Nahwärmenetz mit Photovoltaik in Wohnsiedlung im Taunus

Solar erreicht in
6.5% Rendite
72.9t CO2 Einsparung
9 Jahre Laufzeit
100% effizienter
204,400€ benötigt
204,400€ von 228 Investoren
Fundingschwelle: 143080


In vorliegendem Bauvorhaben geht es um die Verringerung des Energieverbrauchs in den Bereichen Strom und Wärme sowie um die Ausgabenersparnis bei der Beschaffung der Energieversorgungskomponenten für Neubausiedlungen, in diesem Fall um 12 Neubauwohnungen. Die wird durch die Umsetzung eines Bürgerkraftwerkes ermöglicht. Projektierer ist die Wechselstrom Energiegenossenschaft, in Zusammenarbeit mit dem Bauträger „Traumhaus“ in Wiesbaden und der Wegatech GmbH in München. Durch die Installation einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einer hochmodernen Wärmepumpe wird eine sichere, ökologische und ökonomische Energieversorgung für 12 Einfamilienhäuser garantiert. Um dies zu gewährleisten, kauft, installiert und betreibt die Wechselstrom Energiegenossenschaft die PV-Anlagen zur dezentralen Stromversorgung der Wohneinheiten, die Brauchwasserpumpen für die dezentrale Warmwasserbereitung im Haus sowie zentrale Wärmepumpen mit Nahwärmenetz für 3–12 Wohneinheiten zur Wärmelieferung der Gebäude.

Solarstrom auf dem eigenen Dach zu erzeugen und im Haus zu verbrauchen ist heute wirtschaftlicher, als ihn ins Netz einzuspeisen. Dabei gilt: Je mehr Strom selbst genutzt werden kann, desto besser. Aus diesem Grund soll der Großteil des produzierten Stroms von den Bewohnern selbst genutzt werden. Und da ergänzen sich Wärmepumpe und Photovoltaikanlage hervorragend: Die Photovoltaikanlage liefert günstigen Strom für die Wärmepumpe und senkt damit die Heizkosten. Im Gegenzug steigert die Wärmepumpe durch die erhöhte Abnahme des Solarstroms die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage! Natürlich kann die Wärmepumpe nicht zu 100 % mit Solarstrom betrieben werden: Zum einen sollen auch andere Geräte im Gebäude Solarstrom nutzen, zum anderen muss auch nachts geheizt werden, wenn kein Solarstrom zur Verfügung steht. Im Winter reicht auch tagsüber die Leistung der Photovoltaikanlage oft nicht aus, damit die Wärmepumpe autark mit Solarstrom laufen kann. An dieser Stelle springt erneut die Wechselstrom eG ein. Der Mehrverbrauch an Strom, den die installierten PV-Anlagen nicht bedienen können, wird von der Wechselstrom eG aus 100 % zertifiziertem Ökostrom bereitgestellt, woraus ein neutraler CO2-Fußabdruck für alle 12 Einfamilienhäuser resultiert. Die Bewohner zahlen monatlich eine fixe Nutzungsgebühr für Strom, Warmwasser und Wärme an die Wechselstrom eG nach prognostiziertem Energieverbrauch. Diese innovative „Energieflatrate“ liegt mit ca. 1,55 € pro Monat/m2 weit unterhalb der für Hessen üblichen Betriebskosten pro Quadratmeter zzgl. Strom von 1,95 € (Stand 2016).

Für Anschaffung und Installation der Komponenten wird eine Gesamtfundingsumme von 204.400 € benötigt. Wechselstrom beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 6,5 % über 9 Jahre an den Einnahmen. Da 100 % der von den Bewohnern benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt, ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 72,9 Tonnen CO2 gegenüber Energie fossilen Quellen führt.


Die durch die Crowd zu finanzierenden Komponenten der Energieeffizienzmaßnahme bestehen aus PV-Modulen, Wechselrichtern, Wärmepumpen und Brauchwasserpumpen. Die PV-Module, die auf den Dächern der 12 Einfamilienhäuser installiert werden, sind vom Typ IBC PolySol 160 VL. Die an das Nahwärmenetz angeschlossenen Wärmepumpen sind von der Firma Panasonic, Modell Aquarea T-Cap. Die 200 Liter fassende Bauchwasserpumpe ist vom Typ Atlatic BWWP und die installierten Wechselrichter vom Typ Steck Stecagrid 3010 Coolcept. Weitere technische Daten entnehmen Sie bitte den Produktdatenblättern, dem Angebot sowie dem Energieberaterbericht.

Einnahmen
Einnahmen Energieverkauf im Mittel über die Laufzeit36.920,10€
Einnahmen Einspeisevergütung3.369,60€
Einnahmen Reststromverkauf1.200,00€
Einnahmen in Summe41.489,70€
Ausgaben
Haftpflicht und Betriebsausfall600,00€
Service PV500,00€
Service Wärmepumpen/HTZ3.500,00€
Stromzukauf eG4.500,00€
Ausgaben in Summe9.100,00€

Die Gesamtfundingsumme dieses Projektes liegt bei 204.400 €. Zwar betragen die Umsetzungskosten 206.405 €, der Projektinhaber trägt aber davon 24.000 € aus Eigenkapital. Aufgrund der günstigen Bedingungen für die Stromproduktion, der geringen Betriebskosten für die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage sowie der Ausnutzung von Skaleneffekten beim Zentraleinkauf von Strom kann die Wechselstrom eG nicht nur eine preisgünstige Quadratmeterpauschale anbieten, sondern selber daran mitverdienen. Die Wechselstrom eG wird die Crowd mit einer Rendite von 6,5 % über 9 Jahre am Überschuss dieser Win-Win-Situation beteiligen. Die 12 Einfamilienhäuser werden nach Fertigstellung mit Strom und Wärme aus 100 % regenerativen Quellen versorgt und somit jährlich 72,9 Tonnen CO2 einsparen.

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1.  Frage: Um wie viele Häuser handelt es sich konkret bei diesem Projekt?

     Ant   : Es handelt sich um 12 Häuser. 


2.  Frage: Trägt der Projektinhaber auch einen Eigenanteil? 

     Ant   : Ja, sein Eigenanteil beträgt 24.000€, das sind die Einlagen der Genossen aus der Genossenschaft.


3.  Frage: Sind die Verträge mit den Hausbesitzern schon unter gezeichnet? Wenn ja, auf welche Laufzeit?

     Ant   : Ja, alle Verträge sind bereits gezeichnet und auf eine Laufzeit von 15 Jahren. Jeder Hausbesitzer ist Mitglied der Genossenschaft.


4.  Frage: Habt ihr schon Projekte dieser Art finanziert? Wenn ja, wie viele bisher?

     Ant   : Traumhaus und wir realisieren 300 p.a. nach diesem Muster.  


5.  Frage: Wie viele Genossen fasst die Genossenschaft?

      Ant  : Die Genossenschaft besteht aus 100 Mitgliedern.


6.  Frage: Wenn jeder Hausbesitzer eine Genosse sein muss, wie kann es dann sein dass 100 Investoren 350 Häuser realisieren? 

      Ant  : Die Zahl der Häuser spiegelt nicht die 1:1 die Mitgliederzahl, da je nach Projekt die Eigentümergemeinschaft (über mehrere Häuser ) Mitglied wird.  Entsprechend wird dadurch wird der Genossenschaftsbeitrag höher.     


7.  Frage: Sind die beiden Energiezentralen miteinander gekoppelt oder sind diese "auf sich alleine" gestellt?

      Ant  : Es wird zwei eigenständige HTZ geben. 


8. Frage :  Können Sie etwas zum Geschäftszwecke der Genossenschaft in Bezug auf das Projekt sagen?

     Ant   :  Die Genossenschaft wird Eigentümerin und Betreiberin der Energiekomponente, nicht der Grundstücke der HTZ. Grundsätzlich ist das Ziel den Hausbesitzern als eG-Mitglieder planbare und kostengünstige Energiekosten auf regenerativer Basis zur Verfügung zu stellen. Mittelfristig gehen die Anlagen in den Besitz der Hauseigentümer über (Option).

 

   

 

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„Crowdfunding ist für uns eine neue Art der Genossenschaft. Genossenschaften und Crowdfunding gehören absolut zusammen, und daher wollen wir als Genossenschaften auch in der Zusatzfinanzierung konsequent nur mit Bürgerfinanzierungen arbeiten.“

Foto: Peter Schmidt – Geschäftsführer Wechselstrom eG

Peter Schmidt – Geschäftsführer Wechselstrom eG

Unternehmensportrait

Foto: Wechselstrom Energiegenossenschaft eG Wechselstrom Energiegenossenschaft eG

Die etablierte Wechselstrom Energiegenossenschaft unterstützt mit ihrem Motto „Power to the People“ alle Maßnahmen, die zur Verringerung des Energieverbrauchs in den Bereichen Strom und Wärme und zu einer signifikanten Ausgabenersparnis bei der Beschaffung der Energieversorgungskomponenten führen. Dies erfolgt in der Umsetzung von „Bürgerkraftwerken vor Ort“, in der Regel als Quartierlösung mit bis zu 300 Wohneinheiten, vorzugsweise von neugebauten Einfamilienhäusern.

Dabei steht das Prinzip „Nutzen statt Besitzen“ („Collaborative Energy Consumption“ ) im Vordergrund. Dieses Grundprinzip lässt sich wie folgt beschreiben:

Die grundsätzliche Anforderung ist immer eine sichere, ökologische und ökonomische Energieversorgung für das Quartier mit folgenden Zielen

    Dezentrale Erzeugung so weit wie möglich.

    Die Versorgung liegt in den Händen von Bewohnern und Nutzern als Mitgliedern der Energiegenossenschaft.

     Langfristige Einsparungen beim Energie- und Wärmebezug.

     Mehr Unabhängigkeit vom etablierten Energieversorger.

Die Energieversorgung im Quartier erfolgt generell nach der

Idee der „Collaborative Economy“ mit dem Grundprinzip: Nutzen/leihen statt besitzen, d.h.:

       Keine Investition in Energie-Hardware für Mitglieder.

       Das CEC-Prinzip (Collaborative Energy Consumption) fördert eine veränderte Konsumeinstellung.

       Gemeinsames Wirtschaften auf Genossenschaftsbasis.

       Vom Konsumenten zum Unternehmer: Späterer Besitz des Bürgerkraftwerkes.


       Langfristige Überführung des Kraftwerkes in Bürgerhand.


Wechselstrom Energiegenossenschaft eG | Pierstraße 8 | 50997 Köln
Geschäftsführer: Peter Schmidt
+49 2236 8886610 | info@wechselstrom-eg.de

Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.