Innovative Microgrids für netzferne Haushalte in Uttar Pradesh, Indien

Solar erreicht in
5% Rendite
0% Vorlaufzins
8 Jahre Laufzeit
200,000€ benötigt
7,001t CO2 Einsparung
200,000€ von 350 Investoren
Fundingschwelle: 50
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.
Darlehensnehmer für das hier dargestellte Projekt ist Micro Grid Power Global PTE. LTD. in Singapur. Das Vorhaben selbst wurde von der indischen Tochtergesellschaft Mera Gao Power India (MGP Indien) konzipiert und wird von dieser durchgeführt.


Hintergrund 

Mera Goa Power India (MGP Indien) ist einer der Gewinner des zweiten „Solar for All“-Wettbewerbs, initiiert von der Canopus Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Die Canopus Stiftung arbeitet seit über 18 Jahren mit Solarunternehmen in Asien, Afrika und Südamerika zusammen, um sauberen Strom auch in arme Haushalte zu bringen. Mit dem aktuellen Solar for All“-Wettbewerb verfolgt die Stiftung das Ziel, zukunftsweisende Lösungen voranzubringen. In diesem Sinne sollen nicht nur für einzelne Hütten und Häuser, sondern für ganze Dörfer erschwingliche und dezentrale Energielösungen bereitgestellt werden; ein unentbehrliches Element einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung. Mit seinem Konzept, 4.000 Haushalte (rund 24.000 Menschen) in abgelegenen, ländlichen Ortschaften im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh mittels Microgrids mit Elektrizität zu versorgen, konnte das vom World Economic Forum ausgezeichnete Unternehmen Mera Gao Power (MGP Indien) die aus internationalen Experten bestehende Jury vollends überzeugen. Als Preis erhielt MGP Indien ein Energiewendedarlehen in Höhe von 200.000 €, finanziert durch eine Crowdfunding-Kampagne auf bettervest.com. Um das Crowdfunding eines indischen Unternehmens juristisch möglich zu machen, war es in diesem Fall notwendig, dass zunächst die singapurische Muttergesellschaft Micro Grid Power Global PTE. LTD. finanziert wird und diese das Darlehen an ihre Tochter MGP Indien weiterleitet.



Technologie 

Mit seinen innovativen Konzepten konnte das 2010 gegründete Unternehmen Popularität weit über Indiens Grenzen hinaus erlangen, so wurden die eigens entwickelten Microgrids 2012 vom „Technology Review“ des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) als eine der zehn wichtigsten technologischen Errungenschaften des Jahres beschrieben. Im Rahmen des Projekts wird MGP Indien 200 solcher Microgrids bauen, um netzferne nordindische Haushalte mit Solarenergie zu versorgen. Das kostengünstigste Microgrid benötigt nur zwei Solarmodule, um nachts sieben Stunden lang zwischen 16 und 30 Kunden zuverlässig mit Strom zu versorgen und ist vollständig automatisiert. Strom wird durch Solaranlagen generiert und in einer Tiefzyklusbatterie gespeichert. Jeder Kunde erhält zwei LED-Leuchten und ein Handyladekabel. Auf diese Weise können Haushalte auch nachts beleuchtet und Handys geladen werden. Für diesen Service bezahlen die Kunden umgerechnet ca. 1,73 € im Monat. 

Soziale Auswirkungen 

Die geplanten Standorte der Microgrids befinden sich im Norden und Nordosten des Bundesstaats Uttar Pradesh im Norden Indiens. Mit knapp 200 Millionen Einwohnern ist es der bevölkerungsreichste Bundesstaat und gleichzeitig die bevölkerungsreichste subnationale Entität der Welt. Uttar Pradesh ist größtenteils ländlich geprägt mit nur 22 % urbaner Bevölkerung. Zudem zählt es zu den wirtschaftlich schwächsten Bundesstaaten Indiens, mit einer stark landwirtschaftlich geprägten Industrie.  Das vom Fraunhofer Institut und von der Canopus Stiftung ausgezeichnete Projekt hat zum Ziel, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung derjenigen Bevölkerungsschichten zu erhöhen, die durch das Nichtvorhandensein von Elektrizität benachteiligt sind. Die LED-Beleuchtung wird einen erheblichen Einfluss auf die Stundenanzahl haben, in der Kinder lernen können. Den Erwachsenen wird es möglich sein, länger zu arbeiten, was vor allem für Mikrounternehmer, deren Arbeit sehr zeitintensiv ist, erhebliche Vorteile bietet und zu einem höheren Einkommen führt. Nicht zuletzt stellt auch der Wissenstransfer einen bedeutend positiven Nebeneffekt dieses Projektes dar, denn neben der Möglichkeit Strom zu beziehen, werden die Anwendung der Technologie und das nötige Know-how vermittelt. 


Klimaschutz 

Netzferne Haushalte in Uttar Pradesh verbrauchen mindestens drei Liter Kerosin im Monat, nur um drei Stunden pro Nacht spärliches Licht zu erhalten. Die Kerosinlampen, die dafür zum Einsatz kommen, emittieren nicht nur viel CO2, sondern auch das sogenannte „black carbon“ oder unverbrannte Kohlenwasserstoffe. Mit dem Einsatz der Microgrids wird die von den Bewohnern benötigte Energie aus 100 % erneuerbaren Energiequellen stammen. Somit ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 7.001,28 Tonnen CO2quivalent gegenüber Energie aus fossilen Energiequellen führt.




Darlehensnehmer ist Micro Grid Power Global PTE. LTD. in Singapur. Dessen Tochtergesellschaft Mera Goa Power India (MGP Indien) ist Planer, Besitzer und Betreiber der Microgrids und kümmert sich, zu Gunsten der Gemeinden, um die Errichtung und Instandhaltung der Netze. Für den Service bezahlen Kunden eine einmalige Anschlussgebühr in Höhe von umgerechnet 1,30 € und eine wöchentlich erhobene Service-Gebühr in Höhe von 0,40 € für die beiden Lampen und das Handyladekabel und eine siebenstündige zuverlässige Stromversorgung pro Nacht.

Die Microgrids haben sechs Hauptkomponenten: Solarpanel, Batterie, Solarladeregler, Distributionsinfrastruktur, sowie LED-Lampen und Handyladegeräte. Der Strom wird mittels in Serie geschalteter polykristalliner Solarmodule mit einer Spannung von 48 Volt und einer Leistung von 240 Wp (120 Wp x 2 Module) erzeugt. Die Solarmodule werden von dem indischen Hersteller Plaza Power & Infrastructure Co. maßgefertigt, da diese nicht als Standardprodukt auf dem Markt erhältlich sind. Das Montagegestell für das Solarmodul ist auch maßgefertigt und besteht aus pulverbeschichtetem Metall. 

MGP Indien benutzt wartungsfreie Tiefzyklus-Gelbatterien, um die Langlebigkeit jeder Installation zu gewährleisten. Der Batteriespeicher lädt sich tagsüber auf, wenn Energie erzeugt wird und entlädt sich nachts, wenn die Energie genutzt wird. Jedes Mikronetz verfügt über eine 1,8 kWh bzw. 0,96 kWh Batteriebank (zweimal 75 Ah 24 V DC oder zweimal 40 Ah 24 V), je nachdem wie viele Kunden an das Netz angeschlossen sind. Der Batterieschrank ist aus Metall und maßgefertigt. Der Hersteller Exide Industries Ltd. fertigt die Batterien in Kolkata, Indien und bietet fünf Jahre Garantie sowie Kundenservice.

Die Distributionsinfrastruktur besteht aus Oberleitungen, die im gesamten Dorf verlegt werden, sodass jeder Haushalt erreicht wird. Die Hausverkabelung verbindet dann die Lampen und das Ladegerät mit dem Microgrid. Durch die Oberleitungen wird jede Nacht sieben Stunden lang Strom geliefert. Um Kabeldiebstahl sowie Kosten zu minimieren, hat MGP Indien von Kupfer auf Aluminiumkabel gewechselt. Jeder Haushalt erhält zwei LEDs mit einer Leistung von 1 Watt und ein Handyladegerät. Die von MGP Indien eingesetzten Lichter, werden von RightLEDs Co., Ltd. in China maßgefertigt und arbeiten bei einer Spannung von 24 V. Zudem hat MGP Indien eng mit dem Hersteller der Handyladegeräte zusamm