Energetische Optimierung Nahwärmenetz Bioenergiedorf Breuberg Rai-Breitenbach

Heizung erreicht in
7% Rendite
7 Jahre Laufzeit
172,100€ benötigt
62t CO2 Einsparung
172,100
Fundingschwelle: 163495
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.
Diese Vermögensanlage wurde vor Inkrafttreten des „Kleinanlegerschutzgesetzes“ erstmals öffentlich angeboten. Nach der Übergangsvorschrift des § 32 Abs. 10 Vermögensanlagengesetz findet auf dieses Angebot noch das Vermögensanlagengesetz in der vor dem 10.07.2015 geltenden Fassung Anwendung.



Das Fernwärmenetz der Breuberg-Rai-Breitenbach eG versorgt die Georg-Ackermann-Schule und die Wohnbebauung im Dorf mit Wärme, die sie diesen verkauft. Der Betrieb der Wärmeerzeuger und des Netzes hat sich in der Vergangenheit jedoch als problematisch erwiesen. Zwischenzeitlich wurde das ursprünglich installierte Holzgas BHKW durch eine Hackschnitzelfeuerung ersetzt (nicht Teil des bettervest Fundings). Aufgrund von massiven Planungs- und Ausführungsdefiziten besteht jedoch weiterhin Sanierungsbedarf. So sind beispielsweise Pumpen falsch montiert, Rohrleitungsdimensionen zu klein, Anordnung von Komponenten nicht passend zur Steuerung integriert, etc..

Daher möchte die Energiegenossenschaft diesen Missstand ausbessern. Da es der Genossenschaft an Personal mangelt, hat sie sich entschieden mit der BioMa Breuberg GmbH & Co. KG zusammen zu arbeiten, die die Sanierung als Contractor umsetzen und eine hocheffiziente Wärmeversorgung sicherstellen soll. Dafür haben die Energiegenossenschaft und die Bioma einen Vertrag geschlossen, der der Bioma einen so großen Teil der voraussichtlichen Energiekosteneinsparungen zusagt (Festsumme), die höher ist als die hier im Projekt vorliegende jährliche Annuitätzahlung an die Investoren.

Es liegen diverse Vorschläge zur Sanierung vor, die im Gutachten analysiert und bewertet wurden. Damit kann eine Effizienzsteigerung der CO2 Emissionen von 18% und eine Einsparung von 62t CO2 erreicht werden.

Im gesamten Odenwald war Breuberg Rai-Breitenbach der erste Ort, der über eine flächendeckende Nahversorgung aus regionalen Ressourcen nachdachte und handelte. Die Akteure und Mitmacher wurden in allen Phasen bis heute kritisch beäugt und beobachtet. In der Entstehungsgeschichte sind planerische und technische Fehler gemacht worden, die bisher nur durch Anhebungen des Energiepreises kompensiert wurden. Durch die Begutachtung und Optimierung des Systems soll dies wieder korrigiert werden. Über diesen konstruktiven Weg sollen die Genossenschaftsmitglieder in ihrer damaligen Entscheidung bekräftigt werden und die Zukunft der gesamten Genossenschaft und ihres Wärmenetzes gesichert werden. Letztendlich hat bereits Hermann Scheer, verstorbene Koryphäe der Energiewende, dieses Projekt unterstützt - eine hohe Auszeichnung des mit dem alternativen Nobelpreis geehrten ehemaligen Politikers.

WICHTIG: Es handelt sich bei dem Jahresabschlussauszug der eG (im Anhang) um das Rumpfjahr (nur um ein halbes Jahr), da die eG ihr Wirtschaftsjahr von Kalenderjahr auf Heizperiode umgestellt haben.

Die Bioenergie Breuberg-Rai-Breitenbach eG ist eine eingetragene Genossenschaft gegründet mit etwa 150 Mitgliedern im Jahr 2007. Mit Hilfe der Förderung des Ministeriums für Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz wurde das Projekt der Nahwärmeversorgung unter Verwendung regenerativer Energieträger umgesetzt. Das Nahwärmenetz dient der Mehrzahl der Bestandsgebäude im Dorf RaiBreitenbach. Unmittelbar im Anschluss an die Nahwärmeversorgung soll das Fernwärmenetz im Endausbau mit Anschluss der Optionskunden ausgebaut werden.

Die Wärmeerzeugung erfolgt aktuell durch zwei Hackschnitzel-Heizungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 990kW und 500kW, die je nach Bedarf aktiviert werden. Die Schulen mit Einrichtungen benötigen ca. ein Drittel der Wärme, die Haushalte die übrigen zwei Drittel. Aufgrund falscher Auslegung der Verrohrung im Heizhaus, sowie unterdimensionierter Auslegung der Rücklaufleitung vom Wärmenetz zum Heizhaus muss der erforderliche Gesamtwärmebedarf bei Außentemperaturen von unter 5°C durch die bestehende veraltete Ölheizung einer der Schulen ergänzt werden. Die Gesamtanlage hat durch diese Missstände zurzeit einen Wirkungsgrad von lediglich 50%.

Die Hackschnitzel-Feuerung der WVT benötigt eine Mindestrücklauftemperatur von 65°C. Des Weiteren befinden sich dort die beiden Pufferspeicher mit jeweils 40 m³. In der Heizzentrale der Genossenschaft ist die Hackschnitzel-Feuerung der WVT mit einer Nutzwärmeleistung von 850 kW und einer Feuerungswärmeleistung von 990 kW installiert. Da die Minimalleistung der Verbraucher im Netz zur Brauchwarmwasserbereitung im Sommer bei maximal 300 kW beträgt erschien der Einsatz eines Holzgas-Blockheizkraftwerks zur Abdeckung der Wärmegrundlast theoretisch sehr geeignet. In den ersten Betriebsjahren wurde daher das Holzgaskraftwerk der Fa. Kuntschar installiert. Diese Anlage ist jedoch nie richtig in Betrieb gegangen und musste nach einem Brand zurückgebaut und entsorgt werden. Stattdessen wurde eine weitere Hackschnitzelfeuerung der Fa. Heizomat mit einer Feuerungswärmeleistung von 500 kW installiert.

Bei der vorgenommen Schwachstellenanalyse in der Begutachtung von Heizanlage, Schulversorgung und Wärmenetz im Dorf wurden folgende weitreichende Mängel festgestellt:

  1. Die Hackschnitzelfeuerungen können beide zusammen nicht mehr als 1.050 kW erzeugen, obwohl die Einzelleistungen mit maximal 770 kW für den WVT und 417 kW für den Heizomaten ermittelt wurden und sämtliche Pumpen auf Volllast gefahren werden. Bei einem Wärmebedarf > 1.000 kW muss die Ölfeuerung der Schule den zusätzlichen Wärmebedarf decken. Als eine wesentliche Ursache wurde die fehlerhafte Verrohrung und Verknüpfung der beiden Anlagen im Heizhaus sowie die Steuerung der Gesamtanlage in Verbindung mit der Ölheizungen der Schule identifiziert. Daraus folgt, dass zur Zeit beide Kessel nicht die für das Wärmenetz optimale erforderliche Spreizung von 25°Kelvin (80°C Vorlauf und 55°C Rücklauf) erreichen.
  2. Die zurzeit produzierte Wärmemenge kann wiederum nur zu etwa 90% ins Wärmenetz eingespeist werden, weil die beiden Heizkreise zwar mit einer Verrohrung im Vorlauf von Durchmesser 12,5cm (Schule) und 15cm (Wärmenetz), im Rücklauf aber lediglich mit nur einer Leitung mit 12,5cm zusammen eingebunden sind. Somit fehlt der zweite Rücklauf, was zu einem Rückstau bei der Einleitung ins Wärmenetz führt. Dadurch entsteht eine Reduzierung des Gesamtwirkungsgrades in Höhe von ca. 10%.
  3. Aufgrund fehlender Regulationsmöglichkeit in Form eines Steuerventils in den 132 hausseitigen Wärmeübergabestationen war bislang ein hydraulischer Abgleich des Gesamtwärmenetzes nicht möglich. Daraus resultiert eine weitere deutliche Reduzierung des Wirkungsgrades des Nahwärmenetzes.

Das Nahwärmenetz und die Übergabestationen sind für einen Vorlauf von 80°C und einen Rücklauf von 55°C ausgelegt, was bei der Netzlänge von ca. 6.5 km zu einer optimalen Wärmeübertragung führt. Da aus genannten Gründen aber nicht genügend Wärme ins Netz eingespeist werden kann, schaltet sich bereits ab Temperaturen unter 5°C die Ölheizung in der Schule zu, die eigentlich nur als Standby im Reparaturfall bzw. bei extremen Minustemperaturen weit unter minus 10°C vorgesehen war. Dadurch mussten je nach durchschnittlicher Jahrestemperatur in den letzten Jahren zwischen 10.000 und 60.0000 Liter Heizöl zusätzlich angeschafft werden.

Um die gewünschte und erforderliche Energieeffizienz herzustellen, wurden die folgenden Optimierungsmaßnahmen vom Energieberater herausgearbeitet (siehe Beraterbericht Punkt 5.2.):

    1. Modifikation der Pumpen in der Schule und im Netz, um gegenläufiges Arbeiten zu vermeiden.
    2. Modifikation der Steuerung des WVT, da die Kesselpumpe nicht wie üblich im Rücklauf sondern im Vorlauf angeordnet ist, hierdurch Begrenzung der Wärmeleistung.
    3. Die Reihenschaltung der Puffer lässt nur eine geringe Wärmespeicherung zu und die Konzeption der hydraulischen Weiche ermöglicht eine Temperaturspreizung von lediglich 15 Kelvin im Netz.
    4. Ausbau der Rücklaufsituation des Netzes aufgrund des Engpasses mit nur einer DN 125 Leitung um Wärmetransport zu erhöhen und mehr Netzkapazitäten frei zu geben (Anschluss weiterer Optionskunden).
    5. Verbesserung des hydraulischen Abgleichs im Netz und Optimierung der Pumpenfahrweise, Optimierung der Netzwärmeverluste

    Alle oben genannten Punkte werden umgesetzt und die Angebote (siehe Anhänge) auf die Anmerkungen des Energieberaters angepasst.

    Ziel der Gesamtmaßnahme ist es, den geschätzten Gesamtwirkungsgrad des Nahwärmenetzes zu erhöhen. Die Energiekosteneinsparungen konnten aufgrund der Komplexität des Projektes nur durch den Energieberaterbericht von dem Ingenieurbüro Dr. Carl W. Seitz (GLOBUTECH SERVICES, Freiburg) im Auftrag des Steinbeis-Transferzentrum Technologiebewertung und Innovationsberatung TIB NTG Vermittlungsstelle
 Mannheim konservativ geschätzt werden. Allerdings finden auch weitere kleinere Einsparungen in Verbindung mit diesem Projekt statt, welche im Bericht nicht berücksichtigt wurden. So sollte davon auszugehen sein, dass die BioMa Breuberg GmbH & Co. KG die wirtschaftlichen Mittel zur Bedienung des Kredites einsparen sollte. Als zusätzliche Absicherung hat die Bioenergiedorf Breitenbach eG außerdem eine Bürgschaft über die bettervest Kreditannuität übernommen.

    Die im Originalbericht des Energieberaters Carl Seitz vorgeschlagenen Anpassungen im ursprünglichen Umsetzungsangebot wurden berücksichtigt und sind nun in dem hier auch angefügten Angebot berücksichtigt.


    Die Gesamtfundingsumme liegt bei 172.100 €. Die erwarteten Energie- und Wartungskosten-Einsparungen liegen für die Genossenschaft im Mittel der 7 Jahre Laufzeit bei 44.127€ jährlich. In dieser Energiekosteneinsparung ist ein dynamischer Annuitätenfaktor für Verbrauchskosten eingerechnet, welcher eine jährliche Preissteigerung von 3,5% über die Projektlaufzeit simuliert. Erhöht sich der Energiepreis stärker, fällt die höhere Energiekosten-Einsparung daher zugunsten der Genossenschaft aus. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Energiepreissteigerung in den Jahren 2008 bis 2013 durchschnittlich über 3,5%. Die genaue Effizienzkalkulation kann dem Energieberaterbericht entnommen werden.

    Die Genossenschaft zahlt von diesen 44.127  € laut Vertrag mind. 2550 € je Monat (30.600 € im Jahr) und ab dem 01.6.16 auch noch die Hälfte der Öleinsparungen in der Schule (laut Gutachten Maßnahme II), somit 1750 € an Bioma. Von diesen Einnahmen zahlt  Bioma seinen Kredit über 7 Jahre an die Crowd mit einer Rendite von 7 % zurück. 

    Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt wird jährlich rund 62 Tonnen CO2 einsparen.

    ) {
    Diese Information wird nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
    Die restlichen Dokumente werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
    Die Informationen zur Umsetzung werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
    Die Reportings finden Sie unter Meine Investitionen unter den Details der entsprechenden Investition.

    bettervest verbindet die notwendige Finanzierung mit der Verbreitung und Veröffentlichung dieses genossenschaftlichen Zukunftsmodells, gerade unter Anbetracht der heute identifizierten Fehler. Über diesen Weg mögen viele Menschen inspiriert werden, ähnliche Projekte zu initiieren und erfolgreich umzusetzen.

    Rhett Hagemann, Geschäftsführer BioMa Breuberg GmbH & Co.KG

    Unternehmensportrait

    BioMa Breuberg GmbH & Co. KG

    Die BioMa Breuberg GmbH und Co. KG wurde von Rhett Hagemann und seiner Frau gegründet, um eine praktische Umsetzung der eigenen Vision am konkreten Projekt darzustellen. Mit der OREG (Odenwälder Regional-Gesellschaft zur Wirtschaftsförderung in der Region), arbeitet das Unternehmen seit Jahren daran, den Park für grüne Technologien am Hainhaus im Odenwaldkreis zu einem Zentrum der regionalen Energieversorgung auszubauen. 

    Da das große Projekt nur mit kleinen Schritten vorankommt, übernahm Herr Hagemann auch den Auftrag, das nahegelegene Bioenergiedorf Rai-Breitenbach zukunftsfähig zu machen. Die Erfahrungen von Herrn Hagemann im eigens konzipierten und realisierten Nahwärme-Netz um seinen eigenen Hof in Hesselbach, überzeugten die Mitglieder der Genossenschaft in Rai-Breitenbach. 

    Zuvor profilierte sich Herr Hagemann als Geschäftsführer einer der größten Recyclinganlagen in der BRD. Dabei kommen ihm die Erfahrungen in der Logistik der Rohstoffe, dem Rohstoff-Einkauf und der Verwertung sowie der Optimierung der Stoffströme zugute.


    BioMa Breuberg GmbH & Co. KG | Oberdorfstraße 10 | 64754 Hesseneck
    Geschäftsführer: Rhett Hagemann
    06276 5649180 | bio@bio-ma.com