GTC Green Technologies & Consulting GmbH - Wohnsiedlung Lübeck

BHKW erreicht in
8% Rendite
6 Jahre Laufzeit
159,550€ benötigt
132.7t CO2 Einsparung
159,550€ von 133 Investoren

Bei diesem Blockheizkraftwerk-Projekt in einer Wohnanlage in Lübeck wird die konventionelle, unwirtschaftliche und teilweise defekte Gasheizungsanlage komplett gegen zwei moderne und effiziente Blockheizkraftwerke ausgetauscht. Das neue System führt durch die hocheffiziente, gekoppelte Bereitstellung von Wärme und Strom zu einer CO2-Einsparung von 132,7 Tonnen pro Jahr. Die benötigte Fundingsumme für die Umrüstung beträgt 159.550€. Die Investition in das Projekt lohnt sich bei 8% Rendite und 6 Jahren Laufzeit.


Die Eigentümergemeinschaft der Wohnanlage mit 98 Wohneinheiten in der Dorfstraße 2 in Lübeck hat sich dazu entschlossen, ihre unwirtschaftliche und zum Teil defekte alte Kesselanlage gegen eine moderne, energieeinsparende und effiziente Blockheizkraftwerkanlage (BHKW) auszutauschen.

Für die Umrüstung hat sich die Eigentümergemeinschaft für einen kompetenten Partner, die GTC Green Technologies & Consulting GmbH, entschieden. Die GTC GmbH wird die alte Heizungsanlage und Warmwasserbereitung durch eine moderne Heizzentrale, die im Wesentlichen von zwei BHKWs der Marke EC-Power sowie zwei Spitzenlastgasbrennwertthermen betrieben wird, ersetzen. Jedes der BHKWs hat eine thermische Leistung von 40kW und eine elektrische Leistung von 20kW. Der Gesamtwirkungsgrad, auf diese Art Brennstoff zu nutzen, liegt bei 96% (Herstellerangaben), während der Wirkungsgrad der alten Kesselanlage nur bei rund 85% liegt. Diese kann auch keinen Strom erzeugen. Um das Projekt abzusichern, wird ein Vollwartungsvertrag mit dem Umsetzungsbetrieb Kohlhoff Gebäudetechnik GmbH (Posener Str. 1, 23554 Lübeck) eingegangen. Dieser deckt mit einem Festbetrag von 1.159€ pro Jahr für insgesamt 6 Jahre sämtliche Instandhaltungs- und Reparaturkosten.

Aber nicht nur der Wirkungsgrad ist für die GTC GmbH entscheidend, sondern auch die Reduktion der CO2-Emissionen, die durch diese Umbaumaßnahme eingespart werden können. Diese betragen 132,7 Tonnen CO2 im Jahr.

Zusätzliche sozial-ökologische Aspekte

Als Bestandteil der Modernisierung, werden auch die Heizungspumpen der gesamten Heizungsanlage ausgetauscht. Diese können nun bedarfsmäßig gesteuert werden, womit eine erhebliche Summe an Strom eingespart wird. Dies kommt den Wohneigentümern zu Gute, weshalb die Einsparung nicht in die Wirtschaftlichkeit des Projektes eingerechnet wurde, aber dennoch aus ökologischen Gesichtspunkten erwähnt werden sollte.

Leider war bei der Realisierung dieses Projektes der Einbezug von Biogas nicht möglich, da es schon Abnahmeverträge gab. Die GTC GmbH und wir sind aber sehr daran interessiert, weitere Projekte mit gutem Ökogas* umzusetzen. Trotzdem hat auch das Erdgas einen großen Vorteil für die Umwelt, da es sehr effizient eingesetzt wird und somit deutlich geringere Emissionswerte aufweist als der deutsche Strom- und Wärmemix.

Besonders hervorzuheben an diesem Projekt ist, dass hier nicht nur etwas für die Umwelt und die Energieeffizienz getan wird, sondern auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Der erzeugte Strom kann zum Selbstkostenpreis an naheliegende soziale Einrichtungen abgegeben werden, unter anderem an den Kindergarten Tingelfing e.V., der nur 100 Meter entfernt vom BHKW liegt. Dort werden in Zukunft bis zu 10.000 kWh Strom zu einem äußerst günstigen Tarif verkauft, was dem Kindergarten erhebliche Kosteneinsparungen bringen wird. Auch der Umwelt kommt dieser Aspekt durch die Nutzung dezentraler Stromherstellung mit weniger Emissionen als beim bisherigen Stromanbieter nochmals zu Gute.


* als gutes Ökogas bezeichnen wir Ökogas, das nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln steht, sondern z.B. aus Bioabfällen oder Reststoffen stammt. Unser Kooperationspartner Polarstern Energie bietet dieses zum Beispiel an.

Energie-Details
Brennstoffkosten vorher40.783,07€
Brennstoffkosten nachher13.648,69€
Stromkosten vorher4.920€
Stromkosten nachher0€
Erwartete Einsparung22.738,40€
Zusätzliche Einnahmen6.659€
Wartungskosten1.069,70€
Energiepreis/kWh0,0437€ / 0,1640€

Was ist ein Blockheizkraftwerk?

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung elektrischer Energie und Wärme. Als Antrieb für die Stromerzeugung dient in diesem Fall eine Gasturbine oder -motor, in anderen Fällen werden aber auch Diesel- oder Pflanzenölmotoren bis hin zu Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren genutzt. Da das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung angewandt wird, kann die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von über 90% erreichen. Das ist deutlich höher als bei einer normalen Heizung und dem Bezug von Strom aus einem zentralen Kraftwerk. Dies ist möglich, weil die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme direkt für Beheizung und Warmwasserbereitung genutzt werden kann. Zusätzlich kann der Strom sowohl vor Ort genutzt werden, als auch in das örtliche Stromnetz eingespeist werden. Bei BHKWs handelt es sich also ganz klar um Energieeffizienzprojekte: Sie verbessern den Nutzen, der mit einer Einheit Primärenergie (Erdgas) erreicht werden kann.

Wärmelieferung

Die BHKWs liefern die erzeugte Wärme über so genannte Pufferspeicher an die Wohnanlage. Dies gewährleistet, dass auch bei schwankendem Verbrauch von Heizungs- und Warmwasser immer genügend warmes Wasser im Vorlauf zur Verfügung steht. Es spart zudem weitere Energiekosten, da die ebenfalls neuen Brennwertgasthermen, die nur bei Spitzenlast mit betrieben werden, so wenig wie nötig genutzt werden. Neben diesen großen Komponenten kommen auch kleinere, aber nicht weniger wichtige Komponenten zum Tragen. So wird auch ein intelligentes Steuerungssystem mit in die Anlage integriert, welches die einzelnen Anlagen und die gesamte Hydraulik steuert. Dadurch wird stets die wirtschaftlich beste Einstellung der Maschinen und Pumpen gewährleistet.

Stromlieferung

Der produzierte Strom wird nicht nur der Gemeinschaft im Allgemeinstrombedarf für z.B. das Flur- und Treppenlicht, die Fahrstühle und die Tiefgaragenbelüftung zu einem günstigen Tarif zur Verfügung gestellt, sondern auch den Mietern dieser Wohnanlage. Der Preis liegt noch unter dem vor Ort günstigsten Anbieter. Der günstigere Preis ist möglich, da der Strom im „eigenen Hause“ selbst mit produziert wird. Das Netz wird hierdurch entlastet, und bis zu einem Umkreis von 300 Metern vom Herstellungsort des Stroms können Netzentgelte gespart werden. Somit kann die GTC GmbH den Strom günstiger an das Umfeld verkaufen. Jede Kilowattstunde, die die GTC nicht lokal verkaufen kann, kann einfach in das Netz eingespeist und vergütet werden.



Kosten, Wirtschaftlichkeit und Rendite

Die benötigte Fundingsumme für das besagte Projekt beträgt 159.550€. Der Projektinhaber, die GTC GmbH, steuert zusätzlich 27.500€ sowie die gesamten Projektierungskosten aus Eigenmitteln zum Projekt hinzu.

Durch einen Wärme- und Stromliefervertrag mit der Hausgemeinschaft und zusätzlichen Einnahmen durch Einspeisung des überschüssig produzierten Stroms erhält die GTC GmbH vertraglich gesicherte Mindesteinnahmen von 90.986€. Diese gliedern sich wie folgt auf:

  • Laut Wärmeliefervertrag muss die Wohneigentümergemeinschaft jährlich mindestens 800.000 kWh Wärme über einen Laufzeit von mindestens 12 Jahren von der GTC GmbH abkaufen. Der Bedarf des Gebäudes wird allerdings laut den Kalkulationen der GTC GmbH (durch den Ingenieursberaterbericht des Ingenieursbüro GLOSEMEYER HLS-Planung verifiziert) bei mindestens 892.500 kWh Wärme im Jahr liegen. Dadurch erhält die GTC GmbH Einnahmen von 49.703€.
  • Zusätzlich wird die Wohneigentümergemeinschaft mindestens 30.000**kWh Strom für die allgemeinen Bereiche wie Flure etc. abnehmen. Für diesen Strom bezahlt die Wohneigentümergemeinschaft einen Preis von 0,167€/kWh an die GTC GmbH. Dadurch erhält die GTC GmbH Einnahmen von 4.920€ im Jahr. Hier ist eine mögliche Beteiligung an der EEG-Umlage schon eingepreist.
  • Der produzierte Überschussstrom von 277.603 Kilowattstunden wird zu kalkulierten 0,107€/kWh ins Netz eingespeist. Dieser Preis setzt sich aus dem aktuellen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Zuschlag***, dem Energieverkaufspreis und dem Zuschlag für vermiedene Netznutzung zusammen****.
  • Beim Einspeisen des gesamten Überschussstroms zu nur 0,107€/kWh erhält die GTC GmbH Einnahmen von 29.704€. Wenn die GTC GmbH, statt ihn einzuspeisen, Strom an die Anwohner verkaufen kann (was geplant und wahrscheinlich ist), verbessert sich die Bilanz zusätzlich.
  • Hinzu kommen 6.659€ als Rückvergütung der Energiesteuer aus das Erdgas und eine Vergütung für den selbstgenutzten Strom laut KWK-Gesetz.
Auf der anderen Seite hat die GTC Gaskosten von 55.274€ (Arbeits- und Grundpreis) und Wartungskosten von 1.159€. Beides miteinander verrechnet führt zu einem jährlichen Gewinn von 34.553€. Diese Summe steht also zur Verfügung, um das Energiewendedarlehen zurückzuzahlen. Schon bei dieser konservativen Mindestüberschussrechnung amortisiert sich das Projekt innerhalb von nur 6 Jahren bei einer Rendite von 8% für die Crowd.

** laut Wärme- und Stromliefervertrag, abgeglichen mit der Jahresabrechnung der Wohneigentümer für 2011 und 2012

*** siehe KWK-Zuschlag

**** als Referenzwerte, siehe Abrechnungen 2010-2014

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"Ein Projekt, bei dem es nur Gewinner gibt: Die Eigentümer erhalten eine neue Anlage. Die Mieter erhalten günstigere Wärme und Strom. Die GTC setzt ein neues Projekt um. Die Bürger erhalten eine gute Anlagemöglichkeit. Und allen voran profitiert die Umwelt, deren Ressourcen durch diese Maßnahme geschont werden."

Foto: Jens Nikulka - GTC Green Technologies & Consulting GmbH

Jens Nikulka - GTC Green Technologies & Consulting GmbH

Unternehmensportrait

Foto: GTC Green Technologies & Consulting GmbH GTC Green Technologies & Consulting GmbH

Die GTC GmbH wurde im Jahr 2007 gegründet. Seither hat sie sechs BHKW Projekte erfolgreich realisiert. Das familiengeführte Unternehmen hat zwei Gesellschafter. 90% der Gesellschaftsanteile gehören der WSM GmbH, welche wiederum zu 60% Herrn Gerhard Nikulka und zu 40% Herrn Manfred Weber gehören. Die übrigen 10% gehören Gerhard Nikulka persönlich. Im letzten Jahr hat die GTC GmbH als Wärme- und Stromlieferant knapp 280.000€ Umsatz erwirtschaften können und dabei ein Gewinnergebnis von knapp 90.000€ erzielt.


GTC Green Technologies & Consulting GmbH | Travemünder Landstr. 300 | 23570 Lübeck-Travemünde

+49 4502 889 45 60 | info@gtc-bhkw.de

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.