Solarnetz für das Dorf Tunga Jika in Nigeria

Solar erreicht in
Internationales Crowdfunding
10% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
235,300€ benötigt
92.5t CO2 Einsparung
235,300€ von 409 Investoren
Fundingschwelle:235300
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.
Bislang wurden bei bettervests Auslandsprojekten immer nur deutsche Unternehmen finanziert, die eine Maßnahme in einem anderen Land durchgeführt haben. Hier wird nun erstmals ein ausländisches Unternehmen finanziert. Bitte lies die Risikohinweise und Vertragsunterlagen aufmerksam durch, um einzuschätzen, ob das Projekt für dich geeignet ist. Neu in diesem Projekt ist auch, dass es zum ersten Mal Vorlaufzinsen direkt ab deiner Einzahlung geben wird, in diesem Projekt 1% (ab Auszahlung an den Projektinhaber dann 10% reguläre Zinsen).


Der Projektinhaber (Emittent) führt in Nigeria 10% Quellensteuer auf die Zinszahlungen ab. Er bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird. Damit würden in diesem Projekt also z.B. 9% statt 10% reguläre Zinsen an die Investoren ausbezahlt werden.

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um eine solare Insellösung (also eine Solar Off-Grid-Anlage) für das Dorf Tunga Jika im Bundesstaat Niger, Nigeria. Das Projekt wird von der EU und dem deutschen Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Teil des Energiepolitikberatungsvorhabens, das von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt wird, in der Initialphase bis September 2017 gefördert. 

Projektinhaber Nayo Tropical Technology Ltd. errichtet im Rahmen dieses Projektes eine Solaranlage mit Batterien und lokalem Verteilnetz, welche das Dorf mit grünem Strom versorgen wird. Insgesamt werden mehr als 2.000 Menschen direkt von einem Stromanschluss profitieren, darunter 202 Haushalte, 52 gewerbliche Kunden und 14 produktive Nutzer wie z.B. Mühlen und andere Verarbeiter landwirtschaftlicher Produkte, Schweißer und Gastronomiebetriebe. 

Wie auch in dem parallel laufenden Projekt GbamuGbamu dient dieses Projekt ebenfalls als Vorreiter für weitere Mini-Grid Solutions (kleinen Inselnetzlösungen) die zur Elektrifizierung ländlicher Gebiete in Nigeria beitragen sollen. So schätzt das Nigerian Energy Support Programme (NESP), dass von allen Menschen in Nigeria, die in Gebieten ohne Elektrizität leben, insgesamt 26 Millionen Menschen in Ortschaften ansässig sind, die sich für solche Insel-Systeme eignen. Trotz des großen Potentials steht der nigerianische Mini-Grid Sektor immer noch am Anfang seiner Entwicklung. Oft werden Projekte durch die hohen Anfangsinvestitionen verhindert. Um diese Hürde zu bewältigen, wird das Projekt im Rahmen des Energiepolitikberatungsvorhabens der GIZ im Aufbau gefördert. Zudem wird das Projekt vom Renewable Energy and Energy Efficiency Project (REEEP) der United States Agency for International Development (USAID) unterstützt. USAID ist die für Entwicklungszusammenarbeit verantwortliche Behörde der Vereinigten Staaten. 

Das Projekt wird im Rahmen des Energiepolitikberatungsvorhabens der GIZ bis September 2017 im Aufbau gefördert. Dabei wird ein Teil der benötigten Infrastruktur für das Projekt direkt über die GIZ beschafft und dem Partnerstaat Niger übergeben. Dazu gehört die Solaranlage inklusive der Batterie. Nayo Tropical Technology Ltd. muss selbst aber das Verteilnetz bauen, für das es nun die Finanzierung sucht. Kredite im Bereich von 50.000 – 2.000.000 € sind in Nigeria fast nicht zu erhalten, und wenn, dann nur zu Zinsen von über 25 %. Erst mit der zusätzlichen Unterstützung der Crowd kann dieses tolle und wichtige Projekt stattfinden. Die Gesamtfundingsumme liegt bei 235.300 € und beinhaltet die bettervest-Listingkosten und Treuhandgebühren. Das Projekt hat eine Laufzeit von 7 Jahren bei 10 % Verzinsung. Es werden jährlich 92,5 t COeingespart. 

Die Firma Nayo Tropical Technology Ltd. wird in Tunga Jika ein Inselnetz mit einer Länge von 8,8 km errichten, welches mehr als 2.000 Personen zuverlässig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen wird. Das entspricht 35 % der Dorfbewohner. Der Bedarf der Bewohner wurde durch Befragung und daraus resultierendem Lastprofil errechnet. Noch nicht alle Dorfbewohner können sich Strom leisten und sind daher noch nicht eingeplant. Sofern aber der Bedarf steigt, kann das System leicht erweitert werden, des Weiteren steht dafür dann auch kurzfristig der Dieselgenerator zur Verfügung. 

Das Inselnetz wird aus einem Solar-Batterie-Kraftwerk gespeist. Die Solaranlage, die auf einer Fläche von ca. 45 m x 60 m errichtet wird, liefert 100,7 kWp. Ein Dieselgenerator wird ausschließlich als Back-up für Zeiten mit besonders hohem Energiebedarf von Nayo Tropical Technology Ltd. bereitgestellt, wie zum Beispiel während Veranstaltungen der Gemeinde. Ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 7290 Ah (C10 = bei 10 Stunden Entladungsdauer) optimiert die Nutzung der Solarenergie. 

Der Verkauf des Stroms erfolgt über Prepayment-Zähler, sogenannte Smart Meter, die speziell für Inselnetze entwickelt wurden und auch die Zahlung des Stromes mit Mobiltelefonen (Mobile Money) ermöglichen. Das transparente pay-as-you-go System sorgt dafür, dass Nutzer nur so viel zahlen, wie sie tatsächlich verbrauchen. Der per kWh-Tarif ist für jeden Verbraucher gleich, dennoch kann der Smart Meter tagsüber Rabatte gewähren, welche die Bewohner anspornen sollen, Strom dann zu nutzen, wenn tatsächlich die Sonne scheint. Durch dieses sogenannte Nachfragemanagement wird eine Überbelastung des Netzes während Spitzenzeiten am Abend vermieden. Auf diese Weise kann Nayo Tropical Technology Ltd. eine Stromversorgung rund um die Uhr verwirklichen. 

Das Dorf Tunga Jika wurde für dieses Projekt ausgewählt, da es ein florierendes Zentrum landwirtschaftlicher Produktion darstellt. Des Weiteren befindet sich dort ein Markt, der die umliegenden Dörfer versorgt. Mit 1.900 kWh/m2 bis 2.100 kWh/m2 hat Tunga Jika außerdem ein hohes Solarstrahlungspotential und weist damit gute Bedingungen für ein Solarkraftwerk auf.

Diese Vermögensanlage wurde vor Inkrafttreten der letzten Änderungen des Vermögensanlagengesetz am 21.08.2017 erstmals öffentlich angeboten. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt wurde entsprechend nach den Anforderungen der zuvor geltenden Fassung verfasst.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 235.300 € und beinhaltet die bettervest-Listing- und Treuhandgebühren. Das Projekt verfügt im Mittel über Gewinne von ca. 45.708 € über die Kreditlaufzeit (Details siehe Energiegutachten). Außerdem verfügt der Projektinhaber noch über Eigenkapital in Höhe von 27.500 €, die er für die Kreditrückzahlung nutzt. Damit zahlt er dann 48.332 € über sieben Jahre an die Crowd zurück, was einer jährlichen Verzinsung von 10 % für die Investoren entspricht. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von ca. 39.500 Litern Diesel ein, und produziert jährlich ca. 160,052 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 92,5 Tonnen CO2 jährlich eingespart. Der Projektinhaber steuert in diesem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

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Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Wenn der Naira künftig so viel an Wert verliert wie in den letzten zwei Jahren, dann kann die Euro-Verbindlichkeit nicht bedient werden. Was passiert dann? 

Antwort: Dieses Projekt ist den anderen Afrika-Projekten bettervest.com sehr ähnlich zu sehen. Eine Veränderung des Wechselkurses der lokalen Währung muss immer ausgeglichen werden. In den bisherigen Projekten läuft das darüber, dass der Projektinhaber von seinem Endkunden vor Ort (z.B. einer Schule) auch € nimmt, sodass das Währungsrisiko vom Endkunden vor Ort mitgetragen wird. Hier im Fall von Nigeria bezahlen die Endkunden (Dorfbewohner) zwar in Naira, der Projektinhaber hat aber das Recht die Preise anzupassen. Wenn der Strom zu teuer würde, machen die Kunden natürlich nicht mehr mit. Jedoch besteht die Möglichkeit der Strompreisanpassung. Des Weiteren hat Nayo Tropical Technology Ltd. auch ein Unternehmen in den USA, sodass es über Devisen verfügt und kurzzeitig negative Kursveränderungen aus eigenen Devisen abdecken kann. Im Cashflowplan des Gutachters wird eine Volatilität des Naira mit beachtet: Die nigerianische Zentralbank hat vor Kurzem Anleihen gekauft und wird weitere Anleihen kaufen, um den Naira zu stabilisieren. Des Weiteren hängt der Naira vom Ölpreis ab. Man geht davon aus, dass der Ölpreis in den nächsten 2-3 Jahren wieder steigt. Der Gutachter ist von folgenden Naira Werten ausgegangen:

Damit trägt sich das Projekt.

Frage 2: Wo genau befindet sich das Dorf Tunga Jika? 

Antwort: Tunga Jika ist so klein, dass es nicht in Google Maps aufgeführt wird. Es liegt in Magama im Bundesstaat Niger. Die GPS Daten lauten: 10°1'27.55"N 4°46'5.20"E


Frage 3: Was passiert wenn die Bewohner den Strom nicht kaufen? 

Antwort: Bisher sind in Tunga Jika gerade mal ca. 2000 Personen als Stromverbraucher eingeplant, was nur ca. 35% der Einwohner entspricht. Falls diese den Strom nicht kaufen, werden womöglich andere, nicht eingeplante, Dorfbewohner ihn kaufen. Zudem geht das auf bettervest gesammelte Geld nicht an die Dorfbewohner, sondern an den Projektinhaber Nayo Tropical Technology Ltd. Dieses Unternehmen hat Eigenkapital und weitere Einnahmequellen, womit es auch den bettervest Kredit bedienen kann. 

Frage 4: Nach meinen Erfahrungen ist in ärmeren Ländern der Diebstahl von Strom ein Problem. Wie will man den verhindern?

Antwort: Bei diesem Projekt werden intelligente Zähler benutzt, die nach dem Prepaid Prinzip funktionieren. Das bedeutet, dass die Zähler nur dann Strom liefern, wenn dieser auch bezahlt wird. Außerdem sind die Zähler nicht im Haus installiert, sondern draußen auf hohen Masten, die nicht sehr leicht erreichbar sind. Wenn Sie mehr Informationen über die Zähler, sogenannte Sparkmeter, wünschen finden Sie deren Funktionen meistens online. Des Weiteren möchte Nayo Tropical Technology Ltd. die lokale Bevölkerung involvieren. Ein lokales Geschäft für elektrische Geräte und Zubehör wird eröffnen, dass von einem Einheimischen betrieben wird. Die Idee dahinter ist, dass die Menschen verstehen, dass Diebstahl dem ganzen Projekt schadet und sie sich deshalb gegenseitig kontrollieren.

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Als Firma glauben wir an nachhaltigen Mehrwert und wollen die Welt besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben

Foto: Geschäftsführer - Okenwa Anayo Nas

Geschäftsführer - Okenwa Anayo Nas

Unternehmensportrait

Nayo Tropical Technology Ltd.

Nayo Tropical Technology Ltd. (NTT) wurde 1996 gegründet und weist somit mehr als 18 Jahre Erfahrung im Bereich der Solarenergie vor. NTT entwickelt, baut und vertreibt Energielösungen und Systeme verschiedenster Art. Dazu gehören Eigenentwicklungen im Bereich der Solarenergie sowie der Wind- und Wasserkraft. Geschäftsführer Okenwa Anayo Nas beschäftigt insgesamt 31 Angestellte, darunter drei Ingenieure und 18 Techniker, die auf Niederlassungen in ganz Nigeria verteilt sind. Darüber hinaus kann NTT umfangreiche Referenzen im Bereich der Solarenergie vorweisen. Dazu gehören zum Beispiel Solaranlagen für Krankenhäuser in den Bundesstaaten Kebbi und Benue und solare Straßenbeleuchtungen für das nigerianische Entwicklungsministerium. NTT baut zudem auf ein ausgedehntes Netzwerk an internationalen Partnern. Im Zuge des Energiepolitikberatungsvorhabens kooperiert NTT mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Im Rahmen des Renewable Energy and Energy Efficiency Project (REEEP) wird NTT zudem von der United States Agency for International Development (USAID) unterstützt. Des Weiteren hat NTT auch mit dem United Nations Development Programme (UNDP) zusammengearbeitet.

Viele weitere Details finden Sie im Ratingreport im Anhang auf S. 3.

Nayo Tropical Technology Ltd. | Ogui road 250 | Enugu, Enugu state, Nigeria
Geschäftsführer - Okenwa Anayo Nas
+234- (0)8033135657 | info@nayotechnologies.com

Risikohinweise für Projekte in Nigeria

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Länder- und Vollstreckungsrisiko Nigeria
    6. Bei dem Darlehensnehmer handelt es sich um ein Unternehmen nigerianischer Rechtsform mit Sitz in Nigeria, auf das nigerianisches Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht Anwendung finden. Der Darlehensvertrag unterliegt deutschem Recht. Für Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag sind deutsche Gerichte zuständig. Während ein Urteil eines deutschen Gerichts grundsätzlich in Nigeria ohne erneute Verhandlung und ohne weitere inhaltliche Prüfung anerkannt werden sollte, besteht das Risiko, dass ein solches Urteil dort gleichwohl nicht vollstreckt werden kann. Dieses Risiko besteht insbesondere, wenn im Einzelfall ein nigerianisches Gericht zu der Auffassung gelangt, dass die Voraussetzungen der Anerkennung der Vollstreckbarkeit, die sich nach nigerianischem Recht bestimmen, nicht erfüllt sind.

      Falls der Darlehensnehmer seinen Zahlungspflichten gegenüber dem Darlehensgeber nicht nachkommen sollte und der Darlehensgeber dadurch auf eine gerichtliche Durchsetzung seiner Forderungen angewiesen sein sollte, wäre also die (rechtliche und tatsächliche) Vollstreckbarkeit eines erstrittenen Urteils gegenüber dem in Nigeria ansässigen Darlehensnehmer nicht sicher.

    7. Fehlende Besicherung der Darlehen
    8. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    9. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    10. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein .

    11. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    12. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    13. Steuerliches Risiko im Zusammenhang mit der in Nigeria abgeführten Quellensteuer
    14. Der Emittent führt in Nigeria Quellensteuer in Höhe von 10 % ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden, falls in der Person des Steuerpflichtigen die weiteren Voraussetzungen einer Anrechnung erfüllt sind. Der Emittent bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden (Federal Inland Revenue Services, FIRS) zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Kapitalstrukturrisiko
    6. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.