Nahwärmenetz mit zwei BHKWs und modernisierten Heizkesseln für das Wilhelmstadt Gymnasium in Berlin

BHKW erfolgreich in
6% Rendite
621.08t CO2 Einsparung
8 Jahre Laufzeit
37.07% effizienter
600,350€ benötigt
418,150€ von 472 Investoren
Fundingschwelle:300175
Verlängerung der Funding-Laufzeit

Der Projektinhaber hat von der einmaligen Verlängerungsoption (30 Tage) Gebrauch gemacht. Der Finanzierungszeitraum endet damit nun spätestens am 20.1.2017.




Gegenstand dieses Crowdfunding-Projektes ist die Finanzierung der Umrüstung der betagten mit Heizöl betriebenen Heizstation der Wilhelmstadt-Schulen auf effiziente Heiztechnologie sowie die Übernahme des voll eigenverantwortlichen Betriebs der Anlage im Rahmen eines Contractingvertrages. Die gesamte Wärmeerzeugung des Schulkomplexes soll zukünftig durch eine moderne Anlage, bestehend aus zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) und zwei modernen Gaskesseln, geleistet werden. Auftraggeber (Contractingnehmer) ist das TÜDESB Bildungsinstitut Berlin-Brandenburg e.V., das seit 1994 in der Bildung und Integration von Kindern, Schülern, Studenten und Mitbürgern aus Migrantenfamilien tätig ist. Als Contractor und gleichzeitig Kreditnehmer tritt die EDEC ED-ENERGY Contracting GmbH auf.

Die benötigte Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 600.350 €. Den Investoren wird eine Rendite von 6 % über eine Laufzeit von 8 Jahren angeboten. Die neue effiziente Heizungsanlage wird jährlich im Mittel 891,7 Tonnen CO2 einsparen.

Der rund 84.000 m2 große Schulkomplex im Spandauer Stadtteil Wilhelmstadt liegt auf einem ehemaligen britischen Kasernengelände und bietet einer Grundschule, einer Integrierten Sekundarschule, einer Fachoberschule und einem Gymnasium Platz. Derzeit wird der Komplex durch zwei 2.900 kW große Kesselanlagen mit Wärme versorgt. Die verbauten Anlagenkomponenten, wie auch das dazugehörige Wärmenetz, sind nach mehr als 25 Jahren stark veraltet und ineffizient. Der Strom wird von einem klassischen Energieversorgungsunternehmen bezogen. 

Ziel ist es, die aktuell mit Heizöl betriebene Heizungsanlage zu Gunsten einer modernen Heizkesselanlage zu tauschen. Die zusätzliche Beistellung von zwei BHKWs wird die Grundlast des Wärmebedarfs sowie die Stromversorgung des Schulkomplexes und der sich auf dem Grundstück befindenden Mieter abdecken. Um den Schul- und Internatsbetrieb nicht mit einem für ihn unnötigen Nebenprozess zu belasten, wurde ein Wärmeliefer-Contracting-Vertrag mit dem fachkundigen Contracting-Unternehmen EDEC ED-ENERGY Contracting GmbH geschlossen. Das Unternehmen hat die Umrüstung und den voll eigenverantwortlichen Betrieb der Anlage übernommen, sodass sich der Contractingnehmer voll und ganz auf seine Bildungs- und Integrationstätigkeit konzentrieren kann. 

Neben dem zeitlichen Aufwand verschieben sich durch den Wärmeliefer-Contracting-Vertrag auch die Investitionen in die Anlagentechnik vom Auftraggeber (TÜDESB) zum Auftragnehmer (ED-ENERGY). Über eine Vertragslaufzeit von vierzehn Jahren wird der Contractor Wärme und Strom an den Auftraggeber liefern. Der Auftraggeber wird im Gegenzug ein verbrauchsabhängiges Entgelt für die Strom- und Wärmelieferung zahlen sowie einen Grundpreis für die Bereitstellung der wärmeerzeugenden Anlage, in welchem die üblichen Kosten wie Kapitaldienst, Wartung, Instandsetzung, Monitoring, Entstörungsdienst 24/7 usw. enthalten sind. 

Durch den Betrieb der neuen, hocheffizienten Anlage ergeben sich enorme Einsparpotenziale, sowohl energetisch als auch monetär. Durch die Effizienzsteigerung der gesamten Wärmeerzeugung wird bei gleichbleibendem Wärmeverbrauch weniger Energie eingesetzt als vorher. Zusätzlich sinken die verbrauchsabhängigen Arbeitspreise deutlich. Strom wird zukünftig vorwiegend vom BHKW bezogen, wodurch die Netze entlastet und klimaschädliche Emissionen vermieden werden. Monetär wird dem Kunden, trotz der hohen Investitionen in die Anlagentechnik, eine Kostenneutralität im Vergleich zum vorherigen Arbeitspreis vertraglich zugesichert. 

Die Umstellung von Öl auf Gas bringt zusätzlich ein enormes CO2-Einsparpotenzial, welches durch die Integration der KWK-Kopplungsanlagen noch einmal erhöht wird. Insgesamt beträgt die Einsparung 37,07 % im Vergleich zur Bestandssituation.

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass alle Parteien vom vorliegenden Crowdfunding-Projekt profitieren: Das TÜDESB Bildungsinstitut hat sich sämtlicher Verantwortung für einen störungsfreien Betrieb entledigt und kann sich mit voller Kraft auf den Schulbetrieb konzentrieren. Zusätzlich spart es Kosten ein und hat die Gewissheit, dass die Anlagen grundlegend saniert werden. Der Contractor ED-ENERGY kann durch die Effizienzgewinne und Bereitstellung von Wärme und Strom auskömmliche Einnahmen erwirtschaften. Die Investoren profitieren von einer Rendite in Höhe von 6 % über 8 Jahre. Abschließend gewinnt die Umwelt in Form von erheblichen Emissionseinsparungen. Eine Win-win-win-Situation.

Alle Details zur Wirtschaftlichkeit sind dem Energieberaterbericht zu entnehmen. Es ist hier anzumerken, dass sich die zu versorgende Grundfläche nach 2 Jahren verringern wird, dies ist im Energieberaterbericht berücksichtigt und führt zu jährlich unterschiedlichen Einnahmen und Ausgaben über die Vertragslaufzeit. 

Die gerundete Gesamtfundingsumme liegt bei 600.350 € und teilt sich auf in Investitionskosten für die Umsetzung der Maßnahme, die Listing-Gebühren der bettervest Plattform (10% dieser Fundingsumme bei voll erreichtem Fundingvolumen) und die Treuhändergebühr (0,75% dieser Fundingsumme). Die Investitionskosten für sämtliche Maßnahmen liegt insgesamt eigentlich schon bei 810.000 €. Der Projektinhaber hat aber die notwendige Differenz aus eigenen Mitteln in das Projekt investiert, um Effizienzgewinne bereits zur jetzigen Heizperiode zu gewinnen. Somit verfügt das Projekt über rund 30% Eigenkapital des Projektinhabers. Die erwarteten Gewinne vor Zins, Abzahlung und Steuern (EBITDA) liegen über der Kreditlaufzeit im Mittel bei rund 126529 € (Mittelwert der Jahresüberschüsse aus GuV Jahr 1 bis 8 , siehe Beraterbericht Anhang) jährlich, wovon 96677,93 € über 8 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden, was einer zu erwartenden Rendite von 6 % für die Investoren entspricht. Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt wird jährlich rund 891,7 Tonnen CO2 einsparen. 

Alle Details zur Wirtschaftlichkeit sind dem Energieberaterbericht zu entnehmen. Es ist hier anzumerken, dass sich die zu versorgende Grundfläche nach 2 Jahren verringern wird, dies ist im Energieberaterbericht berücksichtigt und führt zu jährlich unterschiedlichen Einnahmen und Ausgaben über die Vertragslaufzeit.
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Das Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden von TÜDESB Herr Irfan Kumru:


Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Wieso wird davon ausgegangen, dass der Liter Öl für 75 Cent eingekauft wurde (Stand 2014)? Heute sind die Preise natürlich deutlich niedriger und damit die Einsparung bei der Schule weg. 

Antwort: Grundsätzlich ist es immer schwierig vorauszusagen, wie sich der Ölpreis entwickeln wird. Es ist aber auch so, dass Ed Energy schon 2015 den Vertrag gezeichnet hatte und seither bereits Wärme liefert. Damals war der Ölpreis noch höher und man hat sich vertraglich auf damalige Werte geeinigt. 


Frage 2: Wo sind Informationen zu dem Invest in die neue Gaskesselanlage zu finden? 

Antwort: Diese sind im Baukostenplan zu finden. 


Frage 3:  Wieso sind keine Heizlasten, aus denen sich die Jahresverbräuche simulieren lassen, nachzulesen? 

Antwort: Der Energieberater hat kein Lastprofil erstellt, weil noch nicht lange genug gemessen wurde und es somit keine belastbaren Daten gibt auf deren Basis eine Aussage getroffen werden könnte. Daher hat der Energieberater konservative Annahmen zu den Heizlasten getroffen. 


Frage 4:  Wenn man die Angebote zusammenzählt, kommt man nicht auf die zu finanzierende Investitionssumme. 

Antwort: Viele Gewerke sind Verhandlungssache und es liegen noch keine finalen Angebote vor. Die zu erwartenden Kosten sind im Baukostenplan aufgeführt. Rund 200.000 € wurden davon vom Projektinhaber schon aus Eigenmitteln in das Projekt investiert. 


Frage 5Gibt es in den Schulferien genügend Abnehmer für die Wärme, wenn ja Wer?

AntwortDie Wärmeabnahme in den Ferien bleibt weiterhin gewährleistet, da mehr als die Hälfte der Gebäude auf dem Grundstück untervermietet und somit weiterhin in Betrieb sind. Die Gebäude sind beispielsweise an eine Kunstakademie, an die Stephanus Werkstätten (mit insgesamt 3 Gebäude), als Lager für den Zoll und diverse Handelsgeschäfte und Kfz-Werkstätte untervermietet. 


Frage 6: Was wird nach 2 Jahren wegfallen bzw. warum wird das Projekt kleiner?

Antwort: Nach 2 Jahren fällt der zweite Grundstücksinhaber (BIMA - Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) als Wärmeabnehmer weg. Wäre die BIMA weiterhin dabei gewesen, hätte man noch mehr BHKWs installieren können. Somit ist die Anzahl reduziert aber mit den bestehenden Wärmeabnehmern nach wie vor rentabel. Der Cashflow-Plan hat die Reduktion von Beginn an berücksichtigt. 


Frage 7: Welcher BHKW-Hersteller ist es und welche Leistung haben die BHKW's?

Antwort:



Frage 8: Warum wurden die bereits veröffentlichten Angebote wieder aus der Projektbeschreibung rausgenommen? 

Antwort: Manche Hersteller möchten aus Wettbewerbsgründen nicht, dass Ihre Angebote öffentlich gemacht werden. Dies ist auch in diesem Projekt so. Wir hatten dieses zu Anfang nicht bedacht. Dafür gibt es den Baukostenplan, der die Gesamtsumme der Kosten nun auch ganz genau aufweist. Die Angebote beinhalteten nicht die aufgebrochenen Kosten für Projektplanung etc., da diese Kosten schwer zu beziffern sind. 


Frage 9: Es gibt ein Update beim Beraterbericht, was ist dort neu? 

Antwort: Dort wurde nur die Berechnung der bisherigen Kosten und zukünftigen Kosten für die Schule, als auch die Einnahmen des Contractors in Punkt 4.1., 4.2. und mittels der neuen Tabellen 3. und 4. noch genauer und besser nachvollziehbar dargestellt. 


Frage 10: Das Projekt hat Gesamtkosten von 810.000 €, das Crowdfunding liegt aber nur bei rund 600.000 €, wo kommt das restliche Geld her? 

Antwort: Die Investitionskosten für sämtliche Maßnahmen liegt insgesamt bei 810.000 €. Der Projektinhaber hat aber die notwendige Differenz aus eigenen Mitteln bereits in das Projekt investiert, um Effizienzgewinne bereits zur jetzigen Heizperiode zu gewinnen. Somit verfügt das Projekt über rund 30% Eigenkapital des Projektinhabers.
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Crowdfunding bildet für uns die Brücke zwischen Energieeffizienz am Standort und der Beteiligung unserer Mitbürger an der Energiewende. Damit wird Energieeffizienz nicht nur zu einem bilanziellen Thema bei unserem Kunden, sondern auch spürbar erfolgreich für alle Beteiligten

Foto: Emrullah Demir - Geschäftsführer

Emrullah Demir - Geschäftsführer

Unternehmensportrait

ED-ENERGY Contracting GmbH

Die EDEC ED-ENERGY Contracting GmbH ist ein erfahrenes Full-Service-Unternehmen im Bereich der regenerativen Energietechnik. Der Fokus ihrer Geschäftstätigkeit liegt auf einer transparenten Projektentwicklung, einer fachkompetenten Planung, einer soliden Finanzierung, einer professionellen Montage und Inbetriebnahme von Photovoltaiksystemen, Stromspeichertechnologien, Blockheizkraftwerken und Wärmeerzeugungsanlagen. 

Der Geschäftsführer Herr Demir hat eine Ausbildung zum Techniker für Regenerative Energiesysteme und anschließend ein Studium der Umwelttechnik/Regenerative Energien an der HTW Berlin absolviert. Das erste Unternehmen von Herr Demir (Einzelunternehmen) wurde am 21.02.2011 gegründet. Das Unternehmen EDEG folgte im Juni 2012 und dann das hier finanzierte Unternehmen EDEC im April 2015. 

Seither wurden zahlreiche Energieeffizienzmaßnahme -Referenzen im Wohn- und Gewerbeimmobilienbereich umgesetzt. Darunter Projekte bei Industriekunden wie die Günter Papenburg AG (Bau eines BHKW mit einer Leistung von 100 kWel und Kesselanlage mit einer Leistung von 3 MWth) oder die Wohnanlage Grünauer Grün, ein Neubau von 87 Wohneinheiten. Dort bestand der Leistungsumfang in der Planung, technischen Gebäudeausrüstung und Bau der Energieversorgungszentrale einschließlich einem BHKW mit einer Leistung von 20 kWel.


ED-ENERGY Contracting GmbH | Heerstr. 24/26 | 14052 Berlin
Geschäftsführer Emrullah Demir
+49 30 521 35 20 60 | contracting@ed-energy.de

Risikohinweise

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.