80 Solar-Hubs für die digitale Vernetzung Ruandas - ARED

Solar erreicht in
8% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
250,000€ benötigt
378t CO2 Einsparung
250,000€ von 426 Investoren
Fundingschwelle:125000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um die Produktion und Installation von 80 mobilen Solar-Hubs, sogenannte „Shiriki-Hubs“, in Ruanda. Diese sollen durch selbstständige Franchisenehmer betrieben werden und Nutzern von Mobilgeräten wichtige Dienste anbieten. Auf Swahili heißt „Shiriki“ so viel wie „Teilen“ und genau das tut dieser Kiosk auf Rädern. Der Shiriki-Hub ist mit einem Solarmodul sowie maßgeschneiderten Kommunikationsgeräten ausgestattet und versorgt Kunden allen voran mit Solarstrom und Internetzugang.

In Ruanda haben nur 30 % der Bevölkerung Zugang zu Strom, in ländlichen Gebieten sind es sogar nur 12 %. Dabei nutzen circa 75 % der Bevölkerung (8,9 Millionen Menschen) Handys. Durch die Verteilung der Shiriki-Hubs in ganz Ruanda möchte ARED – African Renewable Energy Distributor Ltd. diesen Missstand beheben und die digitale Kluft durch frei verfügbares Internet schließen. Zudem entstehen durch die Förderung des Unternehmertums Arbeitsmöglichkeiten und damit eine reale Alternative zur Arbeitslosigkeit. 


Technologie

Um diese Vision zu verwirklichen, entwickelte ARED den Shiriki-Hub, einen robusten mobilen Solarkiosk, der einen kostengünstigen digitalen Zugang ermöglicht, ohne auf eine Netzinfrastruktur angewiesen zu sein. Die Technologie des Shiriki-Hubs wurde von der deutschen Firma tech-solute GmbH entwickelt und seit Anfang 2017 mit 5 Hubs in Ruanda erfolgreich getestet und optimiert. Auf dieser Basis kann jetzt die Skalierung umgesetzt werden. 

Gegen Gebühr können die Kunden an den Solar-Hubs ihre Mobilfunkgeräte mittels Solarstrom aufladen und auch andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wie z. B. das Nutzen von Internet/Intranet oder Bezahlsysteme. Jeder Shiriki-Hub kann bis zu 50 Personen im Umkreis von 100 Metern mit dem Internet verbinden. Dieses zusätzliche Angebot hebt den Shiriki-Hub von anderen auf dem Markt befindlichen Anbietern ab.


Soziale Auswirkungen

ARED agiert als soziales Unternehmen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (United Nations‘ Sustainable Development Goals (SDG)):

• SDG 1 (Armut beenden)

• SDG 5 (Geschlechtergleichheit)

• SDG 7 (bezahlbare und saubere Energie)

• SDG 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum)

• SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur)

• SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz)

Die Business-in-a-Box-Lösung des Unternehmens bietet dem Franchisenehmer ein nachhaltiges Geschäft mit einem konstanten Einkommen von durchschnittlich 150 USD/Monat, was ungefähr dem zweifachen ruandischen Landesdurchschnitt entspricht. Das Unternehmen fördert die Gleichstellung der Geschlechter durch ein Programm, das die Franchisekosten für Frauen und Menschen mit Behinderung subventioniert. Die Ausrichtung des Unternehmens auf SDG 7 und 13 erfolgt durch die Nutzung des Solar-Hubs selbst.

Darüber hinaus bietet ARED seinen Franchisenehmern umfangreiche Schulungen zum Betrieb von Business- und Kiosksystemen sowie Unterstützung bei der Mikrofinanzierung. Das Kerngeschäft von ARED, der Zugang zum Internet, hilft die digitale Kluft in Ruanda zu schließen und eröffnet vielfältige Optionen.


Klimaschutz

Für die Ermittlung des CO2-Einsparpotentials wurde im Rahmen der Projektprüfung gegen ein hypothetisches, auf einem Benzingenerator basierenden System gerechnet. Da die Shiriki-Hubs ihren Strom aus 100 % Solarenergie beziehen, ist ihre CO2-Bilanz neutral. Bei 80 Hubs führt dies zu einer jährlichen Einsparung von 131.440 Litern Benzin, was einem CO2-Äquivalent von 378 Tonnen pro Jahr entspricht.

Aufbau des Shiriki-Hubs

Ausgestattet ist der Solar-Hub mit einem faltbaren 135 W Solarmodul, welches von der deutschen Firma Wattstunde GmbH bezogen wird und mit einem Schließsystem gesichert werden kann. Außerdem beinhaltet der Shiriki-Hub einen Router und ein IOT Hardware System, Lautsprecher und eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie des chinesischen Herstellers Winston Battery Ltd.. Diese ermöglicht innerhalb eines Zyklus das Aufladen von bis zu 30 Handys. Überschüssige Solarenergie, die nicht für den Betrieb benötigt wird, wird in einem Akkumulator zwischengespeichert, wodurch die Schwankungen der Sonneneinstrahlung ausgeglichen werden können. Somit können auch nach Sonnenuntergang Kunden bedient werden.

Die verbauten Elemente des Solar-Hubs entsprechen europäischen Standards. Die Einzelteile (bis auf direkt zu liefernde Teile aus China wie z.B. die Batterien) werden in Deutschland zusammengestellt, verpackt und nach Ruanda verschifft. In Ruanda werden die Komponenten zum Shiriki-Hub zusammengebaut. Dazu wurde eine ausführliche, auf Englisch verfasste, 42-seitige Montageanleitung erstellt, in welcher Schritt für Schritt der Zusammenbau der Einzelteile beschrieben wird. Zusätzlich verfügt die Anleitung über Bebilderungen, sodass es dem einheimischen Personal in kurzer Zeit möglich ist, die Anlage selbständig zusammenzubauen. Zudem stellt ARED durch Schulungen die Ausbildung der Operatoren und des Servicepersonals sicher.

Zu den angebotenen Dienstleistungen des Shiriki-Hubs gehören: 

  • digitale Transaktionen (mobiles Geld)
  • Zugang zum Internet
  • gratis Zugang zu einem werbefinanzierten Intranet mit Zugang zu Nachrichten, Gesundheit, Spielen und vieles mehr
  • Telefonie
  • Datentransfer über Internet
  • mobiles Aufladen von z. B. Prepaidkarten 
  • Zugang zu weiteren digitalen Inhalten

Zusätzlich bietet der Solar-Hub viel Fläche und gute Sichtbarkeit um Co-Branding und Werbung anzubringen, wodurch weitere Einnahmen generiert werden können. Die schlauchlosen Reifen stehen für eine höhere Lebensdauer und reduzieren dadurch die Wartungskosten für die Franchisenehmer.

Da jeder Solar-Hub von einem Franchisenehmer betrieben wird, werden 80 neue Dauerarbeitsplätze erschaffen, die den Betreibern ein nachhaltiges Geschäft garantieren. Darüber hinaus werden zunächst 3 Personen für die Installation und Wartung der Hubs ausgebildet, welche dadurch einen Arbeitsplatz finden. ARED stellt durch Schulungen die Ausbildung der Operatoren und des Servicepersonals sicher.

Fünf Shiriki-Hubs der neuen Generation sind bereits erfolgreich in Betrieb. Dieses Projekt soll es ARED ermöglichen, 80 weitere Hubs zu produzieren und in Betrieb zu nehmen. Der Projektbetreiber behält sich die Möglichkeit vor, bis zu 20 der Hubs in Uganda aufzustellen, der Fokus wird aber auf Ruanda liegen.


Umsätze

Der Solar-Hub generiert Umsätze aus verschieden Quellen, zum einen aus den Beziehungen zu den Kunden (direkte Einnahmen) und zum anderen aus den Beziehungen zu den Dienstanbietern (z. B. Werbeeinahmen). Dies reduziert das Risiko von Zahlungsausfällen, da es unwahrscheinlich ist, dass alle Umsatzquellen gleichzeitig ausfallen. Der größte Teil der Umsätze fällt mit ca. 50 % in den Bereich Werbung („Advertising“). Dies sind digitale Werbungen, wie sie z.B. aus mobilen Apps bekannt sind. Bei der gratis Nutzung des ARED-Intranets, werden diese Werbungen ausgestrahlt. Die weiteren Umsätze sind breit gefächert und ergeben sich größtenteils aus Zahlungen von Gebühren, wenn ein Kunde Dienstleistungen wie „Mobile Money“ oder Handyaufladungen in Anspruch nimmt.

Die Zielerlöse pro Hub pro Monat belaufen sich auf bis zu 220 USD. Da die Hubs allerdings erst in Betrieb sein müssen, um das volle Potential auszuschöpfen, wird bei der Finanzierung dieses Projekts zunächst von niedrigeren Umsätzen ausgegangen, um einen Risikopuffer für Verzögerungen oder Ausfälle zu haben. Das Finanzmodell sieht entsprechend lediglich 50 € Erlös ab Monat 4 nach Start der Finanzierung vor (die Zeit vorher wird benötigt zur Produktion und Lieferung). In Monat 6 erfolgt dann eine Steigerung auf 75 € bis auf 100 € in Monat 8. Diese 100€ werden im weiteren Verlauf als durchschnittliches, monatliches Netto-Einkommen pro Hub angenommen.

Die Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 250.000 € und beinhaltet die bettervest-Listing- und Treuhandgebühren. Das über bettervest eingesammelte Kapital dient zur Produktion von 80 Solar-Hubs, die von Franchisenehmern betrieben werden. Darunter fallen die Kosten für alle Einzelteile, Ausgaben für Schulungen, für die Montage, für die Einrichtung der Anlagen vor Ort sowie für administrative Vorbereitungen. Die Fundingschwelle liegt bei diesem Projekt bei 125.000 € - wird nur diese Summe im Funding erreicht, wird der Projektinhaber nur 40 Shiriki-Hubs produzieren.

Der zu erwartende Umsatz liegt bei durchschnittlich 85.714 € im Jahr, wovon jährlich 48.018,10 € über 7 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden, was einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 8 % für die Investoren entspricht.


Land

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im Juli 2018 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATORBEWERTUNG RUANDA
Euler Hermes RankingEuler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von ruandischen Unternehmen mit hoch bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit C gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map und Ranking 2018).
OECD KlassifizierungDie OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Ruandas auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International)Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Ruanda bei 55 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending RateDie Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Ruanda liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 16,9% (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (S&P)Standards and Poors hat die Kreditwürdigkeit von ruandischen Staatsanleihen auf einer Skala von AAA bis D mit B bewertet und somit als spekulativ eingestuft (Quelle: countryeconomy 2018).
Devisenmarkt (Bundesbank)In den letzten fünf Jahren ist der Devisenpreis für den Euro in Ruanda leicht gestiegen, vor fünf Jahren lag der Preis bei 784,15 Ruanda-Franc, vor einem Jahr bei 931,84 und heute liegt der Preis bei 1.002,69 Ruanda-Franc (Quelle: Bundesbank 2018).

Weitere Informationen befinden sich im Länderprofil.

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bettervest ist eine angesehene Crowdfunding-Plattform, die sich eng an unseren Projektbedürfnissen orientiert. Die Erfolgsbilanz der Plattform gibt uns volles Vertrauen, dass unsere Projekte auf diesem Wege realisiert werden. Eine erfolgreiche Finanzierung wird es uns ermöglichen, weitere solarbetriebene Kioske für den ruandischen und ugandischen Markt zu kaufen. Diese haben durch ihre Energieeffizienz eine hohe Wirkung.

Foto: Thomas Festerling - Geschäftsführer

Thomas Festerling - Geschäftsführer

Unternehmensportrait

Foto: ARED Germany UG (haftungsbeschränkt) ARED Germany UG (haftungsbeschränkt)

Die ARED Germany UG (haftungsbeschränkt) ist Inhaber und Darlehensnehmer des Projekts. Sie wurde für die Finanzierungsvorhaben der ARED Group (ARED - African Renewable Energy Distributor Ltd.), die in Ruanda tätig ist, gegründet. Die ARED Germany UG ist lediglich für die Weitergabe des Darlehens an die ARED Group verantwortlich, die das Projekt vor Ort umsetzt.

ARED wurde 2013 in Ruanda von Henri Nyakarundi gegründet, der das ARED-Flaggschiff, den Shiriki-Hub, entwickelt und eingeführt hat und die Expansionspläne des Unternehmens steuert. Herr Nyakarundi studierte Informatik an der Georgia State University, Atlanta, GA. Danach sammelte er mehr als 7 Jahre Erfahrung im Transportsektor in den USA und in Burundi. Das ARED-Team in Ruanda verfügt über unterschiedliche Kompetenzen in den Bereichen Business, Mobile Industry, Softwareentwicklung und Investor Relations. Seit der Gründung 2013 ist ARED in Ruanda auf 20 Franchiseunternehmen angewachsen und hat in Zusammenarbeit mit der deutschen tech-solute GmbH und der GreenTec Capital Partners GmbH ihren Solar-Hub der nächsten Generation mit digitaler Konnektivität entwickelt. Im Jahr 2017 expandierte das Unternehmen in Uganda und stellte einen Geschäftsentwickler im Land ein. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit 6 Vollzeitmitarbeiter und 21 aktive Franchisenehmer. 2017 betreute das Unternehmen mehr als 40.000 Einzelkunden und wickelte mehr als 117.000 elektronische Transaktionen ab. Zu den bisherigen Kunden zählen unter anderem das internationale Rote Kreuz, die Regierung von Ruanda sowie Telefongesellschaften. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2020 5.000 Shiriki-Hubs zu verkaufen und sein Geschäft in Uganda, Niger und Namibia auszubauen. Hierzu sind bereits konkrete Verhandlungen angelaufen. Weiter im Fokus für zukünftige Projekte stehen die Länder Nigeria und Ghana.


ARED Germany UG (haftungsbeschränkt) | Carl-von-Noorden Platz 5 | 60569 Frankfurt
Geschäftsführer Thomas Festerling
+4915233902637 | t.festerling@greentec-capital.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.