Bei dem hier angebotenen Projekt handelt es sich um die Errichtung von 8 schlüsselfertigen „Solar-Boutiquen“ in nicht elektrifizierten Dörfern des Senegal, die durch selbstständige Franchisenehmer betrieben werden sollen. Diese Solar-Boutiquen sind Kioske, die mit Solarenergie betrieben werden und in denen die Franchisenehmer Solarprodukte, aber auch andere Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen können. Dank eines integrierten Kühlschranks können auch Waren gekühlt werden. Projektinhaber ist die Bonergie GmbH & Co.KG, die bereits seit 2010 mit vier Niederlassungen und einem weitreichenden Netzwerk erfolgreich im Senegal tätig ist. Für Anschaffung und Installation der Solar-Boutiquen wird eine Gesamtfundingsumme von 106.550 € benötigt. Bonergie beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 7,25 % über 7 Jahre an den Einnahmen. Für die Ermittlung des CO2-Einsparungspotentials wurde im Rahmen der Projektprüfung gegen ein hypothetisches benzingenerator-basiertes System gerechnet. Da 100 % des von den Boutiquen verwendeten Stroms aus den auf dem Dach installierten Photovoltaikanlagen stammt, ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 11,6 Tonnen CO2 gegenüber Energie aus Benzingeneratoren führt.

Situation im Senegal

Der fehlende Zugang zu Energie ist ein großer Hinderungsfaktor für eine selbstbestimmte Entwicklung der Bevölkerung in vielen afrikanischen Ländern. Laut einer Studie von Lighting Africa, einem Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank haben in Afrika 600 Millionen Menschen und mehr als 10 Millionen Kleingewerbe keinen Zugang zu Energie. Dies hemmt die wirtschaftliche Entwicklung. Senegal, mit einer Bevölkerung von 14,8 Millionen Menschen, gehört mit zu den ärmsten Ländern weltweit (laut Human Development Index Platz 170 von 188 Ländern). Die senegalesische Regierung unter Präsident Macky Sall hat jedoch sehr ehrgeizige Ziele. Mit ihrem „Plan Senegal Emergent“ möchten sie in die Gruppe der Schwellenländer aufsteigen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Elektrifizierung des Landes. In der Hauptstadt Dakar haben circa 96 % der Bevölkerung Zugang zu Strom, jedoch mit häufigen Stromausfällen. In den ländlichen Regionen, wo der größte Teil der Bevölkerung lebt, sind es jedoch nur 32 %. Neben dem fehlenden Zugang zu Strom ist die Jugendarbeitslosigkeit ein weiteres schwerwiegendes Problem. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei nur 18 Jahren. Mehr als 40 % der jungen Menschen sind ohne Arbeit.

Ein guter Lösungansatz, die Solar-Boutique

Die Bonergie Solar-Boutique setzt bei beiden Problemen an: Zugang zu Licht und Strom für die ländlichen Gebiete und Schaffung von „grünen“ Arbeitsplätzen für junge Menschen. Die Solar-Boutique ist eine schlüsselfertige Lösung für nicht elektrifizierte Dörfer in zunächst drei Regionen im Senegal. Sie wird von selbstständigen Unternehmern in Form eines „Social-Franchise“ betrieben. Einnahmen werden generiert durch: 

 • Verkauf von Produkten für den täglichen Bedarf sowie gekühlte Getränke und Kühleis 

• Verkauf von Solarprodukten wie Solarlampen und Solar-Home-Systemen 

• Multiservices wie Aufladen von Telefonen, Büroservice, digitaler Geldtransfer und Zugang zum Internet 

• Am Abend verwandelt sich die Boutique in ein Entertainment Center. Umsätze werden hier generiert durch den Verkauf von Eintrittsgeldern (z.B. für die Übertragung von großen Fußballspielen und Filmen) plus dem Verkauf von gekühlten Getränken 

• Installationen von Solarsystemen und Solar-Pumpen im Dorf und Umgebung sowie die Wartung und Instandhaltung der Solaranlagen-Technik Die Boutiquen sind 3x3 m groß und bestehen aus einer soliden Metallkonstruktion, die auf einem Betonsockel sitzt. 

Die Herstellung der Boutiquen findet ausschließlich lokal statt. Alle vorgefertigten Elemente sind demontierbar, leicht zu transportieren und zu installieren. 

Aufbau der Solar-Boutique

Im Inneren ist die Boutique rundum mit soliden Holzregalen, einem großen Holztisch und einer Telefonladestation für 10 Mobiltelefone ausgestattet. Die Stromversorgung liefert eine Solarinstallation mit 6 Solarpanels zu je 150 Watt Leistung auf dem Dach sowie Batterien und Wechselrichtern. Somit verfügt jede Boutique über eine Photovoltaikanlage von 0,9 KW Leistung, die jährlich 1684 kwh Strom produziert. Dieses Solar-Home-System, eine Eigenentwicklung von Bonergie, versorgt die Boutique mit Strom für folgende ebenfalls vorinstallierte Geräte: 

•  Solar Kühl-/Gefrierschrank mit 166 Litern Fassungsvermögen 

•  2 LED Lampen 

 • 1 Ventilator 

• 1 Notebook 

• 1 Multifunktionsdrucker 

• 1 Internet Router 

• 1 Fernseher 

• 1 Telefon-Ladestation für 10 Mobiltelefone

 Alle Solarprodukte basieren auf absolut ausgereifter Technologie und kommen von einem der großen und langjährig etablierten Hersteller in diesem Markt, dem Unternehmen SolarWorld. So werden z.B. die Solarmodule mit 25-jähriger Leistungsgarantie und 5-jähriger Produktgewährleistung geliefert. Datenblätter befinden sich im Anhang. 

Das Franchisemodell

Die Franchisenehmer bekommen die Möglichkeit den Kaufpreis zuzüglich der Finanzierungskosten sowie einem Anschub-Betriebsmaterial innerhalb von 3 Jahren zu tilgen, um danach ein selbstständiges Unternehmen führen zu können. Damit es ein nachhaltiges Businessmodell wird, werden die Jungunternehmer auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit von Bonergie umfangreich betreut. Zur Betreuung gehören Schulungskonzepte in Unternehmensführung und erneuerbaren Energien mit Fokus auf Solarenergie sowie eine technische Ausbildung für Beratung, Installation und After Sales Management. Die Regionalbüros fungieren als Vertriebs- und Logistikcenter für die Beratung der Endkunden der Boutiquebesitzer, die Lieferung der Produkte und als Back-Up-Team für die Techniker. Darüber hinaus stellt Bonergie das Marketingmaterial wie Broschüren zur Verfügung und organisiert jährlich eine Konferenz für alle Solar-Boutiquen-Betreiber, um Branchen-Know-how zu vertiefen, Best Practices auszutauschen und sich miteinander zu vernetzen. Das Projekt wurde von einem unabhängigen Gutachter validiert. Die genauen wirtschaftlichen und technischen Zahlen sind dem Energieberaterbericht und den Produktdatenblättern im Anhang zu entnehmen.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 106.550 € und beinhaltet alle Komponenten der 8 Solar-Boutiquen, bestehend aus: Betonsockel, Metallkonstruktion, 6 Solarpanels zu je 150 Watt, 4 Batterien, Wechselrichter, den Komponenten des durch die Bonergie entwickelten Solar-Home-Systems sowie die Innenausstattung (Solar Kühl-/Gefrierschrank, LED-lampen und Ventilator, Notebook, Multifunktionsdrucker, Internet Router, Fernseher, Telefonladestation). Außerdem enthalten ist die bettervest Fundinggebühr und Treuhändergebühren. Bonergie wird die Boutiquen über 36 Monate von ihren Endkunden zurückzahlen lassen (Start drei Monate nach Lieferung), da 7 Jahre für diese Art Business Modell zu lange sind. Die zu erwartenden Einnahmen für Bonergie liegen damit bei 42.950 € jährlich (über 3 Jahre), wovon 19.943 € jährlich über 7 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden (die Überschüsse aus Jahr 1-3 werden zurück gelegt). Dies entspricht einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 7,25 % für die Investoren. Die jährlichen Überschüsse gehen in weitere Boutiquen, die dann wiederum ihren Kredit über 36 Monate abzahlen. Somit hilft der Crowdkredit eine Art roulierendes, sich selbst finanzierendes System zu generieren. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von 5000 Litern Benzin ein und produziert jährlich 13.472 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 11,6 Tonnen CO2 jährlich eingespart. Die Fundingschwelle liegt bei 95.895 €, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich „gefunded“, wenn nur 95.895 € eingesammelt werden. Der Projektinhaber steuert in dem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

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Frage 1: Warum spricht Frau Schwarz im Video von 15 Kiosken, aber im Projekt werden nur 8 gefundet? 

Antwort: das Funding wird in zwei Teile aufgeteilt. Zuerst werden 8 Kioske gefundet, dann in einem späteren Funding weitere 7 oder sogar mehr.


Frage 2: Warum läuft das Projekt 154 Tage statt sonstigen 90 Tagen.

Antwort: Das Projekt wird erst wenn 50% der Fundingschwelle erreicht ist, spätestens am 21.1.2017 auf der Startseite sichtbar. Dann ist es nochmals 90 Tage auf der Startseite. So kommt man auf die 154 Tage.


Frage 3: Gibt es einen Diebstahlschutz?

Antwort: Die Solar Boutique steht meist mitten im Dorfzentrum, so dass viele Menschen ein Auge darauf haben. Auch sind die Solarpanels mit einem sehr stabilen Metallrahmen am Dach befestigt, was die Möglichkeit eines Diebstahls erschwert. Falls wir feststellen sollten, dass Diebstahlversuche auftreten, besteht die Überlegung einen Wachmann zu beschäftigen.


Frage 4: Warum wird von einer verhältnismäßig langen Haltbarkeit des Wechselrichters ausgegangen?

Antwort: Es wird davon ausgegangen, dass der Wechselrichter innerhalb von 10 Jahre einmal gewechselt werden muss, was die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes nicht beeinflusst. Grundsätzlich gewährt der Projektinhaber auf die elektronischen Geräte eine zweijährige Garantie. Die Lebensdauer der Produkte ist erfahrungsgemäss jedoch sehr viel länger. Eine Ausnahme bilden hier allerdings Batterien, welche nach 4-5 Jahren ersetzt werden müssen, da diese nur begrenzte Ladezyklen haben.