Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH

LED Beleuchtung erreicht in
23,350€ benötigt
23,350€ erreicht von 59 Investoren
Die hier beschriebene Energieeffizenzmaßnahme wurde erfolgreich umgesetzt. Die ersten Auszahlungen sind aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens noch nicht erfolgt, alle Investoren wurden umgehend nach Bekanntwerden darüber informiert und werden über künftige Neuigkeiten des Verfahrens auf dem Laufenden gehalten.

In diesem Projekt geht es um den Austausch einer veralteten T8- durch eine energiesparende T5-Leuchtstoffröhrenbeleuchtung, sowie um die Neuinstallation einer energetisch innovativen Aquaristik. 


Ausgangssituation

Die derzeitige Deckenbeleuchtung ist zu dunkel ausgelegt. Sie besteht aus einem alten T8-Leuchtstoffröhren-Beleuchtungssystem mit 150 Leuchtstoffröhren und konventionellen Vorschaltgeräten. Der jährliche Energieverbrauch wird bei 3.624 Betriebsstunden im Jahr auf 44.358 kWh pro Jahr kalkuliert. Hierbei entstehen Energiekosten von 6.430€ im Jahr, unter Berücksichtigung des Energiepreises des Marktes für das kommende Jahr von 0,145€/kWh. Im Bereich des Lagers des ehemaligen Garten-Centers soll zudem die Aquaristik mit 31 Becken für Wassertiere neu untergebracht werden. Jedes Becken umfasst 250l Wasserinhalt und soll auf einer Temperatur zwischen 25 und 30°C betrieben werden. Die Becken werden in drei übereinander liegenden Ebenen installiert.

Sanierung der Beleuchtung

Im Rahmen der Energiekonzepterstellung wurden durch den Energieberater für den Heimtierfachmarkt vier verschiedene Varianten untersucht:

  • Variante 1: Neuausstattung des Marktes mit einem ganz neuen T5-Leuchtstoffröhrensystem mit elektronischen Vorschaltgeräten (EVG)
  • Variante 2: Neuausstattung des Marktes mit einem ganz neuen LED-Lichtsystem
  • Variante 3: Einbau eines Retrofit-T5-Leuchtstoffröhrensystems mit EVG mit Reflektor in das bestehende T8-Leuchtstoffröhrensystem, teilweise Neuinstallation von T5-Leuchtstoffröhren (da sonst zu dunkel)
  • Variante 4: Einbau eines Retrofit-LED-Systems in das bestehende T8-Leuchtstoffröhrensystem, teilweise Neuinstallation von LED-Systemen (da sonst zu dunkel)

Als wirtschaftlich und ökologisch beste Lösung wurde die Variante 3 empfohlen. Im Bereich der ehemaligen Verkaufshalle wird das Retrofit-System Etalux-Pro in die bestehenden Fassungen des T8-Beleuchtungssystems eingebaut. Das System verfügt über ein EVG, die T5-Leuchtstoffröhre wird in ein Hüllrohr eingesetzt. Dabei sorgt das Hüllrohr für optimale Betriebstemperaturen der Leuchte und schützt diese. Es wird mit einer Lebenserwartung von 21.000 Stunden für die Leuchten bei 10% Leuchtstärkenverlust (Herstellerangaben Fa. Osram bzw. Philipps) gerechnet. Ein Reflektor strahlt das rückwärtige Licht der Leuchte zurück und erhöht damit zusätzlich die Beleuchtungsstärke in der Marktfläche. So ist eine Beleuchtungsstärke von über 350 Lux in Regalhöhe durch die 150 bestehenden Leuchtstoffröhren zu erreichen. 

Gegenüber der Variante 4 mit einem Retrofit-LED-System werden mit dem T5-System erheblich höhere Beleuchtungsstärken erreicht. Variante 4 hätte zur Ausleuchtung nicht ausgereicht, was das ausschlaggebende Kriterium war. Die Varianten 1 und 2 würden zwar höhere Beleuchtungsstärken erreichbar machen, erfordern jedoch eine komplette Neuinstallation der Leuchtstoffröhrenträger. Die höhere Beleuchtungsstärke wäre zudem mit einem wesentlich höheren Stromverbrauch verbunden, weshalb diese Varianten auch wegen der hohen Investitionskosten als unwirtschaftlich ausscheiden.

Im Bereich des ehemaligen Lagerraums muss die Beleuchtung komplett geändert werden. Hier kommen bei Variante 3 dann 27 neue T5-Leuchtensysteme mit EVG zum Einsatz.

Der Variantenvergleich lieferte als beste Lösung also Variante 3 für die Sanierung des Beleuchtungssystems im Heimtierfachmarkt. Das bedeutet den Einbau von 150 T5-Retrofit-Leuchtsystemen mit EVG in das bestehende T8-Leuchtensystem sowie den Einbau von 27 neuen T5-Leuchtensystemen im Bereich des ehemaligen Lagers.


Neuinstallation der energetisch innovativen Aquaristik

Um die Verdunstungsverluste in Grenzen zu halten sind die Becken der Aquaristik grundsätzlich weitgehend durch Glasscheiben gekapselt und von der Umgebungsluft getrennt. Die Rückseiten der Becken sind gedämmt, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Bei handelsüblichen Aquaristikbecken (Grundvariante = Variante 1) wird jedes Becken mit einer Elektro-Warmwasser-Heizung von 300W, einer Umwälzpumpe von 12W, einer T5-Leuchtstroffröhre von 54W sowie einem elektronischen Vorschaltgerät (EVG) von 5 Watt elektrischer Leistung ausgestattet. Der jährliche elektrische Energieverbrauch wird bei dieser Grundvariante bei annähernd ganzjährig betriebenen Geräten auf 40.835 kWh pro Jahr berechnet, wobei ein gemittelter Teillast-Betrieb der Pumpen von 40% angenommen wurde.

Im Rahmen der Energiekonzepterstellung wurden für den Markt folgende Alternativ-Varianten untersucht:

  • Variante 2: 

Zunächst werden die Aquarien über Mischer-Ventile an die Wärmeverteilung des Gebäudes (Fernwärme) angeschlossen und auf das Grundtemperaturniveau von 25°C beheizt. Becken mit einem höheren Temperaturbedarf werden durch Elektroheizungen nachgeheizt. Durch den Einsatz der umweltfreundlicheren Fernwärme werden Kosten und CO2-Emissionen eingespart.

Die vorhandene T5-Beleuchtung wird durch 25W LED-Lampen ohne EVG ersetzt. Hierdurch werden die Wärmeverluste der T5-Beleuchutng mit EVG von 59 Watt um mehr als die Hälfte reduziert. Weiterhin wird der Wechselzyklus der Lampen um den Faktor 10 verringert.

Zusätzlich werden die Umwälzpumpen durch eine zentrale Druckluftverteilung mit Kompressor ersetzt. Hierdurch werden die elektrischen Verluste ebenfalls um ca. 33 % verringert.

Die Investitionskosten der Variante 2 betragen 7.774€ zzgl. MwSt.. Der zu erwartende elektrische Energieverbrauch wird auf 4.774 kWh pro Jahr gesenkt. Der Verbrauch an Fernwärme beträgt 34.216 kWh pro Jahr.

  • Variante 3:

Variante 3 ist identisch zu Variante 2 mit der Ausnahme, dass zusätzlich ein Pufferspeicher als thermische Weiche zwischen Fernwärme-Übergabestation und Aquarienheizung installiert wird. Hierdurch wird die Gefahr eines Fehlers in der Wärmeverteilung durch Über- oder Unterheizen der Becken verringert. Auch können gezielt Leistungsspitzen im Fernwärmebezug vermieden werden.

Die Investitionskosten der Variante 3 betragen 9.074€ zzgl. MwSt. Der elektrische Energieverbrauch der Variante 3 ist dem der Variante 2 identisch. Der jährliche Fernwärme-Verbrauch beträgt 35.194 kWh pro Jahr.

Variante 2 und 3 führen zu einem stark reduzierten Stromverbrauch, wenn auch der Fernwärmebedarf hinzukommt. Dennoch sind diese Varianten im Vergleich zur Grundvariante viel ökologischer und wirtschaftlicher. 

Trotz des etwas größeren Wärmebedarfs bei Variante 3 gegenüber Variante 2, wurde wegen der oben beschriebenen Vorteile (Vermeidung Gefahr eines Fehlers in der Wärmeverteilung durch Über- oder Unterheizen der Becken und Vermeidung von Leistungsspitzen im Fernwärmebezug) Variante 3 als beste Lösung vom Energieberater empfohlen.

Der Mehrpreis von Variante 3 gegenüber der Grundvariante (Variante 1) liegt bei 6.838€. Da die Grundvariante eh installiert werden müsste, finanziert bettervest nur das energieeffiziente Upgrade. Bei dieser Version kann von einer jährlichen Energiekosteneinsparung von 2.419€ ausgegangen werden. Die CO2-Emissionen werden um 13,5 Tonnen pro Jahr gesenkt.

Energiedetails
Energieform Strom / Fernwärme
Energieverbrauch vorher85.193 kWh / 0 kWh
Erwarteter Energieverbrauch28.848 kWh / 35.194 kWh
Energiekosten vorher12.353€ / 0€
Erwartete Energiekosten4.183€ / 2.833€
Erwartete Einsparungkum. 5.337€
Energiepreis/kWh0,145€ / 0,0805€


Durch die Sanierung des Beleuchtungssystems im Heimtierfachmarkt, sowie die innovative Ausrüstung der Aquarien kann der Stromverbrauch für beide Systeme insgesamt um 66% verringert werden. Die zu erwartende jährliche Energiekosteneinsparung liegt bei 5.336,91€, unter Berücksichtigung eines Strompreises des Marktes für das kommende Jahr von 14,5 Cent/kWh und Fernwärmepreis von 0,0805€/kWh.

Die Investitionskosten beider Maßnahmen betragen zusammen inklusive Montagekosten 23.061€ zzgl. MwSt. Schleidt Heimtierfachmarkt wird einen Anteil von 2.000€ dieser Kosten selbst tragen Zuzüglich bettervest-Gebühr und Treuhandkosten liegt die gesamt zu finanzierende Summe bei 23.350€.

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"Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind zentrale Bestandteile unseres Unternehmenskonzeptes. Daher wollen wir auch bezüglich unseres Energieverbrauchs so vorbildlich wie möglich sein. Bettervest gibt uns die Chance Projekte unkompliziert zu finanzieren. Nur so ist es uns möglich all unsere Energieeffizienzpotentiale auszuschöpfen."

Foto: Hans Michael Schleidt - Geschäftsführer Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH

Hans Michael Schleidt - Geschäftsführer Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH

Unternehmensportrait

Foto: Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH

Das Unternehmen Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH beschäftigt sich mit dem Verkauf von Zubehör und Futtermitteln für Haustiere. An den vier Standorten werden auch Lebendtiere geführt, wobei die Aquaristik im Vordergrund steht. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen ganz aktuell 40 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2012 einen Umsatz von etwa 5,8 Mio.€. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH. Dies bezieht sich sowohl auf den Verkauf und die Haltung von Tieren als auch auf die Nachhaltigkeit bei den Futtermitteln. Was die Tierhaltung angeht, ist das Unternehmen stets bemüht die Tiere artgerecht in großen Gehegen zu halten. Auch die Abgabe an Kunden erfolgt nicht wahllos, sondern nach festgelegten Regeln, wie z.B. dass Rudeltiere auch nur im Rudel, also mindestens zu zweien abgegeben werden. Bei den Futtermitteln ist der Heimtierfachmarkt ständig auf der Suche nach Herstellern, die sich ebenfalls der Nachhaltigkeit in der Produktion verschrieben haben. So sollen die verarbeiteten Zutaten zumindest lokal produziert worden sein.

Jetzt soll die Nachhaltigkeit auch auf den Energieverbrauch in den Märkten ausgedehnt werden. Begonnen wird damit am neuen Standort in Saarlouis/Saar, der bereits als Gartencenter in Betrieb ist. Hier wird nun zusätzlich zum Gartencenter ein Zoofachmarkt eingerichtet. An diesem Standort soll eine weitgehende Autonomie im Energieverbrauch erreicht werden. Neben dem Austausch des Beleuchtungssystems wird auch eine neue Heiztechnik für die Aquarienanlage mit Wärmetauscher und Wärmepumpe und die Einführung einer Wärmerückgewinnung bei der Lüftungsanlage angestrebt. Auch diese Projekte sollen mittels bettervest finanziert werden. Zusätzlich wird eine Photovoltaikanlage installiert werden, sodass der verbrauchte Strom weitgehend auch vom Markt selbst erzeugt werden kann.


Schleidt Heimtierfachmarkt GmbH | Saarbrücker Str. 89-97 | 66740 Saarlouis
Hans Michael Schleidt (Geschäftsführer)
068 191 031 90 | h.schleidt@zookauf-schleidt.de

Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.