Solarstrom für netzferne Familien im Senegal - VITALITE 2

Solar und Beleuchtung erreicht in
Fundingschwelle:140000
150,000€ benötigt
150,000€ erreicht von 231 Investoren
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.
Early Bird Bonus

Die Laufzeit bei diesem Projekt beträgt 4 Jahre und weist eine jährliche Verzinsung von 6% für die Crowd-Investoren auf. Zusätzlich wird den Investoren, welche innerhalb der ersten 10 Kampagnentage, also bis zum 14.07.2019 um 23:59 Uhr in das Projekt investieren, ein Early Bird Bonus in Höhe von zusätzlich 1% pro Jahr gewährt (= 7% gesamt).


Hintergrund 

Im Senegal haben rund 6 Millionen Menschen keinen Zugang zu Strom. Vor allem in entlegenen Gebieten, weit vom öffentlichen Stromnetz entfernt, ist die Energiearmut besonders zu spüren. Dezentrale Lösungen wie Solar-Home-Systeme sind hier eine willkommene Alternative, denn diese ermöglichen den Verzicht auf traditionelle Lichtquellen wie z.B. Petroleumlampen und Kerzen. 

In einer ersten Crowdfunding-Kampagne konnte bereits mehr als die Hälfte der benötigten Mittel für die Anschaffung von insgesamt 2.000 Solar-Home-Systemen (SHS) eingeworben werden. Diese wurden bereits bestellt und befinden sich derzeit auf dem Weg in den Senegal. Mittels dieser zweiten Kampagne möchte das senegalesische Unternehmen VITALITE Senegal nun die zweite Hälfte der SHS und die dazugehörigen Komponenten finanzieren. 


Technologie 

Ein SHS besteht aus einem Solarmodul, einer Batterie mit Batteriemanagementsystem und einem Zahlungssystem mit Pay-as-you-go-(PAYG)-Technologie. Die Produkte sind modular aufgebaut und können je nach Ansprüchen und finanziellen Möglichkeiten mit weiteren Solarmodulen und Batterieblocks sowie durch Lampen, Ventilatoren, Radios oder Fernseher erweitert werden. Des Weiteren bestehen Lademöglichkeiten für Mobiltelefone, Smartphones und andere USB-Geräte. VITALITE Senegal möchte im Rahmen des Crowdfundings zwei verschiedene Modelle der deutschen Firma Fosera erwerben. Das erste ist das Pico Solar-Home-System PSHS 7.500 mit einer Spitzenleistung von 6 Watt peak (Wp). Das zweite, leistungsstärkere System mit 35 Wp bzw. 50 Wp ist das LSHS 10500. Die Solar-Home-Systeme von Fosera haben drei Jahre Garantie, welche auch Fabrikationsfehler beim System und der Batterie abdeckt. Damit sind es die einzigen Systeme mit 3 Jahren Garantie, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind.


Nachhaltige und soziale Entwicklung 

  

VITALITE Senegal möchte das Leben von Menschen in ländlichen Gebieten Senegals nachhaltig verbessern. Dabei legt das Unternehmen den Fokus auf Menschen in kleinen Gemeinden mit 500 - 1.000 Einwohnern, die keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz haben. Mit dem Verkauf von Solar-Home-Systemen ermöglicht VITALITE Senegal den Zugang zu erschwinglichem, zuverlässigem und nachhaltigem Strom und trägt so zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nation bei, insbesondere zu Ziel 7, aber auch Ziel 3 und Ziel 8

Mittels der Bereitstellung von sauberem Solarstrom können sich die Menschen vor Ort zukünftig weitestgehend von fossilen Brennstoffen lösen und auf Petroleumlampen, Kerzen und Dieselgeneratoren verzichten. Dadurch wird auch die Anzahl an Atemwegserkrankungen reduziert, welche durch die bei Abgase der Lampen hervorgerufen werden. Durch den Einsatz der SHS kann außerdem die Produktivität der Endkunden gesteigert werden. Kinder können auch bei Dunkelheit noch Lernen, ohne Gefahr zu laufen, eine Minderung der Sehkraft aufgrund von schlechter Beleuchtung durch Kerzen zu riskieren. Ebenso können Erwachsene auch abends noch ihr Geschäft betreiben. Hinzu kommt, dass VITALITE Senegal jungen Erwachsenen in den ländlichen Gegenden die Möglichkeit einer Ausbildung bietet, um später selbst, SHS zu verkaufen. 


Klimaschutz 

Die Abschätzung der resultierenden Emissionsreduktion basiert auf der Annahme, dass Kerzen und Petroleum für die Beleuchtung durch CO2-neutrale Sonnenenergie substituiert wird. Eine exakte Zahl ist allerdings nur schwer zu ermitteln, da die Verbrauchsprofile der Kunden schwer vorherzusagen sind und die Einsparungen von der Familiengröße abhängen. Unter der Annahme, dass alle im Rahmen dieses Crowdfundings zu finanzierenden Solar-Home-Systeme installiert werden und dass ein System abhängig von der Familiengröße durchschnittlich 2,2 Liter Petroleum pro Tag einspart, könnten jährlich durchschnittlich 227 Tonnen CO2 eingespart werden. 


Besonderheiten 

Die Fosera GmbH & Co. KgaA ist einer der führenden Hersteller von Solar-Home-Systemen. Das Unternehmen legt nicht nur großen Wert auf höchste Produktqualität, sondern auch auf eine gute Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Aus diesem Grund verpflichtet sich Fosera einmalig 20% des gezahlten Kaufpreises zurückzuerstatten, sollte bei VITALITE Senegal ein Grund für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entstehen. Zudem besteht zwischen VITALITE Senegal und ihrer Schwestergesellschaft VITALITE Zambia eine Abnahmevereinbarung für die restliche Ware.



Im Senegal leben derzeit ca. 16 Millionen Menschen, davon 4 von 5 in ländlichen Gebieten. Nur 64% der Bevölkerung haben Zugang zu Elektrizität, in den ländlichen Gebieten sind es sogar nur 43%. Aus diesem Grund müssen sie auf Kerzen, Petroleumlampen und Batterien für die Beleuchtung zurückgreifen. Dafür fallen ca. 5€ - 20€ pro Monat als Energieaufwand an - abhängig von der Größe der Familie und der Anzahl der Zimmer in einem Haus. 

Die Solar-Home-Systeme 

VITALITE Senegal möchte mit dem über bettervest eingesammelten Darlehen Solar-Home-Systeme der Marke Fosera in verschiedenen Ausführungen kaufen. Das 13 Volt SHS vom Typ LSHS 10500 ist in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich und beinhaltet diverse Lampen, ein Radio, Anschlüsse zum Laden von Mobiltelefonen und optional einen Fernseher. Das Einsteigersystem vom Typen PSHS 7500 enthält 3 Lampen, ein Radio und Anschlüsse zum Laden von Mobiltelefonen. Die Akkulaufzeit der Batterie beträgt laut Fosera beim LSHS 10500 43 Stunden und beim PSHS 7500 13,85 Stunden an. Mit dem LSHS 10500 kann ebenfalls der 23,6 Zoll große Fernseher TV 240 von Fosera für mehrere Stunden betrieben werden. Diese Fernseher wurde 2014 mit dem Global LEAP Award für die besten, energieeffizienten Off-Grid Produkte ausgezeichnet. Die tragbaren Fosera Radios 100 sind für einen niedrigen Energieverbrauch optimiert, ohne die Klangqualität zu beeinträchtigen. Sie verfügen über einen AUX-Eingang und können somit auch als Lautsprecher für Mobiltelefone oder andere MP3-Geräte verwendet werden. Durch Fernseher und Radios ist es den Menschen möglich, Zugang zu Informationen aus aller Welt zu erhalten. 

Vertriebsstrategie 

VITALITE Senegal vertreibt die SHS über lokale Agenten, welche nach einer Ausbildung in der Trainingsakademie von VITALITE auf Kundenakquise gehen. Die Daten der Kunden werden von den Agenten mittels eines SMS-Codes an VITALITE übermittelt und ein Installationstermin wird vereinbart. Wenn ein Agent die Anzahlung für das SHS vom Endkunden erhalten hat, holt er dieses bei VITALITE ab oder VITALITE schickt ihm dieses zu. Wird ein Agent zu einem regelmäßigen Verkäufer, bekommt er einen kleinen Lagerbestand an SHS. 

Finanzierung und Bezahlung mit PAYG 

VITALITE Senegal bietet seinen Kunden eine Ratenfinanzierung mittels PAYG-Technologie an. Nach einer Anzahlung von ca. 10% zahlen die Nutzer große Systeme über 24 Monate und kleine Systeme über 12 bis 18 Monate ab. Ein Zahlungszeitraum von 36 Monaten wird den ärmsten Menschen in Ausnahmefällen gewährt, um diesen den Zugang zu Solarstrom zu ermöglichen. Die Ausgaben für das System sollen dabei die derzeitigen Ausgaben für Petroleum und Lampenmaterial nicht überschreiten. Die Bezahlung erfolgt monatlich bzw. wöchentlich per mobilem Geldtransfer über das Mobiltelefon, bar bei einem lokalen Agenten oder in der Zentrale. Sollte ein Kunde mit den Raten im Rückstand sein, schaltet sich das System ab und ist nicht weiter nutzbar. Im äußersten Notfall kann es über GPRS von VITALITE Senegal geortet und eingesammelt werden. VITALITE sucht jedoch zuerst das Gespräch mit den Kunden und hilft ihnen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Ein System kann außerdem direkt, also zum Cash&Carry-Preis erworben werden, was zu einem deutlichen Preisnachlass für den Kunden führt.

In einer ersten Crowdfunding-Kampagne konnte bereits mehr als die Hälfte der benötigten Mittel für die Anschaffung von insgesamt 2.000 Solar-Home-Systemen (SHS) eingeworben werden. Mit weiteren 150.000€ möchte das senegalesische Unternehmen VITALITE Senegal die zweite Hälfte der SHS und die dazugehörigen Komponenten anschaffen. Zusätzlich werden damit Zoll- und Transportkosten finanziert. Darüber hinaus beinhaltet die Summe die bettervest Listing- und Treuhandgebühren. Die Fundingschwelle liegt bei diesem Projekt bei 140.000€. Wird nur diese Summe erreicht, so wird VITALITE den Differenzbetrag aus Eigenmitteln finanzieren. Die Laufzeit beträgt 4 Jahre und weist eine jährliche Verzinsung von 6% für die Crowd-Investoren auf. Zusätzlich wird den Investoren, welche innerhalb der ersten 10 Kampagnentage in das Projekt investieren, ein Early Bird Bonus in Höhe von zusätzlich 1% pro Jahr gewährt (= 7% gesamt). Es ist zu beachten, dass das erste Jahr bei diesem Projekt ein tilgungsfreies Jahr darstellt. Dies bedeutet, dass der Projektinhaber in diesem Jahr nur Zinsen zahlt und ab Jahr 2 Zins und Tilgung.

Land 

Es ist empfehlenswert sich bei Investitionsentscheidungen vorab über den Projektstandort, insbesondere das Land, in dem das Projekt umgesetzt wird, zu informieren. Um sich einen Überblick zu schaffen, stellen folgende Indikatoren einen hilfreichen Ausgangspunkt bei der eigenständigen Recherche dar. Die Informationen wurden im März 2019 aus den entsprechenden Datenquellen abgerufen und werden ohne Gewähr veröffentlicht.

INDIKATORBEWERTUNG Senegal
Euler Hermes RankingEuler Hermes hat das Risiko der Nicht-Zahlung von senegalesischen Unternehmen mit mittel bewertet und auf einer Skala von AA bis D mit gerated (Quellen: Euler Hermes Country Risk Map).
OECD KlassifizierungDie OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Senegals auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit 5 (Quellen: OECD Country Risk Classification und OECD Ranking 2018).
Korruptionsindex (Transparency International)Der Korruptionsindex, der von Transparency International veröffentlicht wird und auf einer Basis von 0 (hohes Maß an Korruption) - 100 (keine wahrgenommene Korruption) bemessen wird, liegt bei Senegal bei 45 (Quelle: Transparency International 2017). 
Commercial Bank Prime Lending RateDie Commercial Bank Prime Lending Rate veröffentlicht durch die Central Intelligence Agency zeigt auf, welchen Durchschnitt an annualisierten Zinsraten lokale Geschäftsbanken ihren kreditwürdigsten Kunden für neue Kredite in der Landeswährung berechnen. Bei Senegal liegt die Commercial Bank Prime Lending Rate bei 16,3 % (Quelle: CIA Country Comparison 2017).
Kreditwürdigkeit (Moody's)Moody's hat die Kreditwürdigkeit von senegalesischen Staatsanleihen auf einer Skala von AAA bis D mit Ba3 bewertet und somit als stabil eingestuft (Quelle: countryeconomy 2018).
Devisenmarkt (Bundesbank)In den letzten fünf Jahren blieb der Devisenpreis für den Euro in Senegal ungeändert bei 655,96 XOF CFA-Franc (Quelle: Bundesbank 2018).

Weitere Informationen befinden sich im Länderprofil.

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Wovon ist der wirtschaftliche Erfolg des Projekts abhängig?

Der wirtschaftliche Erfolg hängt von mehreren Einflussgrößen ab, insbesondere von der erfolgreichen Durchführung des Projekts im geplanten Kostenrahmen, der Entwicklung des Marktes, auf dem VITALITE tätig ist, und der Zahlungsfähigkeit der Kunden, an welche die Solar Home Systeme verkauft werden. Außerdem ist VITALITE bei Dienstleistungen und Komponenten, die er verkauft, auf Drittanbieter angewiesen. Eine Störung der Lieferkette, die Nichtverfügbarkeit von Dienstleistungen Dritter, die für den Verkauf und die Wartung der Produkte erforderlich sind, Änderungen an den Komponenten oder Größenvorteile nicht zu erzielen könnten einen negativen Einfluss auf das Gelingen des Projekts haben.

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Energie ist ein Menschenrecht, zu dem jeder Zugang haben sollte. Die Zusammenarbeit mit bettervest ermöglicht es, Solarenergie für unsere ländlichen Kunden bezahlbar zu machen.

Foto: Frédérique Sheridan - Geschäftsführerin VITALITE Senegal

Frédérique Sheridan - Geschäftsführerin VITALITE Senegal

Unternehmensportrait

Foto: VITALITE Senegal S.A.R.L. VITALITE Senegal S.A.R.L.

VITALITE Senegal mit Sitz in Thiès, Senegal ist eine unabhängige Niederlassung der VITALITE-Gruppe mit Sitz in Sambia. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 16 Mitarbeiter in Vollzeit und hat bereits über 120 Vertriebsagenten ausgebildet. VITALITE wurde gegründet, um die ländliche Elektrifizierungsrate zu erhöhen und die Armut zu bekämpfen, die einkommensschwache, energiearme Haushalte im Senegal erfahren. Die erklärte Mission des Unternehmens ist es, diesen Menschen hochwertige Produkte und Dienstleistungen durch den Vertrieb von Solar-Home-Systemen mit PAYG-Technologie zugänglich zu machen. Durch diese moderne mobile Technologie wird den einkommensschwachen, bedürftigen Menschen im Senegal eine Finanzierungslösung für Solarenergie ermöglicht, indem sie die Systeme in kleinen Beträgen abbezahlen können. Die SHS sowie deren Komponenten werden von der deutschen Firma Fosera bezogen und haben 3 Jahre Garantie. Die Installation erfolgt durch zertifizierte Techniker mit Kundenschulung. Ein Call Center steht bei Problemen oder Fragen zur Verfügung. Dieses Modell bietet die Möglichkeit, in Zukunft weitere innovative, leistungsstarke Produkte auf den Markt zu bringen und somit weiter positiv zur Entwicklung Senegals beizutragen sowie die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen voranzutreiben. Als Partner von VITALITE Zambia profitiert VITALITE Senegal von deren Erfahrungen und Erfolgen in Sambia, wo bereits über 15.000 SHS desselben Herstellers verkauft wurden. Die Geschäftsführerin Frédérique Sheridan ist gelernte Physiotherapeutin mit einem Master in Kinderheilkunde. Sie ist gebürtige Holländerin und leitete 20 Jahre ihre eigene Privatklinik, bevor sie 2013 mit ihrem Mann in den Senegal zog, wo sie 2015 begann, für VITALITE zu arbeiten. Frédérique ist gut in die senegalesische Kultur eingebettet, spricht die Landessprache und lebt vollkommen netzunabhängig in einem kleinen Dorf, das auf saubere Solarenergie angewiesen ist! Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit von einer Gruppe internationaler Vorstandsmitglieder mit langjähriger Afrika-Erfahrung in den Bereichen Start-Ups, Recht, Wirtschaft, Technik etc.


VITALITE Senegal S.A.R.L. | Rue de la Marie Villa N° 463 | 10eme Thies, Senegal
Geschäftsführerin Frédérique Sheridan
(+221) 77 417 05 05 | frederique.sheridan@vitalitegroup.com

Risikohinweise

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

  1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko

    Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

  2. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung

    Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“ ) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

    Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

    Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

  3. Fehlende Besicherung der Darlehen

    Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

  4. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung

    Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

  5. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung

    Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

  • Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers
    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers

      Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    2. Risiken aus der Geschäftstätigkeit und der Durchführung des finanzierten Projekts

      Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen. Dies sind zum einen Risiken aus der Durchführung des finanzierten Projekts. Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    3. Kapitalstrukturrisiko

      Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  • Risiken auf Ebene des Anlegers
    1. Fremdfinanzierungsrisiko

      Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    2. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration

      Die Investition in den Nachrangdarlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  • Hinweise des Plattformbetreibers
    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber

      Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität

    2. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers

      Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    3. Informationsgehalt der Projektbeschreibung

      Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.