Energetische Modernisierung zweier Wohnhäuser in Thüringen

Immobilie
endet
7% Rendite
1% Vorlaufzins
3 Jahre Laufzeit
288,200€ benötigt
5.5t CO2 Einsparung
148,050€ von 290 Investoren
Fundingschwelle:100000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um die Finanzierung von überwiegend energetischen Sanierungsmaßnahmen von zwei vermieteten Wohngebäuden der Markus Hörning GmbH. Gleichzeitig soll durch das bettervest Darlehen Eigenkapital der Markus Hörning GmbH, welches zum Kauf der Immobilien genutzt wurde, refinanziert werden. Die beiden Immobilien befinden sich in Thüringen, eine in der Kreisstadt Greiz und die andere in der Kleinstadt Tanna. 

Das Hauptziel dieses Projekts ist es, Einsparpotentiale hinsichtlich der Primärenergie zu schaffen, indem die Heizungsanlage erneuert und die obere Geschossdecke der Immobilien neu gedämmt wird. Zusätzlich werden begleitende Maßnahmen wie der Austausch von Fenster unter energetischen Aspekten vorgenommen, um den Wohnwert zu steigern. Die Reduktion von CO2-Emissionen steht ebenfalls im Vordergrund. Dies kommt sowohl der Umwelt als auch den Mietern durch geringere Betriebskosten zugute. 

Es handelt sich hierbei um das zweite Sanierungsprojekt der Markus Hörning GmbH auf der bettervest Plattform. Das erste Projekt wurde Ende August dieses Jahres erfolgreich von der Crowd finanziert.

 

Technologie 

In beiden Häusern sollen modernste Gasbrennwertkessel installiert und die alten Heizanlagen ausgetauscht werden. Diese haben zum einen im optimalen Arbeitsbereich (70 bis 100 % Auslastung) einen höheren Wirkungsgrad als Niedertemperaturkessel und zum anderen geringere Verluste im Teillastbereich. Die technische Einbindung der modernen Brennwertgeräte wird nach Prüfung durch ein Fachunternehmen durchgeführt. Ein hydraulischer Abgleich ist dabei zwingend notwendig. 

Die geplanten Dachdämmungsarbeiten werden in Kombination mit verschiedenen Dämmungsmethoden durch Fachunternehmen auf der Grundlage der Gebäudenutzung (z.B. Nutzung des Dachgeschosses zu Wohnzwecken) ausgeführt, um einen möglichst nachhaltigen Effekt zu erzielen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Brennstoffpreise und voraussichtlichen anzunehmenden Preissteigerungen wird davon ausgegangen, dass sich die Kosten einer Dachdämmung innerhalb von fünf bis zehn Jahren amortisiert haben werden. 


Soziale Auswirkungen 

Die beschriebenen Sanierungsmaßnahmen führen zu einer Win-Win-Situation für die Mieter der Immobilien und den Vermieter, die Markus Hörning GmbH. Durch die Verringerung des Primärenergiebedarfs werden direkte Kosteneinsparungen in der Betriebskostenumlage gegenüber den Mietern erzielt, welche ihren Geldbeutel schonen. Hinzu kommen die Erhöhung des Wohnwerts und damit eine Steigerung der Zufriedenheit der Mieter. Der Eigentümer profitiert wiederum von der gesetzlich möglichen Modernisierungsumlage. Dies bedeutet, dass der Eigentümer im Rahmen einer moderaten Erhöhung der Jahresnettokaltmiete seinen Mietertrag und somit die Mietrendite steigern kann. Dies mündet wiederum im Verkaufsfall der Immobilie in einem höheren, für die Markus Hörning GmbH attraktiveren Marktwert der Immobilien. Außerdem wirkt sich auch hier die Wert- und Qualitätssteigerung durch die Modernisierungsmaßnahmen positiv auf die Käufernachfrage aus.


Klimaschutz 

Durch die Dämmmaßnahmen und die Sanierung der Heizungsanlage, die mittels dieses Fundings durchgeführt werden, wird der jährliche Primärenergiebedarf der beiden Immobilien von 70.595 kWh auf 59.798 kWh verringert. Auf diese Weise werden pro Jahr 5,5 Tonnen CO2 eingespart. Die beiden Immobilien sind nach der Modernisierung somit um 20% bzw. 10% effizienter als vorher.

Gegenstand des Projekts ist die Sanierung und Modernisierung zweier vollvermieteter Immobilien in Thüringen. 

Immobilie 1: 

Bei dem ersten Objekt handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten im Ortsteil Dölau der Kreisstadt Greiz. Das Haus befindet sich direkt im Zentrum von Dölau, sodass alle Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten zu Fuß erreichbar sind. Die Kleinstadt im Landkreis Greiz liegt unmittelbar an der sächsischen Landesgrenze und wird aufgrund der großartigen Lage in einem Talkessel und der vielen historischen Gebäude auch „Perle des Vogtlandes“ genannt. Die Immobilie wurde ca. 1900 erbaut, 1995 grundsaniert und zuletzt 2015 bzw. 2017 durch den Eigentümer teilmodernisiert. Die Immobilie besitzt derzeit einen Niedertemperatur-Heizkessel aus dem Jahr 1993 und ist auf eine Energieversorgung durch Erdgas angewiesen.

Immobilie 2: 

Das zweite Mehrfamilienhaus besteht aus vier Wohneinheiten auf 327 Quadratmetern und befindet sich in der Kleinstadt Tanna. Die Stadt liegt im thüringischen Saale-Orla-Kreis, 10 km südlich von Schleiz. Die Immobilie ist im Zentrum von Tanna gelegen, nur wenige Minuten vom Marktplatz und vom Rathaus entfernt. Das Haus stammt aus dem Jahr 1890 und wurde zuletzt 2012 durch den Eigentümer modernisiert. Die Wärmeversorgung dieser Liegenschaft geschieht derzeit über Fernwärme. Diese ist verhältnismäßig teuer. Um die Kosten für die Wärmebereitstellung zu senken, soll ein Brennwertkessel für die Wärme- und Warmwasserbereitstellung installiert werden.


Sanierungsmaßnahmen 

Der immense CO2-Ausstoß, der bei der Verbrennung der benötigten Brennstoffe entsteht, belastet Klima und Umwelt. Aus diesem Grund soll durch eine sinnvolle Kombination von energieeffizienten Maßnahmen der Endenergieverbrauch sowie die CO2-Emmissionen gesenkt werden. 

Die größten Wärmeverluste treten über die oberste Geschossdecke bzw. das Dach auf. Bei beiden Immobilien soll deshalb die oberste Geschossdecke mit einer 100 Millimeter Dämmschicht gedämmt werden, um Wärmeverluste durch die große Dachfläche zu verringern. Der bestehende Niedertemperaturkessel der Immobilie in Greiz soll durch einen effektiveren Brennwertkessel mit einer Leistung von 50 kW ersetzt werden, wodurch der Primärenergieverbrauch reduziert werden kann. Bei der Immobilie in Tanna, bei welcher die Wärmeversorgung aktuell über teure Fernwärme geschieht, soll zur Kostensenkung ebenfalls ein Brennwertkessel mit einer Leistung in Höhe von 50 kW installiert werden. Zusätzlich werden im Dachbereich beider Immobilien Fenster mit Wärmeschutzverglasung der Marke Velux eingebaut. Weitere Maßnahmen sind die Sanierung des Kellers, Maurer- und Innenputzarbeiten, Zimmerei-, Maler- und Fußbodenarbeiten. Hinzu kommen Dachklempnerarbeiten, Elektroinstallationen und neue sanitäre Anlagen. Weitere Details hierzu finden Sie in den Baukostenaufstellungen.

 

Brennwertkessel 

Brennwertkessel sind Heizkessel für Warmwasserheizungen. Ihr Vorteil gegenüber herkömmlichen Heizkesseln ist, dass sie den Energiegehalt des eingesetzten Brennstoffes fast vollständig nutzen. Neben der Hitze, die beim Verbrennen von Gas entsteht, verwenden sie zusätzlich die im Wasserdampf der Abgase versteckte Wärmemenge, die bei anderen Kesseln ungenutzt entweicht. Dies geschieht, indem die Brennwertkessel die Abgase so weit abkühlen, bis der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert, wodurch Wärme freigesetzt wird. 

Die Nutzung dieses Brennwerteffekts hängt maßgeblich von der Rücklauftemperatur der Heizanlage ab. Je kühler das Heizwasser von den Heizkörpern in den Brennwertkessel zurückfließt, desto besser kühlt es dort die heißen Abgase ab und fördert den Kondensationseffekt im Kessel. Aus diesem Grund muss die gesamte Anlage durch einen Fachhandwerker optimiert und eingestellt werden. Wichtig dabei ist der hydraulische Abgleich, bei dem für jeden einzelnen Heizkörper die Menge an Heizwasser so reguliert wird, dass zu jedem Heizkörper nur so viel Wärme transportiert wird, wie notwendig ist. So wird die Wärme gleichmäßig und energiesparend im Haus verteilt. Dadurch wird ebenfalls sichergestellt, dass das Heizungswasser langsam genug durch die Rohre strömt und dabei entsprechend abkühlt. So wird die Rücklauftemperatur nicht zu hoch und der Brennwerteffekt genutzt. 

Aus diesen Sanierungsmaßnahmen ergibt sich ein Einsparpotential von 20 % in der Immobilie in Greiz, wodurch 7.475 kWh pro Jahr Gas eingespart werden können. In Tanna hingegen werden nur Einsparungen durch die Dämmmaßnahmen in Betracht gezogen, was einem Einsparpotential von 10% entspricht. Somit werden hier 3.322 kWh Gas pro Jahr eingespart. Da die Wärmeversorgung durch Fernwärme an sich eine effiziente Energieversorgung darstellt, bringt der Umbau der Heizungsanlage von Fernwärme zu Brennwertkessel nur einen Kosten- und keinen energetischen Vorteil mit sich. Das wiederum liegt daran, dass nun der Gasanbieter frei auf dem Markt gewählt werden darf. Bei Fernwärme ist man an den örtlichen Versorger und dessen Preise gebunden.

Insgesamt resultieren die Energieeffizienzmaßnahmen in einer jährlichen CO2-Einsparung von 5,5 Tonnen. 

Weitere Details können dem Energieberaterbericht entnommen werden.

Die Gesamtfundingsumme dieses Projekts beläuft sich auf 288.200 €. Diese gliedert sich auf in die Kosten für die Sanierung und die technischen Anlagen sowie in die Refinanzierung des Eigenkapitals des Projektinhabers. Ebenso ist die bettervest Listing- und die Treuhandgebühr mitinbegriffen. Den Investoren wird eine Rendite von 7 % über eine Laufzeit von 3 Jahren geboten. Bei der Fundingsumme handelt es sich um ein endfälliges Darlehen, dies bedeutet, dass der Projektinhaber im ersten und zweiten Jahr nur Zinsen in Höhe von jeweils 20.174 € an die Crowd zahlt. Im dritten und gleichzeitig letzten Jahr wird nun neben den Zinsen auch noch die Tilgung des Darlehens in Höhe von 288.200 € fällig, was zu einer Zahlungsrate von 308.374 € führt. Die Zinsen in den ersten zwei Jahren werden durch die jährlichen Mieteinnahmen in Höhe von insgesamt 26.624 € abgedeckt, im dritten Jahr wird die Zahlungsrate durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Immobilien beglichen. Ein Gutachter hat den Marktwert der Immobilie in Greiz auf 230.000 € und den in Tanna auf 210.000 € geschätzt. 

Die Fundingschwelle liegt bei 150.000 €. Wird nur dieser Betrag erreicht, so steuert der Projektinhaber den restlichen Betrag aus eigener Tasche bei.


Land

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im Juli 2018 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATORBEWERTUNG DEUTSCHLAND
Euler Hermes RankingEuler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von deutschen Unternehmen mit niedrig bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit AA gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map).
OECD KlassifizierungDa die OECD Deutschland als „High Income OECD Country“ klassifiziert, wird das Landerrisiko nicht geprüft und es gibt dementsprechend keine Einstufung (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International)Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Deutschland bei 81 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending RateDie Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Deutschland liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 1,8% (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (Moody's)Moody's hat die Kreditwürdigkeit von deutschen Staatsanleihen auf einer Skala von AAA bis D mit Aaa bewertet und somit in der "Prime"-Klasse eingestuft (Quelle: countryeconomy 2018).

Weitere Informationen zu Deutschland befinden sich im Länderprofil.

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Foto: Markus Hörning - Geschäftsführer

Markus Hörning - Geschäftsführer

Unternehmensportrait

Foto: Markus Hörning GmbH Markus Hörning GmbH

Die Markus Hörning GmbH ist ein in Rodewisch ansässiges überwiegend auf Eigenkapitalbasis operierendes Immobilienunternehmen, welches 2016 gegründet wurde. Es ist Teil der familiär geführten Hörning Unternehmensgruppe und im Bereich des Immobilienmanagements, Wohnungsbaus und der Projektentwicklung tätig. Geschäftsführer ist Herr Markus Hörning, der als gelernter Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft bereits viele Jahre Erfahrung in der Branche sammeln konnte. 2013 folgte dann die Ausbildung zum Gutachter mit der Akkreditierung als Sachverständiger für Immobilienbewertung. Seit 2017 begleitet er zusätzlich ein Fernstudium zum Immobilienökonom. Da fast alle relevanten, zeit- und kostenintensiven Leistungsbausteine - von der Projektvorbereitung und -durchführung, der Bauabwicklung, über Standort- und Objektanalysen, bis hin zur Vermietung und Verwaltung - unter Herrn Hörnings Leitung erbracht werden, weist das Unternehmen eine besonders transparente und schlanke Struktur auf. Die Leistungserbringer sind über Dienstleistungsverträge mit der Markus Hörning GmbH verbunden, am Erfolg beteiligt und damit hoch motiviert. Das Lean Management als Teil der strategischen Unternehmensführung ist der entscheidende Schlüssel, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, seine Zukunftsfähigkeit und Wachstumschancen sicherzustellen. Die Zielsetzung der Markus Hörning GmbH ist die Umsetzung innovativer Wohnraumkonzepte für bezahlbaren Wohnraum unter ökologischen Aspekten. Qualität geht vor Quantität und Ökonomie und Ökologie gehen bei dem Unternehmen Hand in Hand. Hier dürfen sogar Mieter und Käufer mitentscheiden, was die Akzeptanz, Identifikation und Bindung dieser Menschen stark erhöht und zusätzlich virale Effekte auslöst. Bisher hat die Markus Hörning GmbH 14 Projekte erfolgreich umgesetzt.


Markus Hörning GmbH | Lengenfelder Straße 5a | 08228 Rodewisch
Geschäftsführer Markus Hörning
+49 3744 3652050 | office@mhproperties.de

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.