Fortsetzung des Crowdfunding-Projekts

Bei diesem Projekt handelt es sich um die Fortsetzung der Finanzierung des bereits erfolgreichen Projektes „Nahwärmenetz mit zwei BHKWs und modernisierten Heizkesseln für das Wilhelmstadt Gymnasium in Berlin“. Die damals insgesamt benötigte Fundingsumme lag bei 600.350 €. Im regulären Finanzierungszeitraum konnten 418.150 € finanziert werden und damit war das Projekt das bisher größte finanzierte Projekt bei bettervest. Die fehlende Summe hat der Projektinhaber zunächst aus eigenen Finanzmitteln bereitgestellt. So konnten bereits fast alle Arbeiten durchgeführt werden und die Anlagen laufen schon erfolgreich (siehe hier). Aufgrund des bis zum Abschluss des Finanzierungszeitraumes hohen Interesses an dem Projekt, hat sich der Projektinhaber entschlossen das Crowdfunding fortzusetzen und die noch übrigen 182.200 € einzusammeln, um die bereits eingesetzten eigenen Geldmittel wieder freizusetzen.



Gegenstand dieses Crowdfunding-Projektes ist die Finanzierung der Umrüstung der betagten mit Heizöl betriebenen Heizstation der Wilhelmstadt-Schulen auf effiziente Heiztechnologie sowie die Übernahme des voll eigenverantwortlichen Betriebs der Anlage im Rahmen eines Contractingvertrages. Die gesamte Wärmeerzeugung des Schulkomplexes soll zukünftig durch eine moderne Anlage, bestehend aus zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) und zwei modernen Gaskesseln, geleistet werden. Auftraggeber (Contractingnehmer) ist das TÜDESB Bildungsinstitut Berlin-Brandenburg e.V., das seit 1994 in der Bildung und Integration von Kindern, Schülern, Studenten und Mitbürgern aus Migrantenfamilien tätig ist. Als Contractor und gleichzeitig Kreditnehmer tritt die EDEC ED-ENERGY Contracting GmbH auf. 

Die benötigte Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 182.200€ (600.350€ - 418.150€). Den Investoren wird eine Rendite von 6 % über eine Laufzeit von 8 Jahren angeboten. Die neue effiziente Heizungsanlage wird jährlich im Mittel 270,62 Tonnen CO einsparen.

Der rund 84.000 m2 große Schulkomplex im Spandauer Stadtteil Wilhelmstadt liegt auf einem ehemaligen britischen Kasernengelände und bietet einer Grundschule, einer Integrierten Sekundarschule, einer Fachoberschule und einem Gymnasium Platz. Derzeit wird der Komplex durch zwei 2.900 kW große Kesselanlagen mit Wärme versorgt. Die verbauten Anlagenkomponenten, wie auch das dazugehörige Wärmenetz, sind nach mehr als 25 Jahren stark veraltet und ineffizient. Der Strom wird von einem klassischen Energieversorgungsunternehmen bezogen. 

Ziel ist es, die aktuell mit Heizöl betriebene Heizungsanlage zu Gunsten einer modernen Heizkesselanlage zu tauschen. Die zusätzliche Beistellung von zwei BHKWs wird die Grundlast des Wärmebedarfs sowie die Stromversorgung des Schulkomplexes und der sich auf dem Grundstück befindenden Mieter abdecken. Um den Schul- und Internatsbetrieb nicht mit einem für ihn unnötigen Nebenprozess zu belasten, wurde ein Wärmeliefer-Contracting-Vertrag mit dem fachkundigen Contracting-Unternehmen EDEC ED-ENERGY Contracting GmbH geschlossen. Das Unternehmen hat die Umrüstung und den voll eigenverantwortlichen Betrieb der Anlage übernommen, sodass sich der Contractingnehmer voll und ganz auf seine Bildungs- und Integrationstätigkeit konzentrieren kann. 

Neben dem zeitlichen Aufwand verschieben sich durch den Wärmeliefer-Contracting-Vertrag auch die Investitionen in die Anlagentechnik vom Auftraggeber (TÜDESB) zum Auftragnehmer (ED-ENERGY). Über eine Vertragslaufzeit von vierzehn Jahren wird der Contractor Wärme und Strom an den Auftraggeber liefern. Der Auftraggeber wird im Gegenzug ein verbrauchsabhängiges Entgelt für die Strom- und Wärmelieferung zahlen sowie einen Grundpreis für die Bereitstellung der wärmeerzeugenden Anlage, in welchem die üblichen Kosten wie Kapitaldienst, Wartung, Instandsetzung, Monitoring, Entstörungsdienst 24/7 usw. enthalten sind. 

Durch den Betrieb der neuen, hocheffizienten Anlage ergeben sich enorme Einsparpotenziale, sowohl energetisch als auch monetär. Durch die Effizienzsteigerung der gesamten Wärmeerzeugung wird bei gleichbleibendem Wärmeverbrauch weniger Energie eingesetzt als vorher. Zusätzlich sinken die verbrauchsabhängigen Arbeitspreise deutlich. Strom wird zukünftig vorwiegend vom BHKW bezogen, wodurch die Netze entlastet und klimaschädliche Emissionen vermieden werden. Monetär wird dem Kunden, trotz der hohen Investitionen in die Anlagentechnik, eine Kostenneutralität im Vergleich zum vorherigen Arbeitspreis vertraglich zugesichert. 

Die Umstellung von Öl auf Gas bringt zusätzlich ein enormes CO-Einsparpotenzial, welches durch die Integration der KWK-Kopplungsanlagen noch einmal erhöht wird. Insgesamt beträgt die Einsparung 37,07 % im Vergleich zur Bestandssituation. 

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass alle Parteien vom vorliegenden Crowdfunding-Projekt profitieren: Das TÜDESB Bildungsinstitut hat sich sämtlicher Verantwortung für einen störungsfreien Betrieb entledigt und kann sich mit voller Kraft auf den Schulbetrieb konzentrieren. Zusätzlich spart es Kosten ein und hat die Gewissheit, dass die Anlagen grundlegend saniert werden. Der Contractor ED-ENERGY kann durch die Effizienzgewinne und Bereitstellung von Wärme und Strom auskömmliche Einnahmen erwirtschaften. Die Investoren profitieren von einer Rendite in Höhe von 6 % über 8 Jahre. Abschließend gewinnt die Umwelt in Form von erheblichen Emissionseinsparungen. Eine Win-win-win-Situation. 

Alle Details zur Wirtschaftlichkeit sind dem Energieberaterbericht zu entnehmen. Es ist hier anzumerken, dass sich die zu versorgende Grundfläche nach 2 Jahren verringern wird, dies ist im Energieberaterbericht berücksichtigt und führt zu jährlich unterschiedlichen Einnahmen und Ausgaben über die Vertragslaufzeit.

Die gerundete Gesamtfundingsumme liegt bei 182.200 €, die benötigt werden, um die ursprünglich geplante Gesamtsumme von 600.350 € aus dem ersten Crowdfunding-Projekt zu erreichen. Sie teilt sich auf in Investitionskosten für die Umsetzung der Maßnahme, die Listing-Gebühren der bettervest Plattform (8,75% dieser Fundingsumme bei voll erreichtem Fundingvolumen) und die Treuhändergebühr (0,75% dieser Fundingsumme). Die Investitionskosten für sämtliche Maßnahmen liegen insgesamt eigentlich bei 810.000 €. Der Projektinhaber hat diese Summe durch das Darlehen aus dem ersten Crowdfunding Projekt (418.150 €) sowie durch eigene Mittel schon in das Projekt investiert, um die Effizienzgewinne bereits zur jetzigen Heizperiode zu realisieren. Somit verfügt das Projekt über rund 30% Eigenkapital des Projektinhabers. Die erwarteten Gewinne vor Zins, Abzahlung und Steuern (EBITDA) liegen über der Darlehenslaufzeit im Mittel bei rund 126.529 € (Mittelwert der Jahresüberschüsse aus GuV Jahr 1 bis 8, siehe Beraterbericht Anhang) jährlich, wovon 29.340,75 € über 8 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden, was einer zu erwartenden Rendite von 6 % für die Investoren entspricht. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt wird jährlich rund 270,62 Tonnen CO einsparen. 

Alle Details zur Wirtschaftlichkeit sind dem Energieberaterbericht zu entnehmen. Es ist hier anzumerken, dass sich die zu versorgende Grundfläche nach 2 Jahren verringern wird, dies ist im Energieberaterbericht berücksichtigt und führt zu jährlich unterschiedlichen Einnahmen und Ausgaben über die Vertragslaufzeit.

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Das Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden von TÜDESB Herr Irfan Kumru:


Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Wieso wird davon ausgegangen, dass der Liter Öl für 75 Cent eingekauft wurde (Stand 2014)? Heute sind die Preise natürlich deutlich niedriger und damit die Einsparung bei der Schule weg. 

Antwort: Grundsätzlich ist es immer schwierig vorauszusagen, wie sich der Ölpreis entwickeln wird. Es ist aber auch so, dass Ed Energy schon 2015 den Vertrag gezeichnet hatte und seither bereits Wärme liefert. Damals war der Ölpreis noch höher und man hat sich vertraglich auf damalige Werte geeinigt. 


Frage 2: Wo sind Informationen zu dem Invest in die neue Gaskesselanlage zu finden? 

Antwort: Diese sind im Baukostenplan zu finden. 


Frage 3:  Wieso sind keine Heizlasten, aus denen sich die Jahresverbräuche simulieren lassen, nachzulesen? 

Antwort: Der Energieberater hat kein Lastprofil erstellt, weil noch nicht lange genug gemessen wurde und es somit keine belastbaren Daten gibt auf deren Basis eine Aussage getroffen werden könnte. Daher hat der Energieberater konservative Annahmen zu den Heizlasten getroffen. 


Frage 4:  Wenn man die Angebote zusammenzählt, kommt man nicht auf die zu finanzierende Investitionssumme. Das Projekt hat Gesamtkosten von 810.000 €, hier werden nur 182.200 € gefundet. Wo kommt das restliche Geld her? 

Antwort: Der Projektinhaber hatte Eigenmittel und musste nicht die ganzen 810.000 € sondern nur 600.350 € finanzieren. Zusätzlich ist dies das zweite Funding des Projektes. Im ersten Funding wurden bisher 418.150 € eingesammelt. Hier crowdfunden wir also die restlichen 182.200 €.


Frage 5Gibt es in den Schulferien genügend Abnehmer für die Wärme, wenn ja Wer?

AntwortDie Wärmeabnahme in den Ferien bleibt weiterhin gewährleistet, da mehr als die Hälfte der Gebäude auf dem Grundstück untervermietet und somit weiterhin in Betrieb ist. Die Gebäude sind beispielsweise an eine Kunstakademie, an die Stephanus Werkstätten (mit insgesamt 3 Gebäuden), als Lager für den Zoll und diverse Handelsgeschäfte und Kfz-Werkstätten untervermietet. 


Frage 6: Was wird nach 2 Jahren wegfallen bzw. warum wird das Projekt kleiner?

Antwort: Nach 2 Jahren fällt der zweite Grundstücksinhaber (BIMA - Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) als Wärmeabnehmer weg. Wäre die BIMA weiterhin dabei gewesen, hätte man noch mehr BHKWs installieren können. Somit ist die Anzahl reduziert aber mit den bestehenden Wärmeabnehmern nach wie vor rentabel. Der Cashflow-Plan hat die Reduktion von Beginn an berücksichtigt. 


Frage 7: Welcher BHKW-Hersteller ist es und welche Leistung haben die BHKWs?

Antwort:



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