Solar-Home-Systeme zur netzfernen Stromversorgung in Nigeria - Sosai - Teil 3

Solar erreicht in
7.5% Rendite
0.5% Vorlaufzins
4 Jahre Laufzeit
224,200€ benötigt
218.4t CO2 Einsparung
224,200€ von 390 Investoren
Fundingschwelle: 112100
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Es handelt sich bei diesem Projekt um das dritte Projekt dieser Art von Sosai. Aufgrund des hohen Zuspruchs der Crowd werden wir versuchen, diesmal weitere 500 Systeme zu funden.

Hintergrund 

Gegenstand des hier vorliegenden Crowdinvesting-Projekts ist die Finanzierung von insgesamt 500 Solar-Home-Systemen (SHS). Es ist bereits das neunte über bettervest finanziertes SHS-Projekt in einem afrikanischen Land. Die vorigen Projekte zeigen, dass sich die SHS-Technologie für die ländliche Elektrifizierung eignet und sich bereits bewährt hat. Projektinhaberin ist die SOSAI Renewable Energies Company Ltd., ein schnell wachsendes, international angesehenes Unternehmen, welches auf erneuerbare Energien spezialisiert ist. Innerhalb dieses Projekts sollen 500 Haushalte mit SHS ausgerüstet werden und mindestens 6.000 Menschen von dieser solaren Off-Grid-Lösung profitieren. SOSAI plant mit dem über bettervest eingesammelten Geld unter anderem 500 Solar-Home-Systeme, 2.000 LED-Lampen, 500 Fernseher, 500 Ventilatoren und mehrere hundert Anschlüsse zum Aufladen von elektronischen Endgeräten zu kaufen. 

Technologie

SHS werden in Nigeria immer populärer und erfreuen sich aufgrund ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und ihrer einfachen Anwendung immer größerer Beliebtheit. Sie sind kleine Solarsysteme bestehend aus einem Solarmodul und einem Batteriespeicher. Das Solarmodul in Verbindung mit einer Batterie erlaubt das Speichern von Energie, welche dann in den Nachtsunden zu Beleuchtungszwecken zur Verfügung steht. Die LED-Lampen mit wenigen Watt Leistung spenden dabei ein so helles Licht, dass Schulkinder ihre Hausaufgaben erledigen und auch andere Arbeiten im Haushalt durchgeführt werden können. Die hier verwendeten Anlagen sind zudem modular ausbaubar. Sie können eine oder mehrere LED-Leuchten mit Strom versorgen und das Laden von Mobiltelefonen ermöglichen. Bei den 12 V-Ausführungen können sogar ein zum System passendes Radio, ein Fernseher oder ein Ventilator betrieben werden. Weiterhin können auch mehrere Systeme miteinander gekoppelt werden bzw. modular ausgebaut werden. Dazu werden weitere Batteriepacks und PV-Module zugekauft und einfach über Kabel untereinander verbunden. Dafür sind keinerlei zusätzlichen Fachkenntnisse erforderlich. Die Batterien kommunizieren in diesen Fällen miteinander, um eine Überladung bzw. Entladung einzelner Zellen zu vermeiden. 

Soziale Auswirkungen

In Nigeria leben derzeit ca. 180 Millionen Menschen, wovon ungefähr 39 % keinen Zugang zu Elektrizität haben (World Energy Outlook, 2017). Das öffentliche Netz ist in seiner Reichweite beschränkt und die meisten Gemeinden sind nicht an dieses angeschlossen. Des Weiteren wird es Jahrzehnte dauern bis dieses so ausgebaut sein wird, dass es die meisten Gebiete in Nigeria erreicht. Und selbst für die 61 % der Bevölkerung, die an das öffentliche Netz angeschlossen sind, ist die Stromversorgung oft nicht ausreichend. In den meisten ländlichen Gebieten ist die Bevölkerung bis jetzt auf Kerosinlampen und Kerzen zur Beleuchtung sowie auf Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung angewiesen. Die bis dato genutzten einfachen Kerosinlampen beinträchtigen die Gesundheit der Nutzer, spenden nur geringes Licht und verursachen immer wieder Brände. Zudem hat die Bevölkerung immer wieder mit Dieselpreisschwankungen und Kraftstoffmangel zu kämpfen. Dieses Projekt soll den ländlichen Gemeinden helfen, sich in Bezug auf Beleuchtung und das Laden von Endgeräten komplett von fossilen Brennstoffen zu lösen, die ländliche Energieversorgung grüner zu gestalten und Stabilität in Bezug auf die Energieversorgung zu gewährleisten. 


Klimaschutz 

Durch den Gebrauch erneuerbarer Energiequellen werden fossile Brennstoffe eingespart, im Besonderen Kerosin. Das CO2-Equivalent von Kerosin entspricht in etwa 2,4 kg CO2 pro Liter. Bei einem Verbrauch von 3,5 Litern pro Familie und Woche werden rund 440 kg CO2 pro Familie pro Jahr in die Atmosphäre emittiert. 500 Solar-Home-Systeme würden damit den Ausstoß von 218,4 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden.

SOSAI kauft mit dem über bettervest eingesammelten Kapital unter anderem 500 Solar-Home-Systeme, 2.000 LED-Lampen, 500 Fernseher, 500 Ventilatoren und mehrere hundert Anschlüsse zum Aufladen von elektronischen Endgeräten. Die von SOSAI vertriebenen Solar-Home-Systeme sind vom namenhaften deutschen Hersteller fosera. Die Systeme vom Typ LSHS sind modular aufgebaut und einfach im Umgang. Je nach Ansprüchen und finanziellen Möglichkeiten können weitere Solarmodule angeschlossen und die Batterieblocks erweitert werden. Weitere zukaufbare Komponenten sind beispielsweise Lampen verschiedenster Leuchtkraft (auch teilweise als Taschenlampen nutzbar), Radios und Fernseher auf 12 V-Basis. Des Weiteren bestehen Lademöglichkeiten für Mobiltelefone und Smartphones. Das gesamte System wird mit drei Jahren Garantie ausgeliefert, die auch Fabrikationsfehler beim System und der Batterie abdeckt. 

Das Projekt wird in der Region rund um Kaduna umgesetzt. Bei den dortigen Einstrahlungswerten kann das System ganzjährig betrieben werden. Auch während der sommerlichen Regenzeit ist nicht mit Ausfällen aufgrund zu geringer Sonneneinstrahlung zu rechnen. Die Solarmodule die zur Stromerzeugung verwendet werden sind aus polykristallinem Silizium und befinden sich in einem robusten Träger. Die Module können mit Schrauben oder auch freistehend auf einem Mast befestigt werden. Des Weiteren können sie über Verbindungsleitungen einfach zu größeren Leistungseinheiten gruppiert werden. Die eingesetzten Batterien bestehen aus Lithium-Eisenphosphat. Diese Batterien sind sehr sicher in ihrer Handhabung, robust und langlebig. Die Batterieblöcke kommunizieren so untereinander, dass sogar ältere Blöcke mit neuen verknüpft werden können. Dies ist bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht so einfach möglich. Es ist davon auszugehen, dass diese noch weit über die Finanzierungsphase hinaus im Einsatz sein werden. Das System ist außerdem standardmäßig mit zwei Lampen ausgestattet. Die Beleuchtungsstärke (Lichtstrom) des Systems entspricht mit 600 Lumen in etwa der von 60 kleinen Öllampen bzw. Kerzen (Wick Lamps). Auch bezüglich der LEDs ist davon auszugehen, dass diese weit über die Finanzierungsphase hinaus im Einsatz sein werden. Die von SOSAI bezogenen Fernsehgeräte sind 15,6 Zoll groß. Mit einer Leistung von 5,5 Watt können sie für mehrere Stunden mit dem System betrieben werden. Obwohl fosera ebenfalls einen Ventilator im Sortiment führt, hat sich SOSAI speziell für den Ventilator der Marke Solarway entschieden, da dieser zusätzlich ein kleines Leselicht und ein Radio beinhaltet. Er verfügt außerdem über ein eigenes Solarmodul und eine eigene Batterie. 

Die Finanzierung der Anlagen erfolgt über die eingesparten Kosten für das Lampenöl (Petroleum, Kerosin) und das Laden der Mobiltelefone. Über das sogenannte „Pay-As-You-Go“ System werden die Komponenten von den Nutzern über einen längeren Zeitraum hinweg abbezahlt. Dabei sollen die Ausgaben für das System die derzeitigen Ausgaben für Handyladungen, Kerosin und Lampenmaterial nicht überschreiten. Die Bezahlung erfolgt monatlich bzw. wöchentlich und wie in vielen afrikanischen Ländern üblich, über das Mobiltelefon. Wenn ein Kunde eine Rate nicht bezahlt, schaltet sich das System automatisch ab. Sollte der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen zwei Monate lang nicht nachkommen, behält sich SOSAI das Recht vor, das System beim Kunden abzuholen. Da das System mit GPS ausgestattet ist, kann es im Zweifel immer von SOSAI geortet werden.

Der Projektinhaber (Emittent) führt in Nigeria 10 % Quellensteuer auf die Zinszahlungen ab. Er bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird und sich damit ein geringerer Zinssatz ergibt.

Die Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 224.200 € und wird unter anderem für die Anschaffung von 500 Solar-Home-Systemen, 2.000 LED-Lampen, 500 Fernsehern, 500 Ventilatoren und mehreren hundert Anschlüssen zum Aufladen von elektronischen Endgeräten verwendet. Den Investoren wird eine Rendite von 7,5 % über eine Laufzeit von 4 Jahren angeboten. Legt man einen wöchentlichen Verbrauch von 3,5 Litern Kerosin zugrunde, belaufen sich die durch 250 Solar-Home-Systeme verursachten CO2-Einsparungen auf 218,4 Tonnen CO2 pro Jahr.

) {
Diese Information wird nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
Die restlichen Dokumente werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.

Frage 1: 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Grid-Anschlusses? D.h. wie weit ist die Entfernung zum nächsten Netzanschlusspunkt und in welcher Geschwindigkeit erfolgt der Ausbau der Netze? 

Antwort 1: 

Die meisten Gemeinden, in welchen Sosai SHS verkauft, sind 5 bis 10 Kilometer vom nächsten Netzanschlusspunkt entfernt. Es gibt aber auch Gemeinden, die sich in der Nähe vom öffentlichen Netz befinden, aber trotzdem keinen Zugang zu Elektrizität haben. Die Projektinhaberin sprach vor kurzem mit einem Dorf, welches seit 15 Jahren an das öffentliche Netz angeschlossen ist, aber seit den Installationen noch keinen Funken Strom gesehen hat. Die Projektinhaberin erhielt einen Auftrag über 50 SHS von diesem Dorf. Nach Sosais Einschätzung ist es so, dass es noch ca. 15 weitere Jahre oder mehr brauchen wird, bis im gesamten Land alle Dörfer ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. 


Frage 2:

Sind Konkurrenzprodukte in der Gegend vorhanden?

Antwort 2:

Das Unternehmen Sun King verkauft seit Kurzem auch Solar-Home-Systeme in der Gegend. Deren Produkt ist jedoch unterschiedlich zu dem von Sosai. Es enthält nur drei Lampen, während das SHS von Sosai mit vier Lampen, einem Ventilator und einem Fernseher geliefert wird.


Frage 3:

Warum ist im Energieberaterbericht nur von 250 SHS die Rede?

Antwort:

Das hier vorliegende Projekt ist das dritten von Sosai auf der bettervest-Plattform. Da dieses Projekt die gleichen Komponenten beinhaltet und gleich aufgebaut ist, wie das erste Projekt, entschied sich bettervest, den Bericht aus dem ersten Funding erneut zu verwenden. Bei diesem Projekt werden jedoch 500 SHS anstatt 250 finanziert, wodurch sich die Angaben aus dem Energieberaterbericht zu Ausgaben, Einnahmen, Einsparungen und CO2-Einsparungen jeweils verdoppeln. 

Die Informationen zur Umsetzung werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
Die Reportings stehen den Projektinvestoren in Kürze wieder zur Verfügung.

Unsere Mission ist es, den Menschen in Nigeria durch Erneuerbare Energien ein besseres Leben zu ermöglichen.

Foto: Habiba Ali - Geschäftsführerin

Habiba Ali - Geschäftsführerin

Unternehmensportrait

Foto: Sosai Renewable Energies Company Limited Sosai Renewable Energies Company Limited

SOSAI Renewable Energies Company Ltd. wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, mit Hilfe von unternehmerischen Handeln die ländliche Entwicklung zu fördern und den Zugang zu Elektrizität und sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung zu ermöglichen. Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Kaduna, im Norden Nigerias. Weitere Niederlassungen befinden sich in Kano sowie im Bundesstaat Niger. Derzeit beschäftigt SOSAI 15 Festangestellte und drei freie Mitarbeiter. Besonderen Wert legt die Geschäftsführerin, Habiba Ali, auf die Weiterbildung und Integration von Frauen in das Wirtschaftssystem. Getreu Ihrem Motto „when you train a woman, you train a nation“ hat Habiba die Initiative Matan Arewan Sosai gegründet. Diese fördert Social Woman Entrepreneurship in Nigeria, indem gezielt Frauen in das Vertriebsnetz für SOSAIs Solarprodukte einbezogen werden. Dieses innovative Konzept ermöglicht es einzelnen Frauen als Vertriebsagenten für gesamte Siedlungen zu agieren und begünstig somit eine selbstbestimmte Lebensweise. Habiba selbst ist bereits seit 2005 im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Als Mitgründerin der Developmental Association for Renewable Energies (DARE) war sie in vielseitigen Projekten des Clean Development Mechanism der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) tätig. Habiba hat einen Bachelor Abschluss in BWL (Buchhaltung) sowie einen Master Abschluss in Banken- und Finanzwesen. Derzeit arbeitet sie an ihrer Promotion im Bereich Management.


Sosai Renewable Energies Company Limited | Yakubu Gowon Way 1b | Kaduna, Nigeria
Geschäftsführer Habiba Ahmed Ali
+234 809 230 5719 // +234 803 619 1318 | sosai@sosairen.org