Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG - Mourdiah (Mali)

Solar erreicht in
9% Rendite
41.16t CO2 Einsparung
7 Jahre Laufzeit
10% effizienter
107,700€ benötigt
107,700€ von 174 Investoren

Die Firma Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG möchte mit bettervest das weltweit erste mobile Solarkraftwerk als Mietkaufmodell via Crowdfunding finanzieren und stellt hier ein Pilotprojekt vor. Gemeinsam mit gespendeten LEDs von Lumindo und zwei vom Projektinhaber finanzierten Kleinwindanlagen von FuSystems SkyWind UG soll das Dorf Mourdiah in Westafrika mit Strom und Licht versorgt werden. Die benötigte Gesamtsumme für die Realisierung des Projektes beträgt 107.700€. Das Projekt bietet eine jährliche Verzinsung von 9% über eine Laufzeit von 7 Jahren.

Das mobile Solarkraftwerk auf Containerbasis wurde von der Duisburger Firma Multicon Solar GmbH & Co. KG für die Bundeswehr entwickelt. Derzeit befindet sich ein Prototyp in Afghanistan im Einsatz. Das Projektteam hat gemeinsam mit Multicon das Konzept für die zivile Nutzung in Afrika weiterentwickelt. Abweichend von der Südausrichtung der Module, die wir aus Deutschland kennen, wird der hier finanzierte Prototyp in einer Ost-West-Ausrichtung konstruiert, da der Standort näher am Äquator liegt und so eine bessere Ausnutzung des Sonnenstrahlung möglich ist. Eine entsprechende Animation ist bei Youtube zu sehen (Link folgt). Die Anlage kann innerhalb von ca. einer halben Stunde auf- und abgebaut werden, wodurch man sie gut gegen auftretende Sandstürme schützen kann.


Erstes Afrika-Projekt einer deutschen Crowdinvesting-Plattform

Dieses Projekt ist nicht nur eine innovative technische Lösung mit einer großen Vision und einem spannenden Team. Es ist auch für die deutsche Plattform bettervest ein großer Schritt auf den afrikanischen Kontinent, den bettervest-Co-Gründer Torsten Schreiber, dessen Familie auch an der Projektierungsgesellschaft beteiligt ist, mit viel Herzblut und Leidenschaft vorantreibt. Dieser Schritt birgt große Herausforderungen und auch Risiken. Deshalb haben wir uns bei unserer Expansion nach Afrika dafür entschieden, nur mit deutschen Projektinhabern zu arbeiten, die auch als juristische (Ansprech-)Partner für die Crowd zur Verfügung stehen und in Deutschland verwurzelt sind.>

Es gibt in Deutschland und Afrika viele Menschen, die jahrzehntelange Fehlentwicklungen in der Entwicklungs- und Afrikapolitik verändern möchten, insbesondere Menschen, wie Lamine Diallo, Charlie Njonmou und Alassane Maiga, die viele Jahre in Deutschland gelebt haben, unsere Mentalität verstehen und wertschätzen, gleichzeitig aber ihre Länder und ihren Kontinent lieben und deshalb zurückgegangen sind um ihre Länder und Bevölkerung nach vorne zu bringen.

Empfang des Projektteams in Mourdiah (Januar 2015)



Bisher werden in Mourdiah alte Dieselgeneratoren zur Stromproduktion eingesetzt. Der hierdurch erzeugte Strom kostet aktuell mind. 0,4€/kWh – eine jährliche Preissteigerung von 6% ist wahrscheinlich und von den Fachenergieberatern prognostiziert (was über zehn Jahre zu einem mittleren Energiepreis von 0,55€/kWh führen wird) und verschmutzt, neben der enormen Lärmbelastung, die Umwelt durch ungefilterte Emissionen.

Da für bettervest ein deutscher Projektpartner obligatorisch ist, übernimmt die Projektgesellschaft “Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG” die Steuerung und das Management des Projektes von Deutschland aus. Ein deutschsprachiger Servicepartner in Westafrika, kümmert sich um Betrieb und Wartung der Anlage und erhält hierfür 2400€ jährlich. Zwei vor Ort ausgebildete Servicemitarbeiter übernehmen den First Level Support und sorgen für die Sicherheit, sowie die Säuberung der Panele und den Schutz des Objektes. Die Serviceleitung überprüft die Anlage per Fernwartung und übernimmt bei Bedarf den Second Level Support vor Ort. Somit findet auch ein Know-how-Transfer in die Region statt, was ein wichtger sozialer Bestandteil des Projektes ist. 

Die Dorfgemeinde zahlt über den Servicepartner jährlich 21.600€ für die Nutzung der Anlage im Mietkaufverfahren sowie 2.400€ für die Wartung und Service. Würde das Dorf dieselbe Menge Strom, die der Photovoltaik-Container produziert, mit Dieselgeneratoren produzieren, so würde das Dorf im Mittel über zehn Jahre (bei Annahme eines Dieselpreises von 1,19€ je Liter, Wirkungsgrad der Generatoren von 30%, Energieinhalt des Diesel von 9,744 kWh je Liter Diesel, 6% Energiepreissteigerung – s. Energiebericht) eine Summe von 25.706,54€ ausgeben müssen. Dieselgeneratoren benötigen auch Wartung, was mit 0,03€ je produzierte kWh Strom angenommen werden kann, womit wir bei Wartungskosten in Höhe von 1.394€ bei den Dieselgeneratoren landen. Wenn man somit die jährlichen Kosten einer Stromproduktion mittels Dieselgeneratoren und Photovoltaik im Dorf vergleicht, spart das Dorf durch die Maßnahme über die zehn Jahre im Mittel 3101€ pro Jahr. Es ist davon auszugehen, dass nicht 100% des produzierten Photovoltaikstroms bei den Endnutzern ankommt durch Verluste in der Leitung, Wartung und Verschmutzung der Module. Dem stehen ähnliche Verluste der Dieselgeneratoren entgegen. Durch die Spende von LED Lampen und von zwei Kleinwindanlagen, die ebenfalls Strom produzieren werden, ist stark davon auszugehen, dass das Dorf Energiekosteneinsparungen in benannter Höhe haben wird. 

Ab dem elften Betriebsjahr überlässt die Projektgesellschaft der Dorfgemeinschaft außerdem das Solarkraftwerk mietfrei. Das bedeutet, dass die Gemeinde mindestens weitere zehn bis 15 Jahre Strom erzeugen wird und das, abgesehen von etwaigen Wartungskosten, kostenfrei! Da das Geschäftsmodell des Projektinhabers jedes Jahr weitere Standorte entwickelt, wird die Dorfgemeinschaft auch nach der Auslösung der Investoren, weiter von der Servicegesellschaft betreut. 

Die lokale Servicefirma und Dorfgemeinschaft werden eine Schulung vom Hersteller Multicon erhalten und unterstützt werden, die produzierte Strommenge soweit wie möglich ohne Verteil- und Abnahmeverluste nutzen zu können. Denn die beinhalteten Batterien haben nur eine begrenzte Kapazität: durch die Schulung soll sichergestellt werden, dass der Lastverlauf dem Produktionsverlauf der Photovoltaikanlage entspricht. 

In afrikanischen Dorfgemeinschaften spielen sogenannte Dorfchefs eine wichtige Rolle. Gerade in dörflichen und ländlichen Regionen wie Mourdiah besitzen die Familien der Dorfchefs, die einer Erblinie folgen, den größten Einfluss. Das Wort oder der Vertrag mit dem Dorfchef ist daher Gesetz und die höchste Autorität. Im Falle von Mourdiah wurde der Vertrag mit Dorfchef Sékouba Diarra geschlossen. Dieser wird die Verteilung des Stroms und Abrechnung des Verkaufs der Stromeinheiten übernehmen und verantworten. 

Aufgrund der mobilen Containerbauweise können die Solarcontainer im Falle eines Risikos oder eines Rückzahlungsausfalls sofort mit einem normalen Truck wegtransportiert werden. Dies stellt eine größere Sicherheit für den Projektinhaber und somit der Investition dar.

Projektdetails
Stromproduktion46.477 kWh
Einnahmen Mietkauf24.000€
Ausgaben Service2.400€
Einnahmenüberschuss21.600€

Plausibilität und Energiegutachten

Um für das erste Projekt in Afrika die beste Projektprüfung von erfahrenen Ingenieuren zu gewährleisten, hat bettervest die international tätige Organisation “Ingenieure ohne Grenzen” eingebunden. Sämtliche Berechnungen und Simulationen wurden durch Herrn Andreas Drews und Herrn Hannes Schröder der Firma SEE in Freiburg, die auch bei „Ingenieure ohne Grenzen“ tätig sind, in beigefügter Stellungnahme auf ihre Plausibilität und Machbarkeit überprüft. Somit konnte ein sehr erfahrener, wenn nicht sogar der erfahrenste Partner für Projekte in Afrika, in das Projekt eingebunden werden.


Rolf aus der bettervest - Community hat die Entwicklung des Projekts aus Sicht des Dorfes einmal grafisch aufbereitet.

Das System ist mit Modulen der Firma aleo Solar GmbH, mit den Wechselrichtern SMA Tripower 1200TL-20 und SMA 1500TL-10, den Inselwechselrichtern SMA Sunny Island 6.0 und den Batterien SF-LFP300AHA der Firma Sistemi Fotovoltaici Srl. für den Energiespeicher ausgestattet. Das System wird in einer vollintegrierten Containerlösung der Firma Multicon Solar GmbH & Co. KG realisiert werden. Die DC-Gesamtleistung der Anlage beträgt 29,58 kWp. Es handelt sich also hierbei um eine echte Photovoltaik-Insellösung, die sogar mobil ist.

Hinweis: Laut Konzept wurde mit aleo Modulen geplant, aufgrund der aktuelle Lage wird man aber zu einem Ersatzmodul greifen.


Zusätzliche Tests mit Kleinwindanlagen von FuSystems

In Kooperation mit der FuSystems SkyWind UG aus Langenhagen wird das mobile Solarkraftwerk zusätzlich mit zwei Kleinstwindanlagen vom Typ “SkyWind” ausgerüstet. Diese Anlagen sind nicht Teil der Berechnung und Kalkulation, was den Ertrag bzw. den Ankauf der Anlagen angeht, steuern aber zusätzlich bis zu 2 kW an Leistung bei. Die Anlagen werden vom Projektinhaber zu Testzwecken aus Eigentkapital finanziert und führen somit zu einer weiteren Stromgenerierung für das Dorf. Gemeinsam mit dem Gründer und Preisträger von “Deutschland Land der Ideen” werden die Steuerung und die Anlagen für die mobilen Solarkraftwerke anhand der künftigen Messdaten optimiert und dann bei künftigen Projekten und Standorten auch Teil der Konzeption und Berechnung sein. Insbesondere nachts helfen diese Anlagen die Speicher zu entlasten.


Enormer öko-sozialer Impact

1,5 Milliarden Menschen leben ohne Anschluss ans Stromnetz. Mit diesem Projekt unterstützt die bettervest-Crowd nicht nur ein nachhaltiges Konzept und ein Projekt, das durch die Reduktion von CO2-Emissionen einen ökologischen Aspekt hat. Die Umsetzung und Skalierung dieses Geschäftsmodells hat auch einen enormen sozialen Aspekt. Strom ist der Beginn einer jeden Entwicklung, auch von kleinen Geschäftstätigkeiten, Wasserförderung, Landwirtschaft, etc.

Die Menschen in der Nara-Region besitzen ein Drittel der Rinder- und Ziegenherden des Landes. Aufgrund fehlender Möglichkeiten, z.B. Milch zu kühlen, muss hier über die Hälfte der Milch weggeschüttet werden. Anders als in Europa hat sich das Handy dort zum Zahlungssystem entwickelt und ermöglicht so den Handel von Gütern und Waren. Zum Aufladen der Telefone wird Strom benötigt, der die nächsten Schritte dann möglich macht. Kinder können mit LED-Licht besser lernen als mit einer Kerosin-Lampe, es können sich kleine Geschäfte wie Kioske etablieren, die kühle Getränke oder das Laden von Telefonen anbieten.

Andere Projekte in der Subsahara haben gezeigt, dass ein Drittel der Menschen, die vorher keinen Strom hatten, danach einer Geschäftstätigkeit nachgehen und jeweils ca. 350€ Umsatz im Jahr erwirtschaften. Jeder Solarcontainer erzeugt somit ein lokales Wirtschaftswachstum und stärkt die Region. Zusätzlich kommt es zu einem Know-how-Transfer zur Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort. In jedem Dorf werden zwei Servicetechniker ausgebildet.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 107.700€ und beinhaltet die Herstellungskosten, die Transportkosten, die Treuhandgebühren und die bettervest-Listingebühr. Der zu erwartende Überschuss für die Projektgesellschaft liegt bei 21.600€ jährlich, wovon 99,07% über 7 Jahre an de Crowd zurückbezahlt werden, was einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 9% für die Investoren entspricht. Ausgaben für Versicherung wurde hier nicht eingerechnet, es wird eine Global Policy geben, deren Kosten noch nicht beziffert werden können, die aber aus dem Eigenkapital der Gesellschaft finanziert wird Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von 15.899 Litern Diesel ein, und produziert jährlich 46.477 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 41,16t CO2 jährlich eingespart. Die Fundingschwelle liegt bei 80%, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich gefunded, wenn nur 86.160€ eingesammelt werden. Der Projektinhaber steuert in dem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

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Mit unseren mobilen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken bieten wir eine bezahlbare, skalierbare und nachhaltige Lösung für die Energieprobleme außerhalb großer Städte Afrikas. Dorfgemeinschaften, Plantagen, Hilfsorganisationen, etc. können unser Solarkraftwerk einsetzen und erneuerbaren Strom schnell und ohne Aufwand produzieren, statt Diesel zu verbrennen.

Foto: Charlie Njonmou - Geschäftsführer Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG

Charlie Njonmou - Geschäftsführer Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG

Unternehmensportrait

Foto: Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG

Die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG wurde speziell für die Realisierung dieser Geschäftsidee gegründet. Die Gesellschaft plant über das hier vorgestellte Pilotprojekt hinaus die Realisierung von weiteren zehn mobilen Solarkraftwerken pro Jahr, die ebenfalls an verschiedenen Standorten in Westafrika aufgestellt und vermietet werden. Durch die Diversifikation der Kraftwerksstandorte entsteht eine weitere Sicherheit, denn bei Zahlungsausfall kann ein mobiles Kraftwerk innerhalb kürzester Zeit mit geringem Aufwand “verlegt” werden.

Geschäftsführer und Mitgründer der Gesellschaft ist Charlie Njonmou. Er ist 34 Jahre alt, hat an der technischen Hochschule in Darmstadt mit erfolgreichem Abschluss, Energiewirtschaft studiert und absolviert aktuell auch in ein Aufbaustudium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen. In Kamerun hat er einen Bachelor in internationalem Handel erlangt und eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Systemintegration erfolgreich abgeschlossen. Charlie Njonmou spricht neben seiner Landessprache fließend Englisch, Französisch und Deutsch. Vor dem Projekt mobile Solarkraftwerke Afrika hat Charlie Njonmou in Kooperation mit WSCAfrik an Projekten zur Ausbildung von Technikern in Photovoltaikanlagen in Kamerun mitgearbeitet. Die dabei geplante Schule wurde zwischenzeitlich eröffnet und hat 40 Auszubildende.

Mitgesellschafter der Projektgesellschaft “Mobile Solarkraftwerk Afrika GmbH & Co. KG” ist außerdem die Wasserturm Invest GmbH, die das Projekt entwickelt hat. Geschäftsführer der Wasserturm Invest GmbH ist Manfred Weber, der der bettervest Crowd schon durch sein Unternehmen GTC GmbH bekannt ist.


Prominenter Schirmherr für das PilotprojektFür das Pilotprojekt konnte Dioncounda Traoré, ehemaliger Präsident von Mali, gewonnen werden, der selbst in Mourdiah aufgewachsen ist.



Servicepartner in Afrika

Um das Projekt, den Container und die Gewährleistung vor Ort in Westafrika kümmert sich die Africa GreenTec SA in Mali, ein JointVenture zwischen afrikanischen Unternehmern und Ingenieuren. Vorstand und Gründer der Africa GreenTec SA ist Lamine Diallo, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und in Berlin seinen Master in Finanzcontrolling abgeschlossen hat.


Mitgründer & CTO ist Alassane Maiga, der wie Lamine Diallo, 16 Jahre in Deutschland studiert und gearbeitet hat. Alassane Maiga ist Dipl. Wirtschaftsingenieur und Dipl. Ingenieur (FH) und hat seine beiden Studiengänge in Saarbrücken absolviert. Er betreut das gesamte Projekt als Ingenieur und gewährleistet Wartung, Ausbildung und Service.


Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG | Mergenthalerallee 10-12 | 65760 Eschborn
Charlie Njonmou (Geschäftsführer)
06182 843 8715 | charlie@solarcontainer.org

Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.