Solarnetz für das Dorf GbamuGbamu in Nigeria

Solar erreicht in
Internationales Crowdfunding
10% Rendite
0.5% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
224,100€ benötigt
86.2t CO2 Einsparung
224,100€ von 394 Investoren
Fundingschwelle:224100
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.
Bislang wurden bei bettervests Auslandsprojekten immer nur deutsche Unternehmen finanziert, die eine Maßnahme in einem anderen Land durchgeführt haben. Hier wird nun erstmals ein ausländisches Unternehmen finanziert. Bitte lies die Risikohinweise und Vertragsunterlagen aufmerksam durch, um einzuschätzen, ob das Projekt für dich geeignet ist. Neu in diesem Projekt ist auch, dass es zum ersten Mal Vorlaufzinsen direkt ab deiner Einzahlung geben wird, in diesem Projekt 0,5% (ab Auszahlung an den Projektinhaber dann die 10% reguläre Zinsen).


Der Projektinhaber (Emittent) führt in Nigeria 10 % Quellensteuer auf die Zinszahlungen ab. Er bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird. Damit würden in diesem Projekt also z.B. 9% statt 10% reguläre Zinsen an die Investoren ausbezahlt werden.

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um eine Solar-Insellösung (also eine solare Offgrid-Anlage) für das Dorf GbamuGbamu im Bundesstaat Ogun, Nigeria. Das Projekt wird von der EU und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Teil des Energiepolitikberatungsvorhabens, das von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt wird, in der Initialphase bis September 2017 gefördert. 

Projektinhaber Rubitec Utilities wird im Rahmen dieses Projektes eine Solaranlage mit Batterien und lokalem Verteilnetz errichten, die das Dorf mit grünem Strom versorgen werden und bei Bedarf von einem Dieselgenerator unterstützt werden. Neben der Installation des Inselnetzes werden zeitgleich die in der Umgebung liegenden zahlreichen Mühlen und Maschinen zur landwirtschaftlichen Produktion von Dieselmotoren auf Elektromotoren umgestellt, um anschließend von dem neu eingerichteten Netz bedient zu werden. Letztendlich werden so insgesamt 28 Werkstätten (Mühlen und Schweißer), 346 Haushaltskunden, 91 kleinere Läden und 25 öffentliche Gebäude an das Inselnetz angeschlossen sein und zu einer kleinen erneuerbaren Revolution im Staat Ogun beitragen. Dieses Projekt soll als Vorreiter für eine ganze Reihe weiterer Mini-Grid Solutions (kleinen Inselnetzlösungen) dienen, die zur Elektrifizierung ländlicher Gebiete in Nigeria beitragen und so in den nächsten zehn Jahren über 150.000 Menschen in über 30 Landkreisen mit Energie versorgen sollen. 

Das Projekt wird im Rahmen des Energiepolitikberatungsvorhabens der GIZ bis September 2017 im Aufbau gefördert. Dabei wird ein Teil der benötigten Infrastruktur für das Projekt direkt über die GIZ beschafft und dem Partnerstaat Ogun übergeben. Dazu gehören die Solaranlage inklusive Batterie und Dieselgenerator. Rubitec muss selbst aber das Verteilnetz bauen, für das es nun die Finanzierung sucht. Die Gesamtfundingsumme liegt bei 224.100 € und beinhaltet die bettervest-Listingkosten und Treuhandgebühren. Das Projekt hat eine Laufzeit von 7 Jahren bei 10 % Verzinsung. Es werden jährlich 86,2 t COeingespart. 

Finanzierungen im Bereich von 50.000 – 2.000.000 € sind in Nigeria fast nicht zu erhalten, und wenn, dann nur zu Zinsen von über 25 %. Erst durch Crowdfunding kann dieses wichtige Projekt realisiert werden. 

Die Firma Rubitec Utilities wird in GbamuGbamu ein Inselnetz mit 5,6 km Länge errichten, welches mehr als 2.250 Personen zuverlässig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen wird. Der Bedarf der Bewohner wurde durch Befragung und daraus resultierendem Lastprofil errechnet. Noch nicht alle Dorfbewohner können sich Strom leisten und sind daher noch nicht eingeplant. Sofern aber der Bedarf steigt, kann das System leicht erweitert werden, des Weiteren steht dafür dann auch kurzfristig der Dieselgenerator zur Verfügung. 

Das Inselnetz wird aus einem Solar-Batterie Kraftwerk gespeist. Die Solaranlage, die auf einer Fläche von ca. 45 m x 41 m errichtet wird, liefert 85 kWp und wird bei Bedarf von einem Dieselgenerator der Größe 67 kVA unterstützt, der erst nach einem gewissen Nachfragewachstum beschafft werden soll. Ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 6480 Ah C10 in Blei-Gel Technik optimiert die Nutzung der Solarenergie. Zum Vergleich: Dies entspricht in etwa dem vollständigen täglichen Elektrizitätsbedarf von 30 deutschen Haushalten. 

Der Verkauf des Stroms erfolgt über Prepayment-Zähler, sogenannte Smart Meter, die speziell für Inselnetze entwickelt wurden und auch die Zahlung des Stromes mit Mobiltelefonen (Mobile Money) erlauben. Das transparente pay-as-you-go System sorgt dafür, dass Nutzer nur so viel zahlen wie sie tatsächlich verbrauchen. Der Standardpreis per kWh ist für jeden Verbraucher gleich, dennoch kann der Smart Meter tagsüber Rabatte gewähren, welche die Bewohner anspornen sollen, Strom dann zu nutzen, wenn tatsächlich die Sonne scheint. Durch dieses sogenannte Demandmanagement wird eine Überbelastung des Energiesystems während Spitzenzeiten am Abend vermieden. Auf diese Weise kann Rubitec Utilities eine „rund um die Uhr“ Stromversorgung verwirklichen. 

Das Dorf GbamuGbamu wurde für dieses Projekt ausgewählt, da es außergewöhnlich viele Mühlen und andere Maschinen zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte aufweist, die zurzeit mit Dieselmotoren betrieben werden. 28 Werkstätten (Mühlen und Schweißer) werden im Rahmen des Projektes mit Elektromotoren (7,5 kW oder größer) ausgestattet und an das Inselnetz angeschlossen. Landwirtschaftliche Produkte, die von den lokalen Landwirten nach GbamuGbamu zur Verarbeitung gebracht werden, sind neben den Grundnahrungsmitteln Reis und Mais auch Kakao, verschiedene Palmenprodukte und die in Nigeria beliebte Kolanuss. Darüber hinaus weist GbamuGbamu mit 346 Haushaltskunden, 91 kleinen Läden und 21 öffentlichen Gebäuden auf 5,6 km Netzlänge eine überdurchschnittliche Dichte an Stromkunden auf. Dies bedeutet, dass die installierte Leistung pro eingesetztem Kapital in GbamuGbamu besonders vorteilhaft ist. 

Da Rubitec Utilities mittels einer Systemregelung sicherstellt, dass zu keinem Zeitpunkt mehr als 100 kW in das Verteilnetz eingespeist werden, ist das Inselsystem in GbamuGbamu nach dem nigerianischen Gesetz über die Neuregelung des Energiesektors (EPSRA) von der Tarifregulierung ausgenommen. Eine umfassende Nachfrage-Analyse unter Angabe des zu berechnenden Tarifs in Höhe von 175 NGN/kWh (danach unterliegt eine Erhöhung von 9 % pro Jahr), was nach offiziellem Wechselkurs derzeit ca. 0,52 €/kWh und nach dem parallelen Marktpreis für die nigerianischen Naira ca. 0,44 €/kWh entspricht, wurde durchgeführt. Die Kunden sind bereit, diesen Preis für Strom zu zahlen und es wurde eine Absichtserklärung mit dem Dorf gezeichnet. Diese Entscheidung der Kunden fiel vor dem Hintergrund, dass alle Alternativen zur Energieversorgung in GbamuGbamu deutlich teurer sind als die Strompreise von Rubitec Utilities. 

Um die Strompreise wie oben dargestellt anbieten zu können, ist eine öffentliche Finanzierung notwendig. Dies wird über die GIZ mit Mitteln der EU und des BMZ in diesem Projekt pilotiert, soll aber künftig über die Haushalte nigerianischer Bundesstaaten und über einen ländlichen Elektrifizierungsfonds der nigerianischen Regierung geleistet werden. In diesem Zusammenhand beschafft die GIZ die Photovoltaik-Komponenten mit Aufständerung, Blei-Gel-Batterien, Wechselrichter, Smart Meter und einen 40 Fuß-Container, der als Kraftwerksgebäude genutzt werden soll. Rubitec Utilities investiert in das Verteilnetz, die Kundenanschlüsse, die benötigten Fundamente für die PV-Anlage, einen Zaun zum Schutz der Stromerzeugungskomponenten und die Installation aller Strom-Erzeugungs- und -Verteilungs-Komponenten. 

Die GIZ berät zusätzlich bei der Installation und Inbetriebnahme durch internationale Experten, die für diese Arbeiten nach GbamuGbamu reisen. In den vergangenen zwölf Monaten hat die GIZ mit deutschen Inselnetz-Experten bereits umfangreiche Unterstützung zur Projektentwicklung des GbamuGbamu Projektes geleistet. Diese umfasst die Standortauswahl, die Auswertung der ermittelten Stromnachfragedaten, die Systemauslegung, die Begleitung administrativer Prozesse zu Landrechten und Umweltgutachten, die Wirtschaftlichkeitsberechnung und Tarifermittlung. 

Rubitec Utilities konnte sich als Projektentwickler bei einem von der GIZ ausgeschriebenen Wettbewerb zur Dorfstromelektrifizierung im Bundesstaat Ogun durchsetzen. Insgesamt haben sich für Projekte in 5 Bundesstaaten neben Rubitec Utilities vier weitere nigerianischen Firmen gegenüber 30 anderen durchgesetzt.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 224.100 € und beinhaltet die bettervest-Listing- und Marketingkosten, sowie die Treuhandgebühr. Die zu erwartenden Einnahmen für die Projektgesellschaft liegen bei ca. 125.577 € im dritten Jahr, sobald alle erwarteten Kunden angeschlossen sind (danach unterliegen sowohl die O&M Kosten als auch die Einnahmen eine Erhöhung von 9 % pro Jahr). Im Mittel verfügt das Projekt über Gewinne von ca. 45.935 € über die Darlehenslaufzeit und verfügt über Eigenkapital in Höhe von 37.180 €, welches er zusätzlich zur Darlehensrückzahlung nutzt. Hiervon werden 46.031,37 € über 7 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden, was einer jährlichen Verzinsung von 10 % für die Investoren entspricht. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von ca. 30.000 Litern Diesel ein, und produziert jährlich 114 MWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 86,2 Tonnen COjährlich eingespart. Der Projektinhaber steuert in dem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

Tiefergehende Zahlen können dem Energieberaterbericht im Anhang entnommen werden. 

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Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Wenn der Naira künftig so viel an Wert verliert wie in den letzten zwei Jahren, dann kann die Euro-Verbindlichkeit nicht bedient werden. Was passiert dann? 

Antwort: Dieses Projekt ist den anderen Afrika-Projekten bettervest.com sehr ähnlich zusehen. Eine Veränderung des Wechselkurses der lokalen Währung muss immer ausgeglichen werden. In den bisherigen Projekten läuft das darüber, dass der Projektinhaber von seinem Endkunden vor Ort (z.B. einer Schule) auch € nimmt, sodass das Währungsrisiko vom Endkunden vor Ort mitgetragen wird. Hier im Fall von Nigeria bezahlen die Endkunden (Dorfbewohner) zwar in Naira, der Projektinhaber hat aber das Recht die Preise anzupassen. Wenn der Strom zu teuer würde, machen die Kunden natürlich nicht mehr mit. Jedoch besteht die Möglichkeit der Strompreisanpassung. Des Weiteren hat Rubitec auch ein Unternehmen in den USA, sodass es über Devisen verfügt und kurzzeitig negative Kursveränderungen aus eigenen Devisen abdecken kann. Im Cashflowplan des Gutachters wird eine Volatilität des Naira mit beachtet: Die nigerianische Zentralbank hat vor Kurzem Anleihen gekauft und wird weitere Anleihen kaufen, um den Naira zu stabilisieren. Des Weiteren hängt der Naira vom Ölpreis ab. Man geht davon aus, dass der Ölpreis in den nächsten 2-3 Jahren wieder steigt. Der Gutachter ist von folgenden Naira Werten ausgegangen:


Damit trägt sich das Projekt.

Frage 2: Wo genau befindet sich das Dorf GbamuGbamu? 

Antwort: GbamuGbamu ist so klein, dass es nicht in Google Maps aufgeführt wird. Es liegt in der Nähe von Ijebu East im Bundesstaat Ogun. Die GPS Daten lauten: 6°50'52.02"N 4°12'42.06"E


Frage 3: Im MOU (Memorandum of Understanding) mit dem Dorf steht unter Punkt 5, dass ein Landnutzungsvertrag abgeschlossen werden soll. Ist dieser bereits vorhanden? 

Antwort: Bei einem derartigen Projekt werden in Nigeria Genehmigungen von der Regierung sowie von dem jeweiligen Dorf benötigt. Im MOU gibt der Dorfrat von GbamuGbamu dem Projekt offiziell seinen Segen: das Grundstück darf für das geplante Projekt genutzt werden (Punkt 5). In diesem Zusammenhang wird ein Landnutzungsvertrag abgeschlossen. Das Ministerium für ländliche Entwicklung hat seine Erlaubnis bestätigt und versichert in dem Dokument „Genehmigung Ministerium Landrechte“, dass der offizielle Landnutzungsvertrag bereits in Bearbeitung ist. 

Frage 4: Was passiert wenn die Bewohner den Strom nicht kaufen? 

Antwort: Bisher sind in GbamuGbamu gerade mal ca. 2000 Personen als Stromverbraucher eingeplant. Da in dem Dorf aber mehr als 2000 Menschen leben, würden womöglich andere, nicht eingeplante, Dorfbewohner den Strom kaufen. Zudem geht das auf bettervest gesammelte Geld nicht an die Dorfbewohner, sondern an den Projektinhaber, Rubitec Ltd. Dieses Unternehmen hat Eigenkapital und weitere Einnahmequellen, womit es auch das bettervest Darlehen bedienen kann. Dies ist beispielsweise in den ersten beiden Jahren der Projektlaufzeit der Fall. Im Energieberaterbericht von Rubitec steht auf Seite 21 (Kapitel 7), dass die Stromverkäufe in den ersten zwei Jahren nicht ausreichen werden, um bettervests Annuität zu begleichen und dass Rubitec das dann erstmal mit Eigenkapital begleichen wird.

Frage 5: Kaufen die Bewohner derzeit Strom vom öffentlichen Netz und ist dieser nicht günstiger als der von Rubitec angebotene Strom? 

Antwort: Würde die Regierung einen Netzanschluss für das Dorf bauen, wäre der Strom billiger. Doch die Regierung baut keinen Anschluss der GbamuGbamu mit öffentlichen Strom versorgen würde. Mit dem Solarnetz von Rubitec zahlen die Dorfbewohner künftig 175 NIRA je Kilowattstunde Strom, was, je nach Umrechnungskurs, zwischen 0.44-0.52 Euro pro Kilowattstunde entspricht. Momentan sind Dieselgeneratoren die einzige Alternative für die Dorfbewohner und diese sind deutlich teurer als der Strompreis von Rubitec.

Frage 6: Wieso ist die Rendite so hoch?

Antwort: Die hohe Rendite ist auf die Risiken, die mit off-grid Anlagen verbunden sind, zurückzuführen.

Frage 7: Wird die GIZ das Projekt auch während der Installation und ggf. während der ersten 2 Jahre betreuen?

Antwort: Die GIZ betreut und unterstützt die Installation und Inbetriebnahme bis Herbst 2017. Da das NESP Projekt der GIZ im Herbst 2017 ausläuft, ist eine weitergehende Betreuung nicht garantiert. Eine zweite Phase des NESP Projektes mit einer Laufzeit über mehrere Jahre wird derzeit verhandelt.

Frage 8: Das Mini-grid wird von NESP finanziert und die zu erwartende Lebenszeit liegt bei 20 Jahren. Dabei dürften doch innerhalb der 20 Jahre einzelne Bauteile kaputtgehen, oder nicht? Falls ja, wer sorgt dafür, dass diese Bauteile dann ausgetauscht werden?  

Antwort: Die einzelnen Komponenten haben verschiedene Lebenszeiten. Beispielsweise haben Batterien ca. 8 Jahre, Wechselrichter 10 Jahre und Zähler 12 Jahre. Der Austausch dieser ist im Finanzmodell miteinkalkuliert und wird durch die Einnahmen gedeckt. Darüber hinaus ist Rubitec ein privater Betreiber der kein Interesse daran hat, dass das System nicht gut funktioniert. Je mehr Rubitec das System betreibt, desto höher sind seine Einnahmen. Wenn es nicht funktioniert, erhält Rubitec auch keinen Return on Investment.

Frage 9: Was passiert, wenn das nigerianische Verbundnetz doch innerhalb der nächsten 7 Jahre an das Dorf angeschlossen wird? Gibt es eine Mini-Grid Regulierung die in diesem Fall einspringt und die Projekte beschützt? 

Antwort: Die Mini-Grid Regulierung 2016 ist derzeit noch in der abschließenden Genehmigungsphase. Aus diesem Grund wurde noch nicht detailliert auf die Regulierung verwiesen. Sobald die Regulierung final in Kraft getreten ist, bietet sie umfangreichen Schutz für Systeme, die eine Lizenz erhalten haben. Das hier vorgestellte Projekt ist bereits für eine Lizenzierung vorbereitet. Im Falle eines Verbundnetzanschlusses muss der Verbundnetz-Betreiben eine Kompensationssumme an den Inselnetzbetreiber entrichten. Diese Summe entspricht der Höhe des Zeitwertes (lineare Abschreibung) aller privat finanzierten Infrastrukturen des Projektes (inkl. Projektentwicklungskosten innerhalb der ersten 5 Jahre) zzgl. eines Betrages in Höhe des Umsatzes der letzten 12 Monate. Diese Kompensation sollte ausreichen, um etwaige Kredite zurückzuzahlen. Alternativ kann der Inselnetzbetreiber Komponenten aus dem System entnehmen, die er an einem anderen Standort weiter betreibt. Diese Komponenten sind dann von der Kompensation ausgenommen.

Frage 10: Ist die im Energiegutachten prognostizierte 24h Lastverteilung realistisch? Schließlich sollen künftig Mühlen durch Elektromotoren > 7,5 kVA angetrieben werden. Außerdem ist eine Aufstockung des Systems durch die 100kW Einspeißungsgrenze nur mit dem Zwang zur Tarifregulierung zu machen (s. P. 5). 

Antwort: Der Energiebedarf wurde Anhand des Elektrizitätsbedarfs der Dorfbewohner in GbamuGbamu kalkuliert. Eine ordnungsgemäße Nachprüfung wurde von Rubitec Ltd. und INENSUS GmbH durchgeführt. Eine ausgewogenere Nachfragesteuerung mit einer über 24 Stunden verteilten Lastanforderung ist aufgrund des Lebensstils der Menschen im Dorf nicht möglich. Ein Beispiel hierfür: morgens und tagsüber werden für gewöhnlich landwirtschaftliche Arbeiten durchgeführt, während viele andere Aktivitäten, die Strom benötigen, abends oder nachts durchgeführt werden. Um 20.00 Uhr ca. erreicht die Gesamtbelastung ihren Höhepunkt. Die Menschen werden dieses Verhalten nicht von heute auf morgen ändern und daher wird trotz des Solaranschlusses ein Diesel-Generator Back-up benötigt. Ein Systemausbau ist abhängig vom Verhalten der Dorfbewohner. Eine größere Anzahl an Verbindungen erhöht die Nachfrage nach einem größeren Kraftwerk. Eine Einspeisung und Regulierung der Tarife würde nur dann funktionieren, wenn die nigerianische Regierung das konventionelle, nationale Netz an das Dorf anschließt. Solange das Mini-Grid die einzige Stromquelle ist, werden die Strompreise anhand der Generierungskosten und der Zahlungsbereitschaft der Menschen berechnet.

Frage 11: Gibt es eine detailliertere Kostenübersicht, die widerspiegelt, wie sich die Kosten des gesamten Projektes aufteilen?

Antwort: Die Kosten sind wie folgend aufgeteilt: von den insgesamt 155,447 kNGN, die für das Projekt benötigt werden, stellt die NESP (Nigerian Energy Support Program) 84,902 kNGN bereit, der restliche Teil (70,545 kNGN) wird privat finanziert. Letzterer ergibt sich aus dem Eigenkapital des Projektinhabers Rubitec Ltd. und aus dem mittels bettervest finanzierten Kapital. Dieser beläuft sich auf 67,000 kNGN.

Eine vollständige Kostenübersicht sehen Sie hier:



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Rubitec ist ein Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien mit dem Ziel, saubere und erschwingliche erneuerbare Energien für den ländlichen und städtischen Bereich Nigerias zu Verfügung zu stellen. bettervest ist eine Förderplattform mit Fokus auf Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Beide Unternehmen haben überlappende Ziele und können so gemeinsam einen großen Impact erzielen

Foto: Geschäftsführer - Bolade Soremekun

Geschäftsführer - Bolade Soremekun

Unternehmensportrait

Rubitec Nigeria Ltd.

Rubitec Nigeria Ltd. ist ein seit 2002 international tätiges Unternehmen mit Sitz in Lagos, Nigeria. Geschäftsführer Herr Mr. Bolade Soremekun hat an der New York University Pharmazie und Betriebswirtschaftslehre studiert und weist zusammen mit Rubitec mehr als 14 Jahre Berufserfahrung im Sektor der erneuerbaren Energien vor. Neben Mini-Grid Lösungen für ländliche Regionen vertreibt Rubitec ein weites Spektrum an Solarprodukten sowie Wasserkraft-, Biomasse-, Müllverbrennungs-, Deponiegas- und Windkraftanlagen. 

Rubitec baut zudem auf ein ausgedehntes Netzwerk an internationalen Partnern. Im Zuge des Energiepolitikberatungsvorhabens kooperiert Rubitec mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). In Zusammenarbeit mit dem Department for International Development (DFID) des Vereinten Königreiches hat Rubitec im Norden Nigerias Solaranlagen mit einer Leistung von 100 kWp installiert. Beiden Kooperationen gingen Wettbewerbe voraus, in denen Rubitec mit seinen innovativen Lösungen überzeugen konnte. Im Bereich der medizinischen Versorgung liefert Rubitec für die World Health Organization (WHO) solargetrieben Kühlschränke, die für die Aufbewahrung von Impfungen und kritischen Medikamenten dienen. 

In der Firmenphilosophie der Rubitec Nigeria Ltd. ist der Gedanke, die Dinge besser zu hinterlassen, als sie vorgefunden wurden, fest verankert. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Rubitec die erneuerbaren Energien als Vehikel identifiziert und möchte zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Regionen Nigerias beitragen.

Viele weitere Details finden Sie im Ratingreport im Anhang auf S. 3.


Rubitec Nigeria Ltd. | Adeniyi Jones Avenue 72 | Ikeja, Lagos, Nigeria
Geschäftsführer - Bolade Soremekun
+234 (0)8023193757 | bolades@rubitecsolar.com

Risikohinweise für Projekte in Nigeria

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Länder- und Vollstreckungsrisiko Nigeria
    6. Bei dem Darlehensnehmer handelt es sich um ein Unternehmen nigerianischer Rechtsform mit Sitz in Nigeria, auf das nigerianisches Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht Anwendung finden. Der Darlehensvertrag unterliegt deutschem Recht. Für Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag sind deutsche Gerichte zuständig. Während ein Urteil eines deutschen Gerichts grundsätzlich in Nigeria ohne erneute Verhandlung und ohne weitere inhaltliche Prüfung anerkannt werden sollte, besteht das Risiko, dass ein solches Urteil dort gleichwohl nicht vollstreckt werden kann. Dieses Risiko besteht insbesondere, wenn im Einzelfall ein nigerianisches Gericht zu der Auffassung gelangt, dass die Voraussetzungen der Anerkennung der Vollstreckbarkeit, die sich nach nigerianischem Recht bestimmen, nicht erfüllt sind.

      Falls der Darlehensnehmer seinen Zahlungspflichten gegenüber dem Darlehensgeber nicht nachkommen sollte und der Darlehensgeber dadurch auf eine gerichtliche Durchsetzung seiner Forderungen angewiesen sein sollte, wäre also die (rechtliche und tatsächliche) Vollstreckbarkeit eines erstrittenen Urteils gegenüber dem in Nigeria ansässigen Darlehensnehmer nicht sicher.

    7. Fehlende Besicherung der Darlehen
    8. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    9. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    10. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein .

    11. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    12. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    13. Steuerliches Risiko im Zusammenhang mit der in Nigeria abgeführten Quellensteuer
    14. Der Emittent führt in Nigeria Quellensteuer in Höhe von 10 % ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden, falls in der Person des Steuerpflichtigen die weiteren Voraussetzungen einer Anrechnung erfüllt sind. Der Emittent bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden (Federal Inland Revenue Services, FIRS) zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Kapitalstrukturrisiko
    6. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.