Photovoltaikanlage für Montessori Schule in Ghana

Solar erreicht in
7% Rendite
35.13t CO2 Einsparung
7 Jahre Laufzeit
100% effizienter
100,050€ benötigt
100,050€ von 159 Investoren
Fundingschwelle: 91800
Das Projekt wurde am 26.2.2016 gestartet.


In der Maria-Montessori-Schule in Kumasi, Hauptstadt der Ashanti-Region und zweitgrößte Stadt Ghanas, wird komplementär zur öffentlichen Stromversorgung eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule eingerichtet. Der nachhaltig und dezentral produzierte Strom wird sicherstellen, dass die Schule während der immer wieder auftretenden Stromausfälle ihren Schulbetrieb weiter fortsetzen kann. Darüber hinaus wird überschüssiger Strom in das öffentliche Netz eingespeist und in Form von „Netmetering“ gutgeschrieben. Zusätzlich zu der PV-Anlage wird eine Solarleuchte mit 80 Watt Leistung auf dem Schulgelände aufgestellt, um das Gelände nachts zu beleuchten. Die Projektierung, Errichtung und Wartung der Anlage wird durch die ghanaische UMAWA Ltd., unter Führung der Gründer und einzigen Gesellschafter Francis Kwaku Mensah und Peter Schuster durchgeführt. Gemeinsam mit Frau Fischer (Herr Mensahs Gattin), die selbst Lehrerin an einer Montessori-Schule in Düsseldorf ist, haben Herr Mensah und Herr Schuster die Idee entwickelt, Schulen in Ghana anzusprechen und ihnen mit bettervest eine Finanzierungsmöglichkeit anzubieten, die sie so nicht angeboten bekommen. Da bettervest das Darlehen aus rechtlichen Gründen nicht direkt an Unternehmen in Ghana vergeben kann, läuft die Finanzierung des Projektes über Herrn Peter Schuster als Einzelkaufmann. 

Die Gründer der UMAWA Ltd., Herr Peter Schuster und sein langjähriger Wegbegleiter Francis Kwaku Mensah sowie dessen Frau hatten die Projektidee, Schulen in Ghana mittels vereinfachter Finanzierung über die Crowdfunding-Plattform bettervest durch Solaranlagen günstig und nachhaltig mit Strom zu versorgen, um sie zugleich unabhängiger von den massiven, teilweise tagelangen Stromausfällen in Ghana zu machen. Zielsetzung ist eine autarke Stromversorgung der Schulen mittels europäischer Technologie, um einen ungestörten Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Den Schulen wird die Beschaffung einer Solaranlage durch das Crowdfunding-Modell ermöglicht, welches im Vergleich zu den Angeboten von ortsansässigen Finanzinstituten eine vereinfachte und weitaus günstigere Finanzierungsmöglichkeit mit tragbaren Konditionen darstellt. 

Die enge Kooperation von ghanaischen Geschäftspartnern wie Francis Kwaku Mensah und Peter Schuster ermöglicht es, im westafrikanischen Markt Projekte umzusetzen, die für europäische Unternehmen allein nicht zu verwirklichen wären. Denn es braucht in der westafrikanischen Region stets starke lokale Partner, die sich mit den landesüblichen Gepflogenheiten und der Handhabung von Business auskennen und sich gleichzeitig den westlichen Standards verpflichten. Dies mit dem Ziel, dem immer stärker steigenden Energieverbrauch in der westafrikanischen Welt mit den vorhandenen nachhaltigen und sinnvollen Ressourcen wie der Sonnenenergie zu begegnen und den Menschen vor Ort ein bezahlbares Energieversorgungssystem zu gewährleisten. 

Die Fundingsumme des Projekts beläuft sich auf 100.050 € und bietet eine Rendite von 7 % über eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Einsatz von Solarpanelen wird in Zukunft jährlich 35,1 Tonnen CO2 einsparen.




Das von häufigen Stromausfällen geplagte öffentliche Stromnetz in Ghana macht eine Notstromversorgung an der Maria-Montessori-Schule in Kumasi unabdingbar. Diese kann nur durch einen Dieselgenerator oder eine Solarstrom-Anlage umgesetzt werden. Zu diesem Zweck wird eine hochwertige 42-kWp-PV-Anlage mit insgesamt 168 Solarmodulen vom Typ PhonoSolar 260W auf drei verschiedenen Dächern der Schule aufgestellt. Um die Stromversorgung bei Ausfällen in der Nacht zu ermöglichen, wird zusätzlich eine Bleibatteriebank der Firma Hoppecke (OPzS 1820, 48V) mit ca. 30 kWh nutzbarer Energie eingesetzt. Zum Umrichten des Stroms werden 8 netzgekoppelte Wechselrichter der Firma SMA (SB 5000 Tl) verwendet. Die Photovoltaikanlage kann ca. 41.000 kWh Strom im Jahr produzieren, wovon die Schule selbst rund 30.000 kWh Strom pro Jahr selbst nutzen kann, die weiteren 11.000 kWh sollen in das lokale Netz eingespeist werden. 

Bei einem Stromausfall am Tag kann die Photovoltaikanlage zumeist die benötigte Energie liefern. Die zusätzliche Batteriebank wird bei nächtlichen Stromausfällen in der Lage sein, die Stromversorgung für sechs Stunden aufrechtzuerhalten. 

Diese Projektentwicklung wurde unabhängig vom Gründer des Vereins Ingenieure ohne Grenzen validiert und bestätigt. Die genauen wirtschaftlichen und technischen Zahlen sind diesem Energieberaterbericht im Anhang zu entnehmen.


In den Stromkosten vorher und nachher ist ein dynamischer Annuitätenfaktor für Verbrauchskosten eingerechnet, welcher eine Strompreissteigerung von 3,5 % jährlich über die Projektlaufzeit simuliert. 

Durch den Einsatz der PV-Anlage wird die Maria-Montessori-Schule erheblich Stromkosten sparen. Der Stromtarif in Ghana ist in drei Preise für den Verbrauch aufgeteilt: 

1. 0–300 kWh Verbrauch je Monat zu 0,608 GHS/kWh (entspricht ca. 16,05 ct/kWh) 

2. 301–600 kWh Verbrauch je Monat zu 0,647 GHS/kWh (entspricht ca. 17,04 ct/kWh) 

3. ab 601 kWh Verbrauch je Monat zu 1,0208 GHS/kWh (entspricht ca. 26,95 ct/kwh) 

Für die alternative Anschaffung eines Dieselgenerators (Kosten ca. 20.000 €) in Verbindung mit einem angenommenen Dieselpreis von 0,816 €/l (Quelle: Worldbank, gemittelter Wert aus den Jahren 2010–2014) ergeben sich Gesamtkosten von 0,46 €/kWh inkl. prognostizierter Wartungskosten für den Dieselgenerator von 0,03 ct/ kWh. Dieser Wert ist konservativ berechnet, nach Angaben der Internationalen Energie-Behörde (IRENA) liegen die Kosten zwischen 0,31 €/kWh und 0,58 €/kWh für Inselsysteme. 

Damit ergeben sich mit einer PV-Anlage gegenüber der Nutzung eines Dieselgenerators signifikante Stromkosteneinsparungen für die Schule in Höhe von ca. 15.692 € pro Jahr. 

Weiteres Sparpotenzial könnte das sogenannte „Netmetering“ bieten, das nun in Ghana offiziell erlaubt ist. Netmetering heißt, dass eingespeister Strom zwar nicht vergütet, aber über den Stromzähler als Gutschrift gewertet wird; d.h. dieser Strom kann später wieder kostenneutral dem öffentlichen Stromnetz entnommen werden. Das Potenzial des Netmeterings läge bei ca. 10.800 eingespeisten kWh Bezugsstrompreis bei ca. 2.688 € pro Jahr im Mittel über die Kreditlaufzeit.
Somit ergeben sich zu erwartenden Energie- und Wartungskosten-Einsparungen sowie alle Einnahmen aus dem Netmetering in Höhe von ca. 18.380 €.

Diese Kosteneinsparungen/ Einnahmen plus weitere 1.180 € im Jahr gibt die Schule über 7 Jahre im Mietkaufverfahren zu 100% an die UMAWA Ltd. in monatlichen Raten zu je 1.630 €, also 19.560 €, weiter. Mit einer Mietkauflaufzeit von 8 Jahren hätte die Schule die Raten rein aus den Kosteneinsparungen/ Einnahmen decken können, die Schule wollte aber die Laufzeit auf 7 Jahre deckeln. Die von der Schule bezahlte Summe nutzt die Umawa zu 100 % zur Zahlung der Gebühren an bettervest und die Crowd, was bei der Laufzeit von 7 Jahren einer erwartenden Rendite von 7 % für die Investoren entspricht. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt wird jährlich 35,1 Tonnen CO2 einsparen.

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„In bettervest haben wir endlich einen Partner gefunden, der uns dabei unterstützt, die Ziele, die wir uns gesteckt haben, zu erreichen: Projekte zur Etablierung nachhaltiger, ökonomisch tragbarer Energiegewinnung in Ghana umzusetzen, um damit einen Markt zu bedienen, der bisher zwar in Deutschland viel diskutiert, aber nie mit der entsprechenden Motivation angegangen wurde.“

Foto: Peter Schuster

Peter Schuster

Unternehmensportrait

Peter Schuster (Einzelkaufmann)

Da bettervest noch keine direkten Kredite an Unternehmen außerhalb Deutschlands geben kann, ist das zu finanzierende Unternehmen der Einzelkaufmann Peter Schuster, einer der zwei Gesellschafter und Gründer der Umawa Ltd., der den Kredit an sein Unternehmen UMAWA Ltd. weitergibt und mit seinem etablierten Einzelunternehmen dafür die Verantwortung übernimmt. Die Bilanzen des Einzelunternehmens finden Sie im Anhang.

Umawa sieht sich auch als Vehikel für Ghanas Schulen und soziale Einrichtungen, um effizient, ökologisch und ökonomisch sinnvoll gerade in Zeiten permanenter Strompreissteigerungen (um 60 % in Ghana im letzten Jahr) mit alternativen Energiequellen autark zu werden.

Die UMAWA Ltd. hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in Westafrika und im Speziellen in Ghana umzusetzen. Das Geschäft der UMAWA Ltd. in Ghana besteht dabei aus der Planung, dem Vertrieb und dem Bau von Solaranlagen und deren Komponenten. Dabei kann die UMAWA Ltd. auf außerordentlich erfahrenes Personal zurückgreifen.

  • George Osei-Waree, zuständig für Controlling und Geschäftsentwicklung, hat unter anderem für die KPMG in Deutschland als Auditor gearbeitet, bevor er mit seiner Familie wieder zurück nach Ghana gezogen ist.
  • Kojo Farhat, zuständig für die Planung der Anlagen, leitet zusätzlich das Team der Installateure. Er kommt aus der Solarbranche und hat unter anderem als Ingenieur für eine deutsches Unternehmen im Bereich Solaranlagen gearbeitet. Er hat diverse Trainings auch in Deutschland absolviert und war in seinem bisherigen Berufsleben auch in Ländern außerhalb Ghanas als Ingenieur für Solaranlagen unterwegs.
  • Steve Atsu, zuständig für Logistik und Organisation, hat bereits in Deutschland an der Seite von Herrn Mensah gearbeitet und dabei alle logistischen Aktivitäten sowie die Abläufe gesteuert.

Die UMAWA Ltd. hat bereits mehrere Solaranlagen in Ghana errichtet und ist derzeit dabei, einen weiteren Geschäftszweig als Großhändler für Solaranlagenteile aufzubauen. Hierzu gibt es bereits erste Vereinbarungen, u. a. mit Hoeppecke (Batterien) und der UMAWA Ltd. als Service- und Vertriebspartner für Ghana.


Peter Schuster (Einzelkaufmann) | Teichstraße 19 c | 63225 Langen
Peter Schuster (Einzelkaufmann)
+49 16097737208 | schuster@umawa.com

Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.