Solares Mini-Grid für die Gemeinde Kwaku in Nigeria

Solar erreicht in
8.25% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
113,700€ benötigt
45.54t CO2 Einsparung
113,700€ von 233 Investoren
Fundingschwelle:60000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um die Installation einer solaren Hybrid-Insellösung: Ein sogenanntes Mini-Grid, welches mittels eines Photovoltaik-Kraftwerks Strom produziert und anschließend in unmittelbarer Umgebung verteilt. Daraus ergibt sich ein weitestgehend autonomes und klimafreundliches Inselnetz. Der Standort des Projektes befindet sich in der ländlichen, jedoch dicht besiedelten Gemeinde Kwaku in der Bundeshauptstadtregion von Abuja. Die Entfernung zur bestehenden Netzinfrastruktur beträgt rund 65 Kilometer. 

Von der United States African Development Foundation (USADF) wurde eine Zuschusskomponente in Höhe von 50.000 USD für dieses Projekt bereitgestellt, um seine finanzielle Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. 

Technologie 

Das Unternehmen Havenhill Synergy Limited möchte im Rahmen dieses Projektes ein Inselnetz mit 4,6 Kilometer Länge in der Gemeinde Kwaku errichten, welches zukünftig mehr als 2.800 Personen zuverlässig mit erneuerbarem Strom versorgen soll. Das Inselnetz soll aus einem Solar-Batterie-Kraftwerk gespeist werden. Der Solarpark wird aus 160 Solarmodulen mit je 260 Wp Kapazität bestehen, was zu einer Spitzenleistung von 41,6 kWp führt. Die Batteriebank besteht aus 24 Einheiten von 1,202 Ah 6 V C20 Batterien, was zu einer Gesamtspeicherkapazität von 173 kWh führt. Ein moderner 40 kW Dieselgenerator soll ein Jahr nach der Inbetriebnahme als Back-Up in das System eingebaut werden, um den wachsenden Anforderungen auch in den Wintermonaten gerecht zu werden. 

Soziale Auswirkungen 

Mit diesem Elektrifizierungsprojekt soll zum ersten Mal eine zuverlässige Stromversorgung in Kwaku zur Verfügung stehen. Die Gemeinde hat derzeit weder eine Inselnetzversorgung noch einen Zugang zum öffentlichen Stromnetz, was die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gemeinde und der umliegenden Siedlungen immens behindert und die Lebensqualität deutlich einschränkt. Die Energieversorgung der Werkstätten, Geschäfte und Haushalte erfolgt zurzeit primär über Benzingeneratoren, Dieselmotoren mit Riementrieb, Batterien und Kerosinlampen. Diese beeinträchtigen mit ihren Schall- und Abgasemissionen die Umwelt und das alltägliche Zusammenleben stark. In ärmeren Haushalten steht den Kindern und Jugendlichen abends nicht ausreichend Licht zur Verfügung, um zu lernen oder zu lesen. Schulen werden grundsätzlich nicht mit Strom versorgt und können daher keinen Zugang zu Computern oder ähnlich modernen Medien anbieten. Das wird sich mit diesem Projekt grundlegend ändern: Werkstätten und Mühlen werden die Möglichkeit haben, qualitativ hochwertigere Produkte herzustellen, den Läden und Verkaufsständen wird abends Licht zur Verfügung stehen, der Lärm und die lokalen Abgasemissionen werden deutlich reduziert und zukünftig werden auch nach Sonnenuntergang Kinder für die Schule lernen können. 

Klimaschutz 

Das Projekt spart pro Jahr ein Äquivalent von ungefähr 17.400 Litern Diesel ein, und produziert über den gleichen Zeitraum 66.163 kWh Strom aus Solarkraft. Durch den Einsatz des Photovoltaiksystems werden somit unter konservativen Annahmen 45,54 t CO2 jährlich eingespart, was 55,8 % effizienter ist als ein rein mit Dieselkraftstoff betriebenes Mini-Grid. Dies entspricht in etwa dem Pro-Kopf-Ausstoß von 15 Hin- und Rückflügen von Frankfurt nach Abuja, der Hauptstadt Nigerias (Quelle).

Neben den bedeutendsten Erdölvorkommen in der Region der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, besitzt Nigeria hervorragende Voraussetzungen für Erneuerbare Energien. Dies gilt insbesondere für Solarenergie, denn Nigeria liegt im sogenannten „Sonnengürtel“ rund um den Äquator. Dennoch haben rund 60 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zur Stromversorgung. In ländlichen Gebieten steigt die Zahl auf über 66 Prozent (International Energy Agency, 2017). Zusammen bietet dies ein großes Potential für auf Solarenergie basierenden dezentrale Energielösungen. 

Um dieses Potential auszuschöpfen, möchte das Unternehmen Havenhill Synergy Limited ein solares Mini-Grid in der zentralnigerianischen Gemeinde Kwaku errichten. Nach Fertigstellung wird die Anlage zukünftig 2.800 Personen rund um die Uhr zuverlässig mit erneuerbarem Strom versorgen. 

Das autarke Netz wird von einem Solarkraftwerk gespeist. Die auf einer Fläche von ca. 600 qm installierte Solaranlage liefert 41,6 kWp Strom und wird durch einen 173 kWh Batteriespeicher unterstützt. Zum Einsatz kommen Blei-Säure-Batterien des US-Herstellers TROJAN, welche für die Nutzung von Solarenergie optimiert wurden sowie PV-Laderegler und Inselwechselrichter des führenden Herstellers Schneider Electric. 

Verkauf des Stromes an die lokale Bevölkerung erfolgt über intelligente Pre-Payment-Zähler, sogenannte Smart Meter, die speziell für Inselnetze entwickelt wurden und auch die Zahlung des Stromes durch Mobiltelefone (Mobile Money) erlauben. Verschiedene Tarife können mit diesen Zählern realisiert werden. Diese Tarife umfassen auch solche, die das aktive Schalten von Lasten durch den Zähler, sogenanntes Lastmanagement und Preisanreize zur zeitlichen Verschiebung der Stromnutzung, auch Nachfragemanagement genannt, erlauben. 

Die Gemeinde Kwaku wurde für dieses Projekt ausgesucht, da es sich um eine dicht besiedelte ländliche Gemeinde handelt, die zudem in relativer Nähe zu Nigerias Hauptstadt Abuja gelegen ist. Die Entfernung zur bestehenden Netzinfrastruktur beträgt rund 65 Kilometer. Kwaku hat eine Bevölkerung von etwa 2.800 Einwohnern und ist eine aufstrebende ländliche Gemeinde, deren Einwohner derzeit im alltäglichen Leben sowie im geschäftlichen Treiben auf Benzingeneratoren, Dieselmotoren mit Riemenantrieb, Batterien und Kerosinlampen angewiesen ist. Ihre Hauptbeschäftigung ist die Subsistenzwirtschaft, die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Guinea-Mais, Yamswurzel, Mais, Hirse und Bohnen. Darüber hinaus weist Kwaku mit insgesamt 198 Haushaltskunden, 25 Geschäftseinheiten und 6 produzierenden Unternehmen eine überdurchschnittlich hohe Dichte an Stromkunden auf.  

Die Gemeinde hatte vor der Errichtung des Mini-Grids keine geregelte Stromversorgung, weder durch ein Inselnetz noch durch den Anschluss an das öffentliche Netz. Letzteres befindet sich in circa 65 Kilometer Entfernung. Die Energieversorgung der Werkstätten, Geschäfte und Haushalte erfolgte zuvor primär über Benzingeneratoren, Dieselmotoren mit Riementrieb, Batterien und Kerosinlampen. Ein Anschluss des Dorfes an das Verbundnetz würde nur Sinn machen, wenn genügend Kraftwerkskapazität zur Versorgung zusätzlicher Kunden am Nigerianischen Verbundnetz zur Verfügung stehen würde. Da dies in absehbarer Zukunft jedoch nicht der Fall sein wird, ist eine Elektrifizierung des Dorfes mittels eines dezentralen Mini-Grids eine sinnvolle Lösung. 

Um zusätzlich sicherzustellen, dass die Kunden den durch das Mini-Grid bereitgestellten Strom auch nachfragen, hat Havenhill Synergy Ltd. eine detaillierte Analyse der Stromnachfrage in Kwaku durchgeführt. Die Analyse ergab, dass die Kunden bereit sind, für den vom Mini-Grid erzeugten Strom zu bezahlen, obwohl der Preis für diesen höher liegt als der Preis, den die Kunden im nigerianischen Verbundnetz zahlen würden. Diese Entscheidung der Kunden fiel auch vor dem Hintergrund, dass alle verfügbaren Alternativen wie z.B. Taschenlampen, Kerosinlampen und Benzingeneratoren deutlich teurer sind als die Strompreise von Havenhill Synergy Limited. 

Havenhill Synergy Ltd. investiert in das Verteilernetz, die Kundenanschlüsse, die benötigten Fundamente für die PV-Anlage, eine Umzäunung zum Schutz der Stromerzeugungskomponenten und die Installation aller Strom-Erzeugungs- und -Verteilungskomponenten. Die Gesamtinvestition umfasst circa NGN 69 Millionen (ca. 153.000 €) und wird mit 50.000 USD von der USADF unterstützt.

Weitere Details können dem Energieberaterbericht entnommen werden.

Der Projektinhaber (Emittent) führt in Nigeria 10 % Quellensteuer auf die Zinszahlungen ab. Er bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird. Damit würden in diesem Projekt also entsprechend weniger Zinsen an die Investoren ausbezahlt werden.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 113.700 € und beinhaltet die bettervest-Listing- und Treuhandgebühren. Das über bettervest eingesammelte Kapital dient dazu, ein Inselnetz mit 4,6 Kilometer Länge (2,6 km 3-phasig und 2 km 1-phasig) in der Gemeinde Kwaku zu errichten. Den Investoren wird über eine Laufzeit von 7 Jahren eine Annuität in Höhe von 22.025,71 € zurückbezahlt werden. Dies entspricht einer jährlichen Verzinsung von 8,25 % für die Investoren. Die Fundingschwelle liegt bei 60.000 €, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich gefundet, wenn nur dieser Betrag erreicht wird. Der Projektinhaber steuert in dem Fall die noch fehlende Summe selbst bei.

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Die Weltbevölkerung wächst mit jedem Tag weiter und es gibt keinen konkreten Plan, die Nachfrage nach Energie einer wachsenden Gesellschaft zu decken. Wir von Havenhill Synergy glauben, dass Energieeffizienz und saubere Energien der einzige Weg in eine nachhaltige Zukunft sind. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, Menschen mit erneuerbarer Energie zu versorgen, um auf diese Weise Stromausfälle in ländlichen Regionen zu beenden.

Foto: Olusegun Odunaiya - Geschäftsführer

Olusegun Odunaiya - Geschäftsführer

Unternehmensportrait

Foto: Havenhill Synergy Limited Havenhill Synergy Limited

Havenhill Synergy Limited ist ein nigerianisches Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, das sich auf den Einsatz von Solarenergie spezialisiert hat, um die Versorgung mit sauberem, sicherem, kostengünstigem und nachhaltigem Strom in städtischen und ländlichen Gebieten innerhalb der Bundeshauptstadtregion Abuja voranzubringen. Zu den Spezialgebieten des Unternehmens gehören solare Mini-Grid-Projekte zur dezentralen Elektrifizierung ländlicher Gebiete, solare Straßenbeleuchtungen und Solarwasserpumpen. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet und ist eine nigerianische Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Havenhill Synergy beschäftigt acht festangestellte Mitarbeiter sowie sechs Teilzeit-Beschäftigte. In der fast achtjährigen Unternehmensgeschichte kann das Unternehmen auf erfolgreiche On- und Off-Grid Projekte mit namenhaften Kunden wie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der United States African Development Foundation (USADF) zurückblicken. Bis zum Jahr 2025 plant das Unternehmen über 10.000 städtische Haushalte mit Strom zu versorgen sowie 100 solare Mini-Grids in ländlichen Gemeinden zu errichten. Havenhill Synergy hat im Juni 2017 ihr erstes Mini-Grid in Betrieb genommen. Dabei handelte es sich um ein solarbetriebenes 20 kW Mini-Grid in Kombination mit einem 113 kWh Batteriespeicher, welches in der Gemeinde Kigbe, nur drei Kilometer von der Gemeinde Kwaku entfernt, installiert wurde. Dieses Projekt wurde von der USADF finanziert und von dem von der African Development Bank Group lancierten Green Mini-Grid Help Desk unterstützt. Der Gründer und Geschäftsführer von Havenhill Synergy Limited, Olusegun Odunaiya, verfügt über mehr als acht Jahre Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt auf Solarenergiesysteme. Neben einem Bachelor-Abschluss in Physik und Solarenergie konnte Herr Odunaiya bereits an zahlreichen branchenspezifischen Fortbildungen teilnehmen, wie zum Beispiel am National Institute for Solar Energy in Indien. Er ist treibende Kraft hinter der Unternehmens-Mission „End Blackout“, durch welche das Unternehmen bis 2025 100 Mini-Grids in Nigeria errichten möchte, um so vielen tausenden Menschen den Zugang zu sauberem, sicherem und zuverlässigem Strom zu ermöglichen.


Havenhill Synergy Limited | Kenuj 02 Mall | Kaura District, Abuja, Nigeria
Geschäftsführer Olusegun Odunaiya
+234-803-407-8347 | info@havenhillsynergy.com

Risikohinweise für Projekte in Nigeria

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Länder- und Vollstreckungsrisiko Nigeria
    6. Bei dem Darlehensnehmer handelt es sich um ein Unternehmen nigerianischer Rechtsform mit Sitz in Nigeria, auf das nigerianisches Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht Anwendung finden. Der Darlehensvertrag unterliegt deutschem Recht. Für Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag sind deutsche Gerichte zuständig. Während ein Urteil eines deutschen Gerichts grundsätzlich in Nigeria ohne erneute Verhandlung und ohne weitere inhaltliche Prüfung anerkannt werden sollte, besteht das Risiko, dass ein solches Urteil dort gleichwohl nicht vollstreckt werden kann. Dieses Risiko besteht insbesondere, wenn im Einzelfall ein nigerianisches Gericht zu der Auffassung gelangt, dass die Voraussetzungen der Anerkennung der Vollstreckbarkeit, die sich nach nigerianischem Recht bestimmen, nicht erfüllt sind.

      Falls der Darlehensnehmer seinen Zahlungspflichten gegenüber dem Darlehensgeber nicht nachkommen sollte und der Darlehensgeber dadurch auf eine gerichtliche Durchsetzung seiner Forderungen angewiesen sein sollte, wäre also die (rechtliche und tatsächliche) Vollstreckbarkeit eines erstrittenen Urteils gegenüber dem in Nigeria ansässigen Darlehensnehmer nicht sicher.

    7. Fehlende Besicherung der Darlehen
    8. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    9. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    10. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein .

    11. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    12. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    13. Steuerliches Risiko im Zusammenhang mit der in Nigeria abgeführten Quellensteuer
    14. Der Emittent führt in Nigeria Quellensteuer in Höhe von 10 % ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden, falls in der Person des Steuerpflichtigen die weiteren Voraussetzungen einer Anrechnung erfüllt sind. Der Emittent bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden (Federal Inland Revenue Services, FIRS) zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Kapitalstrukturrisiko
    6. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.