Finanzierung der Produktionserweiterung einer Kaffee-Brikett-Fabrik in Äthiopien

erreicht in
Blue Planet Pilotprojekt
12% Rendite
3,607t CO2 Einsparung
5 Jahre Laufzeit
100% effizienter
195,000€ benötigt
195,000€ von 291 Investoren
Fundingschwelle:140000


Das Führungsteam der African Briquet Factory (ABF), bestehend aus Fikirte Tekaligne und Gerd Ladstätter, möchte in Zusammenarbeit mit bettervest die Produktionskapazitäten ihrer Kaffeeabfall-Brikettfabrik erweitern und die von häufigen Unterbrechungen behinderte Versorgung mit Strom gewährleisten, um so wirtschaftlicher produzieren zu können. Um dies zu erreichen, soll der Neubau einer Produktionshalle, die Anschaffung eines gebrauchten LKWs (8 t), eine weitere Brikettierpresse, die Erweiterung des Solartrockners und ein Stromgenerator über die Crowd finanziert werden. Kreditnehmer ist die ASIF Beteiligungs GmbH, die zum Zwecke der Finanzierung der ersten Produktionsstätte ihrer African Briquet Factory (ABF) gegründet wurde und der ebensfalls Herr Ladstätter als Geschäftsführer vorsteht. Die ASIF Beteiligungs GmbH gibt den Kredit an ihr Tochterunternehmen, die African Briquet Factory (ABF), weiter.

Das Konzept der ABF steht im Licht des von der Regierung klar definierten Growth and Transformation Plan – GTP, der neben anderen Bereichen die Entwicklung von Erneuerbaren Energien zum Schaffen von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit und zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung forciert. Der ökologische Impact dieser Maßnahme besteht nicht nur aus der Herstellung fast CO2-neutraler Briketts, sondern darüber hinaus aus der Verringerung der illegalen Abholzung zur Gewinnung von Holzkohle und Feuerholz, der Reduktion von Treibhausgasemissionen und der Erhaltung des natürlichen Lebensraumes für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Von besonderer Bedeutung ist dies in Anbetracht der Wachstumsraten für die Nachfrage nach Brennholz und Holzkohle, die sich in den letzten drei Jahren verdreifacht hat. Dabei werden für die Produktion einer Tonne Holzkohle ca. 88 Bäume benötigt. Der Waldbestand Äthiopiens hat sich aufgrund dessen in den letzten 40 Jahren auf drastische Weise reduziert, von 40 % der Landfläche auf 2,7% (lt. NABU)

Die für Braunkohle und Feuerholz substituierenden Briketts bestehen zum Großteil aus Kaffeeschalen, die bei der Produktion von Kaffee entstehen und den doppelten kalorischen Brennwert von Feuerholz besitzen. Kaffee ist mit 350.000 Tonnen pro Jahr das Hauptexportprodukt Äthiopiens, wobei lediglich 15 % des ursprünglichen Gewichtes der Kaffeebohne beim Endkonsumenten ankommen, der Rest ist Abfall bzw. Rohstoff zur Produktion von Briketts. In Addis Abeba, Hauptstadt Äthiopiens, Sitz der UN-Wirtschaftskommission für Afrika sowie dritthöchstgelegene Hauptstadt der Welt, gibt es ca. 150 Kaffeefabriken, die Kaffee für den Export produzieren. Allein bei der Produktion in Addis Abeba fallen dabei ca. 20.000 Tonnen Kaffeeschalen an, die normalerweise auf unzureichend gemanagten Abfallhalden verrotten und dabei Methan freisetzen. Letzteres ist als Treibhausgas 21-mal wirkungsvoller als Kohlenstoffdioxid. Neben Kaffeeschalen werden auch Erdnussschalen, Sägemehl, Coralimo-Schalen (ein in Ostafrika typisches Gewürz), Reisschalen und Sesamschalen für die Produktion der Briketts verwendet.

Für Anschaffung und Installation der Komponenten wird eine Gesamtfundingsumme von 195.000 € benötigt. Der Projektinhaber beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 12 % über 5 Jahre an den Einnahmen. Die durch das Funding ermöglichte Produktionssteigerung wird voraussichtlich eine geschätzte CO2-Ersparnis von 3.607 Tonnen jährlich gegenüber Energie aus fossilen Quellen mit sich bringen.

Die Finanzierung durch die Crowd umfasst den Neubau einer 800 m2 großen Produktionshalle in Debrezeit, ca. 35 km außerhalb von Addis Abeba, die Anschaffung eines gebrauchten LKWs (8 t), eine Brikettierpresse, die Erweiterung des Solartrockners und einen Stromgenerator. (Leider ist es aufgrund der Leistungsspitzen einfach nicht sinnvoll eine Photovoltaikanlage zu kaufen/bauen; dies wurde von einem Gutachter tiefgehend geprüft.) Mit der neu angeschafften zusätzlichen Briketttierpresse wird sich der Output der ABF verdoppeln. Die Kapazität der Maschinen wird dann abzüglich Rüstzeiten und Wartung 40 t/Tag betragen. Unter Idealbedingungen (trockenes Material, keine Stromausfälle etc.) könnte sie sogar 60 t/Tag erreichen. Ein eigener LKW wird teilweise die angemieteten LKWs ersetzen und die jährlichen Transportkosten signifikant verringern. Die Erweiterung des Solartrockners sichert die Inputqualität beim Produktionsprozess und der Stromgenerator wird die Stromausfälle überbrücken und ermöglicht eine durchgehende Produktion von 24h/6 Tagen die Woche.

Die Gesamtfundingsumme dieses Projektes liegt bei 195.000 €. Mit 55.000 € stellt der Neubau der Produktionshalle den Hauptteil der Investition dar, gefolgt von der Brikettierpresse mit 50.000 €, dem LKW mit 32.000 €, der Erweiterung des Solartrockners mit 19.000 € sowie dem Stromgenerator mit 18.000 . Die Restsumme ist die Fundinggebühr. Die Angebote zu den einzelnen Bauteilen liegen im Anhang vor. Die Kosten für Import und Montage der benötigten Anlagen trägt der Projektinhaber selbst aus Eigenmitteln. Für den Hallenbau gibt es kein Angebot, da diese selbst gebaut wird (Stein auf Stein). Die Fundingschwelle beträgt 140.000 €, in dem Fall trägt der Projektinhaber den Bau der Hallen aus Eigenkapital.

Der Projektinhaber beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 12 % über 5 Jahre an den Mehreinnahmen, die durch die Produktionssteigerung erwirtschaftet werden. Das Projekt wird voraussichtlich eine CO2-Ersparnis von 3.607 Tonnen mit sich bringen.

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Frage 1: Wie kommen die Sprüngen bei den Rohstoffkosten zwischen 2016 und 2018 zu Stande?

Bis dato war der Projektinhaber darauf angewiesen einen Teil der Rohstoffe über einen Broker zu beziehen. Momentan werden Verträge mit den größten Lieferanten abgeschlossen, weshalb 2017 erheblich Einsparungen erwartet werden. Der neu erworbene LKW wird mit einer Vakuumanlage ausgestattet sein, was den Umweg über einen Broker obsolet macht und einen Direkteinkauf beim Lieferanten ermöglicht.

Frage 2: Wieso verändern sich die Raumkosten, obwohl der optimale Standort gefunden wurde?

Der neue Standort kann erst im August 2016 bezogen werden. Aus diesem Grund muss im ersten Halbjahr 2016 Miete für den alten Standort gezahlt werden, daher fallen  die Raumkosten hoch aus.  Nach Bezug des neuen Standortes reduzieren sich die Kosten. In den Folgejahren ist der Bezug zweier weiterer Standorte vorgesehen, weshalb sich die Raumkosten sukzessiv erhöhen werden. Insgesamt sind im Jahr 2018 drei Standorte geplant.  

Frage 3: Wie kommen zukünftig höhere Transportkosten zu Stande, obwohl auf Eigentransport umgestellt wird? 

In den Transportkosten ist auch die Abschreibung enthalten. In der Vergangenheit befanden sich die Transportkosten im Wareneinsatz. Dies wir rückwirkend noch korrigiert werden. Darüber hinaus werden in Zukunft erheblich mehr Güter transportiert, was voraussichtlich zu Kostensteigerung führen wird. Z.B. wird für das Jahr 2017 mit einer fünfmal größeren Transportmenge als 2015 gerechnet.


Frage 4: Im Bericht steht, dass die Leistungsaufnahme der neuen Presse bei 66kW liegt. Leider ist die Leistungsaufnahme der alten Presse nicht angegeben. Laut Business Plan wird durch die neue Presse der Output verdoppelt. Daher ist anzunehmen, dass beide Pressen eine gleich hohe Leistungsaufnahme haben. Dann kann aber ein 100kW Generator nicht beide Pressen gleichzeitig mit Energie versorgen oder habe ich einen Denkfehler?

Der Dieselgenerator soll ja in Zeiten von Stromausfall die Produktion am Laufen halten, das ist unsrem Text ggf. nicht klar zu entnehmen. Daher muss sie nicht groß genug sein, um beide Pressen bei Vollast zu versorgen. Das bedeutet bei Stromausfall wird mit einer Presse gefahren nicht mit 2 Stück, bzw. nicht beide auf Volllast. 

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Mit Biomasse-Briketts sichern wir Unternehmen in Äthiopien eine zuverlässige und umweltfreundliche Energiequelle

Foto: Gerd Ladstätter- ASIF Beteiligungs GmbH

Gerd Ladstätter- ASIF Beteiligungs GmbH

Unternehmensportrait

ASIF Beteiligungs GmbH

ABF PLC wurde im August 2011 als 98-prozentige Tochterfirma der deutschen ASIF GmbH gegründet. 2 % des Unternehmens sind im Besitz einer Äthiopischen Privatperson. Im November 2011 wurde eine Produktionshalle angemietet und im Dezember die Brikettiermaschine eingerichtet.

Das Führungsteam der ABF besteht seit Unternehmensgründung aus Fikirte Tekaligne und Gerd Ladstätter. Fikirte Tekaligne, Master in Economics, begann bei ABF nach 6 Jahren praktischer Erfahrung bei einem Bambusunternehmen und Wohnungsbauunternehmen.

Gerd Ladstätter, Betriebswirtschaftler mit internationaler Erfahrung (USA, UK, Frankreich, Deutschland etc.) in den Bereichen Marketing und Strategie von Großunternehmen, startete 2009 zunächst als Entwicklungshelfer für ein deutsch-äthiopisches Regierungsprogramm, bevor er beschloss die „Entwicklungshilfe“ auf effektivere Art zu betreiben und die African Briquet Factory PLC gründete.

Seit Januar 2013 leitet Birhane Leta, Master in Industrial Engineering, die Produktion. Insgesamt beschäftigt die ABF 25 Mitarbeiter direkt und 75 weitere Mitarbeiter indirekt bei Zulieferern und Dienstleistern.

Zur seiner Motivation sagt Gerd Ladstätter: "Nach Jahrzenten erfolgreicher Arbeit bei uns wollte ich etwas "zurückgeben". Natürlich könnte ich auch gemütlich in Europa sitzen und Geld spenden, aber leider sind viele der Projekte überhaupt nicht nachhaltig. Ich will zeigen, dass sich Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften ausgezeichnet vertragen - und dass dies ein sinnvoller Weg für die Entwicklung Afrikas ist."


ASIF Beteiligungs GmbH | Aiplstraße 8 | 83224 Staudach-Egerndach
Gerd Ladstätter
089 61469094 | g.ladstaetter@afrisof.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Fehlende Besicherung der Darlehen
    6. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    7. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    8. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

    9. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    10. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Kapitalstrukturrisiko
    6. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.