Errichtung von 8 Solar-Boutiquen im Senegal - Bonergie

Solar erreicht in
7.25% Rendite
11.6t CO2 Einsparung
7 Jahre Laufzeit
100% effizienter
106,550€ benötigt
106,550€ von 222 Investoren
Fundingschwelle:95895


Bei dem hier angebotenen Projekt handelt es sich um die Errichtung von 8 schlüsselfertigen „Solar-Boutiquen“ in nicht elektrifizierten Dörfern des Senegal, die durch selbstständige Franchisenehmer betrieben werden sollen. Diese Solar-Boutiquen sind Kioske, die mit Solarenergie betrieben werden und in denen die Franchisenehmer Solarprodukte, aber auch andere Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen können. Dank eines integrierten Kühlschranks können auch Waren gekühlt werden. Projektinhaber ist die Bonergie GmbH & Co.KG, die bereits seit 2010 mit vier Niederlassungen und einem weitreichenden Netzwerk erfolgreich im Senegal tätig ist. Für Anschaffung und Installation der Solar-Boutiquen wird eine Gesamtfundingsumme von 106.550 € benötigt. Bonergie beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 7,25 % über 7 Jahre an den Einnahmen. Für die Ermittlung des CO2-Einsparungspotentials wurde im Rahmen der Projektprüfung gegen ein hypothetisches benzingenerator-basiertes System gerechnet. Da 100 % des von den Boutiquen verwendeten Stroms aus den auf dem Dach installierten Photovoltaikanlagen stammt, ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 11,6 Tonnen CO2 gegenüber Energie aus Benzingeneratoren führt.

Situation im Senegal

Der fehlende Zugang zu Energie ist ein großer Hinderungsfaktor für eine selbstbestimmte Entwicklung der Bevölkerung in vielen afrikanischen Ländern. Laut einer Studie von Lighting Africa, einem Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank haben in Afrika 600 Millionen Menschen und mehr als 10 Millionen Kleingewerbe keinen Zugang zu Energie. Dies hemmt die wirtschaftliche Entwicklung. Senegal, mit einer Bevölkerung von 14,8 Millionen Menschen, gehört mit zu den ärmsten Ländern weltweit (laut Human Development Index Platz 170 von 188 Ländern). Die senegalesische Regierung unter Präsident Macky Sall hat jedoch sehr ehrgeizige Ziele. Mit ihrem „Plan Senegal Emergent“ möchten sie in die Gruppe der Schwellenländer aufsteigen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Elektrifizierung des Landes. In der Hauptstadt Dakar haben circa 96 % der Bevölkerung Zugang zu Strom, jedoch mit häufigen Stromausfällen. In den ländlichen Regionen, wo der größte Teil der Bevölkerung lebt, sind es jedoch nur 32 %. Neben dem fehlenden Zugang zu Strom ist die Jugendarbeitslosigkeit ein weiteres schwerwiegendes Problem. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei nur 18 Jahren. Mehr als 40 % der jungen Menschen sind ohne Arbeit.

Ein guter Lösungansatz, die Solar-Boutique

Die Bonergie Solar-Boutique setzt bei beiden Problemen an: Zugang zu Licht und Strom für die ländlichen Gebiete und Schaffung von „grünen“ Arbeitsplätzen für junge Menschen. Die Solar-Boutique ist eine schlüsselfertige Lösung für nicht elektrifizierte Dörfer in zunächst drei Regionen im Senegal. Sie wird von selbstständigen Unternehmern in Form eines „Social-Franchise“ betrieben. Einnahmen werden generiert durch: 

 • Verkauf von Produkten für den täglichen Bedarf sowie gekühlte Getränke und Kühleis 

• Verkauf von Solarprodukten wie Solarlampen und Solar-Home-Systemen 

• Multiservices wie Aufladen von Telefonen, Büroservice, digitaler Geldtransfer und Zugang zum Internet 

• Am Abend verwandelt sich die Boutique in ein Entertainment Center. Umsätze werden hier generiert durch den Verkauf von Eintrittsgeldern (z.B. für die Übertragung von großen Fußballspielen und Filmen) plus dem Verkauf von gekühlten Getränken 

• Installationen von Solarsystemen und Solar-Pumpen im Dorf und Umgebung sowie die Wartung und Instandhaltung der Solaranlagen-Technik Die Boutiquen sind 3x3 m groß und bestehen aus einer soliden Metallkonstruktion, die auf einem Betonsockel sitzt. 

Die Herstellung der Boutiquen findet ausschließlich lokal statt. Alle vorgefertigten Elemente sind demontierbar, leicht zu transportieren und zu installieren. 

Aufbau der Solar-Boutique

Im Inneren ist die Boutique rundum mit soliden Holzregalen, einem großen Holztisch und einer Telefonladestation für 10 Mobiltelefone ausgestattet. Die Stromversorgung liefert eine Solarinstallation mit 6 Solarpanels zu je 150 Watt Leistung auf dem Dach sowie Batterien und Wechselrichtern. Somit verfügt jede Boutique über eine Photovoltaikanlage von 0,9 KW Leistung, die jährlich 1684 kwh Strom produziert. Dieses Solar-Home-System, eine Eigenentwicklung von Bonergie, versorgt die Boutique mit Strom für folgende ebenfalls vorinstallierte Geräte: 

•  Solar Kühl-/Gefrierschrank mit 166 Litern Fassungsvermögen 

•  2 LED Lampen 

 • 1 Ventilator 

• 1 Notebook 

• 1 Multifunktionsdrucker 

• 1 Internet Router 

• 1 Fernseher 

• 1 Telefon-Ladestation für 10 Mobiltelefone

 Alle Solarprodukte basieren auf absolut ausgereifter Technologie und kommen von einem der großen und langjährig etablierten Hersteller in diesem Markt, dem Unternehmen SolarWorld. So werden z.B. die Solarmodule mit 25-jähriger Leistungsgarantie und 5-jähriger Produktgewährleistung geliefert. Datenblätter befinden sich im Anhang. 

Das Franchisemodell

Die Franchisenehmer bekommen die Möglichkeit den Kaufpreis zuzüglich der Finanzierungskosten sowie einem Anschub-Betriebsmaterial innerhalb von 3 Jahren zu tilgen, um danach ein selbstständiges Unternehmen führen zu können. Damit es ein nachhaltiges Businessmodell wird, werden die Jungunternehmer auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit von Bonergie umfangreich betreut. Zur Betreuung gehören Schulungskonzepte in Unternehmensführung und erneuerbaren Energien mit Fokus auf Solarenergie sowie eine technische Ausbildung für Beratung, Installation und After Sales Management. Die Regionalbüros fungieren als Vertriebs- und Logistikcenter für die Beratung der Endkunden der Boutiquebesitzer, die Lieferung der Produkte und als Back-Up-Team für die Techniker. Darüber hinaus stellt Bonergie das Marketingmaterial wie Broschüren zur Verfügung und organisiert jährlich eine Konferenz für alle Solar-Boutiquen-Betreiber, um Branchen-Know-how zu vertiefen, Best Practices auszutauschen und sich miteinander zu vernetzen. Das Projekt wurde von einem unabhängigen Gutachter validiert. Die genauen wirtschaftlichen und technischen Zahlen sind dem Energieberaterbericht und den Produktdatenblättern im Anhang zu entnehmen.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 106.550 € und beinhaltet alle Komponenten der 8 Solar-Boutiquen, bestehend aus: Betonsockel, Metallkonstruktion, 6 Solarpanels zu je 150 Watt, 4 Batterien, Wechselrichter, den Komponenten des durch die Bonergie entwickelten Solar-Home-Systems sowie die Innenausstattung (Solar Kühl-/Gefrierschrank, LED-lampen und Ventilator, Notebook, Multifunktionsdrucker, Internet Router, Fernseher, Telefonladestation). Außerdem enthalten ist die bettervest Fundinggebühr und Treuhändergebühren. Bonergie wird die Boutiquen über 36 Monate von ihren Endkunden zurückzahlen lassen (Start drei Monate nach Lieferung), da 7 Jahre für diese Art Business Modell zu lange sind. Die zu erwartenden Einnahmen für Bonergie liegen damit bei 42.950 € jährlich (über 3 Jahre), wovon 19.943 € jährlich über 7 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden (die Überschüsse aus Jahr 1-3 werden zurück gelegt). Dies entspricht einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 7,25 % für die Investoren. Die jährlichen Überschüsse gehen in weitere Boutiquen, die dann wiederum ihren Kredit über 36 Monate abzahlen. Somit hilft der Crowdkredit eine Art roulierendes, sich selbst finanzierendes System zu generieren. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von 5000 Litern Benzin ein und produziert jährlich 13.472 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 11,6 Tonnen CO2 jährlich eingespart. Die Fundingschwelle liegt bei 95.895 €, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich „gefunded“, wenn nur 95.895 € eingesammelt werden. Der Projektinhaber steuert in dem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

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Frage 1: Warum spricht Frau Schwarz im Video von 15 Kiosken, aber im Projekt werden nur 8 gefundet? 

Antwort: das Funding wird in zwei Teile aufgeteilt. Zuerst werden 8 Kioske gefundet, dann in einem späteren Funding weitere 7 oder sogar mehr.


Frage 2: Warum läuft das Projekt 154 Tage statt sonstigen 90 Tagen.

Antwort: Das Projekt wird erst wenn 50% der Fundingschwelle erreicht ist, spätestens am 21.1.2017 auf der Startseite sichtbar. Dann ist es nochmals 90 Tage auf der Startseite. So kommt man auf die 154 Tage.


Frage 3: Gibt es einen Diebstahlschutz?

Antwort: Die Solar Boutique steht meist mitten im Dorfzentrum, so dass viele Menschen ein Auge darauf haben. Auch sind die Solarpanels mit einem sehr stabilen Metallrahmen am Dach befestigt, was die Möglichkeit eines Diebstahls erschwert. Falls wir feststellen sollten, dass Diebstahlversuche auftreten, besteht die Überlegung einen Wachmann zu beschäftigen.


Frage 4: Warum wird von einer verhältnismäßig langen Haltbarkeit des Wechselrichters ausgegangen?

Antwort: Es wird davon ausgegangen, dass der Wechselrichter innerhalb von 10 Jahre einmal gewechselt werden muss, was die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes nicht beeinflusst. Grundsätzlich gewährt der Projektinhaber auf die elektronischen Geräte eine zweijährige Garantie. Die Lebensdauer der Produkte ist erfahrungsgemäss jedoch sehr viel länger. Eine Ausnahme bilden hier allerdings Batterien, welche nach 4-5 Jahren ersetzt werden müssen, da diese nur begrenzte Ladezyklen haben.

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Dank Crowdfunding können wir Nachhaltigkeit innovativ umsetzen

Foto: Gabriele Schwarz - Geschäftsführerin

Gabriele Schwarz - Geschäftsführerin

Unternehmensportrait

Foto: Bonergie GmbH & Co. KG Bonergie GmbH & Co. KG
Die Bonergie GmbH & Co. KG ist ein 2010 gegründetes Social Business aus München. Diese fungiert als Holding für die im Senegal tätige Bonergie SARL und beschäftigt insgesamt 27 Menschen, davon vier in Deutschland und 23 im Senegal. Die SARL ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der GmbH und bietet seinen Kunden im Senegal eine große Palette von Produkten auf Basis von Solarenergie an. Seit 2010 ist das Unternehmen erfolgreich tätig und hat bereits mehreren tausend Menschen Zugang zu Solarenergie ermöglicht. Die Installationen reichen von Solar-Home-Systemen für Familien, kleinen und mittleren Unternehmen, über Schulen und Krankenhäuser bis hin zu Solaren Wasserpumpen für die Irrigation von Feldern. Um Kunden in entlegenen Dörfern gut betreuen zu können, hat Bonergie weitreichende Distributionskanäle vor Ort aufgebaut und betreibt bereits vier Regionalbüros. So wird die Region rund um die Hauptstadt Dakar, der Norden (Louga), der Süden (Ziguinchor) und der Südosten (Tambacounda) umfangreich abgedeckt. In den Regionalbüros befinden sich der lokale Vertrieb und das Team der Techniker, die zukünftig auch die hier zur Finanzierung stehenden Solar-Boutiquen betreuen werden. Um die „letzte Meile“ bis zur Abdeckung des gesamten Landes zu gehen, sind bis zum Jahr 2018 vier weitere Regionalbüros geplant sowie 100 Solar-Boutiquen, die in Dörfern um die einzelnen Regionalbüros angesiedelt werden. So möchte Bonergie innerhalb der nächsten fünf Jahre das Ziel erreichen, insgesamt 1 Million Menschen im Senegal mit Licht, Strom und Wasser zu versorgen. Durch den Zugang zu Energie beabsichtigt Bonergie Menschen handlungsfähiger zu machen, deren Lebenskomfort zu steigern und die Möglichkeit zu geben, ein Einkommen zu generieren. Dank flexibler Zahlungspläne können sämtliche Bonergie-Produkte eigenständig erworben werden. Die Kunden erzeugen ihren Strom selbst und zwar dort, wo er gebraucht wird. Das macht sie unabhängig und ihr Leben und auch ihre Arbeit werden planbar.

Bonergie GmbH & Co. KG | Am Lochholz 28 | 80999 München
Geschäftsführerin - Gabriele Lucie Michaela Eva-Ma Schwarz
+221 33 825 37 95 | info@bonergie.com

Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.