Solar-Home-Systeme für netzferne Haushalte in Uganda - Solantis - Teil 2

Solar erreicht in
7.25% Rendite
1% Vorlaufzins
4 Jahre Laufzeit
240,000€ benötigt
3,108t CO2 Einsparung
240,000€ von 462 Investoren
Fundingschwelle:120000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.
Leider ist aus juristischen Gründen eine Finanzierung durch Investoren, die Ihren Wohnsitz in Österreich haben nicht möglich und müssen storniert werden.



Das hier vorliegende Projekt ist das zweite Projekt von Solantis auf der bettervest-Plattform. Information über den Fortschritt von Projekt Nummer 1 findet ihr hier

Überblick 

Gegenstand des hier vorliegenden Crowdinvesting-Projekts ist die Finanzierung von zunächst 1.500 Solar-Home-Systemen (SHS) vom Typ S8, 600 SHS vom Typ S20, 2.000 Solarlaternen und 600 15 Zoll LED-Fernseher, die an den ugandischen Standorten Gulu und Lira im zentralen Norden des Landes vertrieben werden sollen. Projektinhaber ist die ugandische Solantis Solar LTD bzw. ihre österreichische Holding-Gesellschaft Solantis GmbH. Hierbei handelt es sich bereits um das siebte über bettervest finanzierte SHS-Projekt in einem afrikanischen Land. Die Projekte in Namibia, Nigeria und Kenia befinden sich bereits in der Umsetzung und zeigen, dass sich die SHS-Technologie für die ländliche Elektrifizierung eignet und sich bereits bewährt hat. Das Unternehmen Solantis Solar LTD ist seit 2016 in Kampala, Uganda, tätig und verkauft und betreut dort kleine SHS. In einer ersten Unternehmensphase wurden bereits mehr als 500 Systeme verkauft. Nun möchte das Unternehmen neue Regionen in Uganda erschließen, das Netzwerk auf bis zu 40 Filialen erweitern, Marketingmaßnahmen durchführen und die Führungsstruktur um lokale Manager erweitern. Um die Unternehmenserweiterung und den damit zusammenhängenden Einkauf von insgesamt 2.100 SHS und 2.000 Solarlaternen zu finanzieren, möchte das Unternehmen insgesamt 240.000 € von der Crowd einsammeln. Durch Refinanzierung werden dann innerhalb von vier Jahren weitere 4.500 SHS Typ S8, 2.050 SHS Typ S20 und 9.000 Solarlaternen gekauft. Nähere Details hierzu können dem Energieberaterbericht bzw. dem Businessplan entnommen werden.

Technologie 

Die von dem Unternehmen Solantis Solar LTD verkauften SHS bieten eine finanzierbare Alternative zu der bisherigen Situation. Im hiesigen Projekt werden 8 Watt Systeme, 20 Watt Systeme und 2,5 W Solarlaternen angeboten, welche Solantis in China durch einen von TÜV-Rheinland geprüften Hersteller fertigen lässt. Die Solar-Home-Systeme sind vollständig vorkonfigurierte Solar-Inselsysteme. Sie bestehen aus einer Batterie, einem Solarpanel und LED-Lampen. Darüber hinaus stellt Solantis mit einem Fernseher und einem Radio weitere Endgeräte zur Verfügung. Beide SHS enthalten außerdem einen USB-Anschluss und mehrere Adapterstecker, welche zusätzlich das Laden externer Kleingeräte ermöglichen. Die SunLight Solarlaterne enthält ebenfalls eine Batterie und ein kleines Solarmodul, welches das LED-Licht zum Leuchten bringt. 

Soziale Auswirkungen 

Ein großer Teil der Bevölkerung in Uganda ist derzeit nicht an das elektrische Versorgungsnetz angeschlossen. Ein Netzausbau in kurz- oder mittelfristiger Zukunft ist an vielen Standorten unwahrscheinlich. Insgesamt leben 48 % der Bevölkerung ohne Zugang zu Elektrizität. In ländlichen Regionen ist der Mangel an Elektrizität noch ausgeprägter: Hier haben lediglich 40 % der Bevölkerung Zugang zu Strom und somit Chancen und Möglichkeiten auf einen sozialen Aufstieg, der damit unmittelbar einhergeht. Ein Großteil der Bevölkerung ist daher abhängig von alternativen Energiequellen für z.B. Beleuchtung oder das Laden von Endgeräten. Jedoch verfügen nur wenige Haushalte über eine eigene Energieversorgung und sind daher auf die Verwendung von Kerzen oder Petroleumlampen zur Beleuchtung ihrer Häuser angewiesen. Benötigte elektrische Energie, zum Beispiel zum Laden von Mobiltelefonen, muss aufwändig und kostenintensiv extern eingekauft werden. Diese Situation führt zu einem geringen Maß an Alltagskomfort, zu hohen laufenden Kosten, behindert die Entwicklungsmöglichkeiten und birgt eine Reihe an Risikofaktoren, wie gesundheitliche Belastung und Brandgefahr. Mit einem Solar-Home-System kann sauberer Strom für netzferne Haushalte dezentral produziert werden. Das System erlaubt also nicht nur den Verzicht auf teure und schädliche Brennstoffe wie Kerosin, sondern schafft eine enorme Steigerung der Lebensqualität und gewährt den Menschen Autonomie. 

Klimaschutz 

Da Kerzen, Kerosin und Batterien durch erneuerbare Energiequellen ersetzt werden, können durch den Gebrauch der SHS und der Solarlaternen rund 6.258 bis 18.607 Tonnen CO2-Äquivalent innerhalb von vier Jahren, also im Mittel 3.108 Tonnen CO2-Äquivalent jährlich, eingespart werden. 

Technologie 

Angeboten werden vollständig vorkonfigurierte Solar-Inselsysteme mit 8 W und 20 W Leistung, sowie eine Solarlampe. Diese lässt Solantis in China durch einen von TÜV-Rheinland geprüften Hersteller fertigen. Die Systeme sind vollständig vorkonfigurierte Solar-Inselsysteme, basierend auf LiFePO4 Speichern, welcher über ein Solarpanel geladen werden. Die S8 Systeme von Solantis Solar LTD basieren auf einer 7,4 V, 4,8 Ah LiFePO4 Batterie, welche über ein 8 Wp Solarmodul mit kristalliner Silizium-Technologie, geladen wird. Mitgeliefert werden drei komplett gekapselte LED-Lampen, welche für die Montage im Haushalt vorgesehen sind. Die S20 Systeme von Solantis Solar LTD basieren auf einer 60Wh LiFePO4 Batterie, welche über ein 20 Wp Solarmodul mit kristalliner Silizium-Technologie, geladen wird. Mitgeliefert werden auch hier drei komplett gekapselte LED-Lampen, welche für die Montage im Haushalt vorgesehen sind. Die zentrale, vollständig gekapselte Einheit des S8 bzw. S20 umfasst die Batterie, die Ladeelektronik, eine Zustandsanzeige, eine Notbeleuchtung, Versorgungsausgänge für die externe Beleuchtung und einen USB-Anschluss mit Adaptersteckern zum Laden von Peripheriegeräten. Weiterhin wird zu dem 20 Watt System ein 7 W, 15 Zoll Flachbildfernseher angeboten. Über mitgelieferte Adapterstecker ist das Laden von externen Endgeräten, wie z.B. Mobiltelefonen möglich. Das System ist staub- und spritzwassergeschützt und es werden Pay-As-You-Go (PAYG) Zahlungspläne angeboten, wodurch eine Ratenfinanzierung umgesetzt werden kann. Dies ermöglicht auch Kunden mit geringem und ungeregeltem Einkommen die Anschaffung derartiger Systeme. Die SunLight Solarlampe von Solantis Solar LTD basiert auf einer 6,4 V, 1,45 Ah LiFePO4 Batterie, welche über ein 2,5 Wp Solarmodul mit kristalliner Silicium-Technologie, geladen wird. Die zentrale, vollständig gekapselte Einheit des SunLight umfasst die Batterie, die Ladeelektronik und das LED-Leuchtmittel. Weitere Informationen können dem Energieberaterbericht entnommen werden.

Hersteller 

Die Systeme und Laternen werden durch ein chinesisches Unternehmen hergestellt und verschifft. Der Hersteller ist bettervest bekannt, wird jedoch aus Gründen der Wahrung der Geschäftsgeheimnisse der Solantis GmbH nicht öffentlich genannt. Das Unternehmen wurde nach Informationen auf der eigenen Website erfolgreich nach den acht Global Market-Kriterien unter der Leitung von TÜV-Rheinland geprüft. Das betrachtete Produkt ist laut Herstellerangaben CE und RoHS geprüft. Darüber hinaus wurde das System durch das in Uganda zuständige Prüflabor Uganda National Bureau Of Standards erfolgreich geprüft. Dabei wurden die Prüfverfahren nach US IEC 61215:20057 und PVRS11A8 zugrunde gelegt. Bei ersterem werden im Wesentlichen die Leistungsdaten des kristallinen Solarmoduls abgeprüft. Die zweite Prüfnorm konzentriert sich auf die verwendeten LED-Leuchtmittel und testet hier Leistung, Leuchtqualität und Verarbeitungsqualität. Die positiven Testergebnisse dieser Prüfung liegen vor und können eingesehen werden.

Verkauf an Endkunden


Das S8 System von Solantis soll dem Endkunden für insg. 800.338,00 UGX verkauft werden (ohne Fernseher). Das entspricht derzeit in etwa einem Gegenwert von 187 EUR. Die Finanzierung erfolgt über eine Anfangszahlung von 232.390 UGX (inkl. PAYG-Gebühr / ca. 54 EUR) zzgl. der ersten Rate von 47.329 UGX (ca. 11 EUR) Die Raten sind im Folgenden über einen Zeitraum von einem Jahr monatlich zu entrichten. 

Das S20 System von Solantis soll dem Endkunden für insg. 1.766.952,00 UGX verkauft werden (mit Fernseher). Das entspricht derzeit in etwa einem Gegenwert von 413 EUR. Die Finanzierung erfolgt ebenfalls über eine Anfangszahlung von 543.492 UGX (inkl. PAYG-Gebühr / ca. 127 EUR) zzgl. der ersten Rate von 101.955 UGX (ca. 24 EUR) Die Raten sind im Folgenden über einen Zeitraum von einem Jahr monatlich zu entrichten.

Der Einkauf der SHS erfolgt jahresweise in Paketen von bis zu 2.400 Stück. Zusätzlich werden jährlich bis zu 3.000 Stück SunLight Lampen bezogen. Teile der SHS werden direkt, ohne Ratenzahlung und entsprechend auch ohne PAYG-Funktion veräußert. Rund 90 % werden jedoch über eine Kundenanzahlung und folgende 12-Monatsraten finanziert. Die SunLight Systeme werden ausschließlich direkt für umgerechnet ca. 21 EUR vertrieben. 

Das System wird durch Solantis direkt beim Kunden installiert und Solantis hat vertraglich das Recht, im Falle von Nicht-Zahlung das System wieder abzubauen. So behält sich Solantis eine Sicherheit gegenüber dem Kunden vor und kann die Refinanzierung gewährleisten. Im Falle von Zahlungsengpässen auf Seiten des Kunden können einzelne Zahlungen geschoben werden, ohne den Vertrag zu verletzen. Solantis rechnet dennoch bereits 6 % Zahlungsausfälle als Sicherheitspuffer ein, zusätzlich 10 % Währungsrisiko und 10 % für Unvorhergesehenes. 

Wirtschaftlichkeit

Die Finanzierung des Systems für den Endkunden wurde zudem unter Berücksichtigung unterschiedlicher Substitutionsszenarien geprüft. Dabei gilt: Je mehr konventionelle Leuchtmittel und Batterien, bzw. je häufiger Dienste wie das Laden von Mobiltelefonen ersetzt oder auch anderen angeboten werden, umso höher fällt das Einspar- und das Einnahmepotential für die Endkunden aus. Die Variante mit sparsamer Substitution setzt einen minimalen Bedarf an Beleuchtung und elektrischen Geräten voraus und stellt somit die „Worst-Case“-Betrachtung für die Systemfinanzierung dar. Trotz des geringen Einsparpotentials ist eine Refinanzierung aus Sicht des Endkunden nach weniger als dreieinhalb Jahren möglich. Über einen angenommen Berechnungszeitraum von fünf Jahren könnte bei dieser Variante ein Gegenwert von weiteren 190 € eingespart werden. Für die Variante mit „intensiver“ Substitution können Refinanzierungsintervalle von 1,7 Jahren (S20) bzw. 1,6 Jahren (S8) erzielt werden. Das SunLight System kann bei der angenommenen Substitution von Kerzen und Kerosin bereits über einen Zeitraum von ca. zehn Monaten refinanziert werden. 

Auf Projektebene ist die Gesamtwirtschaftlichkeit für Solantis ebenfalls gegeben. Hier können über einen Zeitraum von vier Jahren Gewinne von über 320.000 € erwirtschaftet werden. Dies entspricht einem internen Zinsfluss von 4 %. Laut der externen Prüfung des Energieberaters gewährleisten die Systemkomponenten eine fehlerfreie Funktion. Das Einsatzgebiet bietet zudem ausreichend Einstrahlungspotential, um die gewünschte Nutzung zu ermöglichen. Dies gilt für beide betrachteten Standorte, Gulu und Lira. Sowohl unter der Annahme kommerzieller, intensiver als auch unter der Annahme sparsamer Nutzung erfüllt das System seinen Zweck und ermöglicht eine zufriedenstellende Nutzung.

Die Gesamtfundingsumme beläuft sich auf 240.000 € und wird für die Anschaffung von zunächst 1.500 Solar-Home-Systemen (SHS) vom Typ S8, 600 SHS vom Typ S20 und 2.000 Solarlaternen verwendet. Im Verlauf von vier Jahren werden dann durch Refinanzierung weitere 4.500 SHS Typ S8, 2.050 SHS Typ S20 und 9.000 Solarlaternen gekauft. Den Investoren wird eine Rendite von 7,25 % über eine Laufzeit von vier Jahren angeboten. Die Rückzahlungen an die Crowd können dabei zu jedem Zeitpunkt aus dem Verkauf der SHS geleistet werden und es bedarf keiner Rücklagen von Seiten des Projektinhabers. Die Abschätzung der Emissionen des aktuellen Nutzungsverhaltens ist nicht einfach zu erfassen, da diese auf der Nutzung von Einweg-Batterien, Kerzen, Kerosin und dem Laden von elektrischen Kleingeräten mittels unbekannter Energiequellen beruht. Der Umfang, in dem diese Produkte genutzt werden, ist zudem nur überschlägig bekannt. Darüber hinaus sind keinerlei spezifische Daten zu den verwendeten Produkten bekannt und diese werden vermutlich auch von Nutzer zu Nutzer variieren. Um dennoch eine Abschätzung aufstellen zu können wurde von Solantis der typische Energiebedarf eines ugandischen Haushalts geschätzt. Demnach sind überschlägig 6.258 bis 18.607 Tonnen CO2quivalent über einen Zeitraum von vier Jahren pro System vermeidbar, je nach Nutzerverhalten des Endkonsumenten. Die für die Berechnung getroffenen Annahmen können dem Energieberaterbericht entnommen werden.

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Wir haben bereits erste Fragen zu dem Projekt erhalten und möchten euch diese nicht vorenthalten: 

Frage 1: Was geschieht mit den Batterien, wenn diese ihre Lebensdauer überschritten haben?

Antwort: Eine Lebensdauer von 3-5 Jahren ist eine gängige Nutzungszeit für eine AGM-Batterie. Mit 4,5 Jahren liegen die Batterien in diesem Projekt am oberen Ende der Skala. Bei einem solchen System ist es üblich, dass alle paar Jahre die Batterie gewechselt werden muss. Diesen Service bietet Solantis kostenpflichtig an und geht diesbezüglich auch proaktiv auf ihre Kunden zu. Im Zuge dieses Austausches erfolgt eine Rücknahme der alten Batterien durch Solantis, welche dann professionell entsorgt werden. Solantis wird hierbei mit dem lokal ansässigen Unternehmen Epsilon Uganda Limited zusammenarbeiten, welches sowohl Batterien als auch Elektronikteile professionell recycelt und ISO als auch NEMA (National Environment Management Authority) zertifiziert ist.


Frage 2: Auf Seite 17 des Energieberaterberichts wird erwähnt, dass bei einem sparsamen Lastprofil, die veranschlagte Last das Gesamtsystem unterfordert und dass für eine effiziente und rentable Systemausnutzung in diesem Fall weitere Verbraucher zugeschaltet werden können. Werden den sparsamen Verbrauchern Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie den überschüssigen Strom anderweitig nutzen können?

Antwort: Zunächst einmal verlängert eine Nicht-Auslastung die Batterielebensdauer, was grundsätzlich positiv ist. Die Erfahrung vor Ort zeigt aber, dass dies sehr selten vorkommt. Wenn die Benutzer sehen, dass die Leistung verfügbar ist, dann finden sie in der Regel auch Möglichkeiten diese zu nutzen, z.B. lassen sie dann den Fernseher länger laufen oder schalten ein Sicherheitslicht über Nacht ein. Eine weitere Möglichkeit, die sich den Kunden bietet, ist es, gegen Gebühr das Mobiltelefon der Nachbarn zu laden.


Frage 3: Auf Seite 18 des Energieberaterberichts empfiehlt der Energieberater eine Prüfung der Solar-Home-Systeme nach der durch eine Initiative der Weltbank Lighting Global eingeführte Prüfnorm IEC TS 62257-9-5. Wird noch eine Prüfung nach dieser Norm durchgeführt werden?

Antwort: Es wurde bereits eine Prüfung nach diesen Standards durch das Uganda National Bureau of Standards durchgeführt. Die Ergebnisse liegen bettervest sowie dem Energieberater vor und sind auch im Anhang zu finden. Eine weitere Prüfung ist daher nicht vorgesehen und würde auch keinen Mehrwert bieten.


Frage 4: Ist es auch den ärmsten Haushalten möglich, sich die Solar-Home-Systeme mittels Ratenfinanzierung anzuschaffen?

Antwort: Die Finanzierungsraten sind für alle Haushalte unabhängig von der Höhe des Einkommens gleich. Die traurige Wirklichkeit ist, dass sich nicht alle Haushalte ein solches Solar-Home-System leisten können. Für einkommensschwache Haushalte hat Solantis sogenannte Solar Lanterns im Angebot, die bereits ab USD 22 aufwärts erhältlich sind. 


Frage 5: Wenn Solantis Einnahmen in UGX generiert, das Darlehen aber in EUR zurückbezahlt wird, wie wird dann einem möglichen Währungsrisiko vorgebeugt?  

Antwort: Der Zinssatz der im Falle einer Ratenzahlung anfällt, ist so hoch angesetzt, dass er ein mögliches Währungsrisiko abdeckt. Zudem wird regelmäßig geprüft wie sich die Währung entwickelt und die Preise der SHS werden dementsprechend auch alle paar Monate angepasst.


Frage 6: Ist Solantis ausreichend versichert?

Antwort: 



Frage 7: Wie sicher ist die Projektumsetzung?

Antwort:



Frage 8: Wie sicher ist die Rückzahlung der Investition?

Antwort:



Frage 9:

Wird, wie im Energieberaterbericht auf Seite 19 empfohlen, vor dem Verkauf der Systeme an den Kunden dessen angestrebtes Lastverhalten besprochen, um eine Unzufriedenheit auf Kundenseite zu vermeiden? 

Antwort:

Ja, Solantis spricht mit den Kunden über deren Lastverhalten. Entsprechend kommt dann entweder das kleine 8 Watt, das 20 Watt oder das 50 Watt (neu: auch 100 Watt) zum Einsatz.


Frage 10: 

Wieso liegt für das S20 kein Prüfbericht vor?   

Antwort:

Zum S20 gibt es keinen Prüfbericht, da Solantis bislang nur einen Prototypen des S8 zum Test hatte. Das S20 ist jedoch bis auf die Batterie und Panelgröße baugleich, insofern ist kein Unterschied zu erwarten.


Frage 11: 

Im Energieberaterbericht auf Seite 18 wird darauf hingewiesen, dass keine Informationen über maximale Lade- bzw. Entladeströme vorliegen und dass entsprechend geprüft werden sollte, ob eine Strombelastung mit max. 5 A (S20) bzw. 3 A (S8) von den Geräten getragen werden kann, bzw. ob die Geräte über eine ausreichende Überlastabsicherung verfügen. Wurde das geprüft von Solantis?

Antwort:

Ja, die Systeme verfügen über einen Überlast-Schutz.

Die Informationen zur Umsetzung werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.

Fünf Millionen Familien in Uganda ohne Strom sind fünf Millionen gute Gründe, etwas zu unternehmen. Wir von Solantis haben es uns zum Ziel gesetzt, preiswerte und qualitativ hochwertige Solarsysteme zu diesen Menschen zu bringen. Unsere Arbeit schafft lokale Arbeitsplätze, verbessert die soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Situation der Bevölkerung, und ist ein aktiver Beitrag gegen den Klimawandel. Helfen Sie uns mit Ihrem Investment, unsere Arbeit voranzutreiben!

Foto: Dr. Lukas Grüner - Geschäftsführer Solantis GmbH

Dr. Lukas Grüner - Geschäftsführer Solantis GmbH

Unternehmensportrait

Foto: Solantis GmbH Solantis GmbH

Die Österreicher Dr. Lukas Grüner und Mag. Ines Schreckeneder haben es sich zum Ziel gesetzt, preiswerte und zuverlässige Solar-Home-Systeme im Rahmen einer nachhaltigen kommerziellen Unternehmung in Uganda einzuführen und haben dafür Anfang 2016 das Unternehmen Solantis Solar LTD vor Ort gegründet. Um internationalen Investoren eine Beteiligung zu erleichtern, wurde 2017 zudem in Österreich die Solantis GmbH als Holdinggesellschaft gegründet. Solantis betreibt bereits fünf Filialen in Uganda und beschäftigt 20 festangestellte sowie 25 freie Mitarbeiter. In den kommenden Jahren soll das Filialnetz auf rund 40 Filialen ausgebaut werden. Mit dem geplanten Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzwerkes wird Solantis in wenigen Jahren über 150 Mitarbeitern eine feste Anstellung sowie rund 200 Verkäufern im direkten Umfeld eine Lebensgrundlage bieten können. Solantis deckt dabei die gesamte Wertschöpfung vom eigenem Produktdesign bis hin zu Direktvertrieb, Endkundenfinanzierung und Service ab. Das Unternehmen ist ein strikt auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Unternehmen und legt Wert darauf, mit seinen Produkten soziale sowie ökologische Problematiken anzugehen, als auch zu einer wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beizutragen. Solantis engagiert sich besonders im Bereich schwacher gesellschaftlicher Randgruppen. So stellt Solantis überdurchschnittlich viele Frauen ein und achtet besonders auf eine faire Bezahlung. Zum Beispiel zahlt das Unternehmen eine um 55 % höhere Kommission pro verkauftem System als einer der größten nationalen Konkurrenten. Ines Schreckeneder (CEO) ist für die operative Geschäftsführung sowie für die Bereiche Unternehmensentwicklung, Marketing und Stakeholder Management zuständig. Frau Schreckeneder lebt in Uganda und weißt umfangreiche Erfahrungen im Bereich Betriebswirtschaft auf. Sie arbeitete in Entwicklungsprojekten in verschiedenen afrikanischen Ländern und kennt sich mit den Gepflogenheiten vor Ort bestens aus. Dr. Lukas Grüner ist seit 2013 international im Solarbereich tätig und verfügt wie Frau Schreckeneder über Erfahrungen in verschiedenen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent. So betreute er bereits Solar-Home-System-Projekte in Ghana und der Elfenbeinküste, die zusammen mit der renommierten Energy Globe Foundation entwickelt wurden. Dr. Grüner verfügt zudem über einen Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes-Kepler-Universität Linz und einen Masterabschluss an der Technischen Universität Wien und war langjährig als Strategieberater für eine namhafte Beratungsfirma tätig. Für Solantis übernimmt er die Rolle des CFO und CTO.


Solantis GmbH | Alois-Kaltenbruner-Str. 10 | 4810 Gmunden, Österreich
Geschäftsführer Dr. Lukas Grüner
+43 664 8898 2325 | investment@solantis.eu

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.