Finanzierung der Produktionserweiterung einer Kaffee-Brikett-Fabrik in Äthiopien

erreicht in
Blue Planet Pilotprojekt
12% Rendite
3,607t CO2 Einsparung
5 Jahre Laufzeit
100% effizienter
195,000€ benötigt
195,000€ von 291 Investoren
Fundingschwelle:140000


Das Führungsteam der African Briquet Factory (ABF), bestehend aus Fikirte Tekaligne und Gerd Ladstätter, möchte in Zusammenarbeit mit bettervest die Produktionskapazitäten ihrer Kaffeeabfall-Brikettfabrik erweitern und die von häufigen Unterbrechungen behinderte Versorgung mit Strom gewährleisten, um so wirtschaftlicher produzieren zu können. Um dies zu erreichen, soll der Neubau einer Produktionshalle, die Anschaffung eines gebrauchten LKWs (8 t), eine weitere Brikettierpresse, die Erweiterung des Solartrockners und ein Stromgenerator über die Crowd finanziert werden. Kreditnehmer ist die ASIF Beteiligungs GmbH, die zum Zwecke der Finanzierung der ersten Produktionsstätte ihrer African Briquet Factory (ABF) gegründet wurde und der ebensfalls Herr Ladstätter als Geschäftsführer vorsteht. Die ASIF Beteiligungs GmbH gibt den Kredit an ihr Tochterunternehmen, die African Briquet Factory (ABF), weiter.

Das Konzept der ABF steht im Licht des von der Regierung klar definierten Growth and Transformation Plan – GTP, der neben anderen Bereichen die Entwicklung von Erneuerbaren Energien zum Schaffen von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit und zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung forciert. Der ökologische Impact dieser Maßnahme besteht nicht nur aus der Herstellung fast CO2-neutraler Briketts, sondern darüber hinaus aus der Verringerung der illegalen Abholzung zur Gewinnung von Holzkohle und Feuerholz, der Reduktion von Treibhausgasemissionen und der Erhaltung des natürlichen Lebensraumes für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Von besonderer Bedeutung ist dies in Anbetracht der Wachstumsraten für die Nachfrage nach Brennholz und Holzkohle, die sich in den letzten drei Jahren verdreifacht hat. Dabei werden für die Produktion einer Tonne Holzkohle ca. 88 Bäume benötigt. Der Waldbestand Äthiopiens hat sich aufgrund dessen in den letzten 40 Jahren auf drastische Weise reduziert, von 40 % der Landfläche auf 2,7% (lt. NABU)

Die für Braunkohle und Feuerholz substituierenden Briketts bestehen zum Großteil aus Kaffeeschalen, die bei der Produktion von Kaffee entstehen und den doppelten kalorischen Brennwert von Feuerholz besitzen. Kaffee ist mit 350.000 Tonnen pro Jahr das Hauptexportprodukt Äthiopiens, wobei lediglich 15 % des ursprünglichen Gewichtes der Kaffeebohne beim Endkonsumenten ankommen, der Rest ist Abfall bzw. Rohstoff zur Produktion von Briketts. In Addis Abeba, Hauptstadt Äthiopiens, Sitz der UN-Wirtschaftskommission für Afrika sowie dritthöchstgelegene Hauptstadt der Welt, gibt es ca. 150 Kaffeefabriken, die Kaffee für den Export produzieren. Allein bei der Produktion in Addis Abeba fallen dabei ca. 20.000 Tonnen Kaffeeschalen an, die normalerweise auf unzureichend gemanagten Abfallhalden verrotten und dabei Methan freisetzen. Letzteres ist als Treibhausgas 21-mal wirkungsvoller als Kohlenstoffdioxid. Neben Kaffeeschalen werden auch Erdnussschalen, Sägemehl, Coralimo-Schalen (ein in Ostafrika typisches Gewürz), Reisschalen und Sesamschalen für die Produktion der Briketts verwendet.

Für Anschaffung und Installation der Komponenten wird eine Gesamtfundingsumme von 195.000 € benötigt. Der Projektinhaber beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 12 % über 5 Jahre an den Einnahmen. Die durch das Funding ermöglichte Produktionssteigerung wird voraussichtlich eine geschätzte CO2-Ersparnis von 3.607 Tonnen jährlich gegenüber Energie aus fossilen Quellen mit sich bringen.

Die Finanzierung durch die Crowd umfasst den Neubau einer 800 m2 großen Produktionshalle in Debrezeit, ca. 35 km außerhalb von Addis Abeba, die Anschaffung eines gebrauchten LKWs (8 t), eine Brikettierpresse, die Erweiterung des Solartrockners und einen Stromgenerator. (Leider ist es aufgrund der Leistungsspitzen einfach nicht sinnvoll eine Photovoltaikanlage zu kaufen/bauen; dies wurde von einem Gutachter tiefgehend geprüft.) Mit der neu angeschafften zusätzlichen Briketttierpresse wird sich der Output der ABF verdoppeln. Die Kapazität der Maschinen wird dann abzüglich Rüstzeiten und Wartung 40 t/Tag betragen. Unter Idealbedingungen (trockenes Material, keine Stromausfälle etc.) könnte sie sogar 60 t/Tag erreichen. Ein eigener LKW wird teilweise die angemieteten LKWs ersetzen und die jährlichen Transportkosten signifikant verringern. Die Erweiterung des Solartrockners sichert die Inputqualität beim Produktionsprozess und der Stromgenerator wird die Stromausfälle überbrücken und ermöglicht eine durchgehende Produktion von 24h/6 Tagen die Woche.

Die Gesamtfundingsumme dieses Projektes liegt bei 195.000 €. Mit 55.000 € stellt der Neubau der Produktionshalle den Hauptteil der Investition dar, gefolgt von der Brikettierpresse mit 50.000 €, dem LKW mit 32.000 €, der Erweiterung des Solartrockners mit 19.000 € sowie dem Stromgenerator mit 18.000 . Die Restsumme ist die Fundinggebühr. Die Angebote zu den einzelnen Bauteilen liegen im Anhang vor. Die Kosten für Import und Montage der benötigten Anlagen trägt der Projektinhaber selbst aus Eigenmitteln. Für den Hallenbau gibt es kein Angebot, da diese selbst gebaut wird (Stein auf Stein). Die Fundingschwelle beträgt 140.000 €, in dem Fall trägt der Projektinhaber den Bau der Hallen aus Eigenkapital.

Der Projektinhaber beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 12 % über 5 Jahre an den Mehreinnahmen, die durch die Produktionssteigerung erwirtschaftet werden. Das Projekt wird voraussichtlich eine CO2-Ersparnis von 3.607 Tonnen mit sich bringen.

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Frage 1: Wie kommen die Sprüngen bei den Rohstoffkosten zwischen 2016 und 2018 zu Stande?

Bis dato war der Projektinhaber darauf angewiesen einen Teil der Rohstoffe über einen Broker zu beziehen. Momentan werden Verträge mit den größten Lieferanten abgeschlossen, weshalb 2017 erheblich Einsparungen erwartet werden. Der neu erworbene LKW wird mit einer Vakuumanlage ausgestattet sein, was den Umweg über einen Broker obsolet macht und einen Direkteinkauf beim Lieferanten ermöglicht.

Frage 2: Wieso verändern sich die Raumkosten, obwohl der optimale Standort gefunden wurde?

Der neue Standort kann erst im August 2016 bezogen werden. Aus diesem Grund muss im ersten Halbjahr 2016 Miete für den alten Standort gezahlt werden, daher fallen  die Raumkosten hoch aus.  Nach Bezug des neuen Standortes reduzieren sich die Kosten. In den Folgejahren ist der Bezug zweier weiterer Standorte vorgesehen, weshalb sich die Raumkosten sukzessiv erhöhen werden. Insgesamt sind im Jahr 2018 drei Standorte geplant.  

Frage 3: Wie kommen zukünftig höhere Transportkosten zu Stande, obwohl auf Eigentransport umgestellt wird? 

In den Transportkosten ist auch die Abschreibung enthalten. In der Vergangenheit befanden sich die Transportkosten im Wareneinsatz. Dies wir rückwirkend noch korrigiert werden. Darüber hinaus werden in Zukunft erheblich mehr Güter transportiert, was voraussichtlich zu Kostensteigerung führen wird. Z.B. wird für das Jahr 2017 mit einer fünfmal größeren Transportmenge als 2015 gerechnet.


Frage 4: Im Bericht steht, dass die Leistungsaufnahme der neuen Presse bei 66kW liegt. Leider ist die Leistungsaufnahme der alten Presse nicht angegeben. Laut Business Plan wird durch die neue Presse der Output verdoppelt. Daher ist anzunehmen, dass beide Pressen eine gleich hohe Leistungsaufnahme haben. Dann kann aber ein 100kW Generator nicht beide Pressen gleichzeitig mit Energie versorgen oder habe ich einen Denkfehler?

Der Dieselgenerator soll ja in Zeiten von Stromausfall die Produktion am Laufen halten, das ist unsrem Text ggf. nicht klar zu entnehmen. Daher muss sie nicht groß genug sein, um beide Pressen bei Vollast zu versorgen. Das bedeutet bei Stromausfall wird mit einer Presse gefahren nicht mit 2 Stück, bzw. nicht beide auf Volllast. 

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Mit Biomasse-Briketts sichern wir Unternehmen in Äthiopien eine zuverlässige und umweltfreundliche Energiequelle

Foto: Gerd Ladstätter- ASIF Beteiligungs GmbH

Gerd Ladstätter- ASIF Beteiligungs GmbH

Unternehmensportrait

ASIF Beteiligungs GmbH

ABF PLC wurde im August 2011 als 98-prozentige Tochterfirma der deutschen ASIF GmbH gegründet. 2 % des Unternehmens sind im Besitz einer Äthiopischen Privatperson. Im November 2011 wurde eine Produktionshalle angemietet und im Dezember die Brikettiermaschine eingerichtet.

Das Führungsteam der ABF besteht seit Unternehmensgründung aus Fikirte Tekaligne und Gerd Ladstätter. Fikirte Tekaligne, Master in Economics, begann bei ABF nach 6 Jahren praktischer Erfahrung bei einem Bambusunternehmen und Wohnungsbauunternehmen.

Gerd Ladstätter, Betriebswirtschaftler mit internationaler Erfahrung (USA, UK, Frankreich, Deutschland etc.) in den Bereichen Marketing und Strategie von Großunternehmen, startete 2009 zunächst als Entwicklungshelfer für ein deutsch-äthiopisches Regierungsprogramm, bevor er beschloss die „Entwicklungshilfe“ auf effektivere Art zu betreiben und die African Briquet Factory PLC gründete.

Seit Januar 2013 leitet Birhane Leta, Master in Industrial Engineering, die Produktion. Insgesamt beschäftigt die ABF 25 Mitarbeiter direkt und 75 weitere Mitarbeiter indirekt bei Zulieferern und Dienstleistern.

Zur seiner Motivation sagt Gerd Ladstätter: "Nach Jahrzenten erfolgreicher Arbeit bei uns wollte ich etwas "zurückgeben". Natürlich könnte ich auch gemütlich in Europa sitzen und Geld spenden, aber leider sind viele der Projekte überhaupt nicht nachhaltig. Ich will zeigen, dass sich Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften ausgezeichnet vertragen - und dass dies ein sinnvoller Weg für die Entwicklung Afrikas ist."


ASIF Beteiligungs GmbH | Aiplstraße 8 | 83224 Staudach-Egerndach
Gerd Ladstätter
089 61469094 | g.ladstaetter@afrisof.com

Vorab: Wichtiger Hinweis zur Art des Finanzierungsprojekts

Bei diesem Projekt wird nicht – wie sonst auf www.bettervest.com üblich – eine energetische Maßnahme des Darlehensnehmers finanziert, die sich aus den erzielten Einsparungen/Einnahmen heraus selbst ökonomisch trägt. Es handelt sich stattdessen um die Finanzierung der Erweiterung und Optimierung von Produktionsanlagen eines Dritt-Unternehmens im Ausland, an dem der Darlehensnehmer beteiligt ist und an das er das eingeworbene Kapital in Form eines weiteren Darlehensvertrags weiterreicht. Durch die Erweiterung und Optimierung der Produktionsanlagen des Dritt-Unternehmens soll eine Vergrößerung der Produktion erzielt und damit Mehreinnahmen erwirtschaftet werden, die eine Rückführung beider Darlehen ermöglichen sollen.

Wie bei allen Projekten besteht auch hier ein Totalverlustrisiko.

Risikohinweise

Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

Der Darlehensgeber trägt daher ein (mit-)unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Anlegers führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Insbesondere leitet der Darlehensnehmer den gesamten Darlehensbetrag in Form eines weiteren Darlehens an ein im Ausland ansässiges Dritt-Unternehmen weiter, an dem er auch als Gesellschafter beteiligt ist. Bei dem Darlehensnehmer handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft, die außer dem Halten der Beteiligung an dem Dritt-Unternehmen kein eigenes operatives Geschäft betreibt, aus dem eventuelle Verluste gedeckt und Zahlungsschwierigkeiten überwunden werden können. Der Darlehensnehmer ist für die fristgerechte und vollständige Leistung von Zins und Tilgung an die Investoren daher darauf angewiesen, dass das Dritt-Unternehmen seinen Verpflichtungen aus dem mit ihm geschlossenen Darlehensvertrag fristgerecht und vollständig nachkommt. Ist dies nicht der Fall, können auf Ebene des Darlehensnehmers Zahlungsschwierigkeiten bis hin zu einer möglichen Insolvenz entstehen.

Das finanzierte Dritt-Unternehmen wird seinen Verpflichtungen gegenüber dem Darlehensnehmer insbesondere dann voraussichtlich nicht nachkommen können, wenn die geplante unternehmerische Erweiterungs- und Optimierungsmaßnahme, die durch das Darlehen finanziert werden soll (Geschäftsaufbau im Bereich der Brikett-Produktion), nicht wie erhofft erfolgreich und rentabel umgesetzt werden kann. Ob dies gelingen wird, hängt von verschiedensten Faktoren wie z.B. dem Team, bestimmten Schlüsselpersonen, Fachkräften und Beratern, dem Marktumfeld, Nachfrage- und Absatzsituation, Lieferantenbeziehungen, dem politischen Umfeld und politischen Entwicklungen, Länder- und Wechselkursrisiken, technologischen Entwicklungen, Schutzrechten, gesetzlichen Rahmenbedingungen, Wettbewerbern und weiteren Faktoren ab.

Die geplante unternehmerische Expansion könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Risiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des finanzierten Dritt-Unternehmens mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen der Business Plan basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen.

Diese beschriebenen und/oder weitere Risiken können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des finanzierten Dritt-Unternehmens und des Darlehensnehmers auswirken. Dem finanzierten Dritt-Unternehmen und dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

Die Darlehensverträge sind mit einer Mindestvertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Anleger ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gebunden sein.

Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Anlegers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Anlegers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Anleger finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen.

Die Investition in die über die Plattform vermittelten Darlehensverträge sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht werden.

Hinweis: Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten.