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10 Tipps, die man beim Crowdfunding beachten sollte

Crowdfunding erfreut sich mittlerweile immer größer werdender Beliebtheit. Dennoch gibt es einige Punkte die man vor einem Investment beachten sollte, wir haben hier die wichtigsten 10 Tipps im Crowdfunding zusammengefasst:

 

1. Crowdfunding-Plattform Hintergründe

Bevor man sein Geld in ein Projekt über eine Plattform investiert, ist es ratsam sich die Crowdfunding-Plattform genauer anzusehen. Folgende Fragestellungen können bei der Auswahl einer geeigneten Plattform helfen:

  • Seit wann besteht die Plattform?
  • Wie viele Projekte wurden bereits finanziert und wie viele davon erfolgreich umgesetzt?
  • Wie viele Mitarbeiter sind bei der Plattform beschäftigt?
  • Was findet man in einer Internetrecherche über die Plattform heraus (Presseberichte, Analystenmeinungen, etc.)?
  • Gibt es bereits angemeldete Insolvenzfälle?
  • Wer sind die Geschäftsführer und haben diese Kompetenzen in den Kernbereichen der Plattform?
  • Wie aktuell ist die Website und wie modern ist das Erscheinungsbild?

 

2. Beteiligungsform

Beim Crowdfunding gibt es unterschiedliche Beteiligungsformen. Dabei gibt es vier anerkannte Formen, die sich grob in zwei Kategorien aufteilen lassen: das klassische Crowdfunding und das Crowdinvesting.

 

Crowdfunding

  1. Reward-Based Crowdfunding

Investoren erhalten für die Investition in ein Projekt keine finanzielle Gegenleistung sondern eine Produktvorschau oder ein Exklusivprodukt. Diese Form findet häufig Anwendung im künstlerischen Bereich (z.B. signierte CDs, Tickets für die Filmpremiere) oder für Neuproduktideen wie die die auf ihren Durchbruch fand.

 

  1. Donation-Based Crowdfunding

Das Grundprinzip dieser Crowdfunding-Form basiert auf einer Spende, das heißt als Anleger erhält man grundsätzlich keine Gegenleistung  sondern unterstützt allein aus Überzeugung und Interesse an der Idee.

 

Crowdinvesting

In Deutschland gilt ein Projekt bei dem Kleinanleger am wirtschaftlichen Erfolg des finanzierten Projektes beteiligt werden als Crowdinvesting. Dabei erhält die Crowd entweder einen festen Zins (wie bei Immobilien- oder Energieprojekten) oder eine erfolgsabhängige Verzinsung (wie es bei Startup-Finanzierungen der Fall ist). Im angelsächsischen Raum wird allerdings meist unterschieden zwischen:

 

  1. Equity-Based Crowdfunding

Das Equity-Based Modell zeichnet sich dadurch aus, dass Investoren Anteile an einem Unternehmen erhalten und sich die Rückzahlung an dem unternehmerischen Erfolg orientiert.

 

  1. Lending-Based Crowdfunding

Anleger erhalten für einen vereinbarten Zeitraum monatlich oder jährlich einen Festzins für deren Investment zurück. Hierzu gehört vor allem auch das Peer-to-Peer (P2P) Lending Modell.

 

 

3. Risikostreuung

Grundsätzlich ist zu betonen, dass beim Crowdfunding ein Totalverlustrisiko besteht. Um dieses Risiko zu streuen, ist eine Portfoliostrategie ratsam. Das bedeutet, dass man nicht all sein verfügbares Geld in ein Projekt auf einer Plattform investieren sollte, sondern über mehrere Projekte und Crowdfunding-Plattformen streuen sollte.

Darüber hinaus sind Punkte auf die geachtet werden sollen beispielsweise spezifische Länderrisiken und damit im Zusammenhang stehende Wechselkursrisiken, Risiken im Bereich des Managements, Abverkaufsrisiken, Konjunkturschwankungen sowie allgemein die „Risikoklasse“ eines Projektes, welche sich häufig anhand der Konditionen erkennen lässt (siehe Punkt 5: Alte Bänker-Regel).

 

4. Analyse des Projektes/ Unternehmens

Einer der Vorteile des Crowdfundings liegt darin, dass klar erkennbar ist, welches Projekt oder Unternehmen man genau unterstützt und so eine höhere Transparenz hat, als bei gängigen Investments oder Spenden. Allerdings ist dringend anzuraten, sich das Projekt bzw. Unternehmen genau anzusehen und mindestens die Informationen, welche die Crowdfunding-Plattform zur Information zur Verfügung stellt, zu lesen und zu prüfen.

 

5. Alte Bänker-Regel

Mithilfe dieser Regel kann man relativ schnell abschätzen, wie hoch das Risiko eines Investments ausfällt: Umso höher die Zinsen eines Crowdfunding-Projektes, umso höher ist auch das Risiko. So können Anleger auf einen Blick schnell erkennen, in welcher „Crowdfunding-Risikoklasse“ sich das Projekt befindet und entscheiden ob dies zu ihrer Portfoliostrategie passt oder nicht.

 

 

6. Totalverlustrisiko

Nachdem sich der erste große Crowdfunding-Hype nun nach einigen Jahren gelegt hat und mittlerweile erste Projekte oder Unternehmen insolvent sind, sind sich Anleger vermehrt über das Totalverlustrisiko im Klaren.

Man sollte nie seine gesamten Ersparnisse investieren, sondern nur einen Betrag, bei welchem man einen möglichen Totalverlust verkraften kann und sich dessen immer bewusst sein.

 

7. Steuerregelungen beachten

Bevor man über eine Plattform investiert, sollte man sich in Bezug auf zu zahlende Steuern informieren. Denn diese vermindern den möglichen Gewinn und sollten von Anfang an mit einbezogen werden. Häufig bieten Plattformen unter der FAQ-Sektion die Beantwortung aller relevanten Steuer-Fragen oder sogar eine Erträgnisaufstellung im Investoren-Bereich, welche für die Steuererklärung verwendet werden kann. Beispielsweise erfahren bettervest Investoren in diesem Blogbeitrag was sie bei ihrer Steuererklärung beachten sollten.

 

8. Form der Finanzierung

Mittlerweile gibt es unterschiedlichste Crowdfunding-Plattformen. Finanzierung von Startups, Immobilien, Energie-Projekten usw.

Neben der Frage wie viel Geld man investieren möchte, sollte man sich auch Gedanken machen, welche Form von Projekten man unterstützen möchte. Immobilien-Projekte sind häufig mit einer kürzeren Laufzeit gekennzeichnet als Energie-Projekte, die Finanzierung von Startups ist häufig zeitlich unbegrenzt und von dem gesamtunternehmerischen Erfolg abhängig und weniger Projekt-basiert.

Die Entscheidung sollte neben der finanziellen Sichtweise, bestenfalls auch unter nachhaltigen bzw. ökologischen Gesichtspunkten getroffen werden.

 

9. Zinsen

Eine weitere bedeutende Frage ist, wie der Zins, welcher an Anleger zurückgezahlt wird, generiert werden soll. Ist dies durch Produktverkäufe geplant oder durch allgemeines Wachstum des Unternehmens? Wenn es sich um ein Energie-Projekt handelt, spielen häufig durch Umrüstungen erzielte Einsparungen eine Rolle.

Je nach Einsparungs-Methode und zur Verfügung gestellte Informationen zur Berechnung dieser, kann man als Anleger das Risiko besser abschätzen.

 

10. Auf das Bauchgefühl hören

Zu guter Letzt sollte man auch immer etwas auf sein Bauchgefühl hören. Manchmal gibt es keine Erklärung warum man nicht 100 prozentig überzeugt ist und sollte im Zweifelsfall besser nicht investieren.

Sollten allerdings Fragen offen sein, die mithilfe der zur Verfügung gestellten Unterlagen nicht zu beantworten sind, ist häufig die Kontaktierung der Plattform bzw. des Projektinhabers ratsam. Dies verschafft nicht nur einem selbst Klarheit, sondern hilft auch anderen Anlegern dabei eine Investitionsentscheidung zu treffen, da die Fragen & Antworten häufig im Projekt veröffentlicht werden.

 

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