% Zins dafür)2.879,89 €
Wartungskosten und Versicherung2.000,00 €
Summe Gewinn pro Jahr im Mittel über die Kreditlaufzeit55.986,75 €

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 245.650 €. Dies beinhaltet die Photovoltaikanlage, den Energiespeicher, den Kühlcontainer, alle Komponenten des Bewässerungssystems (Tiefbrunnenpumpe, Druckerhöhungspumpe, Wasserbehälter, Verteilrohrsysteme, Tröpfchenbewässerungsschläuche, Sensoren und Steuerungssystem), die LED-Beleuchtungen sowie die Lieferung und den Aufbau. Außerdem enthalten sind die Energiegutachterkosten, die Treuhändergebühren und die bettervest-Listinggebühr. 

Die zu erwartenden Diesel-Energiekosteneinsparungen der Farm liegen über die Darlehenslaufzeit bei 25.688 €. Die Mehreinnahmen durch verbesserte Ernteverfahren liegen laut konservativen Berechnungen des Energieberaters bei 30.299 €. Damit liegt der Überschuss für die Farm bei 55.987 € jährlich, wovon die Farm 45.000 € über 10 Jahre an EnergieKonzepte Schiffer GmbH als Mietkaufrate ( Energiekonzepte Schiffer GmbH hat also in Jahr 9 und 10 zusätzliche Marge für den Aufwand des Mietkaufvertrags) weitergibt (somit stammen rund 40% der Rückzahlungen aus Ernteeinnahmen, der Rest aus Dieselkosteneinsparungen).

EnergieKonzepte Schiffer GmbH wiederum gibt von dieser Summe 42.747 € an die Crowd weiter, was bei 8 Jahren Laufzeit einer jährlichen Verzinsung von 8 % für die Investoren entspricht. In Jahr 9 bis 10 verbleiben sämtliche Mietkaufeinnahmen bei EnergieKonzepte Schiffer GmbH, als Marge im Projekt. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von 24.398 Litern Diesel ein und produziert jährlich 60987 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 65,2 t CO2 jährlich eingespart. Die Fundingschwelle liegt bei 232.000 €, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich gefunded, wenn nur diese Summe eingesammelt wird. Der Projektinhaber verkleinert in dem Fall das Konzept um einige Komponenten.

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Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Die PV-Module haben eine Kapazität von ca 64,58 kWpeak, die Wechselrichter sind für 3 mal 10kW ausgelegt. Wie passt das?

Antwort: Die Photovoltaikanlage ist so ausgelegt, dass der Stromverbrauch von den Verbrauchern von max. 30kW abgedeckt und gleichzeitig der Akkumulator aufgeladen werden kann. Da wir ja nur tagsüber Solarenergie zur Verfügung haben, müssen wir für den nächtlichen Verbrauch genügend Energie in den Akkumulatoren "zwischenlagern". Da wir tagsüber aber auch die Pumpen betreiben und einige andere Geräte, benötigen hierfür auch genügend Solarstrom. Zusätzlich erzeugt die Photovoltaikanlage nicht permanent 64 kW, dies ist nur der Fall bei einer Einstrahlungsstärke von 1000W/m² (STC, Standart test conditions). Dieser Wert ist aufgrund der Wetterbedingungen wie Bewölkung, Sonnen Auf- und Untergang, nicht immer erreichbar, so dass hierfür auch eine Reserve eingeplant wurde. 


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Mit diesem Projekt stellen wir unsere Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt in den Vordergrund. Wir schaffen eine weitgehende Unabhängigkeit von Rohstoffpreisen und damit langfristige Perspektiven für etwa 20 Familien vor Ort. Dieses Farmkonzept setzt neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in der Lebensmittelherstellung und den Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Foto: Sebastian Schiffer - Geschäftsführer

Sebastian Schiffer - Geschäftsführer

Unternehmensportrait

EnergieKonzepte Schiffer GmbH

Die EnergieKonzepte Schiffer GmbH bietet Energieeffizienzprodukte und Energieversorgungslösungen mit regenerativer Energieerzeugung und Energiespeichern an. Es wird vornehmlich der afrikanische Markt beliefert. Alle Systeme sind mit regenerativer Energie versorgt und ermöglichen so einen kosteneffizienten, unabhängigen und klimaschonenden Betrieb der Technik. 

Konkret bietet die EnergieKonzepte Schiffer GmbH folgende Anlagen: 

  • regenerative Stromversorgungssysteme 
  • Wasserpumpsysteme und Bewässerung 
  • Trinkwasseraufbereitung und Versorgung 
  • Meerwasserentsalzungsanlagen 
  • Kühl- und Tiefkühlcontainer 
  • Getreidetrocknungsanlagen, Silos und Futtermischanlagen 
  • Infrastrukturlösungen 
Das Unternehmen existiert seit Oktober 2013. Es hat vier Mitarbeiter in Deutschland. In Afrika arbeiten 27 Personen als Selbstständige bzw. Angestellte der dortigen Tochterunternehmen. 

Der Endkunde von EnergieKonzepte Schiffer GmbH ist Herr Severin da Silva, ist Unternehmer. Er ist Inhaber einer Consulting Firma, die z.B. deutsche Behörden über die Sicherheitslage in Westafrika berät, sowie Inhaber eines Personalvermittlungsunternehmen für Fachkräfte vor Ort in Benin. In der Vergangenheit hat er schon einmal eine Hühnerfarm betrieben. 



„Liebe Crowd - Mit diesem Projekt stellen wir unsere Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt in den Vordergrund. Wir schaffen eine weitgehende Unabhängigkeit von Rohstoffpreisen und damit langfristige Perspektiven für etwa 20 Familien vor Ort. Durch biologischen Anbau, hohe Diversität der angebauten Pflanzen den Verzicht auf landwirtschaftliche Großproduktionsmethoden sorgen wir für eine perspektivisch stabile Einkommensgrundlage. 

Die Konzept des Projektes umfasst nicht alleine die Stromversorgung der Wasserpumpen, wir kümmern uns auch um die Planung der Anbau- und Ausgleichsflächen, die Berechnung der Verteilleitungen, die Auslegung und Ansteuerung der Tröpfchenbewässerung. Ergänzend übernehmen wir das Training der Mitarbeiter zur Vermeidung von Erosion, Verdunstungs- und Versickerungsverlusten sowie der Lagerung der geernteten Früchte und Gemüse, um einen bestmöglichen Ertrag zu erreichen und Qualitätsverlust bzw. Verderben nach der Ernte zu vermeiden. 

Dieses Farmkonzept setzt neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in der Lebensmittelherstellung und den Umgang mit natürlichen Ressourcen. 

Unser Partner in Benin und wir freuen uns, wenn Sie sich an der Projektumsetzung beteiligen, und bedanken uns im Voraus für Ihr Interesse. 

Vielen Dank 

Sebastian Schiffer“

EnergieKonzepte Schiffer GmbH | EnergieKonzepte Schiffer GmbH, Friedrich-List-Str. 9 | 33100 Paderborn
Geschäftsführer Sebastian Schiffer
+49 (0)5251 5088178 | energie@sebastianschiffer.de

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.