Kastner & Callwey Medien GmbH - Druckerei

Solar und Beleuchtung erreicht in
7.4% Rendite
232.7t CO2 Einsparung
7 Jahre Laufzeit
34% effizienter
385,150€ benötigt
385,150€ von 251 Investoren


Die KCM hat, wie viele Produktionsbetriebe, enormes Potential im Energieeffizienzbereich. Im ersten Schritt wird die bestehende Beleuchtung gänzlich durch eine auf die Lichtbedürfnisse der Druckerei angepasste LED-Beleuchtung ersetzt. Zusätzlich wird eine 311kW Photovoltaikanlage auf dem Dach der Druckerei installiert. Ungefähr 95% des erzeugten Stromes gehen dabei direkt in die Druckerei - eine wirkliche dezentrale Energieversorgung.

Die Druckerei Kastner & Callwey Medien GmbH (KCM) plant im Jahr 2014 die Umsetzung von Investitionsmaßnahmen in ein weitgreifendes Energiekonzept, um ihren Energieverbrauch zu reduzieren und die benötigte Energie soweit wie möglich selber herzustellen. Im Rahmen dessen hat KCM einen umfangreichen Energieplan vom Ingenieursbüro Heinzel erstellen lassen. Ergebnis war, dass das Unternehmen in vielen Bereichen Energieeffizienzpotentiale hat. Der dennoch benötigte Energieverbrauch (aufgrund von Umsatzwachstum mit steigender Tendenz) kann teilweise über eine Photovoltaikanlage abgedeckt werden. Im ersten Schritt soll daher nun eine neue Beleuchtung und eine Photovoltaikanlage installiert werden. Der erzeugte Strom der Photovoltaikanlage wird zu 95% in die Eigennutzung fließen. In einem weiteren Schritt, wird die Druckluftanlage optimiert, Pumpen ausgetauscht und auch eine komplette Wärmerückgewinnungsanlage installiert. Dies soll Ende 2014 angegangen werden, da zurzeit noch Messungen und technische Evaluierungen benötigt werden.

Energiedetails
Energieform Strom
Energieverbrauch vorher1.110.000 kWh
Erwarteter Energieverbrauch729.216 kWh
Energiekosten vorher198.145€
Erwartete Energiekosten130.171€
Erwartete Einsparung72.464€
Energiepreis0,1476€/kWh

Die LED-Beleuchtung

Die Beleuchtung wird von Lumindo geplant und geliefert. Das Heidelberger Startup hat vor kurzem selbst durch ein Crowdfunding Kapital für das weitere Wachstum eingesammelt. Bei der Beleuchtung muss sehr genau auf die richtige Farbtemperatur und die Farbechtheit geachtet werden, da diese Parameter für die Qualität der Druckerzeugnisse essentiell sind. Welche akribische Arbeit dies bedeutet, zeigen wir euch mit der Lichtplanung im Anhang.

Insgesamt werden so 507 LED-Röhren dort installiert, wo davor noch quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren mit deutlich höherem Verbrauch zu finden waren. Zudem werden 126 LED-Paneele installiert, die breitflächig für Beleuchtung sorgen. Hinzu kommen noch andere kleine Umbaumaßnahmen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 44.207€, denen aber auch über 18.355€ jährlich an Energie- und Netzlastkosteneinsparungen gegenüberstehen. Bettervest wird von den Umsetzungskosten nur 70% funden, da KCM eine Förderung über 30% vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten wird. Lumindo gibt als einer von wenigen Unternehmen fünf Jahre Garantie auf seine Produkte und verspricht mit einer Lebensdauer der LEDs von 50.000 Stunden eine weitere große Einsparung. So müssen die LEDs deutlich seltener ausgetauscht werden als die bisherige Beleuchtung, was Material- und Wartungskosten von insgesamt 1.623€ einsparen wird. Das Beleuchtungskonzept wurde vom Ingenieursbüro Heinzel auf seine Korrektheit und Sinnhaftigkeit begutachtet.

Die Photovoltaikanlage

Die 311 kWp PV-Anlage wird von der SUNOVA GmbH konzipiert, die nur 20 km von KCM entfernt ihren Sitz hat. Die Module liefert der südkoreanische Produzent SolarPark, welcher 2008 als Joint Venture mit der deutschen Solar World entstand. Insgesamt werden über 1.230 Module installiert und faszinierende 7,5 km Kabel verlegt. Die Photovoltaikanlage wird 351.284€ kosten, aber berechnete 42.430€ jährlich an Stromkosten einsparen oder durch Vergütung einbringen. Dem stehen jährliche Wartungs-, Fernüberwachungs- und Versicherungskosten von 1.728€ gegenüber. Die Photovoltaikanlage und der Eigenanteil der Photovoltaikanlage wurden vom Photovoltaikgutachterbüro Ternus und Dhiel GbR auf ihre Korrektheit und Sinnhaftigkeit begutachtet.

Damit die Installation der PV-Anlage möglich wurde, hat KCM Anfang des Jahres die zuvor gemietete Immobilie gekauft und das Dach renoviert. Die Struktur und Ausrichtung der Dächer favorisiert einen hohen Eigenverbrauchsanteil, da die Module so verbaut werden können, dass es zu einer stärkeren Verteilung der erzeugten Leistung kommt und der Peak (Spitzenproduktion) nicht ganz so hoch ausfällt. So soll der Strom zu fast 95% vor Ort genutzt werden können und nur 5% nach EEG vergütet werden. Dadurch kommt es zu einer großen Wirtschaftlichkeit der Anlage, die Stromnetze können entlastet werden und es findet eine wahre Energiewende vor Ort statt. Durch die Inbetriebnahme der PV-Anlage vor dem 1. August, wird diese noch unter der alten EEG-Regelung laufen.


Das Projekt hat eine Fundingsumme von 385.150€, wobei ein Eigenanteil von 10% vom Kunden beigesteuert wird. Dieser entspricht in etwa der Fundinggebühr. Die Investoren erhalten eine Rendite von 7,4% bei einer Laufzeit von 7 Jahren. Insgesamt wird das Projekt 232,7 Tonnen CO2 einsparen (gegenüber dem konventionellen Strommix bzw. der Stromproduktion). In den Stromkosten vorher und nachher ist ein dynamischer Annuitätenfaktor für Verbrauchskosten eingerechnet, welcher eine Strompreissteigerung von 5% jährlich über die Projektlaufzeit simuliert. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Energiepreissteigerung im Bereich Strom für diese Abnahmemenge durchschnittlich über 5% pro Jahr. 

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„KCM und seine Mitarbeiter wenden ein einfaches Prinzip an: Wer effizient lebt, schafft damit die Voraussetzung für eine nachhaltige Existenzsicherung. Wir versuchen, dieses Prinzip aktiv umzusetzen, ohne dass es Einbußen an Komfort, Bequemlichkeit und Wirtschaftlichkeit gibt. Damit leisten alle Mitarbeiter und Kunden von KCM einen wertvollen Beitrag für eine gesunde Umwelt, verbunden mit einem guten Lebensgefühl. Mit bettervest haben wir nun die Möglichkeit, noch umfangreicher in diesen Bereich zu investieren und unser bisheriges Nachhaltigkeitskonzept fortzuschreiben!“

Foto: Bernhard Schretzmaier - Geschäftsführer Kastner & Callwey Medien GmbH

Bernhard Schretzmaier - Geschäftsführer Kastner & Callwey Medien GmbH

Unternehmensportrait

Kastner & Callwey Medien GmbH

Im Jahre 1884 zieht der Westfale Georg Dietrich Wilhelm Callwey von Hamm nach München, um eine Verlagsbuchhandlung unter seinem Namen zu gründen. Aufgrund des wachsenden Erfolges und der ständig steigenden Produktion von Büchern und Zeitschriften sieht er es bereits wenige Jahre danach als unumgänglich, von fremden Druckereien unabhängig zu werden und die Druckproduktion selbst zu übernehmen. Dies ist der Start des Unternehmens. Im März 2008 wird die Druckerei von Thomas Heininger und Bernhard Schretzmaier übernommen und zugleich in die Kastner & Callwey Medien GmbH umfirmiert. Bereits im Juli und September nehmen eine neue manroland R705-LV HiPrint und eine manroland R706-LV HiPrint den Produktionsbetrieb auf. Beide Maschinen werden an eine zentrale Technotrans-Farbversorgung angeschlossen, was Arbeitsaufwand und Ressourcen spart. In den Jahren 2009 bis 2013 wird der Maschinenpark der hauseigenen Weiterverarbeitung Schritt für Schritt komplett erneuert (Investitionsvolumen: ca. 2 Mio.€), wodurch die Wertschöpfungskette vertieft und in Folge der Fremdleistungsanteil deutlich reduziert wird.

Anfang April 2011 wird in Verbindung mit einer neuen Homepage ein neues Corporate Design und zeitgleich die Marke KCM präsentiert. Deren Anspruch ist allerhöchste Druckqualität, persönlicher Verkauf und Spezialisierung auf ein Kundenportfolio, das exakt diese Parameter benötigt. KCM druckt Kataloge, Geschäftsberichte, Imagebroschüren, Verkaufsliteratur für Automobilhersteller, Bücher, Flyer, Folder, Poster usw. Durch sein hochkarätiges, sehr anspruchsvolles Kundenportfolio muss sich KCM immer wieder einem Qualitätsmonitoring stellen. Heute zählt das Unternehmen zu den Top- Druckereien in Deutschland mit vielen namhaften Stammkunden, darunter z.B. BMW oder Daimler. Zum 1. April 2014 wird die bisher gemietete Immobilie von der Gesellschaft erworben.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen 40 Mitarbeiter (Medientechniker, Offsetdrucker, Industriebuchbinder, Vertriebsmitarbeiter und Sachbearbeiter in der Verwaltung. KCM erwartet für das Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von rund 8,5 Mio.€, einen EBIT von ca. 840.000€, einen EBITA von ca. 1,2 Mio.€ und einen Jahresüberschuss von ca. 600.000€. Die Bilanz für 2013 findet ihr hier.


Nachhaltigkeitsaspekte des Unternehmens

Die Kastner und Callwey Medien GmbH ist ein Unternehmen, welches bereits in der Vergangenheit bewiesen hat, dass es sich seiner gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung bewusst ist. Das aktive Engagement von KCM im Bereich der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes wird durch eine Reihe von renommierten Zertifikaten belegt. Die Zertifikate beziehen sich vor allem auf KCMs verantwortlichen Umgang mit den Rohstoffen wie Energie und Holz.

KCM ist FSC-zertifiziert, d.h. dass vor allem Papiersorten aus nachhaltiger Forstwirtschaft im Druckprozess verwendet werden. Für bestimmte Papiersorten darf KCM zudem das alternative PEFC-Zertifikat verwenden. Außerdem druckt KCM IPA-frei und somit ohne gesundheits- und umweltschädlichem Isopropylalkohol.

KCM verwendet ausschließlich biologisch, auf nachwachsenden Rohstoffen, aufgebaute Druckfarben, die kein Mineralöl enthalten. Die Druckmaschinen werden zudem durch ein zentrale Farbanlage aus großen Farbgebinden (Fässern) versorgt. Das heißt, es werden keine Kleingebinde verwendet, wodurch folglich auch Abfall (Dosen) reduziert wird. 

Ein weiteres Zertifikat bescheinigt, dass die KCM zu 100% Ökostrom aus reiner Wasserkraft bezieht. Durch die Umstellung auf NaturEnergie deckt KCM seinen Strombedarf schon seit 2009 umweltfreundlich und spart so jährlich ca. 720 Tonnen CO2 ein. KCM bietet seinen Kunden außerdem die Möglichkeit, klimakompensiert zu drucken. Der im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich anerkannte TÜV Austria Switzerland hat die von KCM eingesetzte Methode der CO2-Bilanzierung – den “Footprint-Manager” von Climate­Partner – geprüft und zertifiziert. Konkret bedeutet dies, dass die seitens KCM angewandte Berechnung von Treibhausgasemissionen und deren Ausgleich nach einschlägigen, nunmehr TÜV-zertifizierten Normen und Standards erfolgt. Diese Zertifizierung attestiert der CO2-Bilanzierung somit Glaubwürdigkeit und Transparenz sowie Effektivität und Effizienz im freiwilligen Klimaschutz.

Als eine der ersten Druckereien hat sich die KCM auch dem Thema „Wasser“ aktiv angenommen. Ziel einer Studie für die KCM war es, ein besseres Verständnis für den Umgang mit der Ressource Wasser zu gewinnen. Dabei sollte jedoch nicht nur der eigene Wasserverbrauch im Fokus stehen, sondern auch die Lieferketten analysiert werden. Für das Kalenderjahr 2010 wurde ein Wasserbedarf von insgesamt 5.766 Mio. m³ ermittelt. Davon entfielen auf Frischwasser für den unmittelbaren Eigenbedarf vor Ort lediglich 0,24% (1.383 m³) und weitere 0,20% (1.153 m³) auf den Wasser-Fußabdruck der bezogenen Energien. Diesem, somit unter 0,5% liegenden, Anteil am gesamten Wasserbedarf in der Druckerei steht also ein Anteil von knapp 99,5% gegenüber, der alleine bei der Herstellung des Papiers anfällt. Als Maßnahme zur indirekten Einwirkung auf den Wasserbedarf wird die Geschäftsführung von Kastner & Callwey Medien seine Kunden informieren und diese ersuchen, nur Papier zu verwenden, dessen Rohstoffe aus Regionen stammen, in denen der Wasserbedarf für deren Anbau und Kultivierung nicht mit dem Bedarf der Einwohner an Trinkwasser und Wasser für Sanitärzwecke kollidiert.


Kastner & Callwey Medien GmbH | Jahnstraße 5 | 85661 Forstinning
Geschäftsführer / Einzelunternehmer / Gesellschafter / Vorstand / Bürgermeister
+49 8121 921-0 | office@kastner-callwey.de

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.