Installation von 16 Solarboutiquen im Senegal - Bonergie - Teil 2

Solar erreicht in
7% Rendite
0% Vorlaufzins
5 Jahre Laufzeit
224,200€ benötigt
23.22t CO2 Einsparung
224,200€ von 387 Investoren
Fundingschwelle:13900
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Das hier vorliegende Projekt ist das zweite Projekt von Bonergie auf der bettervest-Plattform. Es beinhaltet die gleichen Komponenten und ist gleich aufgebaut wie das erste Projekt, nur dass diesmal 16 Solarboutiquen anstatt 8 finanziert werden sollen. Information über den Fortschritt des ersten Projekts findet ihr hier.  

Im Rahmen des hier angebotenen Projekts installiert die Bonergie GmbH & Co. KG, die bereits seit 2010 mit vier Regionalbüros und einem weitreichenden Netzwerk erfolgreich im Senegal tätig ist,16 schlüsselfertige Solarboutiquen in nicht-elektrifizierten Dörfern in vier Regionen im Senegal. Diese Solarboutiquen sind Kioske, die mit Solarenergie betrieben werden und die Bonergie in Form eines Franchisings an selbstständige Unternehmer vermittelt. Diese Franchisenehmer bekommen die Möglichkeit, den Kaufpreis zuzüglich der Finanzierungskosten sowie einem Anschub-Betriebsmaterial über einen Zeitraum von 3 Jahren in Mietkaufraten an Bonergie zurückzuzahlen, um danach ein selbstständiges Unternehmen führen zu können. Damit es ein nachhaltiges Businessmodell wird, werden die Unternehmer auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit von Bonergie umfangreich betreut. 

In den Boutiquen bieten die Franchisenehmer Solarprodukte, aber auch andere Produkte des täglichen Bedarfs zum Verkauf an. Dank eines integrierten Kühlschranks können auch Waren gekühlt werden. Projektinhaber ist die Bonergie GmbH & Co.KG. 


Für die Anschaffung und Installation der Solarboutiquen wird eine Gesamtfundingsumme von 224.200 € benötigt. Bonergie beteiligt die Investoren mit einer Rendite von 7 % über 5 Jahre an den Einnahmen. Für die Ermittlung des CO2-Einsparungspotentials wurde im Rahmen der Projektprüfung gegen ein hypothetisches auf einem Benzingenerator basierendem System gerechnet. Da 100 % des von den Boutiquen verwendeten Stroms aus den auf dem Dach installierten Photovoltaikanlagen stammt, ist deren CO2-Bilanz neutral, was zu einer jährlichen Einsparung von 23,22 Tonnen CO2  gegenüber Energie aus Benzingeneratoren führt.

Situation im Senegal

Der fehlende Zugang zu Elektrizität ist ein großer Hinderungsfaktor für eine selbstbestimmte Entwicklung der Bevölkerung in vielen afrikanischen Ländern. Laut einer Studie von Lighting Africa, einem Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank, haben in Afrika 600 Millionen Menschen und mehr als 10 Millionen Kleingewerbe keinen Zugang zu Strom. Dies hemmt die wirtschaftliche Entwicklung. Zudem gehört der Senegal mit einer Bevölkerung von 14,8 Millionen Menschen mit zu den ärmsten Ländern weltweit. Laut Human Development Index belegt das Land Platz 170 von 188. Die senegalesische Regierung unter Präsident Macky Sall hat jedoch sehr ehrgeizige Ziele: Mit dem Plan "Senegal Emergent“ möchte der Senegal in die Gruppe der Schwellenländer aufsteigen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Elektrifizierung des Landes. In der Hauptstadt Dakar haben circa 96 % der Bevölkerung Zugang zu Strom, jedoch mit häufigen Stromausfällen. In den ländlichen Regionen, wo der größte Teil der Bevölkerung lebt, sind es jedoch nur 32 %. Neben dem fehlenden Zugang zu Strom ist die Jugendarbeitslosigkeit ein weiteres schwerwiegendes Problem. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei nur 18 Jahren. Mehr als 40 % der jungen Menschen sind ohne Arbeit.

Ein Lösungsansatz: die Solarboutique

Die Solarboutique von Bonergie setzt bei beiden Problemen an: Zugang zu Licht und Strom für die ländlichen Gebiete und Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen für junge Menschen. Die Solarboutique ist eine schlüsselfertige Lösung für nicht elektrifizierte Dörfer. Sie wird von selbstständigen Unternehmern in Form eines „Social-Franchise“ betrieben. Einnahmen werden generiert durch: 

  •  Verkauf von Produkten für den täglichen Bedarf sowie gekühlten Getränken und Kühleis 
  • Verkauf von Solarprodukten wie Solarlampen und Solar-Home-Systemen, welche zu Elektrifizierung der ländlichen Regionen beitragen 
  • Multiservices wie Aufladen von Telefonen, Büroservice, digitaler Geldtransfer und Zugang zum Internet 
  • Am Abend verwandelt sich die Boutique in ein Entertainment Center. Umsätze werden hier generiert durch den Verkauf von Eintrittsgeldern (z.B. für die Übertragung von großen Fußballspielen und Filmen) plus dem Verkauf von gekühlten Getränken 
  • Installationen von Solarsystemen und Solar-Pumpen im Dorf und in der Umgebung sowie die Wartung und Instandhaltung der Solaranlagen-Technik. 

Die Herstellung der Boutiquen findet ausschließlich lokal statt. Alle vorgefertigten Elemente sind demontierbar, leicht zu transportieren und zu installieren. 

Aufbau der Solarboutique

Im Inneren ist die Boutique rundum mit soliden Holzregalen, einem großen Holztisch und einer Telefonladestation für 10 Mobiltelefone ausgestattet. Die Stromversorgung liefert eine Solarinstallation mit 6 Solarpanels zu je 150 Watt Leistung auf dem Dach sowie Batterien und Wechselrichtern. Somit verfügt jede Boutique über eine Photovoltaikanlage von 0,9 kW Leistung, die jährlich 1.642 kWh Strom produziert. Dieses Solar-Home-System, eine Eigenentwicklung von Bonergie, versorgt die Boutique mit Strom für folgende ebenfalls vorinstallierte Geräte: 

  • Solar Kühl-/Gefrierschrank mit 166 Litern Fassungsvermögen 
  • 2 LED Lampen 
  •  1 Ventilator 
  • 1 Notebook 
  • 1 Multifunktionsdrucker 
  • 1 Internet-Router 
  • 1 Fernseher 
  • 1 Telefon-Ladestation für 10 Mobiltelefone

Alle Solarprodukte, inklusive des Kühlschranks und der Produkte für den Verkauf durch die Boutique kommen aus Deutschland und haben 2 Jahre Garantie. Die Solar-Gel-Batterien bezieht Bonergie aus China.

Das Franchisemodell

Die Franchisenehmer bekommen die Möglichkeit den Kaufpreis zuzüglich der Finanzierungskosten sowie einem Anschub-Betriebsmaterial innerhalb von 3 Jahren zu tilgen, um danach ein selbstständiges Unternehmen führen zu können. Damit es ein nachhaltiges Businessmodell wird, werden die Jungunternehmer auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit von Bonergie umfangreich betreut. Zur Betreuung gehören Schulungskonzepte in Unternehmensführung und erneuerbaren Energien mit Fokus auf Solarenergie sowie eine technische Ausbildung für Beratung, Installation und After Sales Management. Darüber hinaus stellt Bonergie das Marketingmaterial wie Broschüren zur Verfügung und organisiert jährlich eine Konferenz für alle Solarboutique-Betreiber, um Branchen-Know-how zu vertiefen, Best Practices auszutauschen und sich miteinander zu vernetzen. Das Projekt wurde von einem unabhängigen Gutachter validiert. Wirtschaftliche und technische Zahlen können dem Energieberaterbericht und den Produktdatenblättern im Reiter Dokumente zu entnommen werden.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 224.200 € und beinhaltet alle Komponenten der 16 Solarboutiquen, bestehend aus dem Betonsockel, der Metallkonstruktion, den Solarmodulen zu je 150 Watt, den Batterien, dem Wechselrichter, den Komponenten des Solar-Home-Systems sowie der Innenausstattung (solarbetriebener Kühl-/Gefrierschrank, LED-Lampen und Ventilator, Notebook, Multifunktionsdrucker, Router, Fernseher und Telefonladestation). Außerdem enthalten ist die bettervest Fundinggebühr und die Treuhandgebühr. Bonergie wird die Boutiquen über einen Zeitraum von 36 Monaten von den Franchisenehmern tilgen lassen. Die Rückzahlung an Bonergie startet drei Monate nach Lieferung und Installation der Boutique. 

Die Gesamtrückzahlung des Franchisenehmers an Bonergie beträgt pro Boutique inklusive aller Finanzierungskosten jährlich 3.521.890 CFA (ca. 5.367 €, Stand: 28.11.2017). Über drei Jahre beträgt die Rückzahlung somit 10.565.671 CFA (ca.16.100 €, Stand: 28.11.2017). Die zu erwartenden Einnahmen für Bonergie liegen damit bei 85.867 € jährlich (über drei Jahre), wovon 51.460,94 € jährlich über 5 Jahre an die Crowd zurückbezahlt werden (die Überschüsse aus den Jahren 1-3 legt Bonergie zurück). Dies entspricht einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 7 % für die Investoren. Weitere jährliche Überschüsse werden für weitere Boutiquen verwendet, deren Franchisenehmer wiederum ihren Kredit über 36 Monate abbezahlen. Somit hilft das Darlehen der Crowd eine Art roulierendes, sich selbst finanzierendes System zu generieren. 

Das hier beschriebene Crowdfunding-Projekt spart jährlich ein Äquivalent von 10.000 Litern Benzin ein und produziert jährlich 26.272 kWh Strom aus Solarkraft. Es werden somit 23,22 Tonnen COjährlich eingespart. 

Die Fundingschwelle liegt bei 13.900 €, sollte nur dieser Betrag erreicht werden, wird Bonergie nur eine Solarboutoutique installieren. Wird ein Betrag zwischen der Gesamtfundingsumme und der Fundingschwelle erreicht, wird Bonergie anteilig die entsprechende Anzahl an Solarboutiquen installieren und etwaige Differenzbeträge durch Eigenkapital auffüllen.

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Frage 1: Gibt es einen Diebstahlschutz?

Antwort: Die Solarboutique steht meist mitten im Dorfzentrum, so dass viele Menschen ein Auge darauf haben. Diebstahl geschieht in den Dörfern sehr selten. Dennoch ist die Boutique gut verschlossen und mit mehreren Schlössern an Fenstern und Türen gesichert. Das Notebook wird aus Sicherheitsgründen vom Franchisenehmer mit nach Hause genommen. Auch sind die Solarpanels mit einem sehr stabilen Metallrahmen am Dach befestigt, was die Möglichkeit eines Diebstahls erschwert. Falls Bonergie feststellen sollte, dass Diebstahlversuche auftreten, besteht die Überlegung einen Wachmann zu beschäftigen. Eine Versicherung für solche Dinge existiert im Senegal nicht.


Frage 2: Warum wird von einer verhältnismäßig langen Haltbarkeit des Wechselrichters ausgegangen?

Antwort: Es wird davon ausgegangen, dass der Wechselrichter innerhalb von 10 Jahren einmal gewechselt werden muss, was die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes nicht beeinflusst. Grundsätzlich gewährt der Projektinhaber auf die elektronischen Geräte eine zweijährige Garantie. Die Lebensdauer der Produkte ist erfahrungsgemäß jedoch sehr viel länger. Eine Ausnahme bilden hier allerdings Batterien, welche nach 4-5 Jahren ersetzt werden müssen, da diese nur begrenzte Ladezyklen haben.


Frage 3: Warum ist im Energieberaterbericht nur von 8 Solarboutiquen die Rede?

Antwort: Das hier vorliegende Projekt ist das zweite Projekt von Bonergie auf der bettervest-Plattform. Da dieses Projekt die gleichen Komponenten beinhaltet und gleich aufgebaut ist, wie das erste Projekt, entschied sich bettervest, den Bericht aus dem ersten Funding erneut zu verwenden. Bei diesem Projekt werden jedoch 16 Boutiquen anstatt 8 finanziert, wodurch sich die Angaben aus dem Energieberaterbericht zu Ausgaben, Einnahmen, Einsparungen und CO2-Einsparungen jeweils verdoppeln.


Frage 4: Warum geht das bettervest-Funding über fünf Jahre, wenn die Boutique vom Franchisenehmer an Bonergie nur über 3 Jahre getilgt wird? 

Antwort: Zum einen dauert es bis zu 6 Monate, bis die bestellte Ware vor Ort ist und dem Franchise zugeordnet wurde, erst dann erhält Bonergie auch erst die Mietkaufraten. Des Weiteren möchte Bonergie ein roulierendes System schaffen, um mit dem überschüssigen Geld nochmals weitere Boutiquen zu finanzieren. Durch die 2 Jahre Differenz ist dies möglich.


Frage 5: Zahlen die Franchisenehmer an Bonergie auch Zinsen? 

Antwort: Die Franchisenehmer zahlen keine zusätzlichen Zinsen an Bonergie. Das Darlehen wird 1:1 weitergereicht.


Frage 6: Wie berechnen sich die jährlichen Einnahmen von Bonergie (über drei Jahre) in Höhe von 85.867 €.

Antwort: Jeder Franchisenehmer einer Boutique zahlt jährlich einen Betrag in Höhe von 3.521.890 CFA (ca. 5.367 €) an Bonergie. Bei 16 Boutiquen hat Bonergie somit jährlich Einnahmen in Höhe von ca. 85.872 € (drei Jahre lang). 

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Dank Crowdfunding können wir Nachhaltigkeit innovativ umsetzen.

Foto: Gabriele Schwarz - Geschäftsführerin

Gabriele Schwarz - Geschäftsführerin

Unternehmensportrait

Foto: Bonergie GmbH & Co. KG Bonergie GmbH & Co. KG

Die Bonergie GmbH & Co. KG ist ein 2010 gegründetes Social Business aus München. Diese fungiert als Holding für die im Senegal tätige Bonergie SARL und beschäftigt insgesamt 27 Personen, davon vier in Deutschland und 23 im Senegal. Die SARL ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der GmbH und bietet seinen Kunden im Senegal eine große Palette an Produkten auf Basis von Solarenergie. Seit 2010 ist das Unternehmen erfolgreich tätig und hat bereits mehreren tausend Menschen Zugang zu Solarenergie ermöglicht. Die Installationen reichen von Solar-Home-Systemen für Familien, kleinen und mittleren Unternehmen, über Schulen und Krankenhäuser bis hin zu solaren Wasserpumpen für die Bewässerung der Felder. Um Kunden in entlegenen Dörfern betreuen zu können, hat Bonergie weitreichende Distributionskanäle vor Ort aufgebaut und betreibt bereits vier Regionalbüros. So wird die Region rund um die Hauptstadt Dakar, der Norden (Louga), der Süden (Ziguinchor) und der Südosten (Tambacounda) umfangreich abgedeckt. In den Regionalbüros befinden sich der lokale Vertrieb und das Team der Techniker, die zukünftig auch die hier zur Finanzierung stehenden Solarboutiquen betreuen werden. Bis zum Jahr 2018 sind vier weitere Regionalbüros geplant sowie 100 Solarboutiquen, die in Dörfern um die einzelnen Regionalbüros angesiedelt werden. So möchte Bonergie innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt 1 Million Menschen im Senegal mit Licht, Strom und Wasser versorgen. Durch den Zugang zu Elektrizität beabsichtigt Bonergie Menschen handlungsfähiger zu machen, deren Lebenskomfort zu steigern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ein Einkommen zu generieren. Dank flexibler Zahlungspläne können sämtliche Bonergie-Produkte eigenständig erworben werden. Die Kunden erzeugen ihren Strom selbst und zwar dort, wo er gebraucht wird. Das macht sie unabhängig und ihr Leben und auch ihre Arbeit werden planbar.


Bonergie GmbH & Co. KG | Am Lochholz 28 | 80999 München
Geschäftsführerin - Gabriele Schwarz
+221 33 825 37 95 | info@bonergie.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.