Solar for All Wettbewerb - Dezentrale Stromversorgung in Form von Minigrid Photovoltaik Systemen

Vorzeichnungsphase
5% Rendite
CO2 Einsparung
noch nicht bekannt
8 Jahre Laufzeit
400,000€ benötigt
120,150€ von 172 Investoren




Aktuell wird das rechtliche Konstrukt für die Finanzierung der indischen Gewinnerprojekte erarbeitet. Sobald die Verträge vorliegen können alle Investoren, die eine unverbindliche Reservierung vorgenommen haben, verbindlich investieren.


Bei dem hier angebotenen Projekt handelt es sich um den ersten Preis des Solar for All Wettbewerbs, initiiert von der Canopus Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Der Wettbewerb suchte bereits zum zweiten Mal die innovativste Idee zur dezentralen Stromversorgung von ländlichen Gebieten in Schwellen- und Entwicklungsländern. Im Rahmen der Intersolar India fand am 19. Oktober 2016, in Mumbai die Preisverleihung des zweiten »Solar for All« Contest for Innovative Community Solar Electrification Solutions 2016 statt. Die Canopus Foundation und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE organisieren den Wettbewerb gemeinsam und konnten nach der Jury-Sitzung die Gewinner bekannt geben. Der erste Preis von 400.000 € wurde geteilt und an zwei indische Projekte verliehen, Boond Engineering und Mera Gao Power. Es werden nun alle Dokumente für das Crowdfunding erstellt. Den Investoren wird voraussichtlich ein Zinssatz von 5 % über eine Laufzeit von 8 Jahren angeboten. Weitere Information zu den Preisträgern und weiteren Auszeichnungen erfahren Sie unter folgendem Link (in englischer Sprache) https://www.ise.fraunhofer.de/en/press-and-media/press-releases/press-releases-2016/changing-the-energy-landscape-affordable-electricity-for-all

Weltweit leben, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern, schätzungsweise 1,1 Milliarden Menschen ohne Zugang zu Elektrizität. Das Nichtvorhandensein von Energie in Form von Elektrizität behindert den sozialen Aufstieg dieser Menschen, da z.B. Kleinunternehmer und Handwerker keine Möglichkeit haben, elektrisch angetriebene Maschinen zu verwenden, keine gekühlten Lagermöglichkeiten für verderbliche Lebensmittel bestehen und die gesundheitliche Versorgung der Menschen stark eingeschränkt ist. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, hat die Solar for All Initiative bereits 2009 den Solar for All Wettbewerb ins Leben gerufen. Dieser soll helfen, erschwingliche und dezentrale Energielösungen für ländliche Regionen zu identifizieren und gezielt zu fördern. Bis zum 01. Mai 2016 hatten Bewerber die Chance, ihre innovativen Konzepte einzureichen, welche anschließend von einer aus internationalen Experten bestehenden Jury begutachtet wurden. Das renommierte Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) bewertet die technischen Aspekte der Projekte. Aus den zahlreichen Bewerbungen schafften es insgesamt acht Unternehmen aus Afrika, Südasien und Europa in die engere Auswahl. Am 19. Oktober 2016 wurden die endgültigen Gewinner des Wettbewerbs auf der Intersolar Messe in Mumbai bekannt gegeben. Der beiden ersten Preise bestehen aus je einem Energiewende-Nachrangdarlehen über 200.000 €, welches zur Umsetzung des vorgestellten Konzeptes dient. Die Fundingschwelle, das heißt der Betrag, der von der Crowd mindestens bereitgestellt werden muss damit das Funding zustande kommt, liegt bei 0 €. Denn die Canopus Stiftung wird den Restbetrag, der nicht durch die Schwarmfinanzierung eingesammelt werden kann, aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellen. Da der Projektinhaber und damit der Darlehensnehmer auf Grund der bis Mitte Oktober ausstehenden Entscheidung über den Gewinner des Wettbewerbs noch nicht feststeht, führen wir hier erstmals ein Funding mit Reservierungsphase durch. Interessierte Investoren merken ihr Investment vor und werden mit den finalen Vertragsunterlagen kontaktiert sobald der Vertragspartner feststeht.

Die detaillierte Finanzplanung des Gewinnerprojekts wird mit Start der verbindlichen Zeichnungsphase veröffentlicht. Den Investoren wird voraussichtlich eine Rendite von 5 % über eine Laufzeit von 8 Jahren angeboten. Das Projekt hat zum Ziel, den Grad der Autonomie und Selbstbestimmung derjenigen Bevölkerungsschichten in Schwellen- und Entwicklungsländern zu erhöhen, die durch das Nichtvorhandensein von Elektrizität benachteiligt sind. Das Projekt soll ihnen gleichzeitig ermöglichen, ihre Interessen eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten, indem sie z.B. für ihre Arbeit notwendige elektrische Maschinen verwenden können, Lebensmittel kühlen und lagern können und einen gesicherten Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Darüber hinaus werden durch die Verwendung von Photovoltaikanlagen an den Stellen CO2-Einsparungen erzielt, an denen momentan Dieselgeneratoren für die dezentrale Versorgung mit Elektrizität zum Einsatz kommen (respektive zukünftig zum Einsatz kommen würden). Die genaue CO2-Einsparung steht also erst fest, wenn der Gewinner gewählt wurde. Nicht zuletzt stellt auch der Wissenstransfer einen bedeutenden positiven Nebeneffekt dieses Projektes dar, denn neben der Möglichkeit Strom zu beziehen, werden die Anwendung der Technologie sowie das notwendige Know-How vor Ort vermittelt.

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Wir unterstützen den Gewinner im weltweiten „Solar for All“-Wettbewerb mit einem Funding in Höhe von 400.000 Euro

Lieber bettervestoren,
wir haben tolle Neuigkeiten zu berichten:
 Am 1. Juli werden wir auf unserer Plattform für den Gewinner des „Solar for All Wettbewerbs“ ein Crowdfunding über 400.000 Euro starten.
Wir wollen euch vorab bereits Fragen beantworten. Solltet ihr darüberhinaus Fragen haben dann löchert uns gerne auf Facebook oder schreibt uns eine Email an mail@bettervest.com.

Was ist der „Solar for All“ Wettbewerb genau?
Der Wettbewerb zeichnet die beste Idee aus, welche auf innovative Art zu einer kostengünstigen und global einsetzbaren, solaren Dorfstromversorgung beiträgt. Die Canopus Stiftung sowie das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme haben diesen Wettbewerb ins Leben gerufen, um die Situation der mangelnden Stromversorgung in Entwicklungsländern zu verbessern. Bereits 2010 wurde der Wettbewerb mit weltweiten Bewerbungen aus knapp 30 Ländern erfolgreich von Canopus und Fraunhofer ISE ins Leben gerufen. Und das Beste daran ist: Dieses Jahr könnt ihr Teil davon sein!

Wer ist die Canopus Stiftung?
Die Canopus Stiftung fördert die Entwicklung von Sozialunternehmen, die sich für die Elektrifizierung einkommensschwacher Haushalte mit Erneuerbaren Energien einsetzen.

Wer kann sich alles für den Wettbewerb bewerben?
Bewerbungen werden ab sofort von der Jury des „Solar for All“-Wettbewerbs“ aus aller Welt entgegengenommen. 
Einsendeschluss ist der 1. Mai 2016 um 23:59 deutscher Zeit. Kontaktperson bei der Canopus Stiftung ist Julia Heller: jheller@canopusfund.org

Jury Solar for all

Die Idee dahinter?
Gesucht werden Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung in ländlichen Gebieten. Der Gewinner des Wettbewerbs erhält einen Darlehens-Preis in Höhe von 400.000 Euro, durch eine Crowdfunding-Kampagne bei bettervest.com.
Wird die notwendige Summe nicht über die Crowd erreicht, so finanzieren die Canopus Stiftung und ein weiterer Sponsor den Differenzbetrag. Außerdem erhält der Zweitplatzierte einen Preis in Höhe von 10.000 Euro von der Siemens Stiftung sowie eine Mitgliedschaft in deren internationalem „empowering people Network“-Programm, mit welchem relevante Technologien und Ideen mit Potential für eine Grundversorgung und nachhaltige Entwicklung unterstützt werden.
Da die Jury erst am 19.-21. Oktober im Rahmen der Intersolar in Indien den Gewinner auszeichnet, ist beim Fundingstart noch nicht klar, wer der Gewinner sein wird.

Wie kann bettervest die Laufzeit und die Rendite bestimmen ohne den Gewinner zu kennen und wie wird das Funding ablaufen?
Da am 1. Juli noch nicht klar ist, wer der Gewinner des Wettbewerbes sein wird, geben wir euch die Möglichkeit euch auf die Warteliste einzutragen, bis der Gewinner Ende Oktober gekürt wird. Selbstverständlich gibt es wie bei allen unserer Projekte ein Widerrufsrecht, welches sowohl für die Warteliste als auch für das Investment selbst existiert.
Die Rendite haben wir auf einen geringen Wert von 5% festgelegt. Die grundsätzlichen Statuen nach denen bettervest Projekte finanziert, bleiben aber auch bei diesem Projekt erhalten: Wir finanzieren auf unserer Plattform nur Projekte, die nachhaltig, effizient und rentabel sind, dass die Rendite durch die Einsparungen / Einnahmen der Maßnahme gedeckt werden. Außerdem wird das Fraunhofer Institut als erfahrener Partner die technische Due Diligence des Projektes übernehmen sowie die Canopus Stiftung die sozial ökologische Komponente.

Warum ihr investieren solltet?
Wie immer gibt es mehrere Gründe, warum ihr bei bettervest ein Projekt unterstützen solltet. Im Fokus des Wettbewerbes steht natürlich Menschen in Afrika und Südostasien, vor allem auch in dörflichen Gebieten, eine Stromversorgung zu ermöglichen.
Doch auch bei diesem Projekt investiert ihr nicht nur für den guten Zweck, sondern erhaltet eine Rendite.
Ein weiterer Grund ist natürlich die Zusammenarbeit bei diesem Projekt mit dem Fraunhofer Institut sowie der Canopus Stiftung, welche beide eine herausragende Stellung auf ihrem Gebiet vorweisen. Es gilt aber auch wie immer, dass es Risiken bei der Investitione gibt, die wir in den Vertragsunterlagen beschreiben.

Mehr Informationen zu förderfähigen Konzepten und Anwendungen findet ihr unter:
www.sfa-pv.org/the-contest

 

Logo Solar          Logo Canopus           1000px-Fraunhofer-Gesellschaft_2009_logo.svg

Die Canopus Stiftung arbeitet seit über 18 Jahren mit Solarunternehmen in Asien, Afrika und Südamerika zusammen, um sauberen Strom auch in arme Haushalte zu bringen. Mit dem aktuellen Solar for All Wettbewerb wollen wir zukunftsweisende Lösungen voranbringen, die nicht nur einzelne Hütten und Häuser, sondern ganze Dörfer mit Strom versorgen; ein unentbehrliches Element einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung.

Foto: Peter Heller - Geschäftsführer Canopus Stiftung

Peter Heller - Geschäftsführer Canopus Stiftung

Wettbewerbsinformationen

Foto: Solar for all Contest Solar for all Contest

Die 2008 gegründete Solar for All Initiative geht auf das Engagement der Canopus Stiftung in Zusammenarbeit mit Ashoka, der ältesten und größten Organisation zur Förderung von Sozialunternehmen (Social Entrepreneurs) zurück.  Das Ziel der Initiative ist es, bis 2020 insgesamt 60 Millionen Haushalte ohne Zugang zu Elektrizität mit nachhaltiger Energie zu versorgen (http://www.canopusfund.org/unsere-arbeit/projekte/solar-for-all/).

Die gemeinnützige private Familien-Stiftung Canopus wurde 1997 gegründet und ist hauptsächlich in den Bereichen Energy Access und Bildung für eine nachhaltige Ökonomie tätig. Im Zuge der Solar for All Initiative organisiert die Canopus Stiftung den gleichnamigen Wettbewerb zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) mit dem Ziel, die Energiearmut in Entwicklungs- und Schwellenländern zu bekämpfen.

Das ISE ist Teil der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. und ist das größte Solarforschungsinstitut Europas. Das ISE wurde 1981 als erstes außeruniversitäres Solarforschungsinstitut Europas gegründet und setzt sich für ein nachhaltiges, wirtschaftliches, sicheres und sozial gerechtes Energieversorgungssystem ein. Die Forschungsschwerpunkte des ISE liegen in den Bereichen Energiegewinnung, Energieeffizienz, Energieverteilung und Energiespeicherung. Durch die Arbeit des ISE werden die Voraussetzungen für eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung sowohl in Schwellen- als auch in Entwicklungsländern geschaffen (https://www.ise.fraunhofer.de/de). Als Partner des Solar for All Wettbewerbs ist das ISE für die technischen Aspekte und die Umsetzung der eingereichten Konzepte verantwortlich. 



Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.