Solares Minigrid für die Gemeinde Tanandava auf Madagaskar

Solar erreicht in
6% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
160,850€ benötigt
105t CO2 Einsparung
160,850€ von 249 Investoren
Fundingschwelle:150000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


 Privatbürgschaft
 Deutsche Technologie
 Erfahrener Projektentwickler

Die Laufzeit bei diesem Projekt beträgt 7 Jahre und weist eine Verzinsung von 6% bzw. 6,5% für die Crowd-Investoren auf, die innerhalb der ersten 14 Kampagnentage, also bis zum 06.09.2019 um 15:59 Uhr, in das Projekt investieren. Zusätzlich zur Verpfändung der Ware vom lokalen an das kreditnehmende Unternehmen, besteht eine Privatbürgschaft dafür, dass Autarsys Madagascar dem Darlehensnehmer Noucon UG das über bettervest eingeworbene Darlehen zurückzahlt.



Zusammenfassung 

Das im Süden von Madagaskar liegende Dorf Tanandava mit rund 10.000 Einwohnern hat keinen Zugang zu elektrischer Energie. Dies hat zur Folge, dass die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Dorfes aktuell immens behindert wird und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Rudimentäre Bedürfnisse werden zurzeit mit Kerzen, Petroleumlampen oder kleinen Ersatzstromgeneratoren bedient. 

Um die Bewohner des Dorfes erstmalig mit Strom zu versorgen, möchte die Autarsys Madagascar SARL im Rahmen dieses Projekts ein solares Minigrid in der Gemeinde installieren. Zu Beginn soll die Anbindung einiger Haushalte, Gewerbebetriebe und öffentlicher Einrichtungen an das Stromnetz erfolgen, später soll auch der Rest der Gemeinde einen Zugang erhalten. 

Kreditnehmer ist die speziell für die Absicherung des Kredites gegründete deutsche Noucon UG (haftungsbeschränkt), die den Kredit an das lokale, das Projekt ausführende Unternehmen Autarsys Madagascar SARL weiterleitet. Das Darlehen wird aus den Einnahmen, die mit dem Verkauf des Stroms erzielt werden, bedient. 

Zur Gewährleistung einer sicheren Kreditrückzahlung verpfändet das lokale Unternehmen Autarsys Madagascar SARL die Ware an die Noucon UG. Zusätzlich bürgt der Gründer und Hauptgesellschafter beider Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau mit ihrem Privatvermögen für die Rückzahlung des Kredites von der Autarsys Madagascar SARL an die Noucon UG. 


Besonderheiten 

Um dem Projekt mehr Sicherheit zu verleihen, wurde eine Bürgschaft entwickelt, welche trotz Nachrangigkeit des Darlehens wirksam und rechtsgültig ist. Der Geschäftsführer und Inhaber der Autarsys Madagascar SARL und Noucon UG, Herr Roß und seine Frau besitzen im Berliner Raum diverse Immobilien. Mit diesen Immobilien bürgen sie privat dafür, dass Autarsys Madagascar dem Darlehensnehmer Noucon UG das über bettervest eingeworbene Darlehen zurückzahlt. Aufgrund der Nachrangigkeit ist nach deutschem Recht leider keine direkte Bürgschaft an die Crowd erlaubt. Obwohl die Bürgschaft zwischen dem madagassischen Unternehmen und dem deutschen kreditnehmenden Unternehmen besteht, sind die Investoren dennoch Nutznießer dieses Konstruktes, da das deutsche Unternehmen lediglich zur Darlehensvermittlung existiert und keine weiteren Kredite aufnehmen darf, außer die mit der bettervest Crowd. 


Technologie 

Die zu installierende Solaranlage hat eine Gesamtkapazität von 60kWp und besteht aus insgesamt 216 Solarmodulen und 3 Wechselrichtern. Das Herz des Minigrids ist ein kompakter 8 Fuß Container, in dem sich das von Autarsys entwickelte Energiespeichersystem befindet. Das System beinhaltet Batterien, Wechselrichter und Steuereinheiten. Es wird in Deutschland gefertigt, getestet und als zertifizierte „plug and play“ Lösung nach Madagaskar geliefert. Von dem Container aus werden die Solaranalage und das gesamte Verteilnetz gesteuert. 

Für das Verteilnetz werden Überlandstromleitungen an Stahlbeton-Masten befestigt, welche von einer ortsansässigen Firma produziert und entlang der Straßenzüge aufgestellt werden. Jeder Endkunde wird mit einem Stromzähler ausgestattet. Die integrierte „Pay-As-You-Go“-Funktion, eine Art Prepaid-Bezahlverfahren, ermöglicht eine einfache und übersichtliche Abrechnung. 


Nachhaltige und soziale Entwicklung 

Zunächst soll circa die Hälfte der 1350 in Tanandava angesiedelten Haushalte an das Minigrid angeschlossen werden. Insgesamt 5.000 Menschen erhalten auf diese Weise eine nachhaltige Stromversorgung. Zukünftig müssen die Bewohner von Tanandava abends also nicht mehr auf Petroleumlampen oder Kerzen zurückgreifen, um Licht zu generieren. Zudem wird ihnen das Betreiben von Wasserpumpen, sowie Gefrierschränken und sonstigen Elektrogeräten ermöglicht. Auch Reismühlen, Handwerksbetriebe und Geschäfte können effizienter und kostengünstiger betrieben werden. So profitieren nicht nur die Bewohner und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser, sondern auch die lokale Wirtschaft von dem Minigrid.



Durch die Bereitstellung von sauberem und erschwinglichem Strom trägt dieses Projekt aktiv zu Ziel 7 der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bei. Mit dem Wechsel von fossilen Energieträgern zu Solarenergie reduzieren sich zudem durch Petroleumlampen hervorgerufene Gesundheitsgefahren wie Luftverschmutzung und Brände (Ziel 3.9). Im Allgemeinen legt dieses Projekt, mit der Modernisierung der Energieinfrastruktur, den Grundstein zu einer nachhaltigen Industrialisierung der Gemeinde (Ziel 9.4). 


Klimaschutz 

Der Umstieg von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern birgt ein großes CO2-Einsparpotential. Eine exakte Zahl ist allerdings nur schwer zu ermitteln, da noch nicht genau vorhergesehen werden kann, welche Menge an fossilen Brennstoffen durch das Minigrid tatsächlich substituiert werden kann. Bei einer Einsparung in Höhe von ca. 40.000 Litern Diesel im ersten Jahr können überschlägig 105 t CO2-Äquivalent vermieden werden.

In Madagaskar hatten 2016 nur 23% der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz, in ländlichen Gegenden sogar nur 7%. Das bedeutet, dass in Madagaskar mehr als 19 Millionen Menschen keinen Zugang zu elektrischer Energie haben. Die Elektrifizierungsrate sinkt weiterhin kontinuierlich, da der Netzausbau nicht mit dem fortschreitenden Bevölkerungswachstum mithalten kann. Aus diesem Grund sind Haushalte, Betriebe und Einrichtungen gezwungen, Elektrizität mit Hilfe von Ersatzstromgeneratoren zu erzeugen oder auf alternative Energiequellen wie Kerzen, Batterien, Petroleum oder Feuerholz zurückzugreifen. 

Dem möchte die Autarsys Madagascar SARL entgegenwirken und dem Dorf Tanandava den Zugang zu sauberer, klimafreundlicher Solarenergie ermöglichen. Privathaushalte, kleine Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen wie Rathaus, Schulen und Krankenhäuser sollen mit elektrischer Energie versorgt werden. Geplant und entworfen wurde das Inselnetz von der deutschen Autarsys GmbH. Die Implementierung vor Ort übernimmt die Tochtergesellschaft Autarsys Madagaskar. Beim Bau der Anlage werden zudem lokale Partnerfirmen und freie Mitarbeiter hinzugezogen. 

Das System 

Das Herz der Anlage basiert auf einem von der Autarsys GmbH entwickelten Energiespeicher und Energiemanagementsystem. Der Energiespeicher besteht aus Lithium-Ionen-Akkus mit einer Speicherkapazität von 248 kWh, welche wiederum mit einer Wechselrichtereinheit verbunden sind. Diese Kernkomponenten befinden sich zusammen mit der Steuereinheit in einem isolierten und klimatisierten Überseecontainer. Die Architektur der Batteriewechselrichter und Batterie-Racks ist modular aufgebaut und kann erweitert werden. 

Die Freiflächen-Photovoltaikanlage, mit einer Leistung von 60kWp, besteht aus 216 PV-Modulen, die über PV-Wechselrichter an das Verteilernetz angeschlossen sind. Den drei Wechselrichtern sind jeweils drei Strings à 24 Module zugeordnet. Für den Fall einer Unterversorgung bzw. als Sicherheitsreserve wird ebenfalls ein Dieselgenerator installiert werden, welcher nur dann genutzt wird, wenn die Solarenergieerträge oder die Batteriekapazität nicht ausreichen. 

Die verwendeten Komponenten werden von etablierten Unternehmen bezogen, die oftmals Marktführer für die jeweilige Technologie sind. Zudem erfüllen die Komponenten alle relevanten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen und haben marktübliche Garantiezeiträumen. 

Die Haushalte werden über Stromzähler an das Inselnetz angeschlossen. Diese sind über ein Funknetz miteinander und mit einer internetfähigen Basisstation verbunden. Dadurch kann jederzeit auf den Stromzähler zugegriffen und der Systemzustand in Echtzeit erfasst werden. Die Überwachung und Steuerung des Netzes bzw. des Lastverhaltens sowie eine einfache und übersichtliche Abrechnung über ein Prepaid-Bezahlverfahren sind dadurch möglich. 

Wartungs- und Betriebskonzept 

Der Betrieb und die Wartung der Anlage werden durch die madagassische Niederlassung Autarsys Madagascar SARL durchgeführt. Weiterhin sind Servicetechniker vor Ort, die den Endkunden im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Das Wartungskonzept sieht tägliche und wöchentliche Routineprüfungen, wie zum Beispiel die Reinigung der Solarmodule und die Sichtprüfung des Netzes, vor. Darüber hinaus gibt es quartalsweise und jährlich Routinemaßnahmen, um den Zustand der Anlage zu prüfen. 

Weitere Details können dem Energieberaterbericht entnommen werden.

Zur Umsetzung des Projekts ist eine Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 526.498 € erforderlich. Damit werden sämtliche Bau- und Projektimplementierungskosten gedeckt, die sich grob in die vier Kategorien unterteilen lassen: Energieerzeugung, Energieverteilung, Anschluss der Stromkunden und Projektentwicklung. Über bettervest soll insgesamt eine Summe in Höhe von insgesamt 160.850 € (inkl. bettervest Listing- und Treuhandgebühr) finanziert werden. Das eingesammelte Kapital wird vom Projektinhaber Noucon UG an die Autarsys Madagascar SARL weitergeleitet, welche das Projekt vor Ort umsetzt. Mit dem Nachrangdarlehen kommt der Projektinhaber in erster Linie für die Kosten des Energieerzeugungssystems auf. Die Differenz wird über Eigenmittel und Fördermittel der Deutschen Entwicklungsgesellschaft gedeckt. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 7 Jahre und weist eine jährliche Verzinsung von 6% für die Crowd-Investoren auf. Zusätzlich wird den Investoren, welche innerhalb der ersten 14 Kampagnentage in das Projekt investieren, ein Early Bird Bonus in Höhe von zusätzlich 0,5% pro Jahr gewährt (= 6,5% gesamt). Die Fundingschwelle liegt in diesem Projekt bei 150.000 €, wird nur diese Summe erreicht, so wird der Projektinhaber den Differenzbetrag durch vorhandene Eigenmittel decken und das Projekt durchführen. 

Der Geschäftsführer und Inhaber der Autarsys Madagascar SARL und Noucon UG, Herr Roß und seine Frau, bürgen mit einer Privatbürgschaft dafür, dass Autarsys Madagascar dem Darlehensnehmer Noucon UG, das über bettervest eingeworbene Darlehen, zurückzahlt. Obwohl die Bürgschaft zwischen dem madagassischen Unternehmen und dem deutschen kreditnehmenden Unternehmen besteht, sind die Investoren dennoch Nutznießer dieses Konstruktes, da das deutsche Unternehmen lediglich zur Darlehensvermittlung existiert und keine weiteren Kredite aufnehmen darf, außer die mit der bettervest Crowd.

Land 

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im September 2018 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.
INDIKATORBEWERTUNG MADAGASKAR
Euler Hermes RankingEuler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von madagassischen Unternehmen mit hoch bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map und Ranking 2018).
OECD KlassifizierungDie OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Madagaskars auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International)Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Madagaskar bei 24 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending RateDie Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Madagaskar liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 64% (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (Moody's)Keine Daten vorhanden (Quelle: countryeconomy 2018).
Devisenmarkt (Bundesbank)In den letzten fünf Jahren ist der Devisenpreis für den Euro in Madagaskar leicht gestiegen, vor fünf Jahren lag der Preis bei 2.924,61 madagassischen Ariary, vor einem Jahr bei 3.519,24 und Ende August 2018 lag der Preis bei 3.890,81 madagassischen Ariary (Quelle: Bundesbank 2018).

Weitere Informationen befinden sich im Länderprofil.

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Mit unseren Inselnetzen möchten wir lokale, soziale und ökologische Räume respektieren. Erneuerbare Energie-Speichersysteme lassen sich nahtlos in Gemeinden und Umgebung integrieren, davon profitiert die ganze Gemeinschaft. Zudem wird CO2 eingespart, wovon wiederum die ganze Welt profitiert.

Foto: Geschäftsführer - Matthias Roß

Geschäftsführer - Matthias Roß

Unternehmensportrait

Noucon UG (haftungsbeschränkt)

Die Noucon UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Berlin wurde als sogenanntes „Special Purpose Vehicle“ (oder Zweckgesellschaft) mit dem Ziel erneuerbare Energieprojekte zu verwirklichen, 2019 von Matthias Roß gegründet, welcher ebenfalls Geschäftsführer der Autarsys GmbH ist. Noucon fungiert bei diesem Projekt als Projektinhaber sowie als Darlehensnehmer und leitet das eingesammelte Kapital an die madagassische Autarsys Madagascar SARL weiter. Autarsys Madagascar SARL ist die madagassische Projektdurchführungs- und Betreibergesellschaft der Autarsys Deutschland für die Republik Madagaskar. Sie wurde im Jahr 2017 gegründet, die Geschäftsführer sind Herr Matthias Roß und Herr Roland Rakotomanga. Autarsys Madagascar beschäftigt als lokale Firma madagassische Experten und hat ihren Sitz in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars. Bei diesem Projekt tritt die Autarsys Madagascar SARL als lokale Projektgesellschaft auf und ist verantwortlich für die Installation des Minigrids. Die Autarsys GmbH gewann 2018 den Alliance for Rural Electrification Award in der Kategorie „Private Sector in Australia, Europe & North America“ für die Installation des ersten von vier (plus einem kombinierten Modell) Energiespeichersystemen. Herr Matthias Roß fungiert seit der Gründung der Autarsys GmbH im Jahr 2013 als Geschäftsführer. Der studierte Diplom-Pädagoge war zuvor als Head of Sales der Younicos SE, einem Unternehmen, das sich auf Batteriespeicher und Energiemanagement-Lösungen spezialisiert hat, tätig. Darüber hinaus arbeitete er insgesamt 20 Jahre lang in Berlin als Geschäftsführer der Bauhof GmbH sowie der KirchBauhof GmbH. Ebenso sammelte Herr Roß Erfahrungen im Bereich des Projektmanagements bei JWK e.V., Berlin, und engagiert sich außerdem bei Flüchtlingsprojekten und sozialen Entwicklungsprojekten. Es handelt sich bei dieser Finanzierung um das zweite Projekt von Autarsys auf bettervest.com, das erste Projekt „Elektrizitätsversorgung über Solar-Minigrids in Manombo und Antanimieva, Madagaskar“ wurde innerhalb von 75 Tagen finanziert und bereits erfolgreich umgesetzt.


Noucon UG (haftungsbeschränkt) | Prieborner Straße 32 | 12526 Berlin
Geschäftsführer Matthias Roß
+49 (0) 30 609 849 800 | info@autarsys.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.