Elektrizitätsversorgung über Solar-Minigrids in Manombo und Antanimieva, Madagaskar

Solar erreicht in
6.5% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
102,200€ benötigt
114t CO2 Einsparung
102,200€ von 239 Investoren
Fundingschwelle:90000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Im Rahmen des hier betrachteten Projektes beabsichtigt die Autarsys Madagascar SARL zwei Dörfer auf Madagaskar über ein sogenanntes Mini-Grid basierend auf einem Hybrid-Inselsystem erstmalig elektrisch zu erschließen und zu versorgen. Dabei soll ein 2015 durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Asantys Systems GmbH umgesetztes Projekt aufgegriffen und fertig gestellt werden. Die Dimensionierung sowie die Installation der Kernkomponenten des Solar-Inselsystems wurde damals erfolgreich abgeschlossen. Das Netz und der Anschluss der Stromkunden, genau wie die Umsetzung eines Betreiber- und Wartungskonzeptes blieb jedoch bisher offen und soll nun von der Autarsys Madagascar SARL nachgearbeitet werden. Dabei kann das bereits bestehende System kostenfrei von der GIZ übernommen werden. 

Die zwei solaren Mini-Grids mit Dieselgenerator als Back-Up werden in den Dörfern Antanimieva und Manombo, die sich im Südwesten Madagaskars befinden, installiert. Die Refinanzierung soll über Stromentgelte der Kunden erfolgen, welche über kommunikationsfähige Stromzähler erhoben werden. 

Die Autarsy Madagascar SARL tritt hier als lokaler Projektpartner auf, der mit der vorhandenen Technologie die Anbindung einiger Haushalte, Gewerbebetriebe und öffentlicher Einrichtungen an das Stromnetz gewährleisten wird. Projektinhaber und Darlehensnehmer ist jedoch die deutsche Enervinci GmbH, die das über die Crowd eingesammelte Darlehen an Autarsys Madagascar SARL weiterleitet.

Technologie 

Die bereits installierten Mini-Grids sind technisch identisch und umfassen jeweils ein 15kWp PV-System bestehend aus 60 polykristallinen Solarmodulen, drei Wechselrichtern und einem Montagesystem. Das Versorgungssystem besteht aus drei Inselwechselrichtern, einem Verschaltungs- und Sicherungssystem (Multiclusterbox) sowie einem Batteriespeicher und einem 20kW Dieselgenerator zur Überbrückung von Energieengpässen. Zusätzlich verfügt das System über eine Zählereinrichtung mit PAYG-Funktion. Diese ermöglichen eine einfache und übersichtliche Abrechnung gegenüber den Stromkunden. Insbesondere lassen die Stromzähler eine Steuerung des Netzes bzw. des Lastverhaltens zu. So kann übermäßiger Verbrauch frühzeitig erkannt und sensible Verbrauchseinheiten und das Netz geschützt werden. 

Das System ist über eine SMA Sunny Webbox mit EDV-Systemen kommunikationsfähig. Die Batterien, die Inselwechselrichter, die Netzwechselrichter, die Kommunikationseinheit und die Multiclusterbox sind in einem Überseecontainer installiert, sodass sie vor Umwelteinflüssen und vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. 

Die Masten für die Überlandleitungen werden in Madagaskar durch eine ortsansässige Firma produziert und geliefert. Dabei handelt es sich um Stahlbeton-Masten, eine gängige Variante für diese Art der Nutzung. 

Soziale Auswirkungen

In Madagaskar hat ein Großteil der Bevölkerung immer noch keinen Zugang zu elektrischer Energie. In ländlichen Gebieten ist dieser Anteil besonders hoch und wächst aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums immer weiter. Das hat zur Folge, dass die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gemeinde und der umliegenden Siedlungen immens behindert wird und die Lebensqualität deutlich einschränkt ist. Rudimentäre Bedürfnisse werden mit Kerzen, Petroleumlampen, kleinen Ersatzstromgeneratoren oder privaten kleinen Solaranlagen bedient. Diese beeinträchtigen mit ihren Schall- und Abgasemissionen die Umwelt und das alltägliche Zusammenleben stark. In ärmeren Haushalten steht den Kindern und Jugendlichen abends nicht ausreichend Licht zur Verfügung, um zu lernen oder zu lesen. Durch die zwei Mini-Grids werden in Zukunft 200 Haushalte an das Stromnetz angeschlossen und somit 1200 Menschen mit Strom versorgt. Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser profitieren davon und leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der lokalen Bevölkerung. Ebenso können Wasserpumpen und -tanks, sowie Kühl- und Gefrierschränke zur Lebensmittelkonservierung damit betrieben werden. Zusätzlich profitiert die Wirtschaft in den Dörfern von der Elektrifizierung, da Reismühlen, Handwerksbetriebe und Geschäfte effizienter betrieben werden können.

Klimaschutz 

Haushalte, die nicht vom öffentlichen Netz bedient werden, sind meist gezwungen teure und schädliche Alternativen wie z.B. Petroleumlampen oder Dieselgeneratoren zu nutzen. Das CO2-Einsparpotential ist in Fällen wie diesen enorm. Eine exakte Zahl ist allerdings nur schwer zu ermitteln, da noch nicht genau vorhergesehen werden kann, wie viele Dieselkraftstoff durch die Mini-Grids tatsächlich substituiert werden kann. Unter der Annahme, dass bereits im ersten Jahr ca. 45.000 Liter Diesel eingespart werden können, wird davon ausgegangen, dass überschlägig 1.708 t CO2-Äquivalent über einen Zeitraum von 15 Jahren aufbauend auf der bettervest-Finanzierung vermieden werden.

In Madagaskar hatten 2016 gerade einmal 23% der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz. In ländlichen Gegenden waren es sogar nur 7%. Das bedeutet, dass in Madagaskar mehr als 19 Millionen Menschen keinen Zugang zu elektrischer Energie haben. Die Elektrifizierungsrate sinkt weiterhin kontinuierlich, da der Netzausbau das fortschreitende Bevölkerungswachstum in Madagaskar nicht kompensieren kann. Aus diesem Grund sind Haushalte, Betriebe und Einrichtungen gezwungen, Elektrizität mit Hilfe von Ersatzstromgeneratoren zu erzeugen oder auf alternative Energiequellen wie Kerzen, Batterien, Petroleum oder Feuerholz zurückzugreifen. Bei den hier betrachteten Projekten greift Autarsys Madagascar SARL als lokale Projektgesellschaft auf zwei durch die GIZ bereits 2015 dimensionierte und installierte Solarinselsysteme zurück. Die Anlagen wurde Ende 2016 im Auftrag der GIZ errichtet. Anfang 2017 wurde das letzte Arbeitspaket, die Errichtung des Verteilnetzes und der Anschluss an die Verbraucher, ausgeschrieben und an die Autarsys Madagascar SARL übergeben. Die Aufgabe von Autarsys Madagascar SARL besteht in diesem Fall in der Installation des Verteilnetzes, der Umsetzung der einzelnen Stromanschlüsse, sowie dem Aufsetzen des Abrechnungs- und Wartungssystems. Der Wareneinkauf erfolgt einmalig zu Beginn der Projektlaufzeit. Die Installation des Netzes und der Stromanschlüsse soll noch 2018 abgeschlossen sein. Im Jahr 2019 sollen die Anschlussnehmer bereits voll versorgt werden. 

Das System 

Das bereits vorhandene Mini-Grid basiert auf 24 verschlossenen OPzV Blei-Säure Batterien der Firma Hoppecke mit einer Kapazität von insgesamt 140 kWh. Die Batterien werden über einen 15kWP PV-Generator bestehend aus 60 polykristallinen 250Wp Solarmodulen der Firma Asantys geladen. Die Solarmodule sind über 3 Wechselrichter des Typs SMA Sunny Boy 5000 TL mit je 2 Strings à 10 Modulen AC-seitig an das Inselnetz angeschlossen. Die netzgebende Komponente, sowie die Lade- und Entladeüberwachung der Batterien wird über ein Cluster aus 3 Inselwechselrichtern des Typs SMA Sunny Island 8.0H realisiert. Für den Fall von Unterversorgung bzw. als Sicherheitsreserve ist ein Dieselgenerator der Firma Caterpillar mit einer Bemessungsleistung von 20kVA in das Netz eingebunden. Die grundlegende Verbindungs- und Sicherungstechnologie wird in einer SMA Multicluster Box 6,3 umgesetzt. 

Über das Inselsystem wird ein 3-phasiges 220/380VAC Versorgungsnetz aufgespannt. Die Netze werden mit Masten und Überlandleitungen ausgeführt und erstrecken sich über Teile der Ortschaften entlang günstig gelegener Korridore, um ausgewählte Haushalte, Betriebe und Einrichtungen zu erreichen. Ferner werden an definierten Standorten die Masten mit öffentlicher Straßenbeleuchtung ausgestattet. Laut Vorgabe stehen die Masten in einem Abstand von 41 m bis 51m auseinander und sollen bei einer Gesamtlänge von 9 m insg. 1,4 m im Erdreich vergraben werden. 

Die einzelnen Abnehmer werden über Stromzähler der Firma Sparkmeter an das Versorgungsnetz angeschlossen. Diese Stromzähler werden an den Strommasten montiert, um einen unbefugten Zugriff auf das Netz durch frei angekoppelte Kabelabgänge direkt sichtbar zu machen. Die einzelnen Stromzähler haben unterschiedliche Bemessungsleistungen und Phasenanschlüsse, je nach Nutzungsprofil. Die Sparkmeter sind miteinander vernetzt und über eine zentrale Basiseinheit intern und über das Internet kommunikationsfähig. Das ermöglicht die Erfassung des Systemzustands in Echtzeit und das selektive Zu- und Abschalten einzelner Verbrauchsstellen. Außerdem erlaubt es eine Postpaid- oder Prepaid-Bezahlstruktur für die Stromkunden. Die Stromgebühren werden über ein Bezahlverfahren mittels Mobiltelefonen eingezogen. 

Wartung der Systeme 

Der Betrieb und die Wartung der Anlage werden von lokalen Mitarbeitern der Autarsys Madagascar SARL durchgeführt. Weiterhin sind Servicetechniker vor Ort, die den Stromkunden im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Das Wartungskonzept sieht tägliche und wöchentliche Routineprüfungen, wie zum Beispiel die Reinigung der Solarmodule und die Sichtprüfung des Netzes vor. Darüber hinaus gibt es quartalsweise und jährlich Routinemaßnahmen, um den Zustand der Anlage zu prüfen, zu erhalten und ggf. wiederherzustellen.

Die Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 102.200 € und beinhaltet die bettervest Listing- und Treuhandgebühren. Das eingesammelte Kapital wird vom Projektinhaber Enervinci GmbH an die Autarsys Madagascar SARL weitergeleitet, welche das Projekt vor Ort umsetzt. Mit dem Darlehen sollen alle Investitionen für die Netzerrichtung, die Installation der Einzelanschlüsse, sowie die Beschaffung der Dieselgeneratoren, welche als Back-Up dienen, vorgenommen werden. Das bereits bestehende Solar-Inselsystem wird von der GIZ kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der bettervest-Kredit wird mit einer festen Annuität in Höhe von 18.634,27 € über 7 Jahre zurückgezahlt, was einer Rendite von 6,5% für die Investoren entspricht. Die Fundingschwelle liegt in diesem Projekt bei 90.000 €, wird nur diese Summe im Funding erreicht, so wird der Projektinhaber den Differenzbetrag durch vorhandene Eigenmittel decken und das Projekt durchführen.

Land

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im September 2018 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATORBEWERTUNG MADAGASKAR
Euler Hermes RankingEuler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von madagassischen Unternehmen mit hoch bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map und Ranking 2018).
OECD KlassifizierungDie OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Madagaskars auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International)Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Madagaskar bei 24 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending RateDie Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Madagaskar liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 64% (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (Moody's)Keine Daten vorhanden (Quelle: countryeconomy 2018).
Devisenmarkt (Bundesbank)In den letzten fünf Jahren ist der Devisenpreis für den Euro in Madagaskar leicht gestiegen, vor fünf Jahren lag der Preis bei 2.924,61 madagassischen Ariary, vor einem Jahr bei 3.519,24 und Ende August 2018 lag der Preis bei 3.890,81 madagassischen Ariary (Quelle: Bundesbank 2018).

Weitere Informationen befinden sich im Länderprofil.

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Im Energieberaterbericht heißt es, dass gegebenenfalls ein größerer Leitungsquerschnitt der Überlandleitungen gewählt werden sollte, da beim derzeitigen Querschnitt in Höhe von 25mm2 die Belastung nicht signifikant über das angenommene Lastverhalten hinausgehen dürfte. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Autarsys Madagascar wurde in Bezug auf die Auslegung der Leitungen von der African Development Bank und dem Green Mini-Grid Help Desk beraten. Die Leitungen sind bezogen auf das geplante Projekt an der Grenze, jedoch noch innerhalb des akzeptablen Rahmens. Sollte sich herausstellen, dass die Leitungen zu klein dimensioniert wurden, ist es möglich vor Ort nachzurüsten. 

Im Energieberaterbericht ist davon die Rede, dass die Leitung in Bezug auf die Entfernung Wasserturm und Pumpencenter ggf. zu klein dimensioniert ist. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Es ist von Autarsys Madagascar derzeit nicht vorgesehen, die Pumpe anzuschließen. Der Betrieb des Wasserturms liegt nicht im Zuständigkeitsbereich von Autarsys. Das Unternehmen hatte zudem keinen Einfluss darauf, wo der Wassertank und die PV-Anlage aufgebaut wurden. Ob es technisch möglich ist, die Pumpe anzuschließen bzw. welche Installationen notwendig sind, um diese anzuschließen, kann dann vor Ort besser entschieden werden. 

Im Energieberaterbericht wird erwähnt, dass der limitierende Faktor in den Systemen die Größe des Solargenerators ist und dass ein größerer Solargenerator für mehr Flexbilität im Nutzerverhalten und eine zuverlässigere Vollladung der Batterien sorgen würde. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Um das Projekt insgesamt wirtschaftlich zu machen, muss der produzierte Strom zu 100 % verkauft werden. Autarsys Madgascar wird erst dann in eine größere Stromproduktion investieren, wenn feststeht, dass der gesamte produzierte Strom verkauft wird. 

Unterliegt der Wechselkurs Euro / Madagascar-Ariary starken Schwankungen? Wie begegnet Autarsys Madagascar bzw. Enervinci einem potentiellen Wechselkursrisiko? 

  • Tatsächlich ist es so, dass der Wechselkurs stark schwankt, wobei sich ein Abwärtstrend andeutet. Die starke Inflation in Madagaskar lässt es jedoch zu, den Strompreis zu erhöhen.

Plant Autarsys Madagascar das Lastverhalten nach Inbetriebnahme der Mini-Grids zu beobachten, um sicherzugehen, dass keine Über- bzw. Unternutzung des Systems auftritt bzw. einer solchen entgegenzuwirken?

  • Wie bei allen ihren laufenden Anlagen, wird Autarsys auch dieses überwachen, um einer Über- bzw. Unternutzung entgegenzuwirken. Die Kunden werden nach und nach angeschlossen, um sicherzustellen, dass die Leistung nicht überstiegen wird. Das Projekt ist finanziell abgesichert, solange der gesamte produzierte Strom verbraucht wird. Wenn das System erweitert werden soll, würde Autarsys eine weitere Investitionsrunde starten. 

Im Energieberaterbericht wird empfohlen, eine größer bemessene Sicherung zu installieren, da es andernfalls unter Volllast sowohl Lade- als auch Entladeseitig häufig zu einem Auslösen bzw. Schmelzen der Sicherung kommen kann. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Die Sicherungen wurden von der GIZ Madagaskar ausgewählt. Die Auslegung von diesen basiert auf Erfahrungswerten aus den Nachbardörfern Mahaboboka und Saint-Augustin. In diesen sind seit Dezember 2017 identische Systeme in Betrieb, die von der Firma Energie Technologie betrieben werden. 

Im Energieberaterbericht wird darauf hingewiesen, dass der Container, in dem sich Wechselrichter und Batterien befinden, weder aktiv belüftet noch klimatisiert wird. Potentiell auftretende zu hohe Temperaturen im Container beeinfluss jedoch den Wirkungsgrad und die Lebensdauer einiger Komponenten. Wie plant Autarsys Madagascar diesem potentiellen Problem zu begegnen? Wird ggf. eine Klimatisierung nachgerüstet? 

  • Die Firma Energie Technologie hat in den Containern in den benachbarten Dörfern, Maßnahmen ergriffen, um zu hohe Temperaturen in den Containern zu vermeiden. Laut den Angaben des Unternehmens liegt die Temperatur in den Container zwischen 25°C und 30°C, was einer optimalen Betriebstemperatur entspricht. Die Temperatur erreicht jedoch keine 45°C, was dem oberen Limit des Batterieherstellers Hoppecke entspricht. Autarsys Madagascar plant hierfür ähnliche Maßnahmen zu ergreifen wie Energie Technologie, z.B. die Installation einer Belüftung oder Klimatisierung sowie die Montage eines Sonnenschutzes aus Pflanzenfasern auf dem Dach der Container, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. nicht überstiegen wird. 

Wie ist der Zustand der Batterien? Befinden sich diese in einem ausreichend guten Zustand? 
  • Es liegt ein Bericht der GIZ Madagascar vor, in dem der Zustand der Batterien als gut deklariert wurde (Stand: März 2018). Von der GIZ wurde außerdem bestätigt, dass die Batterien durch die Verbindung mit dem Inselwechselrichter Sunny Island die ganze Zeit über zu 92% in einem Ladezustand gehalten wurden. 
Wie sieht es mit den Garantien der Produkte aus? Sind diese bereits abgegolten, da die Komponenten bereits seit 2015 vor Ort sind?
  • Die Komponenten wurden von der GIZ im Jahr 2015/2016 gekauft. Die Garantien gelten ab dem Versanddatum in 2016, was bedeutet, dass die Garantie von manchen Komponenten bereits abgelaufen sind. Die Garantiezeiten sind / waren wie folgt:
  • Vollgarantie für das gesamte System: 1 Jahr 
  • Hoppecke Batterien: 1 Jahr 
  • Asantys Module: 10 Jahre Produktgarantie, 25 Jahre Leistungsgarantie
  • SMA-Wechselrichter: 5 Jahre

Mit unseren Inselnetzen möchten wir lokale, soziale und ökologische Räume respektieren. Erneuerbare Energie-Speichersysteme lassen sich nahtlos in Gemeinden und Umgebung integrieren, davon profitiert die ganze Gemeinschaft. Zudem wird CO2 eingespart, wovon wiederum die ganze Welt profitiert.

Foto: Geschäftsführer - Matthias Roß

Geschäftsführer - Matthias Roß

Unternehmensportrait

Foto: Enervinci GmbH Enervinci GmbH

Die Enervinci GmbH mit Sitz in Berlin wurde als sogenanntes „Special Purpose Vehicle“ (oder Zweckgesellschaft) mit dem Ziel erneuerbare Energieprojekte zu verwirklichen, 2016 von Matthias Roß gegründet, welcher ebenfalls Geschäftsführer der Autarsys GmbH ist. Enervinci fungiert bei diesem Projekt als Projektinhaber sowie als Darlehensnehmer und leitet das eingesammelte Kapital an die lokale Autarsys Madagascar SARL weiter. Die Autarsys Madagascar SARL ist die madagassische Projektdurchführungs- und Betreibergesellschaft der Autarsys Deutschland für die Republik Madagaskar. Sie wurde im Jahr 2017 gegründet, die Geschäftsführer sind Herr Matthias Roß und Herr Roland Rakotomanga. Autarsys Madagascar beschäftigt als lokale Firma madagassische Experten und hat ihren Sitz in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars. Bei diesem Projekt tritt die Autarsys Madagascar SARL als lokale Projektgesellschaft auf und ist verantwortlich für die Installation des Verteilnetzes, die Umsetzung der einzelnen Stromanschlüsse, sowie das Aufsetzen des Abrechnungs- und Wartungssystems. Herr Matthias Roß fungiert seit der Gründung der Autarsys GmbH im Jahr 2013 als deren Geschäftsführer. Der studierte Diplom-Pädagoge war zuvor als Head of Sales der Younicos SE, einem Unternehmen, das sich auf Batteriespeicher und Energiemanagement-Lösungen spezialisiert hat, tätig. Darüber hinaus arbeitete er insgesamt 20 Jahre lang in Berlin als Geschäftsführer der Baufhof GmbH sowie der KirchBauhof GmbH. Ebenso sammelte Herr Roß Erfahrungen im Bereich des Projektmanagements bei JWK e.V., Berlin, und engagiert sich außerdem bei Flüchtlingsprojekten und sozialen Entwicklungsprojekten.


Enervinci GmbH | Prieborner Straße 32 | 12526 Berlin
Geschäftsführer Matthias Roß
+49 (0) 30 609 849 800 | info@autarsys.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.