Refinanzierung zweier Photovoltaikanlagen in Naivasha und Nanyuki, Kenia

Solar erfolgreich in
6% Rendite
1% Vorlaufzins
5 Jahre Laufzeit
173,700€ benötigt
148t CO2 Einsparung
171,300€ von 260 Investoren
Fundingschwelle: 50
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Die kenianische Blumenindustrie ist mit einem Marktanteil von 38% einer der größten Global Player in einem Markt mit einem Gesamtwert in Höhe von 10 Milliarden USD jährlich. Außerdem handelt es sich um einen der am schnellsten wachsenden Sektoren der kenianischen Wirtschaft mit 100.000 direkten und 1,5 Millionen indirekten Arbeitsplätzen. 

In Kenia gibt es ungefähr 200 kommerzielle Blumenfarmen. Einer der Hauptkostentreiber, den die Farmen jeden Tag zu spüren bekommen, sind die Energiekosten, die bis zu 15% der Bruttomargen der Farmen betragen. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien hat erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Blumenfarmen und somit auf den wirtschaftlichen Wohlstand des Landes. 

Equinox Horticulture und Interplant Roses sind zwei solcher Blumenfarmen, die ihre Energieversorgung von teurem Strom aus dem öffentlichen Stromnetz oder von Generatoren auf sauberen und kosteneffizienten Solarstrom umgerüstet haben. Der Bau der Photovoltaikanlagen, die nun einen Großteil des Energiebedarfs der Farmen decken, wurden im Mai bzw. im Juni 2018 von dem Projektinhaber Ariya Finergy in Auftrag gegeben und sind nun seit über sieben Monaten in Betrieb. Das über bettervest eingeworbenen Darlehen wird Ariya Finergy nutzen, um die beiden installierten Solaranlagen zu refinanzieren und in Neue zu investieren. 

Technologie 

Die PV-Anlage der Blumenfarm Equinox Horticulture hat eine Gesamtleistung von 103 kWp. Die Kapazität der PV-Anlage der Interpant Roses Blumenfarm beträgt 64,8 kWp. Beide Anlagen wurden auf dem jeweiligen Lagerhaus der Farm installiert und bestehen aus Solarmodulen der Firma Jinko Solar, mehreren Wechselrichter der Firma SMA, einem Energiezähler und einer Steuereinheit zur Kommunikation. 

Soziale Auswirkung 

Die installierten Solaranlagen liefern nicht nur sauberen, grünen Strom an die Blumenfarmen, sondern verbessern außerdem deren Kosteneffizienz und damit die Wirtschaftlichkeit. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit der Farmen gegenüber Konkurrenten gesteigert und trägt zu einem langfristigen, stabilen Wachstum bei. 

Darüber hinaus sorgt diese Stabilität für Arbeitsplatzsicherheit für die über 580 Mitarbeiter der Blumenfarmen und des Projektinhabers, von denen über die Hälfte Frauen sind. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, da Frauen in diesen Bereichen oft die Haupt- oder sogar einzige Einkommensquelle der Familie darstellen und deshalb auf ein regelmäßiges, stabiles Einkommen angewiesen sind. 

Dies liegt auch den Geschäftsführerinnen von Ariya Finergy besonders am Herzen, die sich nicht nur für Nachhaltigkeit, sondern auch für die Förderung von Diversität und die Emanzipation von Frauen einsetzen. So gründete Dr. Herta von Stiegel 2015 den Verein Women Corporate Directors Kenya (WCD Kenya), von welchem sie Vorstandsvorsitzende ist. Der WCD ist ein nach dem Republic of Kenya Societies Act eingetragener Verein und gehört zu der Stiftung Women Corporate Directors, deren Mission es unter anderem ist, zukunftsweisende Gremien weltweit durch Schulungen und die Bereitstellung von Programmen zu inspirieren und die Frauenquote in Vorständen und Führungspositionen zu erhöhen. 

Klimaschutz 

Beide Farmen setzen sich bereits für den Umweltschutz ein. Zum Beispiel bei der Bewässerung der Blumen. Hierfür greifen die Farmen auf einen komplett geschlossenen Wasserkreislauf zurück. Durch die Umstellung auf Solarstrom konnten die beiden Blumenfarmen ihre Umweltverträglichkeit weiter steigern, indem sie ihre CO2-Emissionen reduzieren. Die Solaranlage der Equinox Horticulture Farm generiert jährlich 155.140 kWh Solarstrom, was zu einer CO2-Einsparung von 93,5 Tonnen pro Jahr führt. Auf der Interplant Roses Farm können durch die neue Anlage in einem Jahr 90.769 kWh solare Energie genutzt werden, wodurch der jährliche CO2-Ausstoß um 54,7 Tonnen reduziert wird. Für die Grundlage der Berechnung wurden die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro kWh erzeugten Stroms aus dem allgemeinen Energieversorgungsmix der Kenya Power and Lighting Company, dem öffentlichen Netzbetreiber, verwendet. Dieser Satz liegt derzeit bei 603 g/kWh. Insgesamt werden durch dieses Projekt also 148,2 Tonnen CO2 jährlich eingespart.

Auswahl der Blumenfarmen und Ausgangssituation 

Als einer der führenden Anbieter von sauberen Energielösungen ermöglicht Ariya Finergy seinen Kunden im landwirtschaftlichen Bereich erneuerbare Energiesysteme mittels eines innovativen Finanzierungsmodells. Um die leistungsfähigsten Farmen in Kenia sowohl in Bezug auf die Umweltverträglichkeit als auch in Bezug auf die Betriebsabläufe zu identifizieren, arbeitete Ariya mit dem Kenya Flower Counsel zusammen. Sowohl Equinox Horticulture als auch Interplant Roses wurden als geeignete Kunden empfohlen. Daraufhin führte Ariya Finergy eine Machbarkeitsstudie in den zwei Betrieben durch, die elektrische, finanzielle, ökologische sowie personelle Praktiken umfasste. Beide Blumenfarmen haben vorbildliche Richtlinien – z.B. stellen beide mehr als 50% Frauen ein – und verfügen über ein hohes Maß an Umweltverträglichkeit. So führen die Farmen nach Möglichkeit Wasser wieder zurück und haben außerdem Richtlinien zur Vermeidung eines übermäßigen Wasserkonsums implementiert. Darüber hinaus untersuchen die Farmen die Möglichkeit, biologisch abbaubare Verpackungen zu verwenden. 

Bevor Ariya die Solaranlagen installiert hatte, bezogen die beiden Blumenfarmen ihren Strom aus dem nationalen Stromnetz oder nutzten Generatoren. Diese Energiequellen sind zum einen teurer als der durch die Solarsysteme generierte Solarstrom und zum anderen verursachen sie einen höheren CO2-Ausstoß, was sich nachteilig auf die Umwelt auswirkt. 

Technische Details 

Die Equinox Horticulture Farm befindet sich knapp 200 km nördlich von Nairobi in der Stadt Nanyuki, die Hauptstadt des Laikipia Countys in Kenia. Die Solaranlage der Farm mit einer Kapazität von 103 kWp wurde im Mai 2018 auf dem Dach des Lagerhauses installiert. Sie besteht aus 370 Solarmodulen der Firma Jinko Solar Holding Co. Ltd. und vier Wechselrichtern vom Typ Sunny Tripower 25000TL-20 der deutschen Firma SMA Solar Technology AG. Die Steuereinheit und der Energiezähler, welcher elektrische Messwerte ermittelt, stammen ebenfalls von SMA.

Circa 100 km nördlich von Nairobi befindet sich die Stadt Naivasha, die unmittelbar am Naivashasee gelegen ist. Dort ist die Interplant Roses Farm ansässig, deren Solaranlage seit Juni 2018 in Betrieb ist. Die 240 auf dem Dach des Lagerhauses installierten Solarmodule sind ebenfalls von Jinko Solar und haben eine Kapazität von 64,8 kWp. Bei den zwei Wechselrichtern sowie der Steuereinheit und dem Energiezähler handelt es sich ebenfalls um Produkte der deutschen Firma SMA. 

Gemäß den unterzeichneten Verträgen und Ariyas Business Modell bleiben die Solaranlagen während der gesamten Laufzeit des Leasingvertrages Eigentum von Ariya Finergy. Zum aktuellen Zeitpunkt haben die beiden Farmen alle Vorauszahlungen, Betriebs- und Wartungskosten sowie die monatlichen Mietrechnungen rechtzeitig beglichen. 

Betrieb und Wartung 

Ariya Finergy bietet seinen Kunden auch nach der Installation und Inbetriebnahme umfassende Betriebs- und Wartungsleistungen an. Darüber hinaus erhalten die Kunden Berichte zum Betriebs- und Wartungszustand der Anlage. Diese werden von Ariyas regionalem Ingenieurteam monatlich unter Verwendung der Echtzeitdaten erstellt, die von der Online-Plattform der SMA Steuereinheit stammen.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 173.700 € und beinhaltet die bettervest-Listing- und Treuhandgebühr. Das über bettervest eingesammelte Kapital dient zur Refinanzierung zweier Solaranalagen, die bei zwei in Kenia ansässigen Blumenfarmen installiert wurden und einen Großteil des Gesamtstrombedarfs der Unternehmen decken. Den Investoren wird über eine Laufzeit von 5 Jahren eine Annuität in Höhe von 41.235,75 € zurückbezahlt werden. Dies entspricht einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 6 % für die Investoren. 

Land 

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im Februar 2019 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATOR BEWERTUNG Kenia
Euler Hermes Ranking Euler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von kenianischen Unternehmen mit mittel bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map).
OECD Klassifizierung Die OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Kenias auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit 6 (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International) Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Kenia bei 28 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending Rate Die Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Kenia liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 17% (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (Moody's) Moody's hat die Kreditwürdigkeit von kenianischen Staatsanleihen auf einer Skala von AAA bis D mit B1 bewertet und somit als spekulativ eingestuft (Quelle: countryeconomy 2018).
Devisenmarkt (Bundesbank) In den letzten fünf Jahren ist der Devisenpreis für den Euro in Kenia leicht gestiegen, vor fünf Jahren lag der Preis bei 116,27 Kenia-Shilling und vor einem Jahr bei 119,50. Ende Januar 2019 lag der Preis bei 115,30 Kenia-Shilling (Quelle: Bundesbank 2018).

Weitere Informationen befinden sich im Länderprofil.

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Warum heißt der Projektinhaber manchmal Ariya Finergy und dann wieder Ariya Leasing?

Bei Ariya Finergy und Ariya Leasing handelt es sich um dieselbe Firma. Ariya Leasing hat sich 2018 in Ariya Finergy umbenannt, weshalb vor allem ältere Dokumente noch den alten Namen enthalten.

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Mit unserem innovativen Solar-Leasingmodell wollen wir die unzuverlässige, teure und kohlenstoffbasierte Energieversorgung in Ostafrika reduzieren und mit unseren Photovoltaikanlagen den unzähligen Menschen südlich der Sahara, Zugang zu sauberer Energie ermöglichen. bettervest ist der ideale Partner, um dieses Geschäftsmodell in Kenia in die Tat umzusetzen.

Foto: Geschäftsführung Ariya Finergy Holdings Ltd.

Geschäftsführung Ariya Finergy Holdings Ltd.

Unternehmensportrait

Foto: Ariya Finergy Holdings Limited Ariya Finergy Holdings Limited

Der Projektinhaber Ariya Finergy Holdings Limited ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Ariya Capital Group Limited, ein erfahrener Projektentwickler und Investor für saubere und erneuerbare Energieprojekte in Afrika. Das erfahrene Team von Ariya Finergy hat es sich zur Aufgabe gemacht, landwirtschaftlichen Kunden durch ein innovatives Finanzierungsmodell Zugang zu sauberem und erschwinglichem Solarstrom zu verschaffen. Als marktführender Anbieter von Speicher-, Stabilisierungs-, Spannungs- und Clean Energy Lösungen bietet Ariya seinen Kunden professionell konzipierte, schlüsselfertige, energieeffiziente Anlagen mit nahtlosem Betrieb und Wartungsservice. Das Besondere an dem Konzept ist, dass die Anlagen in Besitz der Ariya Finergy bleiben und von den Kunden gemietet oder geleast werden. Dadurch werden hohe Investitionskosten vermieden. Außerdem passt Ariya die offerierten Lösungen und Technologien wie Solar-, Wind-, Biogas- oder Hybrid-Energie an die Bedürfnisse der Kunden an. Durch modulare Designs kann die Kapazität der Anlagen bei Bedarf erweitert werden. Ariya hat aktuell sechs PV-Anlagen in Kenia installiert und in Betrieb genommen und ist dabei, weitere vier Systeme zu errichten. Vier dieser bereits installierten Anlagen hat Ariya erfolgreich aus Eigenmitteln finanziert. Darüber hinaus hat Ariya mehr als 90 Machbarkeitsstudien für Kunden in Ostafrika durchgeführt, die maßgeschneiderte, wirtschaftlich optimierte erneuerbare Systemlösungen beinhalten. 2015 wurde Ariya Capital mit dem Preis Powering Agriculture: An Energy Grand Challenge for Development Fund ausgezeichnet. Der Preis steht für die Verbreitung von sauberen Energielösungen, die die Produktivität im Agrarsektor steigern. Ariya Finergy hat diese Lösungen als Tochtergesellschaft der Ariya Capital vor Ort umgesetzt. Powering Agriculture unterstützt die Verbreitung von Lösungen für saubere Energien, die die Produktivität im Agrarsektor steigern, um Armut und Hunger zu bekämpfen. Ariya Finergy engagiert sich für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung und integriert dies in die Gesamtstrategie des Unternehmens. Das Unternehmen ist überzeugt, dass gute Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken (ESG) Risiken reduzieren und den Wert des Unternehmens steigern und gleichzeitig ein positives Wachstum in den Gemeinden und Ländern, in denen sie aktiv sind, generieren. Um zu messen, wie die Einbeziehung von ESG-Praktiken einen Mehrwert schafft, hat Ariya Finergy ein Sustainability Impact Model (SIM) entwickelt, um die positive Wirkung im Bereich Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung zu messen. Zusätzlich bezieht Ariya Finergy bestehende internationale und andere lokale oder branchenspezifische Normen und Prinzipien in ihre Nachhaltigkeitspolitik ein.


Ariya Finergy Holdings Limited | 4th Floor, Kalamu House Grevillea Grove, Westlands | Nairobi Kenia
Geschäftsführerin Herta Von Stiegel und Jenny Fletcher
+254 700 784 330 // +254 786 784 330 | info@ariyafinergy.com