Refinanzierung zweier Solaranlagen in Ruiru und Naivasha, Kenia

Solar erreicht in
7% Rendite
1% Vorlaufzins
7 Jahre Laufzeit
150,000€ benötigt
158.59t CO2 Einsparung
150,000€ von 258 Investoren
Fundingschwelle:100000
Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


Hintergrund 

Bei dem hier vorliegenden Projekt handelt es sich um die Refinanzierung zweier netzgekoppelter Dach-Photovoltaikanlagen. Diese decken zu einem großen Teil den Strombedarf der Unternehmen Burn Manufacturing, welches nachhaltige Kochherde herstellt, und Groove Limited, welches in der Blumenindustrie tätig ist. Auf diese Weise werden die Unternehmen, die beide in Kenia ansässig sind, mit günstiger, sauberer und zuverlässiger Solarenergie versorgt. Dies reduziert wiederum erheblich deren CO2-Emissionen. 

Equator Energy Bulgaria Ltd. leitet das Nachrangdarlehenskapital in Form eines weiteren Nachrangdarlehens an seine in Mauritius ansässige Muttergesellschaft Equator Energy Ltd weiter. Es dient der Refinanzierung zweier von der Equator Energy Ltd. bereits bei seinen Kunden Burn Manufacturing und Groove Limited installierten Photovoltaik-Dachanlagen.


Technologie 

Die Installation der Solaranlage des Unternehmens Burn Manufacturing stellt Equator Energy Ltd.’s erstes Projekt in Afrika dar. Die installierte Leistung der Solaranlage beträgt 118,86 kWp, wobei diese bereits im Februar 2016 installiert worden war, damals jedoch nur mit einer Leistung in Höhe von 24 kWp. Basierend auf dem seitdem gestiegenen Energieverbrauch des Kunden entschied Equator Energy Ltd. im November 2017, die Größe des Solarkraftwerks auf die aktuelle Kapazität zu erweitern. Der mittels der Solaranlage erzeugte Strom deckt derzeit in etwa 60 % des Gesamtstrombedarfs von Burn Manufacturing. Da dieses Projekt und die gute Zusammenarbeit mit dem Team von Burn Manufacturing den Grundstein für Equator Energy Ltd. in Afrika gelegt haben, freut sich das Team von Equator Energy Ltd. besonders, mit diesem Projekt ins Crowdfunding einzusteigen. 

Burn Manufacturing hat gerade erst einen der New Energy Pioneer Awards von Bloomberg New Energy Finance gewonnen, wobei auch die mehrheitliche Versorgung mit Solarstrom hervorgehoben wurde.

Die installierte Leistung der Solaranlage von Groove Limited beträgt 71,82 kWp. Der mittels der Solaranlage erzeugte Strom deckt in etwa 50 % des Gesamtstrombedarfs von Groove Limited

Soziale Auswirkungen 

Die Stromerzeugungskapazität Kenias liegt aktuell bei rund 2.000 MW und soll in den nächsten fünf Jahren auf 3.400 MW steigen. Etwa die Hälfte der kenianischen Bevölkerung, also circa 24 Millionen Menschen, leben dennoch im Dunkeln, obwohl der Zugang zu Elektrizität in den letzten Jahren rapide zugenommen hat. Einer der Gründe dafür ist die Tatsache, dass viele Menschen in Gemeinden leben, die weit vom nationalen Stromnetz entfernt sind. Diese Entfernung macht den Netzanschluss schlichtweg zu teuer. Da jedoch alle erneuerbaren Energiequellen – von Wasser- über Wind- bis hin zur Solarenergie – in Kenia verfügbar sind, ist das Land ein idealer Standort für die Entwicklung von klimafreundlichen Energien. 

Mit der solaren Elektrifizierung von Kunden wie Burn Manufacturing und Groove Limited begegnet der Projektinhaber nicht nur der wachsenden Nachfrage nach zuverlässiger und sauberer Energie, sondern bietet gleichzeitig eine nachhaltige Lösung für einige der größten Probleme der Welt. Zudem wirken sich die Solaranlagen positiv auf die finanzielle Performance der Unternehmen aus: Die Nutzung von Solarenergie reduziert die Strom- und Dieselkosten und der Betrieb wird weniger stark von der Volatilität der Brennstoff- und Netzpreise beeinflusst. 

Burn Manufacturing ist ein social enterprise mit Sitz in Ruiru. Das Kernprodukt des Unternehmens ist der Jikokoa, ein sauber brennender Holzkocher. Er verbraucht 50 % weniger Holzkohle und kocht 50 % schneller als andere auf dem kenianischen Markt erhältlichen Öfen. Die Verwendung des Produkts bringt signifikante gesundheitliche Vorteile mit sich. In den letzten fünf Jahren verhalf Burn Manufacturing mit diesen Kochern bereits hunderttausenden Menschen Kohle und somit CO2 einzusparen und auf diese Weise gesünder zu leben. 

Groove Limited, eine kleine familienbetriebene Rosenfarm, beschäftigt derzeit mehrere hundert Mitarbeiter und ist einer der wichtigsten Arbeitgeber am Nordufer des Lake Naivasha, einer Region mit besonders niedrigem Einkommen. Equator Energy Ltd. hat das Unternehmen ausgewählt, da es sich auf Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzförderung konzentriert. Während die meisten Blumenfarmen, die sich am Seeufer in Kenia befinden, frisches Seewasser für die Bewässerung verwenden, nutzt Groove Limited stattdessen Regenwasser und ein tiefes Bohrloch bis zu einem 80 Meter tiefen Grundwasserleiter, um Wasser nachhaltig zu gewinnen. Auf diese Weise hat Groove Limited keinen Einfluss auf die Fauna und Flora des Lake Naivasha. Der See ist ein Nationalpark und einer der wichtigsten Lebensräume für gefährdete Arten, wie zum Beispiel wilde Nilpferde. Darüber hinaus verwendet Groove Limited ausschließlich natürliche Düngemittel und Herbizide. Dies ermöglicht es, das gesamte Bewässerungswasser auf natürliche Weise zu recyceln, um es in der nahen Landwirtschaft wiederzuverwenden. Rosenfarmen sind besonders interessant und geeignet für Solarprojekte, da ihr Strombedarf für Kühlung und Bewässerung nahezu genau auf die tägliche Leistungskurve von Solarprojekten passt. 

Klimaschutz 

Durch die Integration der Solarlösung konnten sowohl Burn Manufacturing als auch Groove Limited ihre Umweltverträglichkeit deutlich verbessern und ihren CO2-Fußabdruck verringern. Im Dezember vergangenen Jahres konnten 60 % des Strombedarfs von Burn Manufacturing durch die Solaranlage gedeckt werden. Dieser neue Energiemix reduziert den CO2-Ausstoß um 86,8 Tonnen pro Jahr. Groove Limited konnte mittels des Solarkraftwerks 50 % seines Gesamtstrombedarfs decken. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 71,79 Tonnen pro Jahr. Für die Grundlage der Berechnung wurden die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro kWh erzeugtem Stroms aus dem allgemeinen Energieversorgungsmix der Kenya Power and Lighting Company (KPLC), dem öffentlichen Netzbetreiber, verwendet. Dieser Satz liegt derzeit bei 699 g/kWh. Insgesamt werden durch dieses Projekt also 158,59 Tonnen CO2 jährlich eingespart. Dies entspricht in etwa dem Pro-Kopf-Ausstoß von 42 Hin- und Rückflügen von Frankfurt nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias (Quelle: atmosfair).


In Kenia erhalten Verbraucher derzeit keine Gutschrift für elektrische Energie, die sie in das öffentliche Netz einspeisen. Das liegt daran, dass die Netmetering-Bestimmungen des vom Parlament verabschiedeten Energiegesetzes noch nicht umgesetzt werden. So kann der kenianische Monopolanbieter, die KPLC, die Verbraucher ferner auffordern, keine Energie in ihr Netz zu exportieren.  Solaranlagen müssen daher als eigenständige Solarkraftwerke mit einem Anti-Back-Feed-System konzipiert werden, um den Energieexport in das öffentliche Netz zu verhindern. Die Größe von Solarkraftwerken wird dann durch zwei einschränkende Faktoren bestimmt:  

  • die zur Verfügung stehende Dach- oder Bodenfläche für die Installation  
  • die Energieverbrauchsmuster der Verbraucher
Der potenzielle Energieertrag des Solarkraftwerks muss so nah wie möglich an den Energiebedarf des Verbrauchers angepasst werden, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu gewährleisten.

Das bei Burn Manufacturing installierte Solarkraftwerk hat eine installierte Gleichstromleistung von 118,86 kWp und eine installierte Wechselstromleistung von 100 kW. Es besteht aus 386 auf dem Dach montierten polykristallinen Solarmodulen und fünf Wechselrichtern. Groove Limiteds Solarkraftwerk hat eine installierte Gleichstromleistung von 71,82 kWp und eine installierte Wechselstromleistung von 60 kW. Es besteht aus 228 auf dem Dach montierten polykristallinen Solarmodulen und drei Wechselrichtern. Beide Anlagen sind außerdem mit einem Mess-, Monitoring- und Anti-Back-Feed-System ausgestattet. Die eingesetzten Solarmodule haben alle relevanten internationalen Zertifizierungen bestanden und die für den Einsatz in Kenia erforderliche Konformitätsbescheinigung (PVOC) vor dem Export erhalten. Bei den Wechselrichtern handelt es sich um das Modell Eversol TLC20K der Firma SMA International, einer hundertprozentigen Tochter des deutschen Weltmarktführers für Solarwechselrichter SMA. Die Solarmodule beider Solaranlagen wurden mit einem Aluminium-Montagesystem montiert, welches für Windgeschwindigkeiten bis zu 40 m/s ausgelegt und somit für den Einsatzort geeignet ist. Die Solarmodule sind sowohl auf der Nordwest- als auch auf der Südostseite des Daches montiert. Dies ist wirtschaftlich machbar, da der Standort in unmittelbarer Nähe zum Äquator liegt, was zu vernachlässigbaren Leistungsunterschieden zwischen den jeweiligen Dachseiten führt.

Anti-Back-Feed-System

Das Solarkraftwerk arbeitet mit einem standardmäßigen Anti-Back-Feed-System. Mit Hilfe eines Energiezählers überwacht dieses System kontinuierlich die Strommenge, die aus dem öffentlichen Netz bezogen wird. Sobald sich diese Leistungsanzeige einem voreingestellten Schwellenwert nähert, in diesem Fall Null, wird die Leistung der Solarwechselrichter reduziert, um sicherzustellen, dass die Netzstromversorgung nicht unter den voreingestellten Schwellenwert fällt, was im Falle einer Nullschwelle bedeutet, dass bis zu 100 % des Strombedarfs des Kunden durch das Solarkraftwerk gedeckt werden, aber kein Strom ins öffentliche Netz zurückgespeist wird. Durch den Einsatz des Anti-Back-Feed Systems geht ein Teil des potentiellen Energieertrags des Solarkraftwerks geht, zum Beispiel an Wochenenden, wenn kein oder nur wenig Strom verbraucht wird. Ein Energiespeichersystem ist derzeit wirtschaftlich nicht realisierbar, da sich die Kosten für Batteriespeichersysteme im Vergleich zu den lokalen Netzstrompreisen nicht rechnen. Ein solches Speichersystem kann nachträglich in das Solarkraftwerk eingebaut werden, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll wird.  

Bei 1.413 Volllaststunden beträgt der potenzielle Solarertrag des 118 kWp Solarkraftwerks von Burn Manufacturing 167.990 kWh pro Jahr. Der Netto-Energieertrag*, also die an den Kunden gelieferte und tatsächlich verbrauchte Energie, beträgt wiederum 124.134 kWh pro Jahr. Die Ausgaben für das Kraftwerk lagen bei 78.332 USD. Die Betriebskosten betragen jährlich ca. 3.130 USD. Die produzierte Solarenergie wird im Rahmen eines 20-jährigen Stromabnahmevertrages (PPA) an den Kunden verkauft. Der Stromabnahmevertrag sieht einen in USD denominierten Strompreis pro kWh vor, der sich gegenüber dem Ausgangswert von 0,177 USD/kWh um 4 % pro Jahr erhöht. Der Stromabnahmevertrag enthält außerdem eine Spargarantie für den Kunden, die besagt, dass der im Rahmen des PPA berechnete Tarif niemals den von KPLC veranschlagten Tarif übersteigen darf. Diese Garantie wurde bisher nicht ausgelöst, und die jüngsten Erhöhungen der KPLC-Sätze machen es unwahrscheinlich, dass dies in Zukunft der Fall sein wird. Es wird daher erwartet, dass das Projekt ein jährliches Bruttoeinkommen von 22.029 USD erwirtschaften wird. Nach Abzug der Betriebsausgaben und aller anfallenden Steuern und sonstigen Abzüge ergibt sich ein ausschüttungsfähiger, nicht fremdfinanzierter positiver Netto-Cashflow des Projekts in Höhe von 19.583 USD. Beim 71,82 kWp Solarkraftwerk von Groove Limited beträgt der potenzielle Solarertrag 109.122 kWh pro Jahr bei 1.519 Volllaststunden. Der Netto-Energieertrag* beträgt wiederum 102.700 kWh pro Jahr. Die Ausgaben für das Kraftwerk lagen bei 58.520 USD. Die Betriebskosten betragen jährlich ca. 1.764 USD. Die produzierte Sonnenenergie aus dem Solarkraftwerk wird im Rahmen eines 20-jährigen PPAs an den Kunden verkauft. Im Rahmen des PPAs kauft Groove Limited Strom von Equator Energy Ltd. in kenianischen Schilling (KES) mit einem festen Rabatt von 8,4 KES pro kWh auf die von der KPLC berechneten Tarife. Es wird erwartet, dass das Projekt ein jährliches Bruttoeinkommen von 11.787 USD erwirtschaften wird. Nach Abzug der Betriebskosten und aller anfallenden Steuern und sonstigen Abzüge ergibt sich ein positiver Netto-Cashflow des Projekts von 8.844 USD.

*Der Netto-Energieertrag wurde berechnet, indem die stündlichen Solarerträge mit dem stündlichen Energiebedarfsprofil des Kunden für jede Stunde des Jahres abgeglichen wurden. Das Energiebedarfsprofil für den Kunden basiert auf aktuellen Messdaten, die auf ein ganzes Jahr hochgerechnet werden.

Die Gesamtfundingsumme liegt bei 150.000 € und beinhaltet die bettervest-Listing- und Treuhandgebühren. Das über bettervest eingesammelte Kapital dient zur Refinanzierung zweier bei in Kenia ansässigen Unternehmen installierten Photovoltaik-Anlagen, welche 50 % bzw. 60 % des Gesamtstrombedarfs der Unternehmen decken. Den Investoren wird über eine Laufzeit von 7 Jahren eine Annuität in Höhe von 27.832,98 € zurückbezahlt werden. Dies entspricht einer zu erwartenden jährlichen Verzinsung von 7 % für die Investoren. Zwischen der Einzahlung auf dem Treuhandkonto und dem Start des regulären Zinslaufs, gilt der Vorlaufzins in Höhe von 1 %. Die Fundingschwelle liegt bei 100.000 €, das heißt, das Projekt gilt auch als erfolgreich gefundet, wenn nur dieser Betrag erreicht wird. Da es sich um eine Refinanzierung der Eigenmittel des Projektinhabers handelt, wird die Differenz also weiterhin aus seinen Eigenmitteln gedeckt. 

Der Emittent führt in Bulgarien Quellensteuer in Höhe von 10% ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann gemäß des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Bulgarien und Deutschland grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden. Zur Klärung individueller steuerlicher Fragen sollte der Anleger einen steuerlichen Berater einschalten.

Diese Information wird nur angemeldeten Benutzern angezeigt.
Die restlichen Dokumente werden nur angemeldeten Benutzern angezeigt.

Frage 1: Warum wird das Darlehen an eine bulgarischen Firma gegeben und von dort aus weitergeleitet?

Antwort: Eine direkte Finanzierung von Unternehmen außerhalb von Europa ist rechtlich aufwendig zu prüfen und würde einen erheblichen Teil der Fundingsumme verbrauchen. Mit Unterstützung der GIZ und der Canopus-Stiftung hat bettervest dies bislang nur für Nigeria und Singapur möglich gemacht. Die Gründung einer Zweckgesellschaft ist daher zur Aufnahme und Weiterleitung des Crowd-Darlehens notwendig. N-Vision Energy Ltd., welche der Projektentwickler und eine der beiden Gesellschafter der Equator Energy Ltd. ist, hat ihren Hauptsitz in Bulgarien, wo auch der Geschäftsführer, Sebastian Noethlichs, seit 2007 wohnt. Daher ist auch die Zweckgesellschaft dort angesiedelt. Dies spart jährlich mehrere tausend Euro an Verwaltungs- und Betriebskosten gegenüber einer Zweckgesellschaft in Deutschland. Die eigentliche Projektgesellschaft, welche die Projekte besitzt, ist in Mauritius ansässig, was für Investitionen in Sub-Sahara Afrika, unter anderem wegen Doppelbesteuerungsabkommen üblich ist.


Frage 2: Inwieweit sind die beiden Firmen, die die PV-Anlagen finanziert bekommen vom Dammbruch bzw. den schweren Regenfällen und Überschwemmungen betroffen?

Antwort: Von dem Dammbruch sind die Anlagen nicht betroffen. Der Dammbruch fand in der Gegend um Nanyuki statt. Das ist etwa zwei Stunden nördlich von Naivasha und vier Stunden von Ruiru. In Naivasha gibt es solche Dämme nicht, weil die Farmen entweder aus Grundwasser oder aus dem See in Naivasha direkt versorgt werden. Auch um Ruiru herum gibt es keine Dämme. Ruiru liegt relativ hoch zu seiner Umgebung. Technisch hat das Wetter keinen Einfluss auf die Projekte gehabt. Die Anlagen und auch die Fernüberwachung funktionieren einwandfrei. Die schweren Regenfälle haben einen leichten Einfluss auf die Stromerzeugung diesen Monat gehabt. Generell ist in April und Mai immer Regenzeit. Die schwereren Regenfälle dieses Jahr bedeuten, dass für die letzten vier Wochen etwas weniger als 5 % der berechneten Energie erzeugt wurden. Über das Jahr gesehen, ist das aber unerheblich. Ein Vorteil wird sein, dass die Solarmodule durch die Regenfälle jetzt gut gesäubert wurden.


Frage 3: Warum benötigt die Equator Energy Ltd. eine Refinanzierung der bereits bestehenden Anlagen?

Antwort: Equator Energy will die Anlagen erst bauen, in Betrieb nehmen und eine Weile laufen lassen, um der Crowd zu zeigen, dass die Anlagen funktionieren und die Endkunden ihre Stromrechnungen an Equator Energy bezahlen. So werden auch die Risiken für die Crowd gemindert, da sich diese keine Sorgen machen muss, ob die Anlagen nach dem Bau tatsächlich funktionieren werden bzw. ob sie überhaupt rechtzeitig gebaut werden. Außerdem kann Equator Energy auf diese Weise sein Eigenkapital ablösen, um neue Anlagen zu installieren.

Wir möchten den Investoren, die an die gleichen Prinzipien glauben wie wir, die Möglichkeit geben, in Erneuerbare Energien zu investieren, da diese sauber, verantwortungsbewusst und nachhaltig sind.

Foto: Sebastian Noethlichs - Geschäftsführer Equator Energy Bulgaria Ltd.

Sebastian Noethlichs - Geschäftsführer Equator Energy Bulgaria Ltd.

Unternehmensportrait

Foto: Equator Energy Bulgaria Ltd. Equator Energy Bulgaria Ltd.

Der Projektinhaber bei diesem Projekt ist die Equator Energy Bulgaria Ltd., eine Zweckgesellschaft der Equator Energy Ltd.. Die Zweckgesellschaft wurde eigens gegründet, um Energieprojekte über bettervest finanzieren zu können. Die Muttergesellschaft Equator Energy Ltd. mit Sitz in Mauritius wurde 2016 gegründet und beschäftigt derzeit vier Mitarbeiter in Vollzeit und vier in Teilzeit. Es ist ein Joint Venture zweier Unternehmen, Maris Capital und Nvision Energy, die zusammen über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in Afrika und Erneuerbaren Energien verfügen. Nvision Energy ist ein Entwickler, Installateur und Betreiber von Solarkraftwerken. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung im Bereich Solar-EPC und Entwicklung stellen sie Equator Energy Ltd. ihre ingenieurtechnischen und installationstechnischen Fähigkeiten zur Verfügung. Nachdem sie weltweit 6 MW netzgekoppelte Solaranlagen entwickelt, zugelassen und verkauft haben, starteten sie 2014 in Afrika, wo sie bisher Projekte in fünf Ländern realisiert haben, darunter auch in Kenia. Maris ist eine Beteiligungsholding, die in neun afrikanischen Ländern tätig ist. Sie stellen die Anfangsfinanzierung, Pipeline-Projekte und die operative Unterstützung für Equator Energy Ltd. bereit.  

Equator Energy Ltd. bietet Solarenergie-Lösungen in Afrika an. Sie planen und betreiben Solarkraftwerke, die auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten sind. Diese reichen von einfachen netzgekoppelten Systemen über batteriebetriebene partielle Back-up-Systeme bis hin zu völlig autonomen "Insel"-Systemen. Equator Energy Ltd. ist in sieben afrikanischen Ländern aktiv.  Das Unternehmen liefert den Solarstrom an industrielle und gewerbliche Kunden in Subsahara-Afrika im Rahmen von kommerziellen Stromabnahmevereinbarungen. Im Rahmen dieser Verträge bleiben die Solarkraftwerke Eigentum von Equator Energy Ltd.. Die Kunden kaufen die elektrische Energie, die von den Solarkraftwerken erzeugt wird. Equator Energy Ltd. übernimmt sämtliche Investitionen, Installations-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Es gibt keine Vorab-Investitionen, die der Kunde tätigen muss. Die Kunden erhalten jedoch eine Kaufoption. Sie können das Solarkraftwerk jederzeit nach der Inbetriebnahme kaufen. In diesem Fall bietet Equator Energy Ltd. umfassende Garantien und kostenlose Lebensdauerüberwachung. Abhängig von den Anforderungen des Kunden und den Marktbedingungen bietet Equator Energy Ltd. im Rahmen seiner PPAs feste Stromtarife, steigende Stromtarife oder feste Rabatte auf die Netzstromtarife an. Alle PPAs verfügen über eine Preisgarantie, die dem Kunden garantiert, dass der Strompreis im Rahmen des PPA niemals die Kosten der alternativen Stromversorgung übersteigt.  

Sebastian Noethlichs hat vor circa 10 Jahren Nvision Energy gegründet und arbeitet seitdem an der Entwicklung, Realisierung und dem Betrieb von erneuerbaren Energieprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Zunächst arbeitete er vorwiegend in Ost-Europa. Seit 2014 kümmert er sich um den Geschäftsausbau in Afrika und leitet Nvisions Niederlassung in Nairobi. Dort gründete er 2016 Equator Energy Ltd.. Heute leitet Sebastian die Projektentwicklung, den Bau und den Betrieb in sieben Ländern über ganz Afrika von Gambia bis Somalia und von Süd Sudan über Kenia bis Zimbabwe. Sebastian Noethlichs ist in Deutschland mit erneuerbaren Energie aufgewachsen. Mit 12 Jahren ist er das erste Mal auf Windkraftanlagen geklettert. Er hat ein Buch, Green Rush, über die Entwicklung von Erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern veröffentlicht. Sebastian hat einen B.Sc. in Management von der London School of Economics. Nach seinem Studium arbeitete er knapp zwei Jahre bei der Firma Goldman Sachs International, bei welcher er CO2-Emissionen und Strom handelte.


Equator Energy Bulgaria Ltd. | Ulitsa Abdovitsa 29A | 1528 Sofia
Geschäftsführer Sebastian Noethlichs
+44 20 8144 8366 | mail@equatorenergy.net

Risikohinweise für Projekte in Bulgarien

  1. Allgemeine Risiken und Risiken aus der Ausgestaltung der Nachrangdarlehen

    1. Maximales Risiko – Totalverlustrisiko
    2. Es besteht das Risiko eines Totalverlusts des investierten Kapitals und der Zinsen. Individuell können dem Darlehensgeber zusätzliche Vermögensnachteile, z.B. durch Kosten für Steuernachzahlungen, entstehen. Deshalb ist das Darlehen nur als Beimischung in ein Anlageportfolio geeignet. Die Darlehensvergabe ist nur für Investoren geeignet, die einen entstehenden Verlust bis zum Totalverlust ihrer Kapitalanlage hinnehmen könnten. Das Darlehen ist nicht zur Altersvorsorge geeignet. Das Risiko einer Nachschusspflicht oder einer sonstigen Haftung, die über den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals hinausgeht, besteht dagegen nicht.

    3. Nachrangrisiko und unternehmerischer Charakter der Beteiligung
    4. Bei dem Darlehensvertrag handelt es sich um ein Darlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt (siehe näher Ziffer 9 des Darlehensvertrags). Sämtliche Ansprüche des Darlehensgebers (Investors) aus dem Darlehensvertrag – insbesondere die Ansprüche auf Rückzahlung des Darlehensbetrags und auf Zahlung der Zinsen – („Nachrangforderungen“) können gegenüber dem Darlehensnehmer nicht geltend gemacht werden, wenn dies für den Darlehensnehmer einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Das bedeutet, dass die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens keine Insolvenz des Darlehensnehmers auslösen darf. Dann dürften weder Zinsen noch Tilgungszahlungen an die Darlehensgeber geleistet werden. Die Nachrangforderungen des Darlehensgebers treten außerdem im Falle der Durchführung eines Liquidationsverfahrens und im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers im Rang gegenüber sämtlichen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Darlehensnehmers zurück, das heißt, der Darlehensgeber wird mit seinen Forderungen zwar vor den Gesellschaftern, aber erst nach vollständiger und endgültiger Befriedigung sämtlicher anderer Gläubiger des Darlehensnehmers (mit Ausnahme anderer Rangrücktrittsgläubiger) berücksichtigt.

      Der Darlehensgeber trägt daher ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Der Darlehensgeber wird dabei nicht selbst Gesellschafter des Darlehensnehmers und erwirbt keine Gesellschafterrechte. Es handelt sich nicht um eine sogenannte mündelsichere Beteiligung, sondern um eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion.

      Der qualifizierte Rangrücktritt könnte sich wie folgt auswirken: Der Darlehensnehmer würde die Zins- und Tilgungszahlung bei Insolvenznähe so lange aussetzen müssen, wie er dazu verpflichtet ist. Der Darlehensgeber dürfte seine Forderungen bei Fälligkeit nicht einfordern. Der Darlehensgeber müsste eine Zinszahlung, die er trotz der Nachrangigkeit zu Unrecht erhalten hat, auf Anforderung an den Darlehensnehmer zurückgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Darlehensgeber die Zinszahlungen ebenso wie die Tilgungszahlungen im Ergebnis aufgrund des Nachrangs nicht oder nicht rechtzeitig erhält oder zurückzuzahlen hat. Zudem könnte es sein, dass der Darlehensgeber für bereits gezahlte Zinsen Steuern entrichten muss, obwohl er zur Rückzahlung der erhaltenen Beträge verpflichtet ist.

    5. Fehlende Besicherung der Darlehen
    6. Da das Darlehen unbesichert ist, könnte der Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers weder seine Forderung auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals noch seine Zinszahlungsansprüche aus Sicherheiten befriedigen. Im Insolvenzfall könnte dies dazu führen, dass die Ansprüche der einzelnen Darlehensgeber nicht oder nur zu einem geringeren Teil durchgesetzt werden können. Dies könnte dazu führen, dass Zins- oder Tilgungszahlungen nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden können oder dass es zum teilweisen oder vollständigen Verlust des investierten Kapitals kommt.

    7. Veräußerlichkeit (Fungibilität), Verfügbarkeit des investierten Kapitals, langfristige Bindung
    8. Die Darlehensverträge sind mit einer festen Vertragslaufzeit versehen. Eine vorzeitige ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ist nicht vorgesehen. Nachrangdarlehen sind keine Wertpapiere und auch nicht mit diesen vergleichbar. Derzeit existiert kein liquider Zweitmarkt für die abgeschlossenen Darlehensverträge. Eine Veräußerung des Darlehens durch den Darlehensgeber ist zwar grundsätzlich rechtlich möglich. Die Möglichkeit zum Verkauf ist jedoch aufgrund der geringen Marktgröße und Handelsvolumina nicht sichergestellt. Es ist auch möglich, dass eine Abtretung nicht zum Nennwert der Forderung erfolgen kann. Es könnte also sein, dass bei einem Veräußerungswunsch kein Käufer gefunden wird oder der Verkauf nur zu einem geringeren Preis als gewünscht erfolgen kann. Das investierte Kapital kann daher bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit gebunden sein.

    9. Mögliche Verlängerung der Kapitalbindung
    10. Da es sich um ein nachrangiges Darlehen handelt, darf das Darlehen nur zurückgezahlt werden, wenn dies bei dem Darlehensnehmer nicht zur Zahlungsunfähigkeit führen würde. Wäre dies der Fall, verlängerte sich die Laufzeit des Darlehens automatisch bis zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Zustand nicht mehr bestünde. Die Anlage ist damit für Darlehensgeber, die darauf angewiesen sind, exakt zum geplanten Laufzeitende ihr Geld zurück zu erhalten, nicht empfehlenswert.

    11. Steuerliches Risiko
    12. Der Emittent führt in Bulgarien gemäß Art. 37.1.3 und Art. 46.1 Einkommensteuergesetz für natürliche Personen von Bulgarien in Verbindung mit Art. 11 Abs. 2 Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Bulgarien und Deutschland („DBA“) Quellensteuer in Höhe von 10% ab, die auf die geschuldeten Zinszahlungen anfällt. Diese Quellensteuer kann gemäß Art. 22 Abs. 1 (b) DBA grundsätzlich in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet werden, falls in der Person des Steuerpflichtigen die weiteren Voraussetzungen einer Anrechnung erfüllt sind. Der Emittent bemüht sich darum, den Anlegern entsprechende Nachweise zur Verfügung zu stellen. Es besteht ein Risiko, dass die Abzugsfähigkeit durch die deutschen Steuerbehörden im Einzelfall nicht anerkannt wird.

  2. Risiken auf Ebene des Darlehensnehmers und seiner in Mauritius ansässigen Muttergesellschaft

    1. Geschäfts- und Ausfallrisiko des Darlehensnehmers
    2. Der Darlehensgeber trägt das Risiko einer nachteiligen Geschäftsentwicklung des Darlehensnehmers. Es besteht das Risiko, dass dem Darlehensnehmer in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und die Darlehensvaluta zurückzuzahlen.

      Weiterhin trägt der Darlehensgeber das Risiko der Insolvenz des Darlehensnehmers. Der Darlehensnehmer kann zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn der Darlehensnehmer geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen hat oder wenn er eine etwaig erforderliche Anschlussfinanzierung nicht einwerben kann. Die Insolvenz des Darlehensnehmers kann zum Verlust des Investments des Darlehensgebers und der Zinsen führen, da der Darlehensnehmer keinem Einlagensicherungssystem angehört.

      Weder der wirtschaftliche Erfolg der zukünftigen Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers noch der Erfolg der finanzierten energetischen Maßnahme können mit Sicherheit vorhergesehen werden. Der Darlehensnehmer kann Höhe und Zeitpunkt von Zuflüssen weder zusichern noch garantieren.

    3. Risiken aus der Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers
    4. Verschiedene Risikofaktoren können die Fähigkeit des Darlehensnehmers beeinträchtigen, seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nachzukommen.

      Die allgemeine Geschäftstätigkeit des Darlehensnehmers ist mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Darlehensnehmers auswirken. Dem Darlehensnehmer könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das eingesetzte Darlehenskapital zurückzuzahlen.

      Bisherige Markt- oder Geschäftsentwicklungen sind keine Grundlage oder Indikator für zukünftige Entwicklungen.

    5. Risiken aus der Weiterleitung des Darlehensbetrags sowie der Durchführung des finanzierten Projekts und der Geschäftstätigkeit der in Mauritius ansässigen Equator Energy Ltd.
    6. Der Darlehensnehmer wird den gesamten Darlehensbetrag in Form eines weiteren Darlehens an seine in Mauritius ansässige Muttergesellschaft Equator Energy Ltd. („Equator Energy Mauritius“) weiterleiten. Der Darlehensnehmer möchte das Darlehen vorzugsweise aus Mitteln zurückzahlen, die der Darlehensnehmer gemäß dem Weiterleitungskredit von in Equator Energy Ltd. erhält. Voraussetzung für die rechtzeitige und vollständige Leistung des Kapitaldienstes durch Equator Energy Ltd. ist somit, dass dieses die geplante energetische Maßnahme erfolgreich durchführen kann.

      Dabei können sich insbesondere folgende Risiken ergeben: Die geplante energetische Maßnahme könnte komplexer sein als erwartet. Es könnten unerwartete und/oder höhere Umsetzungsrisiken auftreten und/oder Geschäftsprozesse mit mehr Aufwand und Kosten verbunden sein als erwartet. Es könnten Planungsfehler zutage treten oder Vertragspartner des Darlehensnehmers mangelhafte Leistungen erbringen. Es könnte sich herausstellen, dass Annahmen, auf denen die Projektplanung basiert, fehlerhaft sind. Erforderliche Genehmigungen könnten nicht erteilt werden. Es könnten unbekannte Umweltrisiken oder Altlasten bestehen. Es könnte zu Verzögerungen im geplanten Projektablauf und/oder zu Problemen bei der Erzielung von Einnahmen in der geplanten Höhe oder zum geplanten Zeitpunkt kommen. Ein etwaiger Versicherungsschutz könnte sich als nicht ausreichend erweisen. Die rechtlichen Anforderungen könnten sich verändern und dadurch könnten Änderungen oder zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt erforderlich werden, was zu Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen führen könnte. Bei Leistungen, die Dritten gegenüber erbracht werden, könnten diese Gewährleistungsansprüche geltend machen, ohne dass der Darlehensnehmer Regressansprüche gegen eigene Zulieferer durchsetzen kann. Auch weitere Faktoren können sich nachteilig auf den Projekterfolg auswirken, wie etwa die Entwicklung des Strompreises oder des Preises anderer Energieträger, des Marktumfelds, der Nachfrage- und Absatzsituation, von Lieferantenbeziehungen, des politischen Umfelds und politischer Verhältnisse, von Umweltrisiken, Länder- und Wechselkursrisiken sowie Wettbewerbern.

      Daneben ist auch die allgemeine Geschäftstätigkeit der in Mauritius ansässigen Equator Energy Ltd. mit Risiken verbunden, wie etwa marktbezogenen Risiken (z. B. Nachfrage- und Absatzrückgang; Zahlungsschwierigkeiten oder Insolvenzen großer Abnehmer; [Insolvenzen von Kunden, bei denen energetische Maßnahmen durchgeführt werden, aus deren Einnahmen Zins- und Tilgungszahlungen finanziert werden sollen;] Kostenerhöhungen und Kapazitätsengpässe auf Beschaffungsseite; politische Veränderungen; Zins- und Inflationsentwicklungen; Länder- und Wechselkursrisiken; Veränderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit des Darlehensnehmers) und unternehmensbezogene Risiken (z. B. Qualitätsrisiken; Produktmängel; Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken; Risiken aus Marken und Schutzrechten; Abhängigkeit von Partnerunternehmen, Schlüsselpersonen und qualifiziertem Personal; Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, unzureichendem Versicherungsschutz, aus der Gesellschafter- und/oder Konzernstruktur, aus der internen Organisation, aus Vermögensbewertungen und Steuernachforderungen).

      Diese und/oder weitere Risiken könnten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Equator Energy Ltd. auswirken. Equator Energy Ltd. könnten infolgedessen in Zukunft nicht die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die Zinsforderungen zu erfüllen und das Darlehenskapital aus dem Weiterleitungskredit an den Darlehensnehmer zurückzuzahlen. Dies könnte zur Folge haben, dass dieser seinen Verpflichtungen gegenüber den Anlegern nicht, nicht in voller Höhe und/oder nicht rechtzeitig nachkommen kann.

    7. Kapitalstrukturrisiko
    8. Der Darlehensnehmer wird möglicherweise weitere Fremdkapitalfinanzierungen in Anspruch nehmen und daher Verpflichtungen eingehen, die (unabhängig von seiner Einnahmesituation) gegenüber den Forderungen der Nachrang-Darlehensgeber vorrangig zu bedienen sind.

  3. Risiken auf Ebene des Anlegers

    1. Fremdfinanzierungsrisiko
    2. Dem Darlehensgeber können im Einzelfall in Abhängigkeit von den individuellen Umständen weitere Vermögensnachteile entstehen, z.B. aufgrund von Steuernachzahlungen. Wenn der Darlehensgeber die Darlehenssumme fremdfinanziert, indem er etwa einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt, kann es über den Verlust des investierten Kapitals hinaus zur Gefährdung des weiteren Vermögens des Darlehensgebers kommen. Das maximale Risiko des Darlehensgebers besteht in diesem Fall in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Darlehensgebers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus dem Darlehen der Darlehensgeber finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. Der Darlehensnehmer rät daher von einer Fremdfinanzierung des Darlehensbetrags ab.

    3. Hinweis zu Risikostreuung und Vermeidung von Risikokonzentration
    4. Die Investition in den Nachrang-Darlehensvertrag sollte aufgrund der Risikostruktur nur als ein Baustein eines diversifizierten (risikogemischten) Anlageportfolios betrachtet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlusts. Durch eine Aufteilung des investierten Kapitals auf mehrere Anlageklassen und Projekte kann eine bessere Risikostreuung erreicht und „Klumpenrisiken“ können vermieden werden.

  4. Hinweise des Plattformbetreibers

    1. Umfang der Projektprüfung durch den Plattformbetreiber
    2. Der Plattformbetreiber nimmt im Vorfeld des Einstellens eines Projekts auf der Plattform lediglich eine Prüfung nach formalen Kriterien vor. Das Einstellen auf der Plattform stellt keine Investitionsempfehlung dar. Die Informationen zum Projekt sind Informationen des Darlehensnehmers und seiner in Mauritius ansässige Muttergesellschaft Equator Energy Ltd. Der Plattformbetreiber beurteilt nicht die Bonität des Darlehensnehmers und überprüft nicht die von diesem zur Verfügung gestellten Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit oder ihre Aktualität.

    3. Tätigkeitsprofil des Plattformbetreibers
    4. Der Plattformbetreiber übt keine Beratungstätigkeit aus und erbringt keine Beratungsleistungen. Insbesondere werden keine Finanzierungs- und/oder Anlageberatung sowie keine steuerliche und/oder rechtliche Beratung erbracht. Der Plattformbetreiber gibt Investoren keine persönlichen Empfehlungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten auf Grundlage einer Prüfung der persönlichen Umstände des jeweiligen Investors. Die persönlichen Umstände werden nur insoweit erfragt, wie dies im Rahmen der Anlagevermittlung gesetzlich vorgeschrieben ist, und lediglich mit dem Ziel, die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise zu erteilen, nicht aber mit dem Ziel, dem Investor eine persönliche Empfehlung zum Erwerb eines bestimmten Finanzinstruments auszusprechen.

    5. Informationsgehalt der Projektbeschreibung
    6. Das Projektprofil und die Projektbeschreibung auf der Plattform erheben nicht den Anspruch, alle Informationen zu enthalten, die für die Beurteilung der angebotenen Anlage erforderlich sind. Investoren sollten die Möglichkeit nutzen, dem Darlehensnehmer über die Plattform Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen Quellen zu informieren und fachkundige Beratung einzuholen, wenn sie unsicher sind, ob sie den Darlehensvertrag abschließen sollten. Da jeder Darlehensgeber mit seiner Darlehensvergabe persönliche Ziele verfolgen kann, sollten die Angaben und Annahmen des Darlehensnehmers unter Berücksichtigung der individuellen Situation sorgfältig geprüft werden.