Solar-Home-Systeme zur netzfernen Stromversorgung in Nigeria - Sosai

Solar erreicht in
8.5% Rendite
0% Vorlaufzins
4 Jahre Laufzeit
112,100€ benötigt
109.2t CO2 Einsparung
112,100€ von 239 Investoren
Fundingschwelle:100900
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Gegenstand des hier vorliegenden Crowdinvesting-Projekts ist die Finanzierung von insgesamt 250 Solar-Home-Systemen (SHS). Somit handelt es sich bereits um das fünfte über bettervest finanzierte SHS-Projekt in einem afrikanischen Land. Die vorigen Projekte zeigen, dass sich die SHS-Technologie für die ländliche Elektrifizierung eignet und sich bereits bewährt hat. Projektinhaberin ist die SOSAI Renewable Energies Company Ltd., ein schnell wachsendes, international angesehenes Unternehmen, welches auf erneuerbare Energien spezialisiert ist. Innerhalb dieses Projekts sollen 250 Haushalte mit SHS ausgerüstet werden und mindestens 3.000 Menschen von dieser solaren Off-Grid-Lösung profitieren. SOSAI plant mit dem über bettervest eingesammelten Geld unter anderem 250 Solar-Home-Systeme, 1.000 LED-Lampen, 250 Fernseher, 250 Ventilatoren und mehrere hundert Anschlüsse zum Aufladen von elektronischen Endgeräten zu kaufen. 

Technologie

SHS werden in Nigeria immer populärer und erfreuen sich aufgrund ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und ihrer einfachen Anwendung immer größerer Beliebtheit. Sie sind kleine Solarsysteme bestehend aus einem Solarmodul und einem Batteriespeicher. Das Solarmodul in Verbindung mit einer Batterie erlaubt das Speichern von Energie, welche dann in den Nachtsunden zu Beleuchtungszwecken zur Verfügung steht. Die LED-Lampen mit wenigen Watt Leistung spenden dabei ein so helles Licht, dass Schulkinder ihre Hausaufgaben erledigen und auch andere Arbeiten im Haushalt durchgeführt werden können. Die hier verwendeten Anlagen sind zudem modular ausbaubar. Sie können eine oder mehrere LED-Leuchten mit Strom versorgen und das Laden von Mobiltelefonen ermöglichen. Bei den 12 V-Ausführungen können sogar ein zum System passendes Radio, ein Fernseher oder ein Ventilator betrieben werden. Weiterhin können auch mehrere Systeme miteinander gekoppelt werden bzw. modular ausgebaut werden. Dazu werden weitere Batteriepacks und PV-Module zugekauft und einfach über Kabel untereinander verbunden. Dafür sind keinerlei zusätzlichen Fachkenntnisse erforderlich. Die Batterien kommunizieren in diesen Fällen miteinander, um eine Überladung bzw. Entladung einzelner Zellen zu vermeiden. 

Soziale Auswirkungen

In Nigeria leben derzeit ca. 180 Millionen Menschen, wovon nur ungefähr 45 % Zugang zu Elektrizität haben (World Energy Outlook, 2016). Das öffentliche Netz ist in seiner Reichweite beschränkt und die meisten Gemeinden sind nicht an dieses angeschlossen. Des Weiteren wird es Jahrzehnte dauern bis dieses so ausgebaut sein wird, dass es die meisten Gebiete in Nigeria erreicht. Und selbst für die 45 % der Bevölkerung, die an das öffentliche Netz angeschlossen sind, ist die Stromversorgung oft nicht ausreichend. In den meisten ländlichen Gebieten ist die Bevölkerung bis jetzt auf Kerosinlampen und Kerzen zur Beleuchtung sowie auf Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung angewiesen. Die bis dato genutzten einfachen Kerosinlampen beinträchtigen die Gesundheit der Nutzer, spenden nur geringes Licht und verursachen immer wieder Brände. Zudem hat die Bevölkerung immer wieder mit Dieselpreisschwankungen und Kraftstoffmangel zu kämpfen. Dieses Projekt soll den ländlichen Gemeinden helfen, sich in Bezug auf Beleuchtung und das Laden von Endgeräten komplett von fossilen Brennstoffen zu lösen, die ländliche Energieversorgung grüner zu gestalten und Stabilität in Bezug auf die Energieversorgung zu gewährleisten. 


Klimaschutz 

Durch den Gebrauch erneuerbarer Energiequellen werden fossile Brennstoffe eingespart, im Besonderen Kerosin. Das CO2-Equivalent von Kerosin entspricht in etwa 2,4 kg CO2 pro Liter. Bei einem Verbrauch von 3,5 Litern pro Familie und Woche werden rund 440 kg CO2 pro Familie pro Jahr in die Atmosphäre emittiert. 250 Solar-Home-Systeme würden damit den Ausstoß von 109,2 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden.

SOSAI kauft mit dem über bettervest eingesammelten Kapital unter anderem 250 Solar-Home-Systeme, 1.000 LED-Lampen, 250 Fernseher, 250 Ventilatoren und mehrere hundert Anschlüsse zum Aufladen von elektronischen Endgeräten. Die von SOSAI vertriebenen Solar-Home-Systeme sind vom namenhaften deutschen Hersteller fosera. Die Systeme vom Typ LSHS sind modular aufgebaut und einfach im Umgang. Je nach Ansprüchen und finanziellen Möglichkeiten können weitere Solarmodule angeschlossen und die Batterieblocks erweitert werden. Weitere zukaufbare Komponenten sind beispielsweise Lampen verschiedenster Leuchtkraft (auch teilweise als Taschenlampen nutzbar), Radios und Fernseher auf 12 V-Basis. Des Weiteren bestehen Lademöglichkeiten für Mobiltelefone und Smartphones. Das gesamte System wird mit drei Jahren Garantie ausgeliefert, die auch Fabrikationsfehler beim System und der Batterie abdeckt. 

Das Projekt wird in der Region rund um Kaduna umgesetzt. Bei den dortigen Einstrahlungswerten kann das System ganzjährig betrieben werden. Auch während der sommerlichen Regenzeit ist nicht mit Ausfällen aufgrund zu geringer Sonneneinstrahlung zu rechnen. Die Solarmodule die zur Stromerzeugung verwendet werden sind aus polykristallinem Silizium und befinden sich in einem robusten Träger. Die Module können mit Schrauben oder auch freistehend auf einem Mast befestigt werden. Des Weiteren können sie über Verbindungsleitungen einfach zu größeren Leistungseinheiten gruppiert werden. Die eingesetzten Batterien bestehen aus Lithium-Eisenphosphat. Diese Batterien sind sehr sicher in ihrer Handhabung, robust und langlebig. Die Batterieblöcke kommunizieren so untereinander, dass sogar ältere Blöcke mit neuen verknüpft werden können. Dies ist bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht so einfach möglich. Es ist davon auszugehen, dass diese noch weit über die Finanzierungsphase hinaus im Einsatz sein werden. Das System ist außerdem standardmäßig mit zwei Lampen ausgestattet. Die Beleuchtungsstärke (Lichtstrom) des Systems entspricht mit 600 Lumen in etwa der von 60 kleinen Öllampen bzw. Kerzen (Wick Lamps). Auch bezüglich der LEDs ist davon auszugehen, dass diese weit über die Finanzierungsphase hinaus im Einsatz sein werden. Die von SOSAI bezogenen Fernsehgeräte sind 15,6 Zoll groß. Mit einer Leistung von 5,5 Watt können sie für mehrere Stunden mit dem System betrieben werden. Obwohl fosera ebenfalls einen Ventilator im Sortiment führt, hat sich SOSAI speziell für den Ventilator der Marke Solarway entschieden, da dieser zusätzlich ein kleines Leselicht und ein Radio beinhaltet. Er verfügt außerdem über ein eigenes Solarmodul und eine eigene Batterie. 

Die Finanzierung der Anlagen erfolgt über die eingesparten Kosten für das Lampenöl (Petroleum, Kerosin) und das Laden der Mobiltelefone. Über das sogenannte „Pay-As-You-Go“ System werden die Komponenten von den Nutzern über einen längeren Zeitraum hinweg abbezahlt. Dabei sollen die Ausgaben für das System die derzeitigen Ausgaben für Handyladungen, Kerosin und Lampenmaterial nicht überschreiten. Die Bezahlung erfolgt monatlich bzw. wöchentlich und wie in vielen afrikanischen Ländern üblich, über das Mobiltelefon. Wenn ein Kunde eine Rate nicht bezahlt, schaltet sich das System automatisch ab. Sollte der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen zwei Monate lang nicht nachkommen, behält sich SOSAI das Recht vor, das System beim Kunden abzuholen. Da das System mit GPS ausgestattet ist, kann es im Zweifel immer von SOSAI geortet werden.

Diese Vermögensanlage wurde vor Inkrafttreten der letzten Änderungen des Vermögensanlagengesetz am 21.08.2017 erstmals öffentlich angeboten. Das Vermögensanlagen-Informationsblatt wurde entsprechend nach den Anforderungen der zuvor geltenden Fassung verfasst.

Der Projektinhaber (Emittent) führt in Nigeria 10 % Quellensteuer auf die Zinszahlungen ab. Er bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird und sich damit ein geringerer Zinssatz ergibt.

Die Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 112.100 € und wird unter anderem für die Anschaffung von 250 Solar-Home-Systemen, 1.000 LED-Lampen, 250 Fernsehern, 250 Ventilatoren und mehreren hundert Anschlüssen zum Aufladen von elektronischen Endgeräten verwendet. Den Investoren wird eine Rendite von 8,5 % über eine Laufzeit von 4 Jahren angeboten. Legt man einen wöchentlichen Verbrauch von 3,5 Litern Kerosin zugrunde, belaufen sich die durch 250 Solar-Home-Systeme verursachten CO2-Einsparungen auf 109,2 Tonnen CO2 pro Jahr.

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Unsere Mission ist es, den Menschen in Nigeria durch Erneuerbare Energien ein besseres Leben zu ermöglichen.

Foto: Habiba Ali - Geschäftsführerin

Habiba Ali - Geschäftsführerin

Unternehmensportrait

Foto: Sosai Renewable Energies Company Limited Sosai Renewable Energies Company Limited

SOSAI Renewable Energies Company Ltd. wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, mit Hilfe von unternehmerischen Handeln die ländliche Entwicklung zu fördern und den Zugang zu Elektrizität und sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung zu ermöglichen. Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Kanduna, im Norden Nigerias. Weitere Niederlassungen befinden sich in Kano sowie im Bundesstaat Niger. Derzeit beschäftigt SOSAI 15 Festangestellte und drei freie Mitarbeiter. Besonderen Wert legt die Geschäftsführerin, Habiba Ali, auf die Weiterbildung und Integration von Frauen in das Wirtschaftssystem. Getreu Ihrem Motto „when you train a woman, you train a nation“ hat Habiba die Initiative Matan Arewan Sosai gegründet. Diese fördert Social Woman Entrepreneurship in Nigeria, indem gezielt Frauen in das Vertriebsnetz für SOSAIs Solarprodukte einbezogen werden. Dieses innovative Konzept ermöglicht es einzelnen Frauen als Vertriebsagenten für gesamte Siedlungen zu agieren und begünstig somit eine selbstbestimmte Lebensweise. Habiba selbst ist bereits seit 2005 im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Als Mitgründerin der Developmental Association for Renewable Energies (DARE) war sie in vielseitigen Projekten des Clean Development Mechanism der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) tätig. Habiba hat einen Bachelor Abschluss in BWL (Buchhaltung) sowie einen Master Abschluss in Banken- und Finanzwesen. Derzeit arbeitet sie an ihrer Promotion im Bereich Management.


Sosai Renewable Energies Company Limited | Yakubu Gowon Way 1b | Kaduna, Nigeria
Geschäftsführer Habiba Ahmed Ali
+234 809 230 5719 // +234 803 619 1318 | sosai@sosairen.org

Risikohinweise für Projekte in Nigeria

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Länder- und Vollstreckungsrisiko Nigeria
    6. Bei dem Darlehensnehmer handelt es sich um ein Unternehmen nigerianischer Rechtsform mit Sitz in Nigeria, auf das nigerianisches Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht Anwendung finden. Der Darlehensvertrag unterliegt deutschem Recht. Für Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag sind deutsche Gerichte zuständig. Während ein Urteil eines deutschen Gerichts grundsätzlich in Nigeria ohne erneute Verhandlung und ohne weitere inhaltliche Prüfung anerkannt werden sollte, besteht das Risiko, dass ein solches Urteil dort gleichwohl nicht vollstreckt werden kann. Dieses Risiko besteht insbesondere, wenn im Einzelfall ein nigerianisches Gericht zu der Auffassung gelangt, dass die Voraussetzungen der Anerkennung der Vollstreckbarkeit, die sich nach nigerianischem Recht bestimmen, nicht erfüllt sind.

      Falls der Darlehensnehmer seinen Zahlungspflichten gegenüber dem Darlehensgeber nicht nachkommen sollte und der Darlehensgeber dadurch auf eine gerichtliche Durchsetzung seiner Forderungen angewiesen sein sollte, wäre also die (rechtliche und tatsächliche) Vollstreckbarkeit eines erstrittenen Urteils gegenüber dem in Nigeria ansässigen Darlehensnehmer nicht sicher.

    7. Fehlende Besicherung der Darlehen
    8. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    9. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    10. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein .

    11. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    12. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    13. Steuerliches Risiko im Zusammenhang mit der in Nigeria abgeführten Quellensteuer
    14. Der Emittent führt in Nigeria Quellensteuer in Höhe von 10 % ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden, falls in der Person des Steuerpflichtigen die weiteren Voraussetzungen einer Anrechnung erfüllt sind. Der Emittent bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise der nigerianischen Steuerbehörden (Federal Inland Revenue Services, FIRS) zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Kapitalstrukturrisiko
    6. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.