Es handelt sich hier bereits um das zweite Projekt der EnergieKonzepte Schiffer GmbH auf der bettervest Plattform. Das erste Projekt, eine solare Tröpfchenbewässerung in Tansania (https://www.bettervest.com/projekt/energiekonzepte-schiffer-tansania), wurde im Herbst 2015 erfolgreich installiert und die erste Rückzahlung an die Crowd ist erfolgt. In diesem Projekt möchte das Unternehmen mit Hilfe von bettervests Investoren den ökologischen und ökonomischen Anbau von Feldfrüchten in Benin fördern und helfen, Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu sollen momentan brachliegende Ackerflächen mit einer ökologischen, zu 100% mit solarer Energie versorgten „Komplett-Farmlösung“ ausgestattet werden, um sie wieder effizient zu bewirtschaften. Diese Komplett-Farmlösung beinhaltet eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung aller Komponenten einen Energiespeicher, eine Tiefbrunnenpumpe, ein Bewässerungssystem mit Feuchtigkeitgeregelter automatischer Steuerung, zwei 40 Fuß Kühlcontainer sowie Sicherheits-beleuchtung und Stromversorgung der Anwohner.

Da auf der Farm polykarpe (mehrjährige) Pflanzen wie z.B. Mangos, Tomaten und Paprika gepflanzt werden sollen, ist eine durchgehende Ernte mit dem Konzept ganzjährig möglich. Dies erhöht den Ertrag um ca. den Faktor 4. Weiterhin sind die Verkaufspreise außerhalb der Regenzeit deutlich höher, als innerhalb der Regenzeit. D.h. der Preis ist teilweise mehr als doppelt so hoch. Die Produkte der Farm werden auf den umliegenden Märkten, bzw. in der naheliegenden Hauptstatt Cotonou verkauft. Durch die gleichmäßige Ernte ist es nun auch möglich, Arbeitnehmer ganzjährig einzustellen. Es werden etwa 12-14 Mitarbeiter für den Farmbetrieb benötigt. Später werden die Feldfrüchte weiter verarbeitet, so dass dann weitere 4-6 Mitarbeiter hinzukommen. 

Zur Bewässerung der Felder wird ein hocheffizientes Tröpfchen-Bewässerungssystem eingerichtet, welches im Vergleich zu Beregnungssystemen sehr viel weniger Wasser verbraucht und gleichzeitig die Verdunstungs- und Versickerungsverluste minimiert. Der Feuchtigkeitsgehalt des Bodens wird direkt an der Pflanzenwurzel gemessen und ermöglicht eine auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmte Regulierung der Wasserzufuhr. Das führt zur weiteren Einsparung von Wasser. Das Bewässerungssystem wird die Zeit, in der die Felder bestellt werden können, von vier auf zwölf Monate erhöhen. Dies ermöglicht eine durchgehende Beschäftigung von einheimischen Mitarbeitern und eine dauerhafte Wertschöpfung durch den Verkauf der Feldfrüchte. 

Der Betrieb der Tiefbrunnenpumpe benötigt einen Stromanschluss bzw. eine dezentrale Energielösung. Da kein Anschluss ans öffentliche Netz gegeben ist, würde die Pumpe auf herkömmliche Art mit zwei Dieselgeneratoren betrieben werden. Die Photovoltaikanlage gewährleistet an dieser Stelle möglichst geringe Betriebskosten sowie minimale Umweltauswirkungen, da Treibhausgase und Umweltverschmutzungen aus dem laufenden Betrieb der Generatoren vermieden werden. Die Photovoltaikanlage und der Energiespeicher in Verbindung mit der Tiefbrunnenpumpe gewährleisten überdies die durchgehende Versorgung der Menschen auf der Farm mit Trinkwasser und Strom. 

Die Vorteile dieses Projekts für die lokale Bevölkerung sind vielschichtig. Neben der Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätzen, der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Strom sowie dem Beitrag zur gesunden Ernährung der lokalen Bevölkerung steht besonders auch der Technologietransfer in Form der Förderung von ökologischen und ressourcenschonenden Anbaumaßnahmen für Lebensmittel im Vordergrund. 

Abschließend ist der nachhaltige und weitestgehend klimaneutrale Betrieb der gesamten Farm hervorzuheben. 

Das Projekt hat folgende Ziele: -

  • einen Beitrag zur gesunden Ernährung der lokalen Bevölkerung zu schaffen 
  • Schaffung von 12-14 (später 20) dauerhaften Arbeitsplätzen 
  • durchgehende Versorgung der Anlieger mit Trinkwasser und Strom 
  • Nachhaltiger und weitestgehend Klima - neutraler Betrieb der gesamten Farm 
  • Technologietransfer: Förderung des ökologischen und ressourcenschonenden Anbaus von Lebensmitteln 
  • ganzjährige Ernten und damit mehr Einnahmen für den Farmer zu ermöglichen 
Für Anschaffung und Installation der Komponenten wird eine Gesamtfundingsumme von 245.650 € benötigt. Der Projektinhaber EnergieKonzepte Schiffer GmbH beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 8 % über 8 Jahre an den Einnahmen. Der durch das Funding ermöglichte weitestgehend klimaneutrale Anbau wird voraussichtlich eine CO2-Ersparnis von 65,2 Tonnen gegenüber einem durch Dieselgeneratoren unterstützten Anbau mit sich bringen.

In dem hier vorliegenden Projekt wird die EnergieKonzepte Schiffer GmbH eine Komplett-Farmlösung implementieren. Dem landwirtschaftlichen Betrieb in Benin entstehen so Kosteneinsparungen durch das Substituieren von Diesel mit Hilfe der Photovoltaikanlage sowie Ertragssteigerungen durch die ganzjährig mögliche Bestellung der Felder. 

Die ganzjährige Bewässerung der Felder erlaubt den Einsatz von polykarpen (mehrjährigen) Pflanzen wie z.B. Passionsfrüchten (7-jährig), Tomaten und Paprika (6–9 Monate). So ermöglicht das Konzept eine durchgehende und ganzjährige Ernte, was den Ertrag erfahrungsgemäß um den Faktor 4 erhöht. 

Darüber hinaus können die landwirtschaftlichen Produkte auch außerhalb der Regenzeit angeboten werden, wodurch sich der erzielbare Preis zum Teil verdoppelt. Laut Berechnungen der EnergieKonzepte Schiffer GmbH (die genaue Berechnung findet sich im Energieberatergutachten im Anhang), ergibt sich nach Abzug aller relevanten Kosten ein durchschnittlicher Gewinn von 15.000 € pro Hektar und Jahr. Das Konzept sieht zukünftig die Bewirtschaftung von vier Hektar Feldfläche vor, woraus sich Ernteeinnahmen von 60.000 € jährlich ergeben würden. Der Energieberater hat mittels konservativer Berechnungen Ernte-Mehreinnahmen von 30.299 € errechnet. 

Durch die Neugestaltung der Farm mit einer Solarstromversorgung werden die Kosten für Dieselkraftstoff grundsätzlich vermieden. Der Energieberater hat, in Zusammenarbeit mit EnergieKonzepte Schiffer GmbH, unter Berücksichtigung der lokal verfügbaren Ressourcen und vorgesehener Technologien, mit Hilfe der Simulationssoftware HOMER ein modifiziertes Lastprofil erstellt. Hierbei wurden den Verbrauchern feste Einsatzzeiten zugewiesen, die der durch das System erzeugten Energie angepasst sind, ohne jedoch deren Nutzen (z.B. Kühlung) einzuschränken. Aufgrund des unterschiedlichen saisonalen Bewässerungsbedarfs (Regen-/Trockenzeit) wurden zudem saisonale Lastprofile erstellt.

Bei einer Laufzeit von insgesamt 24 Stunden an 320 Tagen im Jahr (da in der Regenzeit die Pumpe nicht täglich genutzt wird) würde laut Berechnungen des Energiegutachters der Dieselverbrauch bei ca. 78 Litern am Tag liegen. Die Kosten für einen Liter Diesel belaufen sich aktuell auf 1,01 € zuzüglich des Transportes für Diesel, welcher hier keine Berücksichtigung findet. Daraus ergibt sich eine Diesel-Einsparung von 25.142 € pro Jahr im ersten Jahr. In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird mit einer Energiepreissteigerung von 3,5% gerechnet, aber auch Kosten für Wartungs- und Verbrauchsmittel sowie Rückstellungen für einen möglichen neuen Wechselrichter im Jahr Fünf mit einbezogen. Auf der anderen Seite vermeidet der Farmer Wartungskosten für den Dieselgenerator von mindestens 1.500 €. Unter Berücksichtigung all dieser Punkte werden somit 25.688 € pro Jahr Diesel- und Wartungskosten eingespart. Die genaue Berechnung kann im Energieberaterbericht im Teil „Cashflow“ eingesehen werden. 

Eine Dieselgeneratoranlage würde somit nach Berechnungen des Energieberaters jährlich 65,2 t CO2 emittieren. Diese Emissionen können durch die Photovoltaikanlage inkl. Energiespeicher gänzlich vermieden werden. Außerdem soll die Anlage die Bewohner und Anwohner der Farm mit Strom und damit mit Licht versorgen.

Einsparungen und Einnahmen
Dieselkosteneinsparung im Mittel über Projektlaufzeit29.067,64 €
Einsparung Wartungskosten Dieselgenerator (theoretisch)1.500,00 €
Zusatzeinnahmen Farming30.299,00 €
Rückstellungen Wechselrichter (Minus 1,5% Zins dafür)2.879,89 €
Wartungskosten und Versicherung2.000,00 €
Summe Gewinn pro Jahr im Mittel über die Kreditlaufzeit55.986,75 €

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 245.650 €. Dies beinhaltet die Photovoltaikanlage, den Energiespeicher, den Kühlcontainer, alle Komponenten des Bewässerungssystems (Tiefbrunnenpumpe, Druckerhöhungspumpe, Wasserbehälter, Verteilrohrsysteme, Tröpfchenbewässerungsschläuche, Sensoren und Steuerungssystem), die LED-Beleuchtungen sowie die Lieferung und den Aufbau. Außerdem enthalten sind die Energiegutachterkosten, die Treuhändergebühren und die bettervest-Listinggebühr. 

Die zu erwartenden Diesel-Energiekosteneinsparungen der Farm liegen über die Darlehenslaufzeit bei 25.688 €. Die Mehreinnahmen durch verbesserte Ernteverfahren liegen laut konservativen Berechnungen des Energieberaters bei 30.299 €. Damit liegt der Überschuss für die Farm bei 55.987 € jährlich, wovon die Farm 45.000 € über 10 Jahre an EnergieKonzepte Schiffer GmbH als Mietkaufrate ( Energiekonzepte Schiffer GmbH hat also in Jahr 9 und 10 zusätzliche Marge für den Aufwand des Mietkaufvertrags) weitergibt (somit stammen rund 40% der Rückzahlungen aus Ernteeinnahmen, der Rest aus Dieselkosteneinsparungen).

EnergieKonzepte Schiffer GmbH wiederum gibt von dieser Summe 42.747 € an die Crowd weiter, was bei 8 Jahren Laufzeit einer jährlichen Verzinsung von 8 % für die Investoren entspricht. In Jahr 9 bis 10 verbleiben sämtliche Mietkaufeinnahmen bei EnergieKonzepte Schiffer GmbH, als Marge im Projekt. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von 24.398 Litern Diesel ein und produziert jährlich 60987 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 65,2 t CO2 jährlich eingespart. Die Fundingschwelle liegt bei 232.000 €, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich gefunded, wenn nur diese Summe eingesammelt wird. Der Projektinhaber verkleinert in dem Fall das Konzept um einige Komponenten.

Diese Information wird nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
Die Anhänge werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.

Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Die PV-Module haben eine Kapazität von ca 64,58 kWpeak, die Wechselrichter sind für 3 mal 10kW ausgelegt. Wie passt das?

Antwort: Die Photovoltaikanlage ist so ausgelegt, dass der Stromverbrauch von den Verbrauchern von max. 30kW abgedeckt und gleichzeitig der Akkumulator aufgeladen werden kann. Da wir ja nur tagsüber Solarenergie zur Verfügung haben, müssen wir für den nächtlichen Verbrauch genügend Energie in den Akkumulatoren "zwischenlagern". Da wir tagsüber aber auch die Pumpen betreiben und einige andere Geräte, benötigen hierfür auch genügend Solarstrom. Zusätzlich erzeugt die Photovoltaikanlage nicht permanent 64 kW, dies ist nur der Fall bei einer Einstrahlungsstärke von 1000W/m² (STC, Standart test conditions). Dieser Wert ist aufgrund der Wetterbedingungen wie Bewölkung, Sonnen Auf- und Untergang, nicht immer erreichbar, so dass hierfür auch eine Reserve eingeplant wurde.