Innovative Microgrids für netzferne Haushalte in Uttar Pradesh, Indien

Solar
endet
5% Rendite
7,001t CO2 Einsparung
8 Jahre Laufzeit
100% effizienter
200,000€ benötigt
127,850€ von 212 Investoren
Fundingschwelle:50
Darlehensnehmer für das hier dargestellte Projekt ist Micro Grid Power Global PTE. LTD. in Singapur. Das Vorhaben selbst wurde von der indischen Tochtergesellschaft Mera Goa Power India (MGP Indien) konzipiert und wird von dieser durchgeführt.


Hintergrund 

Mera Goa Power India (MGP Indien) ist einer der Gewinner des zweiten „Solar for All“-Wettbewerbs, initiiert von der Canopus Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Die Canopus Stiftung arbeitet seit über 18 Jahren mit Solarunternehmen in Asien, Afrika und Südamerika zusammen, um sauberen Strom auch in arme Haushalte zu bringen. Mit dem aktuellen Solar for All“-Wettbewerb verfolgt die Stiftung das Ziel, zukunftsweisende Lösungen voranzubringen. In diesem Sinne sollen nicht nur für einzelne Hütten und Häuser, sondern für ganze Dörfer erschwingliche und dezentrale Energielösungen bereitgestellt werden; ein unentbehrliches Element einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung. Mit seinem Konzept, 4.000 Haushalte (rund 24.000 Menschen) in abgelegenen, ländlichen Ortschaften im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh mittels Microgrids mit Elektrizität zu versorgen, konnte das vom World Economic Forum ausgezeichnete Unternehmen Mera Gao Power (MGP Indien) die aus internationalen Experten bestehende Jury vollends überzeugen. Als Preis erhielt MGP Indien ein Energiewendedarlehen in Höhe von 200.000 €, finanziert durch eine Crowdfunding-Kampagne auf bettervest.com. Um das Crowdfunding eines indischen Unternehmens juristisch möglich zu machen, war es in diesem Fall notwendig, dass zunächst die singapurische Muttergesellschaft Micro Grid Power Global PTE. LTD. finanziert wird und diese das Darlehen an ihre Tochter MGP Indien weiterleitet.



Technologie 

Mit seinen innovativen Konzepten konnte das 2010 gegründete Unternehmen Popularität weit über Indiens Grenzen hinaus erlangen, so wurden die eigens entwickelten Microgrids 2012 vom „Technology Review“ des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) als eine der zehn wichtigsten technologischen Errungenschaften des Jahres beschrieben. Im Rahmen des Projekts wird MGP Indien 200 solcher Microgrids bauen, um netzferne nordindische Haushalte mit Solarenergie zu versorgen. Das kostengünstigste Microgrid benötigt nur zwei Solarmodule, um nachts sieben Stunden lang zwischen 16 und 30 Kunden zuverlässig mit Strom zu versorgen und ist vollständig automatisiert. Strom wird durch Solaranlagen generiert und in einer Tiefzyklusbatterie gespeichert. Jeder Kunde erhält zwei LED-Leuchten und ein Handyladekabel. Auf diese Weise können Haushalte auch nachts beleuchtet und Handys geladen werden. Für diesen Service bezahlen die Kunden umgerechnet ca. 1,73 € im Monat. 

Soziale Auswirkungen 

Die geplanten Standorte der Microgrids befinden sich im Norden und Nordosten des Bundesstaats Uttar Pradesh im Norden Indiens. Mit knapp 200 Millionen Einwohnern ist es der bevölkerungsreichste Bundesstaat und gleichzeitig die bevölkerungsreichste subnationale Entität der Welt. Uttar Pradesh ist größtenteils ländlich geprägt mit nur 22 % urbaner Bevölkerung. Zudem zählt es zu den wirtschaftlich schwächsten Bundesstaaten Indiens, mit einer stark landwirtschaftlich geprägten Industrie.  Das vom Fraunhofer Institut und von der Canopus Stiftung ausgezeichnete Projekt hat zum Ziel, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung derjenigen Bevölkerungsschichten zu erhöhen, die durch das Nichtvorhandensein von Elektrizität benachteiligt sind. Die LED-Beleuchtung wird einen erheblichen Einfluss auf die Stundenanzahl haben, in der Kinder lernen können. Den Erwachsenen wird es möglich sein, länger zu arbeiten, was vor allem für Mikrounternehmer, deren Arbeit sehr zeitintensiv ist, erhebliche Vorteile bietet und zu einem höheren Einkommen führt. Nicht zuletzt stellt auch der Wissenstransfer einen bedeutend positiven Nebeneffekt dieses Projektes dar, denn neben der Möglichkeit Strom zu beziehen, werden die Anwendung der Technologie und das nötige Know-how vermittelt. 


Klimaschutz 

Netzferne Haushalte in Uttar Pradesh verbrauchen mindestens drei Liter Kerosin im Monat, nur um drei Stunden pro Nacht spärliches Licht zu erhalten. Die Kerosinlampen, die dafür zum Einsatz kommen, emittieren nicht nur viel CO2, sondern auch das sogenannte „black carbon“ oder unverbrannte Kohlenwasserstoffe. Mit dem Einsatz der Microgrids wird die von den Bewohnern benötigte Energie aus 100 % erneuerbaren Energiequellen stammen. Somit ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 7.001,28 Tonnen CO2quivalent gegenüber Energie aus fossilen Energiequellen führt.




Darlehensnehmer ist Micro Grid Power Global PTE. LTD. in Singapur. Dessen Tochtergesellschaft Mera Goa Power India (MGP Indien) ist Planer, Besitzer und Betreiber der Microgrids und kümmert sich, zu Gunsten der Gemeinden, um die Errichtung und Instandhaltung der Netze. Für den Service bezahlen Kunden eine einmalige Anschlussgebühr in Höhe von umgerechnet 1,30 € und eine wöchentlich erhobene Service-Gebühr in Höhe von 0,40 € für die beiden Lampen und das Handyladekabel und eine siebenstündige zuverlässige Stromversorgung pro Nacht.

Die Microgrids haben sechs Hauptkomponenten: Solarpanel, Batterie, Solarladeregler, Distributionsinfrastruktur, sowie LED-Lampen und Handyladegeräte. Der Strom wird mittels in Serie geschalteter polykristalliner Solarmodule mit einer Spannung von 48 Volt und einer Leistung von 240 Wp (120 Wp x 2 Module) erzeugt. Die Solarmodule werden von dem indischen Hersteller Plaza Power & Infrastructure Co. maßgefertigt, da diese nicht als Standardprodukt auf dem Markt erhältlich sind. Das Montagegestell für das Solarmodul ist auch maßgefertigt und besteht aus pulverbeschichtetem Metall. 

MGP Indien benutzt wartungsfreie Tiefzyklus-Gelbatterien, um die Langlebigkeit jeder Installation zu gewährleisten. Der Batteriespeicher lädt sich tagsüber auf, wenn Energie erzeugt wird und entlädt sich nachts, wenn die Energie genutzt wird. Jedes Mikronetz verfügt über eine 1,8 kWh bzw. 0,96 kWh Batteriebank (zweimal 75 Ah 24 V DC oder zweimal 40 Ah 24 V), je nachdem wie viele Kunden an das Netz angeschlossen sind. Der Batterieschrank ist aus Metall und maßgefertigt. Der Hersteller Exide Industries Ltd. fertigt die Batterien in Kolkata, Indien und bietet fünf Jahre Garantie sowie Kundenservice.

Die Distributionsinfrastruktur besteht aus Oberleitungen, die im gesamten Dorf verlegt werden, sodass jeder Haushalt erreicht wird. Die Hausverkabelung verbindet dann die Lampen und das Ladegerät mit dem Microgrid. Durch die Oberleitungen wird jede Nacht sieben Stunden lang Strom geliefert. Um Kabeldiebstahl sowie Kosten zu minimieren, hat MGP Indien von Kupfer auf Aluminiumkabel gewechselt. Jeder Haushalt erhält zwei LEDs mit einer Leistung von 1 Watt und ein Handyladegerät. Die von MGP Indien eingesetzten Lichter, werden von RightLEDs Co., Ltd. in China maßgefertigt und arbeiten bei einer Spannung von 24 V. Zudem hat MGP Indien eng mit dem Hersteller der Handyladegeräte zusammengearbeitet, um das Gerät auf die besonderen Bedingungen abzustimmen. Das Ladegerät wurde zusammen mit den LEDs getestet. Durch den Einsatz der LEDs kann der Stromverbrauch pro Haushalt um mehr als 90 % reduziert werden. Damit werden auch die Kosten für die Elektrifizierung des Dorfes um denselben Prozentsatz gesenkt, da weniger Solarmodule und Batterien und weniger Landfläche benötigt werden.

Der wichtigste Teil des Systems ist der Solarladeregler. MGP Indien benutzt einen MPPT (maximum power point tracking) Solarladeregler, um die Stromerzeugung der Module zu maximieren. Außerdem schaltet der Solarladeregler die Lichter an und aus. Das Verteilnetz und Geräte zum Kontrollieren des Haushaltsstroms limitieren bei Bedarf den Stromfluss an die Haushalte und reduzieren so die Möglichkeit, Strom zu stehlen. MGP Indien bezieht MPPT Solarladeregler von Beijing EP Solar Technologies Co., Ltd., die in China produzieren. 

MGP Indien ist bereits sehr erfahren im Aufbau und Anschluss der Komponenten: Die Solarmodule werden auf einem Zementdach installiert und die Batterien werden in einem separaten Batterieschrank im selben Haus untergebracht. Oberleitungen werden im gesamten Dorf installiert, die Haushalte angeschlossen und die Lampen installiert. Das gesamte Microgrid kann von drei Installateuren innerhalb eines Tages vollständig errichtet werden, dabei werden die Batterien und Solarmodule vormittags aufgebaut und die Leitungen und Anschlüsse nachmittags verlegt. Schon am selben Abend können die Kunden den Service nutzen. Zu jedem Zeitpunkt können Neukunden an das Netz angeschlossen werden, sobald sie die Anschlussgebühr bezahlt haben. 

MGP Indiens Service ist mit rund 1,73 € monatlich pro Haushalt nicht nur kostengünstiger als die bisherige Kerosinnutzung (1,86 €), sondern auch günstiger und zuverlässiger als die meisten staatlich subventionierten Anschlüsse, die in Uttar Pradesh 2,40 € pro Monat kosten und nur wenige Stunden Energie liefern. Insgesamt kostet ein typisches Microgrid ca. 1.000 € und kann damit 20 oder mehr Haushalte mit sauberer Energie versorgen. Jedes Microgrid ist wirtschaftlich rentabel, erzeugt saubere Energie und unterstützt die ärmsten Bevölkerungsschichten Indiens.

Diese Vermögensanlage wurde vor Inkrafttreten der letzten Änderungen des Vermögensanlagengesetz am 21.08.2017 erstmals öffentlich angeboten. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt wurde entsprechend nach den Anforderungen der zuvor geltenden Fassung verfasst.

Die indische Regierung erlaubt das Einwerben von ausländischen Darlehen nur unter sehr strengen Auflagen. Eine direkte Beteiligung ausländischer Investoren ist wiederum nur mittels Eigenkapital möglich, das bettervest aber nicht über ein Crowdfunding vermitteln kann. Diese Hürden konnten überwunden werden, indem die Micro Grid Global PTE. LTD. mit Sitz in Singapur als Projektinhaber und Darlehensnehmer eintritt. Die singapurische Firma, die ca. 99,9% des Aktienkapitals von MGP Indien besitzt, wird nach erfolgreichem Funding des Projektes die eingesammelten Gelder an MGP in Indien weiterleiten. Darlehensnehmer für das hier dargestellte Projekt ist also die Micro Grid Power Global PTE. LTD. in Singapore. Das Vorhaben selbst wurde von der indischen Tochtergesellschaft Mera Goa Power India konzipiert und wird auch von dieser betrieben.

Das Projekt wird im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh realisiert. Für Anschaffung und Installation der 200 Microgrids wird eine Gesamtfundingsumme von 200.000 € benötigt. Micro Grid Power Global PTE. LTD. beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 5 % über 8 Jahre. Aus den Einnahmen der Tochtergesellschaft MGP Indien wird die Rückzahlung von jährlich 30.994,36 € erwirtschaftet. Diese beinhaltet nicht die bettervest-Gebühr, die Treuhänder-Gebühr und die Marketing-Gebühren, da diese vollständig von der Canopus Stiftung und einem weiteren Stifter übernommen werden. Zudem liegt die Fundingschwelle, das heißt der Betrag, der von der Crowd mindestens bereitgestellt werden muss, damit das Funding zustande kommt, bei 0 €. Die Canopus Stiftung wird den Restbetrag, der nicht durch die Schwarmfinanzierung eingesammelt werden kann, aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellen. Da 100 % der von den Bewohnern benötigten Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen, ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 7.001,28 Tonnen CO2-Äquivalent gegenüber Energie aus fossilen Quellen führt.

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Wir haben bereits erste Fragen zum Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Im Projekt werden Aluminiumkabel verwendet, die eine sehr sachkundige Verarbeitung erfordern, da es häufig vorkommt, dass sie an den Kontaktstellen oxidieren, anschließend überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. In Deutschland sind leider viele Installateure mit dieser Problematik nicht vertraut, dies könnte in Indien anders sein, da dort möglicherweise die Verwendung von Aluminiumkabeln ganz selbstverständlich ist. Mit welchen Maßnahmen gedenkt MGP Indien ein solches Szenario zu verhindern? 

Antwort 1:  Damit es bei Aluminiumkabeln zu einem Brand kommt, müssen sich ein Lichtbogen und Hitze bilden und es muss brennbares Material vorhanden sein.

  • Lichtbogenbildung: -  Es stimmt, dass Aluminiumkabel oxidieren und an der äußeren Schicht der Kabel ihre Leitfähigkeit verlieren können. Dies wird meist aufgrund einer schlechten Verbindung zwischen Leiter und Verbindungselement verursacht. Dadurch wird das Kabel freigelegt und die Kontaktfläche zwischen den Kabeln wird verringert. Wenn die Verbindung ganz abbricht, sind die Auswirkungen noch deutlicher. Die Verbindungen zu crimpen ist ein Weg, dies zu verhindern. MGP Indien wendet diese Methode an, wenn sie Haushalte verkabeln. Auf diese Weise wird eine solide Verbindung zwischen den Drähten geschaffen und das Risiko einer Lichtbogenbildung reduziert. Des Weiteren kommt es nur zur Bildung eines Lichtbogens, wenn die Spannung um mehrere hundert Volt abfällt. Dies kommt normalerweise nur bei Systemen mit einer Spannung von 220 Volt Wechselspannung vor und nicht in 24 Volt Systemen, wie sie in diesem Projekt installiert werden. 
  • Hitzebildung: - Hitze bildet sich, wenn die Leistung abfällt. Die Leistung ist gleich die Spannung zum Quadrat geteilt durch den Widerstand. Das bedeutet, dass der Leistungsabfall über einen Lichtbogen bei einem System mit einer Spannung von 24 Volt Gleichstrom einem Prozent eines Systems mit einer Spannung von 220 Volt Wechselstrom entspricht. Bei einem so geringen Leistungsabfall, wird also nicht ausreichend Hitze erzeugt, um einen Brand zu verursachen. 
  • Verbrennung: - Hochwertige Kabelisolierung ist brandhemmend. Wenn sich die Hitze schnell bildet, könnte die Isolierung jedoch schmelzen. Bei einem 24 Volt System ist dies jedoch sehr unwahrscheinlich. Damit ein Feuer verursacht wird, müsste brennbares Material vorhanden sein, wenn es zur Lichtbogenbildung kommt. Alle Verbindungen werden mit einer Metall- und einer Plastikklemme gecrimpt. Diese Klemme wird wiederum mit Isolierband abgeklebt, um die Stelle, an der es zu einer Lichtbogenbildung kommen kann, von brennbarem Material zu isolieren. 
  • Zusätzlich: -  Bei MGP Indien kommen Kabel mit überdimensioniertem Durchmesser zum Einsatz. Das reduziert den Widerstand und der Leistungsabfall und die Hitzebildung entlang des Kabels werden verringert. Das Risiko einer Überspannung ist sehr gering, da die Leitungen direkt an eine Batteriebank angeschlossen sind. Es findet also keine Spannungsmanipulation entlang des Systems statt, die versehentlich eine Hochspannung erzeugt. Des Weiteren existieren keine Verbindungsstellen zu Hochspannungsnetzen.

Mera Gao Power wurde gegründet, um der Bevölkerung in abgelegenen ländlichen Gebieten, welche nicht ans öffentliche Netz angeschlossen werden, eine lebensverändernde Stromversorgung zur Verfügung zu stellen. Als Gewinner des „Solar for all"-Wettbewerbs freuen wir uns gemeinsam mit der bettervest-Crowd einen positiven Wandel im Leben von 20.000 Menschen in armen Gebieten Nordindiens herbeizuführen.

Foto: Nikhil Jaisinghani - Micro Grid Power Global PTE. LTD.

Nikhil Jaisinghani - Micro Grid Power Global PTE. LTD.

Unternehmensportrait

Foto: Micro Grid Power Global PTE. LTD. Micro Grid Power Global PTE. LTD.

Inhaber und Darlehensnehmer des Projektes ist das Unternehmen Micro Grid Power Global PTE. LTD., Singapore. Es besitzt circa 99,9 % des Aktienkapitals von Mera Goa Power India (MGP Indien) und ist verantwortlich für die Weitergabe des von den Investoren eingesammelten Geldes an MGP Indien. Dieses Geld wird teilweise in Form eines ungesicherten Darlehens weitergeleitet und teilweise als Eigenkapital in die Tochtergesellschaft und gleichzeitig Umsetzungsbetrieb MGP Indien investiert. Letztere setzen lediglich die hier beschriebenen Maßnahmen vor Ort um. Das singapurische Unternehmen ist die Partei des Projektvertrags, des Darlehensvertrags und des Treuhandvertrags. MGP Indien ist keine Vertragspartei dieses Projektes, sondern schließt einen separaten Darlehensvertag mit Micro Grid Power Global PTE. LTD., Singapore ab. 

Im Zentrum der Arbeit von Mera Gao stehen ländliche, nicht an das öffentliche Netz angeschlossene Dörfer. Daraus leitet sich auch der Name Mera Gao ab, der ins Deutsche übersetzt „Mein Dorf“ bedeutet. Das Unternehmen wurde 2010 von Nikhil Jaisinghani und Brian Shaad gegründet und ist seither erfolgreich auf dem Markt für dezentrale Energielösungen tätig. Mitgründer und Geschäftsführer Nikhil Jaisinghani hat an der University of Virginia Mathe und Physik studiert und sein Studium mit einem Master of Arts in „Internationale Beziehungen“ abgeschlossen. In Anschluss an sein Studium arbeitete er als Analyst bei der Weltbank und war langjährig bei der US-Amerikanischen Entwicklungsorganisation U.S. Agency for International Development (USAID) als Projektkoordinator in Nigeria tätig. Mit ihren innovativen Energielösungen verfolgt das Team um Nikihl das Ziel, die 400 Millionen Menschen in Indien, die keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz haben, mit erneuerbarer, sauberen und günstigen Elektrizität zu versorgen.

Bereits im Jahr 2012 konnten die Gründer USAID von ihrem Geschäftsmodell überzeugen, welche anschließend die Umsetzung von 40 Microgrids mit 300.000 € unterstützte. Im selben Jahr wurde MGP Indiens Microgridtechnologie vom Magazin „Technology Review“ des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) als eine der 10 wichtigsten technologischen Errungenschaften im Jahr 2012 bewertet. Auf dieser Basis wurde MGP Indien bereits mehrfach ausgezeichnet: Neben Preisen vom World Wildlife Fund (WWF) und der National Geographic Society, wurde MGP Indien vom World Economic Forum als Pionier im Bereich Technologie prämiert.


Micro Grid Power Global PTE. LTD. | 10 Changi Business Park Central 2 #05-01 Hansapoint@CBP | 486030 Singapore
Geschäftsführer Nikhil Jaisinghani
+1-706-666-0339 | njaisinghani@meragaopower.com

Risikohinweise für Projekte in Singapur

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Länder- und Vollstreckungsrisiko Singapur
    6. Bei dem Darlehensnehmer handelt es sich um ein Unternehmen singapurischer Rechtsform mit Sitz in Singapur, auf das singapurisches Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht Anwendung finden. Der Darlehensvertrag unterliegt deutschem Recht. Für Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag sind deutsche Gerichte zuständig. Deutsche Zivilurteile werden in Singapur in einem eigenen Gerichtsverfahren anerkannt und für vollstreckbar erklärt. Dabei besteht das Risiko, dass ein solches Urteil dort nicht vollstreckt werden kann. Dieses Risiko besteht insbesondere, wenn im Einzelfall ein singapurisches Gericht zu der Auffassung gelangt, dass die Voraussetzungen der Anerkennung der Vollstreckbarkeit, die sich nach singapurischem Recht bestimmen, nicht erfüllt sind.

      Falls der Darlehensnehmer seinen Zahlungspflichten gegenüber dem Darlehensgeber nicht nachkommen sollte und der Darlehensgeber dadurch auf eine gerichtliche Durchsetzung seiner Forderungen angewiesen sein sollte, wäre also die (rechtliche und tatsächliche) Vollstreckbarkeit eines erstrittenen Urteils gegenüber dem in Singapur ansässigen Darlehensnehmer nicht sicher.

    7. Fehlende Besicherung der Darlehen
    8. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    9. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    10. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

    11. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    12. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    13. Steuerliches Risiko
    14. Der Emittent führt in Singapur gemäß Art. 12 Abs. 6 Einkommensteuergesetz von Singapur (Income Tax Act of Singapore) in Verbindung mit Art. 11 Abs. 2 Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Singapur und Deutschland („DBA“) Quellensteuer in Höhe von 8 % ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann gemäß Art. 24 Abs. 1(b) und 1(f) DBA grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden, falls in der Person des Steuerpflichtigen die weiteren Voraussetzungen einer Anrechnung erfüllt sind. Der Emittent bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers und seiner in Indien ansässigen Tochtergesellschaft

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers ist mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Risiken aus der Weiterleitung des Darlehensbetrags sowie der Durchführung des finanzierten Projekts und der Geschäftstätigkeit der in Indien ansässigen MGP Indien
    6. Der Darlehensnehmer wird den gesamten Darlehensbetrag in Form eines weiteren Darlehens an seine in Indien ansässige Tochtergesellschaft Mera Gao Micro Grid Power Pvt. Ltd. („MGP Indien“) weiterleiten. Der Darlehensnehmer möchte das Darlehen vorzugsweise aus Mitteln zurückzahlen, die der Darlehensnehmer gemäß dem Weiterleitungskredit von MGP Indien erhält. Voraussetzung für die rechtzeitige und vollständige Leistung des Kapitaldienstes durch MGP Indien ist somit, dass dieses die geplante energetische Maßnahme erfolgreich durchführen kann.

      Dabei können sich insbesondere folgende Risiken ergeben: Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist auch die allgemeine Geschäftstätigkeit der in Indien ansässigen MGP Indien mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MGP Indien auswirken. MGP Indien könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das Darlehenskapital aus dem Weiterleitungskredit an den Darlehensnehmer zurückzuzahlen. Dies könnte zur Folge haben, dass dieser seinen Verpflichtungen gegenüber den Anlegern nicht, nicht in voller Höhe und/oder nicht rechtzeitig nachkommen kann.

    7. Kapitalstrukturrisiko
    8. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus dem Darlehen der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Die Informationen zum Projekt sind Informationen des Darlehensnehmers und seiner in Indien ansässigen Tochtergesellschaft MGP Indien. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.