Energetische Optimierung Nahwärmenetz Bioenergiedorf Breuberg Rai-Breitenbach

Heizung erreicht in
7% Rendite
62t CO2 Einsparung
7 Jahre Laufzeit
18% effizienter
172,100€ benötigt
172,100€ von 203 Investoren
Fundingschwelle:163495
Diese Vermögensanlage wurde vor Inkrafttreten des „Kleinanlegerschutzgesetzes“ erstmals öffentlich angeboten. Nach der Übergangsvorschrift des § 32 Abs. 10 Vermögensanlagengesetz findet auf dieses Angebot noch das Vermögensanlagengesetz in der vor dem 10.07.2015 geltenden Fassung Anwendung.



Das Fernwärmenetz der Breuberg-Rai-Breitenbach eG versorgt die Georg-Ackermann-Schule und die Wohnbebauung im Dorf mit Wärme, die sie diesen verkauft. Der Betrieb der Wärmeerzeuger und des Netzes hat sich in der Vergangenheit jedoch als problematisch erwiesen. Zwischenzeitlich wurde das ursprünglich installierte Holzgas BHKW durch eine Hackschnitzelfeuerung ersetzt (nicht Teil des bettervest Fundings). Aufgrund von massiven Planungs- und Ausführungsdefiziten besteht jedoch weiterhin Sanierungsbedarf. So sind beispielsweise Pumpen falsch montiert, Rohrleitungsdimensionen zu klein, Anordnung von Komponenten nicht passend zur Steuerung integriert, etc..

Daher möchte die Energiegenossenschaft diesen Missstand ausbessern. Da es der Genossenschaft an Personal mangelt, hat sie sich entschieden mit der BioMa Breuberg GmbH & Co. KG zusammen zu arbeiten, die die Sanierung als Contractor umsetzen und eine hocheffiziente Wärmeversorgung sicherstellen soll. Dafür haben die Energiegenossenschaft und die Bioma einen Vertrag geschlossen, der der Bioma einen so großen Teil der voraussichtlichen Energiekosteneinsparungen zusagt (Festsumme), die höher ist als die hier im Projekt vorliegende jährliche Annuitätzahlung an die Investoren.

Es liegen diverse Vorschläge zur Sanierung vor, die im Gutachten analysiert und bewertet wurden. Damit kann eine Effizienzsteigerung der CO2 Emissionen von 18% und eine Einsparung von 62t CO2 erreicht werden.

Im gesamten Odenwald war Breuberg Rai-Breitenbach der erste Ort, der über eine flächendeckende Nahversorgung aus regionalen Ressourcen nachdachte und handelte. Die Akteure und Mitmacher wurden in allen Phasen bis heute kritisch beäugt und beobachtet. In der Entstehungsgeschichte sind planerische und technische Fehler gemacht worden, die bisher nur durch Anhebungen des Energiepreises kompensiert wurden. Durch die Begutachtung und Optimierung des Systems soll dies wieder korrigiert werden. Über diesen konstruktiven Weg sollen die Genossenschaftsmitglieder in ihrer damaligen Entscheidung bekräftigt werden und die Zukunft der gesamten Genossenschaft und ihres Wärmenetzes gesichert werden. Letztendlich hat bereits Hermann Scheer, verstorbene Koryphäe der Energiewende, dieses Projekt unterstützt - eine hohe Auszeichnung des mit dem alternativen Nobelpreis geehrten ehemaligen Politikers.

WICHTIG: Es handelt sich bei dem Jahresabschlussauszug der eG (im Anhang) um das Rumpfjahr (nur um ein halbes Jahr), da die eG ihr Wirtschaftsjahr von Kalenderjahr auf Heizperiode umgestellt haben.

Die Bioenergie Breuberg-Rai-Breitenbach eG ist eine eingetragene Genossenschaft gegründet mit etwa 150 Mitgliedern im Jahr 2007. Mit Hilfe der Förderung des Ministeriums für Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz wurde das Projekt der Nahwärmeversorgung unter Verwendung regenerativer Energieträger umgesetzt. Das Nahwärmenetz dient der Mehrzahl der Bestandsgebäude im Dorf RaiBreitenbach. Unmittelbar im Anschluss an die Nahwärmeversorgung soll das Fernwärmenetz im Endausbau mit Anschluss der Optionskunden ausgebaut werden.

Die Wärmeerzeugung erfolgt aktuell durch zwei Hackschnitzel-Heizungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 990kW und 500kW, die je nach Bedarf aktiviert werden. Die Schulen mit Einrichtungen benötigen ca. ein Drittel der Wärme, die Haushalte die übrigen zwei Drittel. Aufgrund falscher Auslegung der Verrohrung im Heizhaus, sowie unterdimensionierter Auslegung der Rücklaufleitung vom Wärmenetz zum Heizhaus muss der erforderliche Gesamtwärmebedarf bei Außentemperaturen von unter 5°C durch die bestehende veraltete Ölheizung einer der Schulen ergänzt werden. Die Gesamtanlage hat durch diese Missstände zurzeit einen Wirkungsgrad von lediglich 50%.

Die Hackschnitzel-Feuerung der WVT benötigt eine Mindestrücklauftemperatur von 65°C. Des Weiteren befinden sich dort die beiden Pufferspeicher mit jeweils 40 m³. In der Heizzentrale der Genossenschaft ist die Hackschnitzel-Feuerung der WVT mit einer Nutzwärmeleistung von 850 kW und einer Feuerungswärmeleistung von 990 kW installiert. Da die Minimalleistung der Verbraucher im Netz zur Brauchwarmwasserbereitung im Sommer bei maximal 300 kW beträgt erschien der Einsatz eines Holzgas-Blockheizkraftwerks zur Abdeckung der Wärmegrundlast theoretisch sehr geeignet. In den ersten Betriebsjahren wurde daher das Holzgaskraftwerk der Fa. Kuntschar installiert. Diese Anlage ist jedoch nie richtig in Betrieb gegangen und musste nach einem Brand zurückgebaut und entsorgt werden. Stattdessen wurde eine weitere Hackschnitzelfeuerung der Fa. Heizomat mit einer Feuerungswärmeleistung von 500 kW installiert.

Bei der vorgenommen Schwachstellenanalyse in der Begutachtung von Heizanlage, Schulversorgung und Wärmenetz im Dorf wurden folgende weitreichende Mängel festgestellt:

  1. Die Hackschnitzelfeuerungen können beide zusammen nicht mehr als 1.050 kW erzeugen, obwohl die Einzelleistungen mit maximal 770 kW für den WVT und 417 kW für den Heizomaten ermittelt wurden und sämtliche Pumpen auf Volllast gefahren werden. Bei einem Wärmebedarf > 1.000 kW muss die Ölfeuerung der Schule den zusätzlichen Wärmebedarf decken. Als eine wesentliche Ursache wurde die fehlerhafte Verrohrung und Verknüpfung der beiden Anlagen im Heizhaus sowie die Steuerung der Gesamtanlage in Verbindung mit der Ölheizungen der Schule identifiziert. Daraus folgt, dass zur Zeit beide Kessel nicht die für das Wärmenetz optimale erforderliche Spreizung von 25°Kelvin (80°C Vorlauf und 55°C Rücklauf) erreichen.
  2. Die zurzeit produzierte Wärmemenge kann wiederum nur zu etwa 90% ins Wärmenetz eingespeist werden, weil die beiden Heizkreise zwar mit einer Verrohrung im Vorlauf von Durchmesser 12,5cm (Schule) und 15cm (Wärmenetz), im Rücklauf aber lediglich mit nur einer Leitung mit 12,5cm zusammen eingebunden sind. Somit fehlt der zweite Rücklauf, was zu einem Rückstau bei der Einleitung ins Wärmenetz führt. Dadurch entsteht eine Reduzierung des Gesamtwirkungsgrades in Höhe von ca. 10%.
  3. Aufgrund fehlender Regulationsmöglichkeit in Form eines Steuerventils in den 132 hausseitigen Wärmeübergabestationen war bislang ein hydraulischer Abgleich des Gesamtwärmenetzes nicht möglich. Daraus resultiert eine weitere deutliche Reduzierung des Wirkungsgrades des Nahwärmenetzes.

Das Nahwärmenetz und die Übergabestationen sind für einen Vorlauf von 80°C und einen Rücklauf von 55°C ausgelegt, was bei der Netzlänge von ca. 6.5 km zu einer optimalen Wärmeübertragung führt. Da aus genannten Gründen aber nicht genügend Wärme ins Netz eingespeist werden kann, schaltet sich bereits ab Temperaturen unter 5°C die Ölheizung in der Schule zu, die eigentlich nur als Standby im Reparaturfall bzw. bei extremen Minustemperaturen weit unter minus 10°C vorgesehen war. Dadurch mussten je nach durchschnittlicher Jahrestemperatur in den letzten Jahren zwischen 10.000 und 60.0000 Liter Heizöl zusätzlich angeschafft werden.

Um die gewünschte und erforderliche Energieeffizienz herzustellen, wurden die folgenden Optimierungsmaßnahmen vom Energieberater herausgearbeitet (siehe Beraterbericht Punkt 5.2.):

    1. Modifikation der Pumpen in der Schule und im Netz, um gegenläufiges Arbeiten zu vermeiden.
    2. Modifikation der Steuerung des WVT, da die Kesselpumpe nicht wie üblich im Rücklauf sondern im Vorlauf angeordnet ist, hierdurch Begrenzung der Wärmeleistung.
    3. Die Reihenschaltung der Puffer lässt nur eine geringe Wärmespeicherung zu und die Konzeption der hydraulischen Weiche ermöglicht eine Temperaturspreizung von lediglich 15 Kelvin im Netz.
    4. Ausbau der Rücklaufsituation des Netzes aufgrund des Engpasses mit nur einer DN 125 Leitung um Wärmetransport zu erhöhen und mehr Netzkapazitäten frei zu geben (Anschluss weiterer Optionskunden).
    5. Verbesserung des hydraulischen Abgleichs im Netz und Optimierung der Pumpenfahrweise, Optimierung der Netzwärmeverluste

      Alle oben genannten Punkte werden umgesetzt und die Angebote (siehe Anhänge) auf die Anmerkungen des Energieberaters angepasst.

      Ziel der Gesamtmaßnahme ist es, den geschätzten Gesamtwirkungsgrad des Nahwärmenetzes zu erhöhen. Die Energiekosteneinsparungen konnten aufgrund der Komplexität des Projektes nur durch den Energieberaterbericht von dem Ingenieurbüro Dr. Carl W. Seitz (GLOBUTECH SERVICES, Freiburg) im Auftrag des Steinbeis-Transferzentrum Technologiebewertung und Innovationsberatung TIB NTG Vermittlungsstelle
 Mannheim konservativ geschätzt werden. Allerdings finden auch weitere kleinere Einsparungen in Verbindung mit diesem Projekt statt, welche im Bericht nicht berücksichtigt wurden. So sollte davon auszugehen sein, dass die BioMa Breuberg GmbH & Co. KG die wirtschaftlichen Mittel zur Bedienung des Kredites einsparen sollte. Als zusätzliche Absicherung hat die Bioenergiedorf Breitenbach eG außerdem eine Bürgschaft über die bettervest Kreditannuität übernommen.

      Die im Originalbericht des Energieberaters Carl Seitz vorgeschlagenen Anpassungen im ursprünglichen Umsetzungsangebot wurden berücksichtigt und sind nun in dem hier auch angefügten Angebot berücksichtigt.


      Die Gesamtfundingsumme liegt bei 172.100 €. Die erwarteten Energie- und Wartungskosten-Einsparungen liegen für die Genossenschaft im Mittel der 7 Jahre Laufzeit bei 44.127€ jährlich. In dieser Energiekosteneinsparung ist ein dynamischer Annuitätenfaktor für Verbrauchskosten eingerechnet, welcher eine jährliche Preissteigerung von 3,5% über die Projektlaufzeit simuliert. Erhöht sich der Energiepreis stärker, fällt die höhere Energiekosten-Einsparung daher zugunsten der Genossenschaft aus. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Energiepreissteigerung in den Jahren 2008 bis 2013 durchschnittlich über 3,5%. Die genaue Effizienzkalkulation kann dem Energieberaterbericht entnommen werden.

      Die Genossenschaft zahlt von diesen 44.127  € laut Vertrag mind. 2550 € je Monat (30.600 € im Jahr) und ab dem 01.6.16 auch noch die Hälfte der Öleinsparungen in der Schule (laut Gutachten Maßnahme II), somit 1750 € an Bioma. Von diesen Einnahmen zahlt  Bioma seinen Kredit über 7 Jahre an die Crowd mit einer Rendite von 7 % zurück. 

      Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt wird jährlich rund 62 Tonnen CO2 einsparen.

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      bettervest verbindet die notwendige Finanzierung mit der Verbreitung und Veröffentlichung dieses genossenschaftlichen Zukunftsmodells, gerade unter Anbetracht der heute identifizierten Fehler. Über diesen Weg mögen viele Menschen inspiriert werden, ähnliche Projekte zu initiieren und erfolgreich umzusetzen.

      Rhett Hagemann, Geschäftsführer BioMa Breuberg GmbH & Co.KG

      Unternehmensportrait

      BioMa Breuberg GmbH & Co. KG

      Die BioMa Breuberg GmbH und Co. KG wurde von Rhett Hagemann und seiner Frau gegründet, um eine praktische Umsetzung der eigenen Vision am konkreten Projekt darzustellen. Mit der OREG (Odenwälder Regional-Gesellschaft zur Wirtschaftsförderung in der Region), arbeitet das Unternehmen seit Jahren daran, den Park für grüne Technologien am Hainhaus im Odenwaldkreis zu einem Zentrum der regionalen Energieversorgung auszubauen. 

      Da das große Projekt nur mit kleinen Schritten vorankommt, übernahm Herr Hagemann auch den Auftrag, das nahegelegene Bioenergiedorf Rai-Breitenbach zukunftsfähig zu machen. Die Erfahrungen von Herrn Hagemann im eigens konzipierten und realisierten Nahwärme-Netz um seinen eigenen Hof in Hesselbach, überzeugten die Mitglieder der Genossenschaft in Rai-Breitenbach. 

      Zuvor profilierte sich Herr Hagemann als Geschäftsführer einer der größten Recyclinganlagen in der BRD. Dabei kommen ihm die Erfahrungen in der Logistik der Rohstoffe, dem Rohstoff-Einkauf und der Verwertung sowie der Optimierung der Stoffströme zugute.


      BioMa Breuberg GmbH & Co. KG | Oberdorfstraße 10 | 64754 Hesseneck
      Geschäftsführer: Rhett Hagemann
      06276 5649180 | bio@bio-ma.com

      Risikohinweise

      Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

      1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

        Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

      2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

        Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

        Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

        Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

      3. Fehlende Besicherung der Darlehen

        Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

      4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

        Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

      5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

        Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    1. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
      1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

        Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

        Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

        Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

      2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

        Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

        Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

        Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

        Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

      3. Kapitalstrukturrisiko

        Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

    2. Risiken auf Ebene des Anlegers
      1. Fremdfinanzierungsrisiko

        Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

      2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

        Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

    3. Hinweise des Plattformbetreibers
      1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

        Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

      2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

        Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

      3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

        Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.