Elektrizitätsversorgung über Solar-Minigrids in Manombo und Antanimieva, Madagaskar

Solar erreicht in
6.5% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
102,200€ benötigt
114t CO2 Einsparung
102,200€ von 239 Investoren
Fundingschwelle: 90000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Im Rahmen des hier betrachteten Projektes beabsichtigt die Autarsys Madagascar SARL zwei Dörfer auf Madagaskar über ein sogenanntes Mini-Grid basierend auf einem Hybrid-Inselsystem erstmalig elektrisch zu erschließen und zu versorgen. Dabei soll ein 2015 durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Asantys Systems GmbH umgesetztes Projekt aufgegriffen und fertig gestellt werden. Die Dimensionierung sowie die Installation der Kernkomponenten des Solar-Inselsystems wurde damals erfolgreich abgeschlossen. Das Netz und der Anschluss der Stromkunden, genau wie die Umsetzung eines Betreiber- und Wartungskonzeptes blieb jedoch bisher offen und soll nun von der Autarsys Madagascar SARL nachgearbeitet werden. Dabei kann das bereits bestehende System kostenfrei von der GIZ übernommen werden. 

Die zwei solaren Mini-Grids mit Dieselgenerator als Back-Up werden in den Dörfern Antanimieva und Manombo, die sich im Südwesten Madagaskars befinden, installiert. Die Refinanzierung soll über Stromentgelte der Kunden erfolgen, welche über kommunikationsfähige Stromzähler erhoben werden. 

Die Autarsy Madagascar SARL tritt hier als lokaler Projektpartner auf, der mit der vorhandenen Technologie die Anbindung einiger Haushalte, Gewerbebetriebe und öffentlicher Einrichtungen an das Stromnetz gewährleisten wird. Projektinhaber und Darlehensnehmer ist jedoch die deutsche Enervinci GmbH, die das über die Crowd eingesammelte Darlehen an Autarsys Madagascar SARL weiterleitet.

Technologie 

Die bereits installierten Mini-Grids sind technisch identisch und umfassen jeweils ein 15kWp PV-System bestehend aus 60 polykristallinen Solarmodulen, drei Wechselrichtern und einem Montagesystem. Das Versorgungssystem besteht aus drei Inselwechselrichtern, einem Verschaltungs- und Sicherungssystem (Multiclusterbox) sowie einem Batteriespeicher und einem 20kW Dieselgenerator zur Überbrückung von Energieengpässen. Zusätzlich verfügt das System über eine Zählereinrichtung mit PAYG-Funktion. Diese ermöglichen eine einfache und übersichtliche Abrechnung gegenüber den Stromkunden. Insbesondere lassen die Stromzähler eine Steuerung des Netzes bzw. des Lastverhaltens zu. So kann übermäßiger Verbrauch frühzeitig erkannt und sensible Verbrauchseinheiten und das Netz geschützt werden. 

Das System ist über eine SMA Sunny Webbox mit EDV-Systemen kommunikationsfähig. Die Batterien, die Inselwechselrichter, die Netzwechselrichter, die Kommunikationseinheit und die Multiclusterbox sind in einem Überseecontainer installiert, sodass sie vor Umwelteinflüssen und vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. 

Die Masten für die Überlandleitungen werden in Madagaskar durch eine ortsansässige Firma produziert und geliefert. Dabei handelt es sich um Stahlbeton-Masten, eine gängige Variante für diese Art der Nutzung. 

Soziale Auswirkungen

In Madagaskar hat ein Großteil der Bevölkerung immer noch keinen Zugang zu elektrischer Energie. In ländlichen Gebieten ist dieser Anteil besonders hoch und wächst aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums immer weiter. Das hat zur Folge, dass die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gemeinde und der umliegenden Siedlungen immens behindert wird und die Lebensqualität deutlich einschränkt ist. Rudimentäre Bedürfnisse werden mit Kerzen, Petroleumlampen, kleinen Ersatzstromgeneratoren oder privaten kleinen Solaranlagen bedient. Diese beeinträchtigen mit ihren Schall- und Abgasemissionen die Umwelt und das alltägliche Zusammenleben stark. In ärmeren Haushalten steht den Kindern und Jugendlichen abends nicht ausreichend Licht zur Verfügung, um zu lernen oder zu lesen. Durch die zwei Mini-Grids werden in Zukunft 200 Haushalte an das Stromnetz angeschlossen und somit 1200 Menschen mit Strom versorgt. Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser profitieren davon und leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der lokalen Bevölkerung. Ebenso können Wasserpumpen und -tanks, sowie Kühl- und Gefrierschränke zur Lebensmittelkonservierung damit betrieben werden. Zusätzlich profitiert die Wirtschaft in den Dörfern von der Elektrifizierung, da Reismühlen, Handwerksbetriebe und Geschäfte effizienter betrieben werden können.

Klimaschutz 

Haushalte, die nicht vom öffentlichen Netz bedient werden, sind meist gezwungen teure und schädliche Alternativen wie z.B. Petroleumlampen oder Dieselgeneratoren zu nutzen. Das CO2-Einsparpotential ist in Fällen wie diesen enorm. Eine exakte Zahl ist allerdings nur schwer zu ermitteln, da noch nicht genau vorhergesehen werden kann, wie viele Dieselkraftstoff durch die Mini-Grids tatsächlich substituiert werden kann. Unter der Annahme, dass bereits im ersten Jahr ca. 45.000 Liter Diesel eingespart werden können, wird davon ausgegangen, dass überschlägig 1.708 t CO2-Äquivalent über einen Zeitraum von 15 Jahren aufbauend auf der bettervest-Finanzierung vermieden werden.

In Madagaskar hatten 2016 gerade einmal 23% der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz. In ländlichen Gegenden waren es sogar nur 7%. Das bedeutet, dass in Madagaskar mehr als 19 Millionen Menschen keinen Zugang zu elektrischer Energie haben. Die Elektrifizierungsrate sinkt weiterhin kontinuierlich, da der Netzausbau das fortschreitende Bevölkerungswachstum in Madagaskar nicht kompensieren kann. Aus diesem Grund sind Haushalte, Betriebe und Einrichtungen gezwungen, Elektrizität mit Hilfe von Ersatzstromgeneratoren zu erzeugen oder auf alternative Energiequellen wie Kerzen, Batterien, Petroleum oder Feuerholz zurückzugreifen. Bei den hier betrachteten Projekten greift Autarsys Madagascar SARL als lokale Projektgesellschaft auf zwei durch die GIZ bereits 2015 dimensionierte und installierte Solarinselsysteme zurück. Die Anlagen wurde Ende 2016 im Auftrag der GIZ errichtet. Anfang 2017 wurde das letzte Arbeitspaket, die Errichtung des Verteilnetzes und der Anschluss an die Verbraucher, ausgeschrieben und an die Autarsys Madagascar SARL übergeben. Die Aufgabe von Autarsys Madagascar SARL besteht in diesem Fall in der Installation des Verteilnetzes, der Umsetzung der einzelnen Stromanschlüsse, sowie dem Aufsetzen des Abrechnungs- und Wartungssystems. Der Wareneinkauf erfolgt einmalig zu Beginn der Projektlaufzeit. Die Installation des Netzes und der Stromanschlüsse soll noch 2018 abgeschlossen sein. Im Jahr 2019 sollen die Anschlussnehmer bereits voll versorgt werden. 

Das System 

Das bereits vorhandene Mini-Grid basiert auf 24 verschlossenen OPzV Blei-Säure Batterien der Firma Hoppecke mit einer Kapazität von insgesamt 140 kWh. Die Batterien werden über einen 15kWP PV-Generator bestehend aus 60 polykristallinen 250Wp Solarmodulen der Firma Asantys geladen. Die Solarmodule sind über 3 Wechselrichter des Typs SMA Sunny Boy 5000 TL mit je 2 Strings à 10 Modulen AC-seitig an das Inselnetz angeschlossen. Die netzgebende Komponente, sowie die Lade- und Entladeüberwachung der Batterien wird über ein Cluster aus 3 Inselwechselrichtern des Typs SMA Sunny Island 8.0H realisiert. Für den Fall von Unterversorgung bzw. als Sicherheitsreserve ist ein Dieselgenerator der Firma Caterpillar mit einer Bemessungsleistung von 20kVA in das Netz eingebunden. Die grundlegende Verbindungs- und Sicherungstechnologie wird in einer SMA Multicluster Box 6,3 umgesetzt. 

Über das Inselsystem wird ein 3-phasiges 220/380VAC Versorgungsnetz aufgespannt. Die Netze werden mit Masten und Überlandleitungen ausgeführt und erstrecken sich über Teile der Ortschaften entlang günstig gelegener Korridore, um ausgewählte Haushalte, Betriebe und Einrichtungen zu erreichen. Ferner werden an definierten Standorten die Masten mit öffentlicher Straßenbeleuchtung ausgestattet. Laut Vorgabe stehen die Masten in einem Abstand von 41 m bis 51m auseinander und sollen bei einer Gesamtlänge von 9 m insg. 1,4 m im Erdreich vergraben werden. 

Die einzelnen Abnehmer werden über Stromzähler der Firma Sparkmeter an das Versorgungsnetz angeschlossen. Diese Stromzähler werden an den Strommasten montiert, um einen unbefugten Zugriff auf das Netz durch frei angekoppelte Kabelabgänge direkt sichtbar zu machen. Die einzelnen Stromzähler haben unterschiedliche Bemessungsleistungen und Phasenanschlüsse, je nach Nutzungsprofil. Die Sparkmeter sind miteinander vernetzt und über eine zentrale Basiseinheit intern und über das Internet kommunikationsfähig. Das ermöglicht die Erfassung des Systemzustands in Echtzeit und das selektive Zu- und Abschalten einzelner Verbrauchsstellen. Außerdem erlaubt es eine Postpaid- oder Prepaid-Bezahlstruktur für die Stromkunden. Die Stromgebühren werden über ein Bezahlverfahren mittels Mobiltelefonen eingezogen. 

Wartung der Systeme 

Der Betrieb und die Wartung der Anlage werden von lokalen Mitarbeitern der Autarsys Madagascar SARL durchgeführt. Weiterhin sind Servicetechniker vor Ort, die den Stromkunden im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Das Wartungskonzept sieht tägliche und wöchentliche Routineprüfungen, wie zum Beispiel die Reinigung der Solarmodule und die Sichtprüfung des Netzes vor. Darüber hinaus gibt es quartalsweise und jährlich Routinemaßnahmen, um den Zustand der Anlage zu prüfen, zu erhalten und ggf. wiederherzustellen.

Die Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 102.200 € und beinhaltet die bettervest Listing- und Treuhandgebühren. Das eingesammelte Kapital wird vom Projektinhaber Enervinci GmbH an die Autarsys Madagascar SARL weitergeleitet, welche das Projekt vor Ort umsetzt. Mit dem Darlehen sollen alle Investitionen für die Netzerrichtung, die Installation der Einzelanschlüsse, sowie die Beschaffung der Dieselgeneratoren, welche als Back-Up dienen, vorgenommen werden. Das bereits bestehende Solar-Inselsystem wird von der GIZ kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der bettervest-Kredit wird mit einer festen Annuität in Höhe von 18.634,27 € über 7 Jahre zurückgezahlt, was einer Rendite von 6,5% für die Investoren entspricht. Die Fundingschwelle liegt in diesem Projekt bei 90.000 €, wird nur diese Summe im Funding erreicht, so wird der Projektinhaber den Differenzbetrag durch vorhandene Eigenmittel decken und das Projekt durchführen.

Land

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im September 2018 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATOR BEWERTUNG MADAGASKAR
Euler Hermes Ranking Euler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von madagassischen Unternehmen mit hoch bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map und Ranking 2018).
OECD Klassifizierung Die OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Madagaskars auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International) Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Madagaskar bei 24 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending Rate Die Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Madagaskar liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 64% (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (Moody's) Keine Daten vorhanden (Quelle: countryeconomy 2018).
Devisenmarkt (Bundesbank) In den letzten fünf Jahren ist der Devisenpreis für den Euro in Madagaskar leicht gestiegen, vor fünf Jahren lag der Preis bei 2.924,61 madagassischen Ariary, vor einem Jahr bei 3.519,24 und Ende August 2018 lag der Preis bei 3.890,81 madagassischen Ariary (Quelle: Bundesbank 2018).

Weitere Informationen befinden sich im Länderprofil.

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Im Energieberaterbericht heißt es, dass gegebenenfalls ein größerer Leitungsquerschnitt der Überlandleitungen gewählt werden sollte, da beim derzeitigen Querschnitt in Höhe von 25mm2 die Belastung nicht signifikant über das angenommene Lastverhalten hinausgehen dürfte. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Autarsys Madagascar wurde in Bezug auf die Auslegung der Leitungen von der African Development Bank und dem Green Mini-Grid Help Desk beraten. Die Leitungen sind bezogen auf das geplante Projekt an der Grenze, jedoch noch innerhalb des akzeptablen Rahmens. Sollte sich herausstellen, dass die Leitungen zu klein dimensioniert wurden, ist es möglich vor Ort nachzurüsten. 

Im Energieberaterbericht ist davon die Rede, dass die Leitung in Bezug auf die Entfernung Wasserturm und Pumpencenter ggf. zu klein dimensioniert ist. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Es ist von Autarsys Madagascar derzeit nicht vorgesehen, die Pumpe anzuschließen. Der Betrieb des Wasserturms liegt nicht im Zuständigkeitsbereich von Autarsys. Das Unternehmen hatte zudem keinen Einfluss darauf, wo der Wassertank und die PV-Anlage aufgebaut wurden. Ob es technisch möglich ist, die Pumpe anzuschließen bzw. welche Installationen notwendig sind, um diese anzuschließen, kann dann vor Ort besser entschieden werden. 

Im Energieberaterbericht wird erwähnt, dass der limitierende Faktor in den Systemen die Größe des Solargenerators ist und dass ein größerer Solargenerator für mehr Flexbilität im Nutzerverhalten und eine zuverlässigere Vollladung der Batterien sorgen würde. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Um das Projekt insgesamt wirtschaftlich zu machen, muss der produzierte Strom zu 100 % verkauft werden. Autarsys Madgascar wird erst dann in eine größere Stromproduktion investieren, wenn feststeht, dass der gesamte produzierte Strom verkauft wird. 

Unterliegt der Wechselkurs Euro / Madagascar-Ariary starken Schwankungen? Wie begegnet Autarsys Madagascar bzw. Enervinci einem potentiellen Wechselkursrisiko? 

  • Tatsächlich ist es so, dass der Wechselkurs stark schwankt, wobei sich ein Abwärtstrend andeutet. Die starke Inflation in Madagaskar lässt es jedoch zu, den Strompreis zu erhöhen.

Plant Autarsys Madagascar das Lastverhalten nach Inbetriebnahme der Mini-Grids zu beobachten, um sicherzugehen, dass keine Über- bzw. Unternutzung des Systems auftritt bzw. einer solchen entgegenzuwirken?

  • Wie bei allen ihren laufenden Anlagen, wird Autarsys auch dieses überwachen, um einer Über- bzw. Unternutzung entgegenzuwirken. Die Kunden werden nach und nach angeschlossen, um sicherzustellen, dass die Leistung nicht überstiegen wird. Das Projekt ist finanziell abgesichert, solange der gesamte produzierte Strom verbraucht wird. Wenn das System erweitert werden soll, würde Autarsys eine weitere Investitionsrunde starten. 

Im Energieberaterbericht wird empfohlen, eine größer bemessene Sicherung zu installieren, da es andernfalls unter Volllast sowohl Lade- als auch Entladeseitig häufig zu einem Auslösen bzw. Schmelzen der Sicherung kommen kann. Was plant Autarsys Madagascar dahingehend zu unternehmen? 

  • Die Sicherungen wurden von der GIZ Madagaskar ausgewählt. Die Auslegung von diesen basiert auf Erfahrungswerten aus den Nachbardörfern Mahaboboka und Saint-Augustin. In diesen sind seit Dezember 2017 identische Systeme in Betrieb, die von der Firma Energie Technologie betrieben werden. 

Im Energieberaterbericht wird darauf hingewiesen, dass der Container, in dem sich Wechselrichter und Batterien befinden, weder aktiv belüftet noch klimatisiert wird. Potentiell auftretende zu hohe Temperaturen im Container beeinfluss jedoch den Wirkungsgrad und die Lebensdauer einiger Komponenten. Wie plant Autarsys Madagascar diesem potentiellen Problem zu begegnen? Wird ggf. eine Klimatisierung nachgerüstet? 

  • Die Firma Energie Technologie hat in den Containern in den benachbarten Dörfern, Maßnahmen ergriffen, um zu hohe Temperaturen in den Containern zu vermeiden. Laut den Angaben des Unternehmens liegt die Temperatur in den Container zwischen 25°C und 30°C, was einer optimalen Betriebstemperatur entspricht. Die Temperatur erreicht jedoch keine 45°C, was dem oberen Limit des Batterieherstellers Hoppecke entspricht. Autarsys Madagascar plant hierfür ähnliche Maßnahmen zu ergreifen wie Energie Technologie, z.B. die Installation einer Belüftung oder Klimatisierung sowie die Montage eines Sonnenschutzes aus Pflanzenfasern auf dem Dach der Container, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. nicht überstiegen wird. 

Wie ist der Zustand der Batterien? Befinden sich diese in einem ausreichend guten Zustand? 
  • Es liegt ein Bericht der GIZ Madagascar vor, in dem der Zustand der Batterien als gut deklariert wurde (Stand: März 2018). Von der GIZ wurde außerdem bestätigt, dass die Batterien durch die Verbindung mit dem Inselwechselrichter Sunny Island die ganze Zeit über zu 92% in einem Ladezustand gehalten wurden. 
Wie sieht es mit den Garantien der Produkte aus? Sind diese bereits abgegolten, da die Komponenten bereits seit 2015 vor Ort sind?
  • Die Komponenten wurden von der GIZ im Jahr 2015/2016 gekauft. Die Garantien gelten ab dem Versanddatum in 2016, was bedeutet, dass die Garantie von manchen Komponenten bereits abgelaufen sind. Die Garantiezeiten sind / waren wie folgt:
  • Vollgarantie für das gesamte System: 1 Jahr 
  • Hoppecke Batterien: 1 Jahr 
  • Asantys Module: 10 Jahre Produktgarantie, 25 Jahre Leistungsgarantie
  • SMA-Wechselrichter: 5 Jahre
Die Informationen zur Umsetzung werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.

Mit unseren Inselnetzen möchten wir lokale, soziale und ökologische Räume respektieren. Erneuerbare Energie-Speichersysteme lassen sich nahtlos in Gemeinden und Umgebung integrieren, davon profitiert die ganze Gemeinschaft. Zudem wird CO2 eingespart, wovon wiederum die ganze Welt profitiert.

Foto: Geschäftsführer - Matthias Roß

Geschäftsführer - Matthias Roß

Unternehmensportrait

Foto: Enervinci GmbH Enervinci GmbH

Die Enervinci GmbH mit Sitz in Berlin wurde als sogenanntes „Special Purpose Vehicle“ (oder Zweckgesellschaft) mit dem Ziel erneuerbare Energieprojekte zu verwirklichen, 2016 von Matthias Roß gegründet, welcher ebenfalls Geschäftsführer der Autarsys GmbH ist. Enervinci fungiert bei diesem Projekt als Projektinhaber sowie als Darlehensnehmer und leitet das eingesammelte Kapital an die lokale Autarsys Madagascar SARL weiter. Die Autarsys Madagascar SARL ist die madagassische Projektdurchführungs- und Betreibergesellschaft der Autarsys Deutschland für die Republik Madagaskar. Sie wurde im Jahr 2017 gegründet, die Geschäftsführer sind Herr Matthias Roß und Herr Roland Rakotomanga. Autarsys Madagascar beschäftigt als lokale Firma madagassische Experten und hat ihren Sitz in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars. Bei diesem Projekt tritt die Autarsys Madagascar SARL als lokale Projektgesellschaft auf und ist verantwortlich für die Installation des Verteilnetzes, die Umsetzung der einzelnen Stromanschlüsse, sowie das Aufsetzen des Abrechnungs- und Wartungssystems. Herr Matthias Roß fungiert seit der Gründung der Autarsys GmbH im Jahr 2013 als deren Geschäftsführer. Der studierte Diplom-Pädagoge war zuvor als Head of Sales der Younicos SE, einem Unternehmen, das sich auf Batteriespeicher und Energiemanagement-Lösungen spezialisiert hat, tätig. Darüber hinaus arbeitete er insgesamt 20 Jahre lang in Berlin als Geschäftsführer der Baufhof GmbH sowie der KirchBauhof GmbH. Ebenso sammelte Herr Roß Erfahrungen im Bereich des Projektmanagements bei JWK e.V., Berlin, und engagiert sich außerdem bei Flüchtlingsprojekten und sozialen Entwicklungsprojekten.


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