Deponiegas Klimaschutz Projekte in Kolumbien

Prozess erreicht in
8% Rendite
3 Jahre Laufzeit
110,300€ benötigt
146,214t CO2 Einsparung
100% effizienter
110,300€ von 195 Investoren
Fundingschwelle:77210


Bei dem vorliegenden Projekt handelt es sich um die Finanzierung der Wiederinbetriebnahme zweier Klimaschutz-Deponiegasprojekte in Cartagena und Pirgua-Tunja, Kolumbien. Dort wird das auf Abfalldeponien entstehende methanhaltige Deponiegas verbrannt, wodurch das extrem klimaschädliche Methan oxidiert, und somit seine Emission in die Erdatmosphäre vermieden wird. Methanzerstörung ist dabei eine der wichtigsten auch kurzfristig erreichbaren Maßnahmen zum Kampf gegen den Klimawandel. Zu einem späteren Zeitpunkt ist geplant, das Deponiegas zusätzlich auch energetisch zu nutzen. Das ganze erfolgt im Rahmen des sogenannten „Clean Development Mechanism“ (CDM) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Der CDM ist einer der drei vom Kyoto-Protokoll vorgesehenen flexiblen Mechanismen zur globalen Reduktion von Treibhausgasemissionen. Er erlaubt Industrieländern, ihre Emissionsbegrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen zu erfüllen, indem sie Emissionsreduktionsprojekte in Entwicklungsländern umsetzen. Dabei entstehen verkäufliche Emissionsminderungszertifikate (sogenannte Certified Emissions Reductions - CERs), die auf die Reduktionsziele der Industrieländer angerechnet werden können. Eine Überführung des CDM ab 2021 in den New Market Mechanism (NMM) nach dem Paris Agreement vom Dezember 2015 ist derzeit in Diskussion.

Die Anlagen wurden ursprünglich 2012 zur Erzeugung von solchen Emissionsminderungszertifikaten errichtet, jedoch im Laufe der Jahre 2013-2014 auf Grund des Zusammenbruchs des internationalen CER-Marktes vorübergehend außer Betrieb genommen. Bis 2012 wurden in Kolumbien etwa 15 Deponiegas-CDM-Projekte errichtet, von denen alle bis auf eines aufgrund der zusammengebrochenen CER-Preise zum heutigen Zeitpunkt stillliegen, mit entsprechend katastrophalen Auswirkungen auf das Klima. U.a. für die beiden Projekte Cartagena und Pirgua-Tunja konnte die Projektgesellschaft CarbonBW Colombia SAS im August 2016 für den Zeitraum bis Ende 2020 CER-Lieferverträge mit einem renommierten Käufer aus Europa zu speziellen CER-Förderpreisen abschliessen, die nun eine Wiederinbetriebnahme der Projekte erlauben. Der Käufer verfolgt dabei durch den Kauf der CERs das Ziel, dass die Projekte durch ihren Betrieb wieder zum Klimaschutz beitragen können. Die Funktionsweise ist dabei in etwa vergleichbar mit den garantierten Abnahmepreisen des deutschen EEG zur Förderung Erneuerbarer Energien. 

 2012 wurde bereits über 1 Mio € für die Errichtung der Anlagen investiert. Mit dem weiteren Investment der Crowd wird die Wiederinbetriebnahme der Projekte finanziert, was auch im Umfeld der Anlagen zu weitreichenden positiven Effekten für Mensch und Umwelt führt. Neben der Vermeidung von Treibhausgasemissionen wird durch die Behandlung des Deponiegases die Emission weiterer Schadgase, wie z.B. des hoch giftigen Schwefelwasserstoffes, flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) und von Ammoniak vermieden. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Reduktion der Geruchsbildung, die mit den Abfalldeponien einhergeht, welche die Lebensqualität im Umfeld der Deponien stark beeinträchtigt, sowie die Reduktion der Brandgefahr auf den Deponien, und die Erhöhung ihrer Stabilität durch systematische Entgasung. Hinzu kommt, dass in einem Schwellenland, welches sich derzeit in einem historisch einmaligen Friedensprozess befindet, 2 Arbeitsplätze dauerhaft geschaffen werden: 1 aktueller Mitarbeiter kommt beispielsweise aus einem der ärmlichen umliegenden Dörfer der Deponie Cartagena, wurde durch CarbonBW angelernt, und kann zwischenzeitlich nebenberuflich eine Technikerschule besuchen. 

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 110.300 € und beinhaltet die Kosten der Wiederinbetriebnahme, sowie die bettervest-Listinggebühr und Treuhandkosten. Wie bereits erwähnt konnte die CarbonBW Colombia SAS exklusive Verträge zum Abkauf der Zertifikate über den Zeitraum 2017 - 2020 schließen. Aufgrund einer Vertraulichkeitsklausel können diese Verträge der Crowd leider nicht zur Verfügung gestellt werden, aber bettervest und die Energieberaterin hatten einen entsprechenden Einblick zur Vertragsprüfung. Der aus den CER-Einnahmen zu erwartende Überschuss für die Projektgesellschaft liegt in den ersten 3 Jahren durchschnittlich bei 71.000 € jährlich, wovon ca. 42.800 € über 3 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden, was einer jährlichen Verzinsung von 8 % für die Investoren entspricht. Da die Abnahmeverträge in € sind, besteht trotz der Anlagenstandorte in Kolumbien auch kein Währungsrisiko für die Kreditrückzahlung. Durch die Ansaugung und Verbrennung des entstehenden Deponiegases werden voraussichtlich 146.214 Tonnen CO eq./Jahr eingespart. Die später tatsächlich erzielten Emissionsreduktionen werden unter Beachtung der entsprechenden CDM-Methode gemonitort, durch einen unabhängigen Verifizierer überprüft, und dann erst als CERs durch die UNFCCC ausgeschüttet.

Genaue Zahlen sind dem Beraterbericht im Anhang zu entnehmen.

Die Angebote für die technischen Maßnahmen zur Wiederinbetriebnahme dieser Projekte dürfen nicht öffentlich abgebildet werden, sie liegen bettervest jedoch vor. 

Auf Abfalldeponien entsteht unter anaeroben Bedingungen, d.h. bei keiner oder zu wenig Luftzufuhr bei der Ablagerung von organischen Abfällen, sogenanntes Deponiegas. Ohne besondere Eingriffe entweicht dieses in die Erdatmosphäre und trägt entsprechend zum Treibhausgaseffekt der Erde bei, denn Deponiegas besteht zu etwa 50 % aus dem Treibhausgas Methan, welches mindestens das 25-fache Treibhausgaspotenzial von Kohlenstoffdioxid besitzt.

Die Deponiegas-Klimaschutzprojekte Cartagena und Pirgua-Tunja in Kolumbien wurden im Rahmen des sogenannten „Clean Development Mechanism“ im Jahre 2012 zur Erzeugung von Emissionsminderungszertifikaten (sogenannte Certified Emission Reductions – CERs) errichtet. 1 CER entspricht dabei 1 Tonne Kohlendioxid-Äquivalent (t COeq.). Industrieländer können ihre Emissionsbegrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen aus Artikel 3 des Kyoto-Protokolls erfüllen, indem sie, bis zu einer bestimmten Obergrenze, CERs auf ihre Reduktionsziele anrechnen lassen. Auf diese Weise werden außerdem eine nachhaltige Entwicklung und die Reduzierung von Treibhausgasen in Entwicklungsländern gefördert. Im vorliegenden Fall werden die CERs durch das Käuferprogramm jedoch stillgelegt und nicht weiter gehandelt, so dass echte Nettoemissionsminderungen gefördert werden. Im Laufe des Jahres 2012 brach der internationale Markt für CERs preislich aufgrund von Überangebot und mangelnder Nachfrage zusammen; von Preisen mit teilweise über 15 €/CER in 2010, auf derzeit ca. 0,3 €/CER. Dadurch wurden zahlreiche Klimaschutz-Deponiegasprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit außer Betrieb genommen (sogenannte „verwundbare Projekte“). Dies trifft auch auf die Projekte in Cartagena und Pirgua-Tunja zu, sodass auf diesen Deponien nun Methan wieder in die Erdatmosphäre emittiert.

Im Jahr 2012 wurde auf den Deponien bereits ein Gasfassungssystem eingerichtet. Dieses saugt das entstehende Deponiegas an und verbrennt es in einer Hochtemperaturfackel. Dadurch wird die Emission des klimaschädlichen Deponiegases in die Erdatmosphäre vermieden. Bei der Verbrennung des Methans entsteht unter Zufuhr von Sauerstoff eine chemische Reaktion. Bei dieser wird das Methanmolekül sozusagen auseinandergerissen und durch die Reaktion mit dem Sauerstoff entstehen Wasser- und Kohlenstoffdioxidmoleküle. Der überwiegende Klimaschutzeffekt des Projektes (ca. 90%) ergibt sich demnach bereits in dieser Phase durch die Zerstörung des Methans, da es das mindestens 25-fache Treibhausgaspotenzial von Kohlenstoffdioxid besitzt. Weitere Details zur bisher bestehenden Anlage und Technologie können dem Energieberaterbericht, Kapitel 1 entnommen werden.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Deponiegas zusätzlich energetisch genutzt werden, voraussichtlich zur erneuerbaren Stromerzeugung. Ein zusätzlicher Klimaschutzeffekt ergäbe sich hier durch den Ersatz von konventionellem Strom und somit durch die Vermeidung von Stromerzeugung in fossilen Kohle- oder Gaskraftwerken. Dies ist jedoch nicht Teil dieses Crowdfunding.

Ziel ist es, mit der Wiederinbetriebnahme der Anlage und dem kontinuierlichen Betrieb der Projekte, dauerhaft die entsprechenden Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Um eine Wiederinbetriebnahme und einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen, kauft ein renommierter Käufer CERs aus kleinen und mittleren verwundbaren Deponiegas-Klimaschutzprojekten in Lateinamerika zu festen Vorzugspreisen, vergleichbar mit dem EEG zur Förderung Erneuerbarer Energien. Die Projektgesellschaft CarbonBW Colombia SAS konnte nach einer vorangegangenen Ausschreibung mit dem Käufer im August 2016 CER-Abnahmeverträge (sogenannte Emission Reduction Purchasing Agreements – ERPA) für die beiden Projekte Cartagena und Pirgua-Tunja abschließen, die die Wiederinbetriebnahme und den Betrieb der Projekte ermöglichen sollen. Der Förderpreis pro CER liegt dabei absichtlich weit über dem aktuellen Marktpreis, um eben die Wiederinbetriebnahme der Projekte sicherzustellen. Trotzdem ist das eine unter Kosten/Nutzen Gesichtspunkten bei CO2-Vermeidungskosten von ca 3,5 €/t sehr günstige Klimaschutzmaßnahme. Oder umgekehrt gesprochen: für relativ wenige Investitionsmittel gibt es sehr viele Tonnen reduzierte Treibhausgasemissionen.

Mit dem Crowdfunding werden die Investitionen für die Wiederinbetriebnahme finanziert, die dann mit den Einnahmen aus den ERPA-Verträgen einschließlich Zinsen und Finanzierungsgebühren zurückgezahlt werden können.

Das Gasfassungssystem besteht aus mehreren Gasbrunnen, die in den Deponiekörper eingebaut und über ein Rohrleitungssystem mit Sammlern verbunden sind, in denen der Gasfluss geregelt wird. Gasbrunnen und Gasleitungen werden aus in Kolumbien hergestellten HDPE-Rohren (high-density polyethylene) ausgeführt, die auch in der Erdgasversorgung eingesetzt werden. Die bestehenden Fackelanlagen der CarbonBW in Cartagena und Pirgua-Tunja wurden vom deutschen Hersteller C-deg Environmental Engineering GmbH geliefert. Roh- und Abgas-Analysatoren stammen von der NUK GmbH und damit ebenfalls von einem namenhaften deutschen Hersteller.

Die bestehenden Fackelstationen verfügen zudem über ein internet-basiertes Überwachungs- und Kontrollsystem von WEBfactory. Ausgewählte Betriebsparameter können von jedem web-basierten Browser der Welt überwacht und gesteuert werden, so können auch Befehle wie das Wiederanfahren der Fackel web-basiert durchgeführt werden.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 110.300 € und beinhaltet die Kosten der Wiederinbetriebnahme, wie z.B. die Fackelreparatur, die Errichtung eines neuen Fackelfundamentes, den Aufbau des Gasfassungssystems, die Betriebskosten sowie Monitoring- und Verifizierungskosten. Außerdem enthalten ist die bettervest-Listinggebühr in Höhe von 11.030 €. Der zu erwartende Überschuss für die Projektgesellschaft liegt bei ca. 71.000 € jährlich, wovon 42.800 € über 3 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden, was einer zu jährlichen Verzinsung von 8 % für die Investoren entspricht. Durch die Sammlung und Beseitigung des entstehenden Deponiegases werden voraussichtlich 146.214 Tonnen COeq./Jahr eingespart. Die Höhe des später tatsächlich eingesparte COeq. wird anhand der erzeugten CERs genau gemessen, gemonitort und verifiziert. Da die entsprechenden Methoden sehr streng und „konservativ“ (zuungunsten der Projektbesitzer) sind, ist damit zu rechnen, dass die tatsächlichen Emissionsreduktionen über den in den späteren Monitoringberichten ausgewiesenen liegen. Weitere Emissionsreduktionen von zusätzlich etwa 10 % zur Methanzerstörung können erzielt werden, wenn das Deponiegas zu einem späteren Zeitpunkt wie geplant auch noch energetisch genutzt werden kann. Die Fundingschwelle liegt bei 70 %, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich finanziert, wenn nur 77.210 € eingesammelt werden. Der Projektinhaber steuert in dem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

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Wir haben bereits erste Fragen erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten:

Frage 1: Im Energieberaterbericht ist die Rede davon, dass sich im ersten Jahr der Rückzahlung eine Unterdeckung ergibt und dass diese durch den Projekteigner finanziert werden muss. Kann der Projekteigner diese Unterdeckung finanzieren? 

Antwort: Die Unterdeckung durch den Projekteigner finanziert werden. Bereits im derzeitigen Zustand ohne jegliche Einnahmen wird auf der Deponie ein lokaler Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem wurden in der Vergangenheit auch die Stromkosten der Fackelanlage finanziert. 

Frage 2: Sind die Deponien an den Standorten Cartagena und Pirgua-Tunja offen oder geschlossen? Erhalten diese also noch neuen Abfall oder nicht? 

Antwort: Beide Deponien sind noch offen, und erhalten derzeit Abfall; die Umweltlizenzen für Cartagena laufen noch bis 2025 (Verlängerung auch darüber hinaus sehr wahrscheinlich), für Pirgua-Tunja sogar für insgesamt 49 Jahre. 

Frage 3: Die Kreditierungsperiode bei der UNFCCC beider Projekte geht vorerst nur bis 2018 bzw. 2019. Im Energieberaterbericht steht, dass diese Perioden erneuerbar sind, aber was passiert, wenn die Erneuerung misslingt? 

Antwort: Die Rückzahlung der Kredite von bettervest-Crowd-Investoren erfolgt ausschließlich aus CER-Einnahmen, die noch vor der Erneuerung der Kreditierungsperiode erzeugt werden, die bei Cartagena ohnehin noch bis 26.12.2019 läuft. Somit ist für die bettervest-Crowd-Investoren ein (nach Einschätzung des Projekteigners auch sehr unwahrscheinliches) Misslingen der Verlängerung der Kreditierungsperiode ohne Relevanz. Als Folge könnten in diesem (unwahrscheinlichen) Fall aber dann nach Ablauf der derzeitigen Kreditierungsperioden keine CERs mehr verifiziert werden. 

Frage 4: Im Energieberaterbericht unter Punkt 2.2.1 heißt es, dass zur Wiederinbetriebnahme der Projekte eine neue Verbindung der Brunnen mit der Fackelstation erforderlich ist. Warum ist das notwendig? Ist die Verbindung aus 2012 bereits defekt? 

Antwort: Die Anbindungsleitungen zu den Gasbrunnen müssen nicht wegen eines Defektes teilweise neu verlegt werden, sondern weil sie aufgrund von zwischenzeitlichen Abfallablagerungen unterbrochen werden mussten. 

Frage 5: Im Energieberaterbericht unter Punkt 2.2.1 steht, dass die Überholung der Fackelanlagen bei Bedarf erfolgen kann. Sind die Kosten dafür einkalkuliert? 

Antwort: Die Kosten dafür sind in der Investitionssumme berücksichtigt. 

Frage 6: Bei den Investitionskosten in Tabelle 3 des Energieberaterberichts werden unter anderem die Kosten für die Wartung eines Betriebsfahrzeugs miteinkalkuliert. Wofür genau wird dieses Fahrzeug benötigt? 

Antwort: Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Allrad-Doppelkabiner der CarbonBW Colombia SAS, welcher derzeit auf dem Gelände der Abfalldeponie Cartagena abgestellt und reparaturbedürftig ist. Ein solches Fahrzeug ist notwendig, damit die für die Wiederinbetriebnahme erforderlichen Materialien (Brunnenrohre etc.) über den Deponiekörper transportiert werden können. 

Frage 7: In Tabelle 4 des Energieberaterberichts sind die Betriebskosten nach der Wiederinbetriebnahme dargestellt. Wieso fallen beim Projekt Pirgua-Tunja keine laufenden Kosten für das Material an? Wie wird die Anlage an diesem Standort überwacht? Und warum wird an diesem Standort kein Personal benötigt, in Cartagena aber schon? 

Antwort: Beim Projekt Pirgua-Tunja wurde derzeit gerade eine Abfallzelle abgeschlossen, und neuer Abfall wird jetzt in eine neue Abfallzelle verfüllt. Der Projekteigner geht davon aus, dass diese neue Abfallzelle erst in einigen Jahren entgast werden kann. Deshalb wird kurz-/mittelfristig erstmal nur die derzeit verfüllte Abfallzelle entgast, weshalb keine laufenden Betriebskosten für Material bei der Deponie Pirgua-Tunja anfallen. Da es sich beim Projekt Pirgua-Tunja um ein sehr kleines Projekt handelt, ist dort kein permanentes Personal von CarbonBW vorgesehen. Einfache Arbeiten werden von dem Personal des Deponiebetreibers ausgeführt, welches ohnehin vor Ort ist. Anders sieht dies beim Projekt Cartagena aus, welches wesentlich größer als Pirgua-Tunja ist, und wo ein lokaler Mitarbeiter beschäftigt ist, weil permanent Arbeiten am Gasfassungssystem anfallen werden. 

Frage 8: In Tabelle 5 des Energieberaterberichts sind die Einnahmen durch die Lieferung der CERs dargestellt. Warum gibt es am Standort Pirgua-Tunja keine durchgängigen Zahlungen, wie in Cartagena? 

Antwort: Die Länge der Monitoring-Perioden ist beim CDM frei wählbar. Nach jeder Monitoring-Periode muss dann durch einen unabhängigen Prüfer eine sogenannte Verifizierung durchgeführt werden, bei der dieser Verifizierer immer auch einen Vor-Ort-Besuch durchführen muss. Die Kosten für Verifizierungen sind ein Fixbetrag, der weitgehend unabhängig von der ausgeschütteten CER-Menge und der Länge der Monitoringperiode ist. Da bei Pirgua-Tunja nur verhältnismäßig geringe CER-Mengen erwartet werden können, wurde nur 1 Monitoringperiode bis zum Ende der derzeitigen Kreditierunsperiode, die noch bis Jahresmitte 2018 läuft, gewählt. Häufigere Verifizierungen wären beim Projekt Pirgua-Tunja finanziell nicht tragbar und rentabel. Deshalb ergeben sich bei Pirgua-Tunja auch nur einmalige Einnahmen mit nur einer Monitoring-Periode, die mit dem Ablauf der derzeitigen Kreditierungsperiode zusammenfällt.

Frage 9: Wie ist die Sicherheitslage in den Gebieten rund um die beiden Deponien?

Antwort: Im allgemeinen hat sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren in Kolumbien kontinuierlich verbessert, aber es muss trotz (und teilweise auch wegen) des Friedensprozesses immer wieder mit Rückschlägen gerechnet werden. Die beiden Standorte Cartagena und Tunja sind nach kolumbianischen Maßstäben als verhältnismäßig sicher einzuordnen. Cartagena ist auch eine bedeutende Touristendestination.

HINWEIS: Tatsächlich werden 146.214 Tonnen jährlich eingespart, also mehr als 146 TAUSEND Tonnen. Im Newsletter, gesendet am 20.02.2017, wurde dies aus Versehen falsch berichtet. 

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„Durch die bettervest-Finanzierung gelingt es, abgeschaltete Deponiegas-Klimaschutzprojekte wieder in Betrieb zu nehmen, und somit dauerhaft und nachhaltig luft- und klimaschädliche Methanemissionen immens zu reduzieren, und einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Foto: Johannes Laubach - CEO CarbonBW Klimaschutz AG

Johannes Laubach - CEO CarbonBW Klimaschutz AG

Unternehmensportrait

Foto: CarbonBW Klimaschutz AG CarbonBW Klimaschutz AG

Das kolumbianische Unternehmen CarbonBW Colombia SAS wurde im Jahre 2010 durch EnBW Energie Baden-Württemberg AG gegründet, und nach dem Zusammenbruch des CER-Marktes in 2012 in einem Management-Buyout durch die Privatpersonen Prof. Dr. Helmuth Gallego, einem kolumbianischen Anwalt, und Johannes Laubach, einem deutschen Ingenieur, übernommen. Das Unternehmen ist auf die technische Durchführung, den Betrieb und das Management von CDM Projekten spezialisiert, die durch die United Nation Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) reguliert werden. 

Projektinhaber und Kreditnehmer ist die CarbonBW Klimaschutz AG. Diese wurde als deutsche Gesellschaft zur Finanzierungsunterstützung der Projekte in Kolumbien im Jahre 2013 durch Umwandlung einer Vorratsgesellschaft ins Leben gerufen. Das Crowd-Nachrangdarlehen wird über die CarbonBW Klimaschutz AG an die CarbonBW Colombia SAS weitergegeben. Gleichzeitig werden von den ersten 3 Zahlungen des Käufers Beträge zur Abdeckung des Kapitaldienstes der Crowd-Investoren direkt an die CarbonBW Klimaschutz AG abgetreten, so dass für die Crowd-Investoren hier ebenfalls kein zusätzliches Verzögerungs- oder Wechselkursrisiko besteht.


CarbonBW Klimaschutz AG | Hedwig-Kettler-Str. 8 | 76137 Karlsruhe
Geschäftsführer Johannes Laubach
+49 721 3810195 | j.laubach@carbonbw.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.